Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.03.1921
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1921-03-11
- Erscheinungsdatum
- 11.03.1921
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19210311
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192103114
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19210311
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1921
- Monat1921-03
- Tag1921-03-11
- Monat1921-03
- Jahr1921
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
wrsendtatt j. d. DNchn- Buchhandel. leoamoneuer Leu. M SS, 11. März 1921. Aus ihr ergibt sich, daß bei 1? Abieuunge» sich cme Der« Minderung fesislellen läßt; eine Klasse ist gle.chgeoücben (Re ligion), und in K Klassen zeigt sich eine Zunahme. Die 17 Klassen, die einer Verfeinerung ausgcsetzt waren, sind d.e fol genden: Heer und Flaue (—237), Poesie und Drama (—139), Biographien (—82), Geschichte (—110), Landwirlschast (—78), Erziehung (—73), Jugendbücher (-71), Volkswirtschaft (—81), Philologie (-69), Wissenschaft (-53), Recht (-4S), Erdkunde ( -38), Musik (-18), Verschiedenes (-15), Philosophie (-13), Schöne Künste (—9), Spiel und Sport (—6). Eine Vermehrung wird bei folgenden Klassen beobachtet: Gesellschaftswissenschaft (->-125), Erzählungen (-j-116), Ange wandte Wissenschaft (-j-88), Allgemeine Liieralur (->-83), Handel (-j-60) und Heilkunde (->-2). Die Zahl der im Washingtoner »6op^riZllt Okkieo» einge tragenen Werke hat im Anusjahr, d. h. vom 1. Juli 1918 Ins zum 30. Juni 1919, nicht abgenommen, sondern sie hat sich be trächtlich vergrötzert, und zwar um 6275 Eintragungen: Eintragungen in das Lop^rizbt Otiies, Washington: Bücher, darunter Broschüren, kleine 1918/17 1917/18 1918/19 Schriften und Zcitschristcnaussäye 83 552 33 617 37 710 Zcitschriftennummern 26 467 25 822 25 083 Vorträge, Reden, Ansprachen 159 152 146 Theaterstücke und Musikdramen 3 067 2711 2 293 Musikwerke 20115 21 849 26 209 Landkarten 1529 1269 1207 Kunstwerke 2 247 1858 1901 Vervielfältigungen von Kunstwerken Zeichnungen und Bildhauerwerke wissen- 2 7 schastllcher oder technischer Art 512 48» 578 Photographien 7 564 «i»9 4 542 Kunstdrucke und Stiche 11514 9 161 9 997 Erneuerungen 1992 1 857 1906 Kllmwcrke 2 720 1838 1 429 Zusammen: 111 438 108 728 113 003 Die englischen Werke, die vorläufig (aä intoriw) einge tragen wurden, vermehrten sich um 3 Einheiten <1916/17: 271, 1917/18: 237, I918/19IS: 210). Im Auslände, in einer andern Sprache als dem Englischen gedruckte Werke, die nicht der Neu herstellung unterworfen sind, sondern nur einer einfachen An meldung bedürfen, haben sich um 219 Stücke vermehrt <1916/17: 911, 1917/18: 636, 1918/19: 855). Die Eintrags-Erneuerungen haben sich gegen das vorhergehende Jahr vermehrt, aber nur um 19 Einheiten <1916/17: 1992, 1917/18: 1857, 1918/19: 1906). Wenn man von der Gesamtzahl (8591) die eingefllhrten Bücher (808), die Broschüren (2853) und die Neuauflagen (969) abzieht, erreichen die neuen amerikanischen Werke im Jahre 1919 nur die Zahl von 3900 Stück gegen 6000 im Jahre 1916, 5500 im Jahre 1917 und 4300 im Jahre 1918. Am Schlüsse unseres Aufsatzes über die Vereinigten Staa ten im vergangenen Jahre (siehe Bbl. 1920, Nr. 211) machten wir die von kublisbers' ausgesprochene Hoffnung zu der unsrigen, daß man im Jahre 1919 eine zrosie Tütigkei enifalien und daß die Verlagsprodukiion wachsende Ausdehnung erfahren würde. Diese Voraussicht war ein wenig zu optimistisch, da