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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.10.1921
- Strukturtyp
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- 1921-10-19
- Erscheinungsdatum
- 19.10.1921
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- Deutsch
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redallioneller Teil. X- 245, iS. Oklvber 1S2l. Volk über alle Fragen unterrichte», die mit dem Wtedcrauibau des Wirtschafts- und Wohlsahrtslebcns verknüpft sind, und es ist Aus sicht vorhanden, daß die Ausstellung alle diese Probleme eingehend und verständlich darlcgen wird. Eine große Zahl von Kongressen und Veranstaltungen wird während der Ausstellung stattfinden. Die Ge schäftsstelle der Ausstellung befindet sich in Magdeburg, Breiteweg 8t! sim Hause »Pflugeisen-). Telephon 8423. Briesscndunge» aus Rußland. — Nach einer Mitteilung der russischen Postverwaltung sind die Gebühren für Bricfsendungen aus Rußland nach dem Ausland, also auch nach Deutschland, seit dem 4. September d. I. dahin abgeändert worden, daß z. B. ein einfacher Brief 1VVV Rubel, eine Postkarte 400 Rubel und eine Drucksache bis SO Gramm 2M Rubel kostet. Diese hohe» Sätze, die das Zehn- tausendfache der Gebührensätze der Vorkriegszeit darstellen, sind ein deutliches Bild von der außerordentliche» Geldentwertung in Rußland. Eine Mitteilung der russischen Postverwaltung darüber, wie die erhöhten Gebührensätze In Freimarken dargestcllt und auf den Briefsendungen verrechnet werden, liegt noch nicht vor. Bricssendungcn nach der Tschechoslowakei. — Immer wieder kommen Klagen, daß die deutschen Absender Bricfsendungen »ach der Tschecho- Slowakci unrichtig nach den Jnlanbgebühren statt nach denen des Weltpostvereins freimachen. Das erschwert nicht nur den Postbctricb, sondern benachteiligt vor allem die Empfänger, die für die Sendungen das Doppelte des an der richtigen Gebühr fehlenden Betrags zu zahlen haben; z. B. hat der Empfänger eines mit nur Sll Pf. frcigemachten Briefes aus Berlin nach Prag L5V Heller zu zahle». Vielfach gibt die Belastung der Sendungen mit Nachgebühr auch Anlaß, daß die Empfänger die Annahme verweigern, sodaß die Sendungen ihren Zweck verfehlen. Da anscheinend nicht allgemein bekannt ist, welche Gebiete zur Tschecho-Slowakci gehören, seien sie in solgendcm genannt: Ganz Böh m e » ldarin u. a. Aussig, Budweis, Eger, Franzensbad, Gablonz, Johannisbad, Karlsbad, Maricnbad, Pilsen, Prag, Reicheuberg, Teplitz und Trautenau), Mähre» su. a. Brünn, Jglau, Olmiitz und Znaim), der größte Teil von Ilsterreichtsch-Schlesien su. a. Frelwaldau und Troppau), ferner Teile von Ungarn su. a. Bartfeld, Mun- kacs, stieusohl, Neutra, Preßburg und Ungvar), ein kleiner Teil von Nieder-O st erreich und das Hult sch irrer Ländchcn. Zur Vermeidung von Weiterungen wird bringend geraten, darauf zu achten, daß Brlcfscnduugen nach der Tfchecho-Slowakei nach den Weltpostvereinssätzcn frcigemacht werden. Wann wird die Ortsgesprächsgebühr von 25 Ps. berechnet und wan» nicht? — Rach der neuen Fernsprechordnung ist die Orts- gesprächsgebühr von LS Pf. fällig, wenn der Anschluß des Anrufenden mit der verlangten Hauptstelle verbunden ist und diese oder eine daran augeschlossene Nebenstelle den Anruf beantwortet hat. Solange sich der gewünschte Teilnehmer noch nicht gemeldet hat, wird die