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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.05.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-05-07
- Erscheinungsdatum
- 07.05.1894
- Sprache
- Deutsch
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^ 103. 7. Mai 1884. Amtlicher Teil. 2797 nicht eingehen konnte, angesichts der heute bestehenden kirchlichen und politischen Verhältnisse, das liegt auf der Hand. Ein Antrag bei den verbündeten Regierungen wäre aussichtslos; darum möchten wir Ihnen anraten, den Crcdnerschen Vor schlag abzulehnen. Herr Carl Schöpping jun.-München: Meine Herren! Der Bayerische Buchhändler-Verein hat mich in seiner letzten Generalversammlung beauftragt, zu diesem Antrag das Wort zu ergreifen, und Sie zu bitten, daß Sie den Antrag Credner in der Form, wie er hier vorliegt, nicht annehmen, sondern einen anderen Termin einsetzen. Der Vorschlag des Bayerischen Buchhändler-Vereins geht dahin, als Beginn der Buchhändlermesse den Sonntag Kantate anzunehmen; fällt aber dieser auf den 1. Mai oder früher, alsdann den Sonntag Rogate, also acht Tage später. Es ist wohl nicht nötig, des weiteren auseinanderzusetzen, was hier der Grund und der Unterschied ist. Wenn nach dem Antrag Credner der erste Sonntag nach,dem 1. Mai angenommen wird, dann werden gewisse Schwankungen nicht zu vermeiden sein, und es werden berechtigte Einwürfe gemacht werden, denen schwer entgegenzulreten wäre, während bei der Pendelbewegung, wie wir sie hier vorgeschlagen haben, ein Vorwurf, wie er bei einer vollständigen Festlegung gemacht werden kann, nicht zutreffen würde. Ich würde Sie bitten, sich diesen Vorschlag zu überlegen, und werde den Antrag schriftlich einbringen. Herr Albert Müller-Zürich: Meine Herren! Der Vorstand des Schweizerischen Buchhändlervereins hat sich ganz entschieden für die Festlegung der Abrechnung ausgesprochen. Er ist in seinen Beratungen zu der Ansicht gekommen, daß der Antrag Credner von allen, die erwähnt worden sind, der geeignetste und passendste sei. Nachdem aber Herr Schöpping an diesen! Crednerschen Antrag eine kleine Korrektur vorgenommen hat, glaube ich im Namen des Schweizerischen Buchhändler vereins mich mit diesem Anträge des Herrn Schöpping einverstanden erklären zu dürfen. Ich möchte namentlich die Herren vom Sortiment bitten, diesem Antrag zuzustimmen; denn ihnen rttuß doch vor allem daran gelegen sein, daß die Ostermesse festgelegt wird, und daß sie namentlich nicht zu nahe an das alte Jahr heranrückt, so daß man reichlich Zeit hat, die Arbeiten für die Abrechnung vorzunehmen. Anfang Mai wird jedenfalls der geeignetste Termin sein, um die Abrechnung in Ruhe und Ordnung zu erledigen. Herr B. Goeritz-Braunschweig: Meine Herren! Auch ich möchte Sie bitten, dem Antrag des Münchener Vereins zuzustimmen. Sie wissen ja alle, soweit Sie Sortimenter sind, daß es uns ohnehin schon schwer fällt, auch wenn Ostern nicht übermäßig früh fällt, bis dahin ordnungsgemäß unsere Pflichten zu erfüllen. Unter ordnungsgemäß verstehe ich nicht allein, daß wir unsere Remittenden notdürftig eingepackt haben, sondern daß wir auch möglichst in der Lage sind, Differenzen, die sich nun noch ergeben, vor der Ostermesse zu regeln, damit die Herren Kommissionäre und Verleger nachher möglichst entlastet sind. Eine Ostermeffe, die übermäßig früh fälll, wie in diesem Jahre, wird es immerhin mit sich bringen, daß nachher noch eine enorme Menge von Differenzen zu regulieren sind. Ich bitte dringend, dem Antrag des Münchner Vereins beizutrelen, der das Alte beibehält und eine Neuerung nur da einführt, wo ein Nutzen davon zu erwarten ist. Herr Arnold Bergstraeßer-Darmstadt: Nach dem, was ich über diese Frage gelesen und gedacht habe, halte ich sie für unreif zu einer Abstimmung Der Leipziger Buchhändlerverein, der ja in erster Linie berufen