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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.03.1921
- Strukturtyp
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- 1921-03-11
- Erscheinungsdatum
- 11.03.1921
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 59, 11. März 1921. streikten Firmen hatten gestern den hiesigen Zeitungen eine An zeige zur Veröffentlichung übersandt, in der die jetzigen Gehaltstarife bekanntgegcben und neues Personal gesucht wurde. Darauf gab der Vorsitzende der Aachener Bnchdrnckcrgehilsen den Belegschaften der Zei tungen die Weisung, die Anzeige nicht zu setzen, vielmehr das Erscheinen unter allen Umständen zu verhindern. In diesem Verhalten muhten die Zeitnngsvcrleger einen Bruch des Arbeitsvertragcs sehen, doch wurde seitens der Gehilfenschaft an ihrem Standpunkte festgchaltcn, obwohl Verhandlungen von Organisation zu Organisation stattfandcn, in wel chen ans die ungesetzliche Haltung der Gehilfenschaft mit allem Nachdruck hingcwiefcn wurde. Ta es sich hier um eine Angelegenheit von höchster grundsätzlicher Bedeutung, um die Freiheit der Presse, die Wahrung elementarer politischer und wirtschaftlicher Rechte handelt, so mußten die Zeitnngsvcrleger die aus gewerkschaftlichen Gründen erfolgte Ar beitsverweigerung mit fristloser Entlassung beantworten. Zur Ans führung dieser Maßnahmen kam cs nicht, da mit Rücksicht auf schwebende Verhandlungen mit den Warenhausangestelltcn die Anzeige seitens der Warenhäuser einstweilen zurückgezogen wurde. Damit kann indes die Angelegenheit für die Zeitungsverleger nicht erledigt sein. Da hier un antastbare Rechte der Presse ans dem Spiele stehen und der Versuch einer gewaltsamen gewerkschaftlichen Einwirkung auf die öffentliche Mei nung vorliegt, wird vielmehr eine grundsätzliche Entscheidung der maß geblichen Instanzen sofort herbeigesührt werden. Hebräisch als Amtssprache in Palästina. — Ans eine Anfrage im Hause der Lords in London erteilte der Larl ok Oankorck für den Staatssekretär des Äußern die Antwort, daß die Annahme des Hebräi schen als einer amtlichen Sprache in Palästina einer der ersten Schritte zur Verwirklichung der Balfonr-Teklaration gewesen sei, d. h. zur Schaffung eines nationalen Heims für die Juden in Palästina. Die hebräische Sprache, die anerkannt wurde, ist das klassische Hebräisch mit den Anforderungen, ivie sie die modernen Notwendigkeiten erfor dern. — Wie die »Zionistische Korrespondenz« mittcilt, setzt sich die Einführung des Hebräischen als eine der offiziellen Sprachen Palästinas allmählich durch. Auch der Jerusalemer Magistrat hat nunmehr be gonnen, alle Veröffentlichungen, Schriftsachen usw. auch in Hebräisch drucken zu lassen. Dante-Feiern in Holland. Tie Teilnahme an italienischer Sprache und Kultur ist in Holland rege. Die Dante-Alighieri- Vereinigung, eine der Aufklärung über Italien dienende Werbe organisation, besitzt in den meisten größeren Städten des Landes Unter abteilungen, wo Vorträge, Leseabendc nsw. veranstaltet werden. Diese Ortsgruppen erlassen soeben einen Aufruf zur würdigen Begehung des Dante-Gedenifestes. Es soll eine Geldsumme zusammcngebracht wer den, die es u. a. erlaubt, der D a n t e b ü ch e r c i in Ravenna eine Sammlung aller Ausgaben zum Geschenk zu machen, die von Dantes Werken in holländischer Sprache erschienen sind. Wer ist bestohlen worden? — In Leipzig ist Mitte Februar in verschiedenen Geschäften G e b r. Senfs Jllustr. Postwertzei chen-Katalog 1921 zum halben Preise ausgclcgt und auch ver kauft worden. Zweifellos stammen diese Bücher aus einem Diebstähle. Der Anbieter und mutmaßliche Dieb wird beschrieben als 35 bis 37 Jahre alt, etwa 1,68 m groß, dunkelblond, mit dunkelblondem Schnurr bart und war mit dunklem Sommerüberzteher und dunklem Hut be kleidet. Wer Angaben zur Sache zu machen vermag, melde sich baldigst bei der Kriminalabtcilung des Leipziger Polizeialnts, wo sich drei die ser Werke in Verwahrung befinden und besichtigt werden können. Beschlagnahme. — Aus Bonn wird gemeldet, daß dort der Staats anwalt Hanns Heinz Ewers' »Älrau n e«, das kürzlich in 232. Auflage erschien, beschlagnahmt habe. LpreWal. Welche Messe soll der Sortimenter besuchen? Auf die Sprcchsaalnottz im Bbl. Nr. 45 unter obiger Überschrift möchte ich als mehrfacher Aussteller sowohl in der »Bugra« als auch in »Stentzlcrs Hof« und im »Großen Reiter« sin letzteren beiden Räu men für den inzwischen abgestoßencn umfangreichen Tiefdruck-Postkar- tcnvcrlag) auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen näher ein- gehcn. Infolge der in diesem Jahre erst kürzlich abgehaltcncn a.