10? 16 os-iM»iar> I- d. ris«°. vuch«»-du. Künftig erscheinende Bücher. X- 242, 15. Oktober 1921. Neue Romane und Novellen Helene Voigt-Diederichs Mann und Frau Novellen br M 30.—, geb etwa M 38.— Diese Geschichten wissen um jede feinste Beziehung der Geschlechter untereinander, die nicht in großen Kata strophen zum Ausbruch kommt, sondern tief bedeutungs voll aus Wort und Gebärde des Alltags wächst, und sie finden für dieses Wesenhafte zwischen Mann und Weib einen Ausdruck verhaltener Innerlichkeit, der das Unsichtbare gestaltet, das Unaussprechliche mitteilt. Dreiviertel Stund vor Tag. Roman aus dem niedersächsischen Bauernleben. 7. Taus. br M 15.—, geb M 22.—. Schleswig-Holsteiner Landleute. Er zählungen. 7. Taus, br M 14.—, geb M 20.—. Nur ein Gleichnis. Novellen, br M 13 -, geb M 20.—. ^lnterstrom. Gedichte. Mit Zeichnungen von I. V. Ciffarz. br M 10.—, .halbleinen M 26.—, Lalbleder M 45.— . Aus Kinderland. 8. Taus, br M 10.-, geb. M 14. . Julius Hart: Gleich der Droste-Hülshoff besitzt sie den nieder ländischen Sinn für das Intime, Nahe, die Kunst der feinen Beobachtung. Blätter für deutsche Literatur: Die künstlerische Stärke von Hell ne Voigt-Diederichs liegt in dem scharfen Erfassender charakteristischen Momente des täglichen Lebens. Wilhelm Lobsien: Die Dichterin ist eine Schleswig-Hol steinerin durch und durch, eine vom alten Schlag, der die Heimat alles, die fremde aber nichts ist. Sie wurzelt fest im Boden ihrer Heimat. Daher sind auch ihre Gestalten so kerngesund. Hermann Hesse: Ein lebendiger Hauch von Wahrhaftigkeit, Ernst und seelischer Größe hebt diese Verse hoch über das Maß der gewöhnlichen Lyrik. (2) L>rcke .- Svend Fleuron Die rote Koppel Aus dem Dänischen übersetzt von Hermann Kiy br etwa M 20.—, geb etwa M 28.— So brudernah sind wir naturfrcmden Menschen von heute dem Tier noch nie gekommen wie in den Büchern dieses dänischen Dichters. Lind es ist nicht etwa eine Nähe hinter Gitterstäben des Käfigs oder die gezähmte Zutraulichkeit des Stalles. Auch in diesem neuen Werk erleben wir die jungen Füchse der roten Koppel in wilder schweifender Freiheit, und der Menschenbegriff Raubtier verschwindet vor der prachtvollen Sicherheit, mit der sie aus Trieb und Instinkt heraus das Gesetz ihrer Raffe leben und, ergreifend in stummer Gebunden heit, ihr Naturgeschick erfüllen. A /vÄ/rer .- Stri^. Die Geschichte eines Uhus. Deutsch von Mathilde Mann. 5. Taus, br M 20.-, geb M 26.-. Ein Winter im Iägerhofe. Deutsch von Erich von Mendelsohn. 5. Taus, br M 15.—, geb. M 22.-. Wie Kalb erzogen wurde. Deutsch von Lermann Kiy. br M 15.—, geb M,22.—. Walter von Molo: Fleurons Tierbücher sind Schatzkammern voll von ästhetischenGenüssen, voll vonPhilosophie und Religion, voll von Unterhaltendem, voll von Seelen- und Formenpracht» voll von Weltmusik, ersehnter Asylruhe, von Schönheit. Neue Freie Presse: Man denkt an jene feinen Menschen, die irgendwie mit Emerson verknüpft sind. Dresdner Neueste Nachrichten: Svend Fleurons Anschau lichkeit bedeutet eine neue Art von Naturerlebnis und Natur nähe. Das ist etwas wie Shakespearesche Unmittelbarkeit. Carl Busse: Er ist der geborene Dichter des Waldes, des Wildes, jede Einzelheit ist von Iägeraugen geschaut und völlig realistisch, aber eine Dichterphantasie schallet damit. Literarische Rundschau: Fleuron ist der dänische Löns, seine Tiergeschichten sind aber ein gut Stück künstlerischer. Es sind wirkliche Dichtungen, keine üblichen Weidmannsgeschichten. Eugen Diederichs Verlag in Jena