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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.05.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-05-07
- Erscheinungsdatum
- 07.05.1894
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18940507
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189405072
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1894
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schusses gesunder. Wie vorsichtig dabei zu Werke gegangen ist, werden Sie z. B. aus Position 3: Börsenblatt.Konto, ersahren haben. Trotzdem wir im Jahre 1893 über 61006 Mk. Reingewinn aus dem Börsenblatt erzielten, sind nur 54100 Mk. als mutmaßlicher Ertrag für 1894 eingestellt worden. In den Ausgaben werden bei Position 9: Ausstellungs-Konto, 400 Mk. mehr veranschlagt, weil in Folge der das ganze Jahr hindurch stattfindenden Benutzung der Ausstellung künftig für das Ausstellungspersonal ein nicht unerheb licher Mehraufwand bevorsteht. Position 13: Bildnis-Konto, erscheint wieder in seiner früher normierten Höhe. Für Buch-Verlagskonto finden Sie im Voranschlag keinen Betrag ausgesetzt, da in diesem Jahre von dem Er scheinen eines neuen Bandes vom „Archiv" abgesehen ist. Um für die anwachsenden Bibliothek-Bestände Pl.atz zu schaffen, mußte die Fortsetzung der Galerie in der Biblio thek in Aussicht genommen werden. Es sind dafür (Position 10) 2000 Mk.. sowie für das Mobiliar-Konto (Position 18) ein erhöhter Betrag von 1500 Mk. eingestellt worden, weil aus demselben Grunde sich die Anschaffung von Regalen und Schränken für die Bibliothek als notwendig erwiesen hat. Bei Position 21: Spesen-Konto, ist zu erwähnen, daß unser Börsenvereins-Vorstand beschlossen hat, Herrn General konsul Lorck für seine uneigennützige überanstrengende Thätigkeit, welche zum Gelingen der Chicago-Ausstellung so wesentlich beigetragen und welche auch dem Buchhandel große Ehre gebracht hat, in dankbarer Anerkennung seiner Leistungen eine Ehrengabe von 1000 Mk. zu verabreichen; diese Summe soll aus der Position 21: »Verschiedenes« entnommen werden. Der Rechnungsausschuß konnte sich diesem Beschlüsse nur aus vollster Ueberzeugung ««schließen. Position 22: Urheberrechts-Ausschuß-Konto, ist ein neuer Posten. Position 24: Pensions-Konto, reduciert sich durch die im Eingang meines Berichs erwähnten Todesfälle auf 300 Mk. Das Endergebnis des Voranschlags ist ein mutmaßlicher Ueberschuß von 14400 Mk. In Wirklichkeit, hoffen wir, wird derselbe ein bedeutend höherer sein. Meine Herren, der Rechnungsausschuß empfiehlt Ihnen den Voranschlag zur unveränderten Annahme. Vorsitzender: Wünscht jemand das Wort in Bezug auf den Voranschlag? — Das scheint nicht der Fall zu sein; dann frage ich, ob die Hauptversammlung den Voranschlag so genehmigt, wie der Rechnungsausschuß ihn zur Annahme empfiehlt? — Er ist genehmigt. Wir würden nunmehr zu Punkt 4 der Tagesordnung, Neuwahlen, kommen. Die Auszählung ist aber noch nicht beendet, wir gehen daher zu Punkt 5 der Tagesordnung über: Antrag des Vorstandes: Die Hauptversammlung wolle über die aus den Beratungen des außerordentlichen Ausschusses für das Börsenblatt hervorgegangenen und im Börsenblatt vom 2. März d. I. ('Nr. 50, Beilage) abgedruckten Anträge behufs Umgestaltung des Börsenblattes Beschluß fassen. Meine Herren, diese Anträge sind Ihnen, wie erwähnt, durch den Druck bekannt geworden; indessen habe ich zu fragen, ob die Versammlung wünscht, daß sie nochmals verlesen werden? — Ein derartiger Wunsch wird nicht geäußert, ich