-o. Hauptver sammlung des Börscnvereins wäre die Anwesenheit der maßgebenden Herren Sortimenter in Leipzig innerhalb zehn Wochen dreimal erfor derlich, um alle Leipziger Messen besuchen zu können. Ohne den Gang bzw. den Besuch der in diesen Tagen stattfindendcn Frühjahrsmesse beein flussen oder beeinträchtigen zu wollen, muß die Frage doch gestellt wer den, ob cs sich mit den Kosten und der Abkvmmlichkcit der Geschästs- i inhaber oder Bevollmächtigten verträgt, sowohl die Frühjahrsmesse als l auch die Kantatcmesse in Leipzig zu besuchen, abgesehen von der Herbst- . messe, die ja zeitlich günstiger fällt. Diese Frage stellte sich auch der Buchgcwerbeverein als Veranstalter der Bugra-Messe und hielt Anfang vorigen Monats bei den Ausstellern ! eine Rückfrage, ob sie die Abhaltung der Kantatemesse für wünschcns- ! wert erachteten. — Diese fiel bejahend aus, die Kantatcmesse wurde je doch sauf meinen Vorschlag) nur auf zwei Tage nach den offiziellen Kantate-Verhandlungen, auf den 25. und 26. April d. I. beschränkt (siehe Bbl. Nr. 31, Seite 139). Ich halte diesen Zeitpunkt fllr den besten, um so mehr, als zu Kantate jeder richtige und maßgebende Buchhändler in Leipzig sein wird und nach getaner Arbeit im Börscnverein gerne noch inallerNnhe die Bugra-Messe besichtigen wird, woselbst die nur für den Buchhandel in Betracht kommenden Aussteller gedrängt beisammen stehen und mangels des üblichen Meßrummels und der Sorge um die leiblichen Bedürfnisse (bei hunderttausend Meßfremdcn) ein viel ruhige res und angenehmeres Arbeiten möglich ist. Ter Mangel bei der vor jährigen Kantate-Mcßausstellung war nur der, daß viele Aussteller im Hause der Bugra-Messe kein Unterkommen fanden und so Firmen, die in den schönen, modernen Räumen von »Stcntzlers Hof« große Meß stände haben (wie die süddeutschen Verleger dortselbst das ganze fünfte Stockwerk innchaben), gar nicht ausstellen konnten, und es dem Sorti menter dadurch unmöglich war, seinen ganzen Bedarf an Buch- und Kunstwerken zu diese m Zeitpunkt zu decken. — Meines Erachtens nach wäre dem Platzmangel am besten zu steuern, wenn die Verleger, die nur mit dem regulären Buchhandel zu arbeiten wünschen, nur zur Kantatemesse ausstellen (abgesehen von der Herbstmesse), wodurch für andere Zweige der Papierverarbeitungsindustrie zur Frühjahrsmesse Platz geschaffen werden würde: dafür könnte sich der Ausstellungsraum zur Kantatcmesse auch auf »Stcntzlers Hof« ausdchncn, und so in beiden Häusern erschöpfende Ausstcllungs- und Vcrkaufsmöglichkeitcn für alle jene geboten werden, die es nur auf den regulären Buchhandel und die ihm angcschlosscncn Zweige abgesehen haben, während einmal im Jahre - zur Herbstmesse- auch die allgemeine Messe besucht und beschickt wer den sollte. — »Stentzlers Hof« ist das schönste und hygienischste Ausstel lungslokal unserer Branche, und es wäre jammerschade, dasselbe zu Kantate unbenutzt zu lassen, während sich doch sicher genug Aussteller einfindcn würden und dem Sortimenter sich auch dann ein vollkom menes Bild der Neuerscheinungen und der Errungenschaften auf dem Gebiete der Zwcigberuse bieten würde. Wenn sich dieser Vorschlag für dieses Jahr vielleicht auch nicht mehr ausführcn läßt, so wäre derselbe m. E. für nächstes Jahr und die Zukunft sehr zu beachten und sogar zu erwägen, ob nicht auch im Herbst eine Sondcrausstellung für den Buchhandel (zu einem anderen Zeitpunkt als die allgemeine Messe) veranstaltet werden sollte, wobei auch Be ratungen der Börsenvereins-Mitglicdcr stattfinden könnten, die - wie in anderen Berufen — jetzt öfter am Platze und in den verworrenen Zeiten vielleicht häufig zweckdienlich wären. Berlin-Steglitz, Anfang März 192l. I. Hiemcsch i. Fa. .Heimatverlag M. Hiemcsch L Eo. Die Redaktion des Börsenblattes bittet wiederholt um Meldungen von allen den Firmen, die am 25. und 26. April (nach den Kantatctagen) ihre Leipziger Mcßausstcllungcn durch Vertreter zwAks Abschlusses von Kaufverträgen offenhalten, damit sie ein vollstänhtges Verzeichnis dieser Firmen rechtzeitig veröffentlichen kann. ^ Weltkarte. (Vcrgl. Börsenblatt Nr. 48.) Die in unserem Verlage erschienene Weltkarte in Merkators Pro jektion, Äguatorial-Maßstab 1:28,006,066, Folmat 92 Zentimeter hoch, 150 Zentimeter breit, ist für Kontore und Überseehandel bestimmt. Sie erschien im vorigen Jahre und enthält die neuesten politischen Grenzen. Eine neue ergänzte Auflage befindet sich im Druck und dürfte im April fertig sein. Der Preis ist im Umschlag gefaltet oder in 2 Blatt ge rollt 30 ordinär (zuzüglich 20°/, Sortimenteraufschlag), aufgezogen ans Papier und mit Stäben versehen 66 .// 56 ordinär (zuzüglich 20°/, Sortimenteranfschlag). Hamburg 1, Bergstraße 23. L. Friederichsen L ko. 303
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