4>4-******************************************************************************************************************* 10966 vvrsrnblaU f. d. Dtschn. Duchhaudel. Künftig erscheinende Bücher. .V; ^46, 20. Oktober 1921. ************************** *4'* ***********************************************.1.4. **4. *** T /M^/F0^FA/«kFS-»«?L Als erster Band erscheint Wilhelm Fraenger Die Masken von Rheims Mit ZS Abbildungen, einer Einlcirung und der Legende „Der Tänzer unserer Lieben Frau" ins Deutsche übertragen von Lurt Gutkind Geheftet 20 M., gebunden )7 M. Durch dieses Buch wird weiten Rrciscn ein unbekanntes Rheims erschlossen. Abseits der weirberühinrcn Heiligcngestalten, welche die Domportale zieren, hat sich der liberschwang gotischen Formcndrangcs in Nkaskenbildnereic» ausgelebr, welche das denkwürdigste Erbe grotesker Phanrasiegestaltung bilden. Die Eigenart von Fraengcrs Bildgruppicrnng schuf aus der Reihe dieser Rheimser Masken ei» wechselreichcs Psychodrama, in welchem sich das tiefste Seelenleben des mittelalterlichen Menschen offenbart. Stimmung« begleitend ist der Bildcrfolge die alte, köstliche Lcgendcndichtnng bcigcgeben „Der Tänzer unserer Lieben Frau", welche Lull Gurkind übertrage» hat. Gewählte Zeichnungen villard de Honnecourrs runden das Buch zu einer reichen Einheit Als zweiter Band erscheint Die trollatischen Träume des pantagcuel Herausgegeben von Wilhelm Fraenger Ein Holzschnitt-Fratzenbuch mit >22 Bildern und einem kräftige» Prolog Johannes Fischarrs Geheftet 2Z M., gebunden Z2 M. Bald nach dem Tode von Franz Rabelais erschien ei» roll groteskes Fratzenbuch i „Lcs songcs drolariques de Panragruel", das 122 Holzschnitte vereinigte. Die abenteuerliche Phantasie der Bosch und Breughel stand der Schalkslai,»c des Zeichners zu Gevatter. Lange galt dies Buch als eine eigenhändige Schöpfung Rabelais', als eine graphische Version des riesenmächtigen Romans von dem Gargantua und dem pan- cagrucl. Wenn heute auch der Glaube an dessen Autorschaft unhaltbar wurde, so besitzt dieses Werk — von seinem künstlerischen Eigenwert ganz abgesehen — doch seine einzigartige Bedeutung, indem es uns unmittelbar in die Anschauungswelr des Grostmcistcrs grotesker Romik cinführc. Der deutsche Rabelais, Johannes Fischart, hak dem Bilderbuch, das wahrscheinlich in seiner nächsten Nahe, im alte» Srraßburg selbst entstanden ist, eine ergötzlicheBcschreibung zugewidmet, welche als Einleitung unserer faksimilierten vleuausgabe dient wenn vor Erscheinen bestellt die vier Bande ll : N) gemischt mit glatt 40 Prozent Eugen Rentsch Verlag München - Erlenbach-Zürich — Leipzig (Bestellungen sind entweder an meinen Rommissionär Paul Eberhardt in Leipzig oder nach München, Schön fcldstraße S, zu richten)