sehe daher vorläufig von der Verlesung ab. Ich habe nun zunächst zu fragen, wer das Wort zu haben wünscht. — und erteile Herrn von Zahn hiermit das Wort. Herr Robert von Zahn-Dresden: Meine verehrten Herren! Als der Börsenvereinsvorstand die Güte hatte, mich in die außerordentliche Kommission für das Börsenblatt zu wählen, da freute ich mich darüber; aber diese Freude entsprang der Hoffnung und Erwartung, daß es mir gelingen würde, meiner konservativen Gesamtrichtung entsprechend, alles beim Alten zu lassen und die geplanten Umänderungen nicht ins Leben treten zu sehen. Aber, meine Herren, das ist der Vorteil von den Beratungen verständnisvoller Männer aus verschiedenen Berusszweigen und von verschiedenen Ansichten, daß man in der Lage ist, seine Ansichten zu korrigieren und statt des Guten das Bessere zu wählen, und so stehe ich heute vor Ihnen in der Ueberzeugung, daß Ihnen in der Umänderung und Neugestaltung des Börsenblattes, von der ich voraussetze, daß sie Ihnen in ihren Grundzügen bekannt ist, eine gute Sache empfohlen wird, die Ihrer Unterstützung und Zustimmung in hohem Grade wert ist. Sie wissen, meine Herren, daß das Börsenblatt unseren Satzungen entsprechend in seiner Art und Weise fortzu bestehen hat, es kann sich also nur darum handeln, ihm einen Teil zu nehmen und diesen Teil, der sich für die Oeffent lichkeit eignet, einer neu zu begründenden Beilage, einer Ergänzung des Börsenblattes zu überweisen. Hiermit wird dem Buchhandel die Möglichkeit gegeben werden, den oft beklagten Uebelstand, daß er kein Organ habe, um seine Interessen vor der Oeffentlichkeit zu vertreten, zu korrigieren. In diesem neu zu begründenden Blatt, dem der Ausschuß den be scheidenen, aber meiner Ansicht nach vollständig zweckentsprechenden Namen: »Nachrichten aus dem Buchhandel« zu geben vorgeschlagen hat, in diesem Blatte wird es möglich sein, in allen Fällen die Interessen des Börsenvereins und des gesammten Buchhandels vor der Oeffentlichkeit einsichtig zu vertreten. Die Redaktion des Börsenblattes hat sich gewiß bisher als eine ebenso vorsichtige, wie ihrer Aufgabe zur vollen Zufriedenheit des ganzen Buchhandels erfüllende erwiesen, und so ist zu erwarten, daß sie in diesem neuen Blatte und in der erweiterten Thätigkeit das Gleiche und Erhöhtes leisten wird. Nachdem diesem öffentlichen Teil des Börsenblattes, für das dann die durch die Satzungen gegebene Vorschrift der Geheimhaltung nicht mehr besteht, ein Teil der bisher geheim gehaltenen, aber für die Allgemeinheit wohl verwertbaren Abhandlungen des Börsenblattes zugewiesen ist, soll dieses Börsenblatt eine Erweiterung finden durch die Beigabe eines Wahlzettelbogens. Auch in diesem Punkte war ich in der Kommission der einzige Sortimenter, überhaupt das einzige Mitglied, das gegen ihn Bedenken hatte. Aber auch diese Bedenken habe ich fallen lassen, und bin jetzt überzeugt, daß in dem Wahlzettelbogen dem Sortimenter eine immerhin dankbar anzunehmende Erleichterung bei der Unmasse von Material, das er täglich zu lesen und zu erledigen hat, geboten werden wird. Es ist das Bedenken ausgesprochen worden, daß durch die Hinzugabe eines Wahlzettelbogens der vielbeschäftigte Sortimenter veranlaßt werden könnte, seine Lektüre des Börsen blattes lediglich auf diesen Wahlzettelbogen zu beschränken. Ich glaube, das wird nicht der Fall sein, möchte aber hier die Gelegenheit benutzen, ausdrücklich davor zu warnen; denn der Verlagshandel hat allerdings dem Sortiment immer etwas
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