Gebühr also nicht berechnet. Ist der Teilnehmer au eine Hauszcntralc an geschlossen, z. B. innerhalb eines großen Geschäftshauses, und ant wortet er hier auf Anruf seitens seiner eigenen Zentrale nicht, so ist die Gesprächsgebühr fällig, weil die Verbindung des Fern sprechamts mit der Zentrale mit Erfolg hergestellt worden war und die Zentrale in diesem Falle für das Fernsprechamt die Stelle des angerufencn Teilnehmers vertritt. Meldet sich ei» angerufcner Teil nehmer und stellt der Anrufcnde fest, daß cs sich um eine falsche Verbindung handelt, so muß er seinem Amte durch das sogenannte Flackerzeichen (dreimaliges langsames Niederdrücken der beweg lichen Gabel bei Tischgehäusen oder des beweglichen Hakens bet Wandgehäusen) zu erkennen gebe», daß etwas bei ihm nicht in Ord nung sei, und der Beamtin den Sachverhalt zur Berichtigung der Gc- biihrenliste Mitteilen. Ebenso hat er sich bei Unterbrechungen oder sogenannten Doppelverbindungen zu verhalten. Die Behauptung, daß die Falschverbindungen, die übrigens zur Hälfte durch Versehen der anrusenden Teilnehmer selbst herbeigesllhrt werden, seit dem 1. Ok tober erheblich zugenommen hätten, ist unzutreffend. Nach den bei den Fernsprechämtern dauernd geführten Kontrollen nehme» die Kalsch- verbindungen im Gegenteil seit Benutzung der besonderen Zahlen aussprache fortgesetzt ab. Auch die vorzeitigen Trennungen von Gesprächen werden weiter zurückgchen, weil das Kerusprechpersonal seit Einführung des Orisgesprächstariss mit größerer Ruhe arbeite» kann, indem viele überflüssige Gespräche (Plaudereien u. dgl.) setzt weggefallen sind und die Beamtinnen deshalb die Verbindungen nicht mehr in so großer Hast wie unter der früheren Überlastung des Be triebs herzustellen brauche». Die Anwendung des Klackerzcichens in s den vorbezetchneten Fällen ist unvermeidlich, wenn sich der an- s rufende Teilnehmer vor einer Mehranrechnung von Gesprächsgebühren i lll4k schützen will. Denn die Beamtin weih von dem Bestehen einer Falsch- oder Dvppelverbindung oder einer Unterbrechung nichts, weil sie wissentlich dies nicht herbeigestihrt hat und sie in den Fälle», wo ihr der rusendc Teilnehmer eine falsche Nummer nennt oder wo ein vorübergehender kleiner Fehler im Vielfachstzstem des Amtes eine Doppelverbtndung hervorrief, hierfür überhaupt nichts kann. Auch im Ausland, wo, wie in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Eng land und anderen Ländern, die mit dem Gesprächszähler seit Jahr und Tag arbeiten, dergleichen Zwischenfälle ebenso eintrcten, ist der Teilnehmer genötigt, dasselbe Mittel anznwenden, weil es eine andere technische Lösung nicht gibt. Die Ortsgesprächsgebühr wird nicht berechnet bei Verbindun gen, die nicht zustandekommen, weil die angerusene Sprechstelle nicht antwortet oder besetzt ist. Sie wird auch nicht berechnet, wenn die Verbindung aus anderen Gründen (Betriebsstörung, Sperre, längere Abwesenheit des angerufenen Teilnehmers vom Ort) nicht herge stellt werden kann. Ebensowenig sind alle Anmeldungen von Fern gesprächen, sowie Gespräche der Teilnehmer mit Betriebsstellcn des Amtes (Störungs-, Auskunfts-, Beschwerde- und Aussichtsstelle) in Angelegenheiten des Fernsprcchbetrtebs nicht gebiihrenpslichtig. Folgcnummcrn für Fernsprechanschliisse. — Gegenüber Fern sprechteilnehmern mit starkem Verkehr sorgen die Fernsprechämter da