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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.11.1921
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1921-11-26
- Erscheinungsdatum
- 26.11.1921
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- Deutsch
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Wie hält man Gesellschaft und spart doch am Wein? Mit den fürstlichen Freunden im Bücherschrein. Bücherspruch von Carl Nocco. Was ich Betrübliches in Deutschland fin.de? . . . Das reiche Haus mit armem B ü ch e r s p i n d e. Bücherspruch von Carl Nocco. * Gin Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücher wesen be sitzt, ist Herr von einem unermeßlichen Schatze ... Es kann aus der Äsche des Vaterlandes wieder aufleben, wenn seine heiligen Bücher gerettet werden. Friedrich Ludwig Jahn: Deutsches Volkstum (1810). * Bücher sind gute Gesellschafter. Wer in ein Zimmer ein- 2ritt, in dem sich Bücher befinden, den scheinen sie, noch ehe er sie aus den Regalen nimmt, anzureden, zu begrüßen . . . dem scheinen sie zu sagen, daß etwas von ihren Einbänden umschlossen wird, das ihm nützlich sein kann, und daß sie nichts besseres wünschen, als es ihm mitzuteilen ... Gl ad stone. * Ein Haus ohne Bücher ist wie eine Wohnung ohne Sonne, ihm fehlt das belebende Element geistiger Kultur. Dieser Mangel wird um so auffälliger, je anspruchsvoller sich in allen übrigen Dingen das Hauswesen gebart. Wie oft sehen mir uns aber gerade in sol chen Wohnungen, die einen blühenden Wohlstand zur Schau tragen und mit kostbaren Möbeln, Teppichen und Geräten angefüllt sind, vergeblich nach einem Bücherschrank um. Das ist kein schmeichelhaftes Zeichen für den Hausherrn und die Seinigen, denn man wird nicht anders können, als daraus auf einen Mangel an feinerer Bildung zu schließen, über dessen bedauerliche Existenz weder Rang noch Prunk hinwegzuhelsen vermögen. Viktor Ottmann. Jeder Wohlhabende sollte eine kleine feste Summe seines jähr lichen Etats für Gründung und Erhaltung einer H a u s b i b l i o t h e k bestimmen. Gustav Freytag. » Ein Zimmer ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele. Cicero. * Erfolg des Buches. Viele Bücher verdanken ihren Erfolg dem Umstande, daß die Mittelmäßigkeit der Ideen des Verfassers mit der Mittelmäßigkeit der Ideen des Publikums übercinstimmt. Nicolas Chamfort (1741—1794). * Wir gewahren nicht einmal, sondern zehnmal, daß alle Erfolge auch in der Literatur am Ende doch nur mit eigenen Waffen erfochten sein wollen. Jac. Grimm. * Auch die Bücher haben ihr Erlebtes, das ihnen nicht entzogen werden kann. Goethes Werke (1827—1830). Maximen und Reflexionen. 2. Abteilung. Das Buch als Freund. Ein gutes Buch ist ein guter Freund. Bernavdin deSt.-Pierre (1737—1814). Micher sind die besten und treuesten Freunde, denn weder in Freud noch Leid verlassen sie uns. Das Buch und wir. Gedankensplitter von Walther Körner- Altenburg. * Verachte Freundeszuspruch nimmer, Doch oft hat Freundschaft sich gewandt. Ein sichrer Freundestrost bleibt immer Ein gutes Buch in guter Hand. Bttcherspruch von Walther Schulte v. Brühl. Das Buch als Geschenk. Gedenket der Kinder mit einem guten Buch! Wenn dieses Bilder- Hiicher-Fenster reden könnte, so würde es hundert Geschichten erzählen von den fröhlichen Szenen, die sich jahraus, jahrein vor ihm abspielen: von Hellem Jauchzen, von andächtigem Betrachten, vom Sich-selbst- vergessen im Anschauen der Märchenwelt. Schaufensterplakat von A. Francke in Bern. Ein gutes Buch erfreut den Empfänger und ehrt den Geber. Schaufensterplakat von A. Francke in Bern. Ein Buch ist die billigste aller Festgaben. Die meisten Geschenke dienen und nützen nur einer Person. Das Buch bietet Hun derten von Lesern Anregung und Belehrung und erschöpft sich nie. Schausensterplakat von A. Francke in Bern. * Ich finde und habe immer gefunden, daß sich ein Buch gerade vorzugsweise zu einem Geschenke eignet; man liest es oft, man kehrt oft d-azu zurück, aber nur in auserwählten Momenten, und erinnert sich so immer des Freundes im Augenblick eines würdigen Genusses. Wilhelm von Humboldt. Das Buch als Lehrer. Du kannst dem Geistesfluge Weltenweite geben, Mit jedem guten Buche kaufst du ein Stück Leben. Bücherspruch von Carl Nocco. Welche Art Güte kann ein Buch besitzen, das seine Leser nicht zum Guten fördert. Jean Jacques Rousseau (1713—1778). * Das gute Buch. Ein gutes Buch in schlechter Zeit, Das frommt dir mehr als falsch Geschmeid, In Freud und Leid nützt es dir gleich, Nie bist du arm, es macht dich reich. Und klingt dir klug manch neue Lehr — Ein altes gutes Buch weiß mehr. Dein gutes Buch streut deine Saat, Es gibt dem Enkel deinen Rat, Und wenn dich alle Welt vergißt, Sagt's noch, wie gut d u einst gewesen bist. Ein gutes Buch nimm zum Geleit Für gute und für schlechte Zeit. Hugo Hart-Ger. Ein Buch kann so ärgerlich nicht seyn, so wird ein christlicher Mensch etwas Gutes daraus lernen können. Grimmelshausen. * Ein Buch hat oft eine ganze Lebenszeit einen Menschen ge bildet oder: verdorben. Herder (1744—1803). Das Buch glänzt allermeist im Aug' der Welt, Das gold'ne Lehr' in goldnen Spangen hält. William Shakespeare: Romeo und Julia (1593). Übersetzt von Schlegel. 1. Auftritt, 3. Szene (Gräfin Capulet). lübri muti massig tri 8uvt (Bücher sind stumme Lehrmeister). Aulus Gellius (um 125—175). Alles, was die Menschheit getan, gedacht, erlangt hat oder gewesen ist, es liegt wie in zauberartiger Erhaltung in den Blättern der Bücher aufbewahrt. Thomas Carlyle: Uber Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (1840). Übersetzt von Neu berg. 5. Vortrag. Hi In den Büchern ist soviel, was wir zum Leben brauchen, einge fangen, daß sie uns eine Notwendigkeit geworden sind. Lebens- bctätigung ohne ihre Mithilfe gibt es nicht. Sie vermitteln uns unentbehrliche Kenntnisse der Technik, der Wissenschaft und geben uns, soweit sie Erzeugnisse der Kunst sind, etwas, was durch nichts anderes ersetzt werden kann. Ohne Buch keine Kultur, ohne Buch keine Kulturmöglichkeit ... Pernerstorfer. O wahrhaftig, das schlechte Buch ist rar, in welches sich gar nichts Gutes, auch nicht von ungefähr, eingeschlichen hätte! Gotthold Ephraim Lessing: Briefe, die neueste Literatur be treffend (1759—1705). 2. Teil, 43. Brief. * 1713
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