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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.10.1921
- Strukturtyp
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- 1921-10-12
- Erscheinungsdatum
- 12.10.1921
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- Deutsch
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"Ze'.itralvertrieb zeitgeschichtlicher Bücher, See hof, Wolfs L Co., G. m. b. H., Berlin W. 57, Steinmetz- str. 1. Büchcrvertrieb u. Verl. Gegr. 5./IX. 1921. (K-z- Stein-> platz 6136.) Geschäftsf.: Fritz Wolfs, Arthur Seehof, Bernhard Dii- well. Leipziger Komm.: O. Klemm. fDir.) Kleine Mitteilungen. Nachträgliches zum Transportarbcitcrstreik in Leipzig. (Vgl. Bbl. Nr. LIK.) — Dieser Ausstand, der vom 1. bis 12. September gedauert hat, ist aus den Leipziger Kommissionsplatz von verhältnismässig gerin ger Einwirkung gewesen. Immerhin hat er sich bei Auslieferung und Weltcrbesördernng der Zeitschriften-Kontinuationen unliebsam be merkbar gemacht, sodaß in der regelmäßigen Lieferung der Hefte Stockungen eingetreten sind, die sich noch bis Ende September aus gewirkt haben. Die Herren Sortimenter wollen die Verzögerungen mit diesem Ausnahmezustand entschuldigen und Anfragen an die Verleger unterlassen, zumal da jetzt die alte Ordnung wieder cin- getreten ist. Eintragung i» die Warcnzcichcnrvlle. — Das nebenstehende Warenzeichen — Mann mit Fahne — der Firma Emil Fink, Buch. Handlung u. Anzeigenannahme i» Stuttgart, Eckstoßstraße 8t, ist unter Klasse 28, laufende Nu nun er 2? l 910 «Aktenzeichen Z. K2SK) am 15. 9. tSLI für Bücher, Zeitschriften, Bro schüren, Kataloge, Flächenreliame, Tageszeitungen und Verlagserzeugnisse in die Rolle der geschützten Ze chen pap deo Reichspatentamtes eingetragen worden. — Das Zeichen wird insbesondeie von der Abteilung: »Zentralstelle für buchgewerbliche Reklame» angeivandt. Der Buchhändler-Verein »Danubia« in Donau wörth feierte am ul. Oktober d. I. sein 3 5. Stiftungsfest, das sehr zahlreiche Beteiligung seitens der hiesigen Bevölkerung fand. Die Herren des Festausschusses, di« Kollegen Gasteiger und Steinhäuser, verstanden es in meisterhafter Weise, durch ein gewähltes Programm und be sonders durch eine sehr reiche Bllchertombola den Mitgliedern und Festgästen einen genußreichen Abend zu biete», der wohl jedem An wesenden in angenehmer Erinnerung bleiben dürste. Es geziemt sich, an dieser Stelle der verehr!. Direktion der Buchhandlung Lud wig Auer sPädagogische Stiftung Cassianeum), vertreten durch Herrn Direktor Alois Auer, den wärmsten Dank für die groß zügige Unterstützung dieses Festes auszusprechen, noch mehr aber für das bewiesene Wohlwollen, das gerade die verehr!. Direktion der Stiftung dem Verein »Danubia« und damit in der Hauptsache den Angestellten des Hauses Auer bezeugte. Nicht zuletzt danken wir aber auch an dieser Stelle noch allen Herren Chefs des Verlagsbuchhandels, die uns in so überreicher Weise durch Schenkungen für unsere Bllcher- Tombola erfreuten. Sowohl die in hiesigen Kreisen besteingesührte Kapelle Harsch, als auch die für den Abend gewonnenen Solisten <Krl, Liebisch, Herr Bechtel) und die Vorträge des Gesangvereins Lieder tafel führten die einzelnen Programmpunkte meisterhaft aus. Zu wünschen ist, daß das frische und ncupulsierende Leben in der »Da nubia« zu deren eigenem Besten noch recht lange erhalten