für, daß genügend Platz für weitere Anschlüsse des Teilnehmers unter Zuteilung von Folgenummern verbleibt. Kolgenummern sind Rufnummern, die nach ihrer Lage im Klinkenfeld eine in sich ge schlossene Umrandung zulasscn, sodaß sie ohne weiteres vom Amt aus wahlweise benutzt werden können. Es empfiehlt sich, daß Teil nehmer mit einer größeren Zahl von Anschlüssen diese möglichst in solche für abgehcnden und für ankommenden Verkehr trennen. In sol chen Fällen brauchen nur die Anschlüsse für den ankommenden Verkehr zusammengelegt zu werden. Das spanisch-amerikanische Athenäum. — Nach den bereits der deutschen Öffentlichkeit bekannten Vorarbeiten ist in Berlin nun mehr die Gründung des spanisch-amerikanischen Athenäums er folgt. Das Athenäum, das in seiner von mehr als Lvv Interessenten besuchten Grllnbungsversammlung als Präsidenten den argentinischen Konsul Candioti, als Vizepräsidenten Herrn Marques de Benedito und als Generalsekretär Herrn Asenso wählte, hat den Zweck, die Kenntnis über die Geschichte, Literatur, Wissenschaft und Kunst der iberischen Halbinsel und Lateinamerikas zu erweitern sowie überhaupt die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und diesen zukunfts reichen Länder» zu vertiefen. Bon den geplanten Veranstaltungen wird als erste ein Bortrag des argentinischen Politikers vr. Oyhanarte stattfindeu. Die Bibel in 543 Sprachen übersetzt. — Die B r i t i s ch e B t b e l - gesellschast hat die-Bibel wiederum in einer Reihe neuer Über setzungen herausgegeben und ist augenblicklich damit beschäftigt, weitere Ausgaben in 4l> neue» Sprachen zu veröffentlichen, während im letzten Jahr zehn solcher neuen Übersetzungen erschienen waren. Die Aus gaben des letzten Jahres wurden u. a. gedruckt auf: Venda (Nord- Transvaal), Popo (Togo), Tangalc (Nord-Nigeria), Chokwe (Angola), Hmar (Assam), Patpatar (Bismarck-Archipel), Nao (Nyasfa-Scc) u. a. Mehrere Missionen werden in Kürze England verlassen, um den vor erwähnten Völkern das Evangelium in ihrer Sprache zu bringen. Ein Dichter als Bücherdicb. — Die Moskauer Polizei ist endlich auf die Spur einer Organisation gekommen, die sich mit systematischem Diebstahl von wertvollen und seltenen Bücher» aus den Staatsbibliotheken beschäftigte. An der Spitze dieser Organisation stand der beste Freund Lenins und Lunatscharskis, der proletarische Dichter Dcrnian Bedny, der die Bücher stahl und seinen Agenten zum Vertrieb übergab. Es wurde festgestcllt, daß viele wertvolle und seltene Einzelbüchcr in Schweden verkauft worden sind. Dank der Protektion Lunatscharskis wird die Sache nicht weiter verfolgt. (Neues Wiener Journal.) Wie Schriftsteller geschätzt werden. — Der dänische Schriftsteller Niels Jeppesen hat kürzlich, wie er in der »livrckisli ?örkr>tter lickoucke» erzählt, folgendes lustige Erlebnis gehabt: »Als ich«, so be richtet er, »vor einiger Zeit in Kopenhagen war, ging ich eines Tages zufällig an einem Antiquariat vorbei und bekam Lust, hincinzu- gucken. Ich glaubte, vielleicht eine oder die andere Rarität in den wohlgefllllten Schränken zu finden. Ta fällt mein Blick auf ein jBuch von Sophus Michaelis, und ich sage zu dem Buchhändler: »Ist das nicht ein hervorragender Künstler?« Der Buchhändler schüttelte den Kops und sagte überzeugt: »Nein, er hat keine Zukunft. Er ist
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