wäre, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen, hat dem Antrag Credner, was man sagt, ein Begräbnis zweiter Klasse bereitet. Dem kann ich nicht folgen; dagegen möchte ich sagen: das Gute des Antrags Credner besteht darin, daß er mit einer gewissen Entschiedenheit die Frage in Fluß gebracht hat. Er hat aber auch gezeigt, daß die Meinungen ganz außerordentlich auseinander gehen. Meine Herren, die Lage der Ostermesse ist eine Jnteressenfrage, die den Verleger und den Sortimenter gleichmäßig nahe berührt. Was nützt es dem Sortimenter, wenn Sie dem Antrag Credner folgen? Sehr wenig Wenn Sie einen Antrag annehmen würden, daß als Abrechnungstag der Montag nach dem letzten Sonntag im Mai genommen würde, dann wäre etwas vorhanden, worüber sich sprechen ließe, denn der letzte Sonntag im Mai würde eine Reihe von Dingen ermöglichen, die wir Verleger auch wünschen, z. B. die Freihaltung der ersten Monate im Jahr für den Vertrieb der Neuigkeiten; das würde damit möglich gemacht; ebenso würde mehr Zeit für das Schulbüchergeschäft gewonnen, und die Abrechnung würde dann um so präziser und prompter vor sich gehen können. Aber der Antrag Credner, dann der Antrag des Bayerischen Buchhändlervereins, ferner der Antrag, den die Leipziger Herren gestellt haben, das sind Dinge, die uns zeigen, daß die Frage noch nicht spruchreif ist. Vielleicht ist auch mein Vorschlag nicht der richtige. Die Sache ist viel zu bedeutungsvoll, als daß wir sie kurzer Hand heute abmachen könnten. Ich bin deshalb dafür, daß die Diskussion über diesen Antrag Credner in unserem Organ und in unseren Versammlungen, namentlich auch in den Kreisvereinen, noch fortgesetzt werden muß, ehe der Börsenverein einen Beschluß darüber fassen kann. (Vielfache Zustimmung.) Herr N. von Zahn-Dresden: Ich bin der Meinung, daß der Antrag des Bayrischen Vereins die Frage der Fest setzung der Ostermesse in befriedigender Weise lösen würde; aber ich stimme ganz Herrn Bergstraeßer bei und bin überzeugt, daß auch dieser Vorschlag noch nicht spruchreif ist. Ich möchte Sie daher auch meinerseits bitten, heute den Antrag Credner pure abzulehnen und die Frage der Ostermeßfestlegung weiterer Entschließung vorzubehalten. Vorsitzender: Ich habe den Antrag Schöpping jetzt bekommen, er lautet folgendermaßen. „Unter Leipziger Messe im buchhändlerischen Sinne versteht man die Woche nach demjenigen Sonntag, an welchem die satzungsmäßige jährliche ordentliche Hauptversammlung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler in Leipzig stattfindet. Es ist dies in der Regel der Sonntag Kantate, fällt jedoch derselbe auf den 1. Mai oder früher, alsdann der Sonntag Rogate." Wird der Antrag unterstützt? — Die Unterstützung reicht aus. Herr B. Hartmann-Elberfeld: Meine Herren! Es ist ja in idealem Sinne keine Lösung, die Herr Schöpping uns vorschlägt; aber wann erreichen wir das Ideal? Jedenfalls ist es aber eine außerordentliche Verbesserung, und ich sehe nicht ein, weshalb wir, da wir das Ideal nicht bekommen können, nicht das Bessere annehmen sollen, das erreichbar ist. Wenn sich nach einigen Jahren herausstellt, daß das auch noch nicht genügt, dann können wir immer noch weiter gehen. Ich gebe ja zu, was Herr Bergstraeßer gesagt hat, das Beste ist der letzte Sonntag im Mai, besser als die erste Hälfte des Mai. Aber dafür werden wir viel schwerer die nötige Majorität bekommen. Wenn wir uns beschränken und zunächst nur dem Antrag Schöpping zustimmen, so, meine ich, haben wir viel gewonnen, und ich bitte Sie dringend, stimmen Sie diesem Antrag zu. Vorsitzender: Ich habe dann noch mitzuteilen, daß Herr Bergstraeßer, nicht im Namen des Vorstandes, sondern in seinem eignen Namen, den Antrag gestellt hat, über den Antrag Credner und über die Aenderung die Herr Schöpping 376«
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