bleibe! Die Lage des österreichischen Antiquariatsbuchhandcls wird in der Wiener »Reichspost« von Herrn Wilhelm Schab, Gesellschafter der Firma Gilhofer L Ranschburg in Wien, folgendermaßen ge schildert: Seit der Beendigung des Krieges hat der österreichische Anti quariatsbuchhandel die lebhaftesten Anstrengungen gemacht, um die durch den Krieg unterbrochenen Beziehungen mit dem Ausland« wieder lebhafter zu gestalten. Als erste Käufer fanden sich die Schweizer ein, die vielfach den Mittelmann für die Weststaatcn bildeten. Mit den Mitgliedern der Reparationskommission kamen dann Engländer, Franzosen und Amerikaner, die ihre Sammlungen und Bibliotheken mit österreichischer Literatur und bibliophilen Seltenheiten ergänzten. Ihnen folgten die Leiter der neugegründeten Bibliotheken in den Natio nalstaaten, welche bald erkannten, daß Wien als Zentrum des Buch handels und Antiquariats für die gesamten östlichen Länder nicht zu umgehen war. So entwickelten sich wieder die durch den Krieg und daun durch die Neubildung der Staaten unterbrochenen Verbindungen, und die Kataloge des Wiener Antiquars gehen heute wie ehedem in alle Länder Europas und Amerikas, werden so wie früher von allen Freunden des alten und neuen Buches herzlich begrüßt und tragen damit zu dem allmählichen Ausbau der Brücken bei, die sich zwischen den Völkern der einzelnen Staaten wieder bilden. Es ist in erster Linie die historische und alte naturwissenschaftliche Literatur und alles, was zur Geschichte der Wissenschaft wichtig ist, für die das Interesse lebhafter ist als je. 1514 Auch in Österreich habe» die alten Sammler, soweit es die Ve> hültnisse gestatten, ihre Sammlertätigkeit wieder ausgenommen, und neben den alten Bibliotheken sind zahlreiche neue Büchersammlunge» entstanden, deren Besitzer es an Eifer, interessante Stücke zu erwerben, nicht fehlen lassen. Auf dem Gebiete der alten Graphik sind es insbesondere die englischen und französische» Kupferstiche und Farb stiche des 18. Jahrhunderts, die sich einer noch größeren Wertschätzung erfreuen als früher, doch fehlt es auch nicht au Freunden der Kupfer stiche aus dem 15. und 18. Jahrhundert, welche freilich in guten Exemplaren nur sehr schwer aufzutreiben sind. 4. Vcrtretcrversammtung der Vereinigung der sächsischen Jugcnd- schristen-Ausschiisse. — Die Vertreter tagten als Nebcnocrsammlung der 18. Hauptversammlung des Sächsischen Lehrervereins am 28. und 27. September in Dresden. Den einzigen Verhandlungsgcgcnstand der 1. Versammlung bildete die Lesestossrage. Herr Schulleiter Os wald Trost-Dresden entwickelte in seinem Vortrage über das Lesen in der Volksschule die vom Dresdner Lehrervercin bereits angenommenen, vorher in gemeinsamer Arbeit des Jugendfchristen-Ausschusses mit der pädagogischen Arbeitsgemeinschaft entworfenen Richtlinien zur Lese stofsrage. Als Mitberichterstatter begründete Herr F. W. Popelka-Leipzig die vom dortigen Jugendschristen-Ausschuß aufgestell ten Leitsätze zur L e s e sto ff r a g e. Sowohl die Dresdner als auch die Leipziger Sätze sind einig in dem Ziel, daß dasLesebnch aus der Schule verschwinden muß. Während jedoch die Dresdner Richtlinien eine rasche Verwirklichung dieses Zieles fordern, treten die Leipziger Leitsätze sür einen allmählichen Abbau des Lesebuchs ein. In der Wcchselrede zeigte sich Übereinstimmung darüber, daß schon jetzt dem Lehrer auf allen Stufen die Freiheit gegeben werden muß, auf das Lesebuch völlig zu verzichten und ausschließlich Klassenlesestosfe zu verwenden. Da eine Menge neuer Probleme angeschnitten wird, be schließt man, von einer Abstimmung über die Dresdner und Leipziger Sätze abzusehen, und stellt für die nächste Vertreterversammlung das Thema aus: Die Lesestossrage in der neuen Schule. Der Chemnitzer Jugendschristen-Ausschuß wird beauftragt, der Vereinigung Ostern 1922 neue Leitsätze vorzulegen. In diese Sätze sollen auch die neuzeitlichen Forderungen über die Einrichtung und Auswertung der Schülerbücherei, sowie über die belehrende Jugcndschrist und ihre Ver wendung im Unterricht ausgenommen werden. Da die Jugend schriftenfrage gegenwärtig für den gesamten Unterricht eine hohe Bedeutung erlangt hat, ist es wünschenswert, daß obengenanntes Ver bandsthema nicht bloß von den Jugendschristcn-Ausschüssen, sondern von der gesamten Lehrerschaft erörtert wird. Darum wird beschlossen, in diesem Sinne an den Vorstand des Sächsischen Lehrervcreins heran zutreten.—In der 2. Versammlung erstattete der Vorsitzende der Bereinigung, Herr Oskar Gommlich-Dresden, den Jahresbericht. Die Hauptstelle ist in immer größerem Umfange Beratungsstelle für die Lehrerschaft in allen Jugend schristenangclcgenhei- t e n geworden und mit einer Reihe gleichstrebender Verbände und ver schiedenen Behörden in Verbindung getreten. Die Musterbllcherei wan dert beständig und hat sich als ein dringendes Bedürfnis erwiesen. Des halb ist ein Gesuch um Bewilligung Mailicher Mittel zur Gründung neuer Mustcrbllchereien an den Landtag eingereicht worben. Bon dem Weihnachtsverzeichnis wurden 192K/21 75 KOK Stück abgesetzt gegen 11 MV Stück im vorhergehenden Jahre. Zur Beurteilung durch die sächsischen Ausschüsse wurden von den Verlegern an die Hauptstelle rund 390 Bücher eingesanbt. Angenommen werden folgende Anträge: 1. Das neue Wcthnachtsverzeichnls erscheint unter der Aufschrift Gute Bücher für die Jugend 1922 bei C. Heinrich ln Dresdcn-N., Kl. Meißner Gasse 4, und wird zunächst in einer Auflage von Sk KW Stück gedruckt. — 2. Das Verzeichnis enthält die vorgeschlagenen Neue rungen ln der Anordnung der Bücher und wird zum 1. Male durch die Aufnahme von Licdirsammlungen ergänzt (Kinderlieber mit und ohne Klavierbegleitung, Lieder zur Laute, Reigen und Volkstänze). — 3. Die Vorarbeiten für das jährlich am 15. Oktober herauszugebende Verzeich nis werden stets nach folgendem Arbeitspläne erledigt: Ausarbeitung einer Vorlage durch den Dresdner Ausschuß bis 15. Juli, buchhändle- rischc Durchsicht und Preisuotieruug bis l5. August, Begutachtung und Ergänzung der Vorlage durch die Ausschüsse zu Leipzig und Chemnitz bis 10. September, Fertigstellung der Vorlage durch die Hauptstelle Dresden, Beginn der Drucklegung spätestens am 20. September. — 4. Neben dem jährlich erscheinenden Verzeichnis gibt die Hauptstelle von Zeit zu Zelt Sondcrlisten heraus, zunächst folgende: Klassenlese stosfe für die Volks- und Fortbildungsschule, Schund- und Kitsch reihen, — Geschenkbücher zur Schulentlassung. — Rach Erstattung seines Jahresberichts ver breitete sich der Vorsitzende eingehend über die Krage der Schund- bckämpfung und das geplante Reichskultur-Abgabe-Ge setz und legte folgende Entschließungen vor, die einstimmige Annahme fanden:
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