die lilerarischc Erzeugung sich vielmehr verkleinerte. AVer vielleicht war diese Voraussicht nur verfrüht, denn die Vermeh- rung der Eintragungen beweist, daß man in der Fremde wie im Lande selbst nicht das Interesse am amerikanischen Urheber schutz verloren hat, sodaß die Abnahme, die übrigens geringer ist als im vorhergehenden Jahre, sehr wohl nur eine vorüber gehende Erscheinung sein könnte. Prüft die Drucksachen-Offerten! In meinem Verlagsgeschäfte benötige ich mancherlei sogenannte Akzi - denzdrucksachen, die allerdings in den letzten Jahren infolge der erheblich gestiegenen Papier- nnd Drnckpreise eine ganz wesentliche Einschränkung erfahren mußten, aber trotzdem immer noch recht belangreich sind. In den letzten Wochen fragte ich wegen verschiedener Sorten Postkarten, ein- 306 sarper und doppelter (kleines Format), bei einer befreundeten Druckerei an, von der ich wußte, daß sie gute und saubere Arbeit liefert, allerdings zu streng tarifmäßigen Preisen. Die einfachen Postkarten wurden mir wie folgt offeriert: 1000 mit 113 2000 mit 183.50 ^ und jedes folgende 1000 mit 73.50 Abgesehen davon, daß ich diese Preise als recht gesalzen empfand, stellte ich sofort fest, daß das dritte Tausend teurer zu stehen kam wie das ziveite Tausend, nämlich 73.50 ^ statt 70.50 Ter allgemein bekannte Grundsatz, daß bei steigender Auflage oas einzelne Tausend sich billiger stellt, traf hier nicht zu. Das gleiche Ergebnis erhielt ich bei Nachprüfung der Preise für die angefragten Doppelpostkarten. 1000 Stuck wurden mit 264 2000 mit 384 und jedes folgende Tausend mit 124.50 berechnet. Das dritte Tausend war 4.50 teurer als das zweite (124.50 statt 120 ^/i). Angesichts dieses Widerspruchs sprach ich in der Druckerei persönlich vor, da mich diese sonderbare Berechnung lebhaft interessierte. Der Druckereibesitzer war ob meiner Feststellung zunächst ganz verstört, nnd dann erklärte er mir, er habe sich bei der Abgabe der Preise auf die in der Nummer 1 und 2 der B e r e ch n u n g s a m t s - N a ch r i ch t e n (einer seit Januar dieses Jahres wieder erschienenen Monatsschrift des Deutschen Buchdrucker-Vereins) enthaltenen Berechnungsbeispiele fel senfest, ja blindlings verlassen, er habe cs gar nicht für möglich gehalten, daß diese an nnd für sich so überaus einfachen Beispiele, die gewisser maßen als Anschauungs- nnd Elementarunterricht einer richtigen Berechnungsart für Buchdruckarbeiten zu dienen hätten, solche tatsächlich vorhandenen Mängel aufwcisen könnten. Gemeinsam prüften wir nun die Preise für das zweite und dritte Tausend in den acht Be- rcchnungsbeispiclen, die diese beiden Hefte enthalten. Und siehe da: Sieben Beispiele zeigten den gleichen Fehler! Beim achten Beispiel war der Berechnung eine Auflage von 10 000 und 1000 mehr (bis zu 20 000) zugrunde gelegt worden. Daß der stetig wiedcrkchrende Fehler hier nicht in Erscheinung trat, lag an dem für die ganze Auflage (10- bis 20 000) stets gleichbleibenden Aufschlag auf die Papierpreise, wie aus nachstehen den Ausführungen hervorgeht. Da der mir befreundete Druckereibcsitzer ein durchaus tüchtiger Fachmann ist, so hatte er schnell ermittelt, woraus die falsche Berechnung zurückzuführen war, nämlich auf die unrichtige Berücksichtigung des Ge schäftsaufschlages auf den Papicreinkanfsprcis beim dritten Taus-nd. Der Deutsche Buchdruck-Preistarif schreibt nämlich vor (§ 41, Akzidcnz- arbciten), daß auf die Papiereinkaufsprcise bis 5 ./i 60"/,, von mehr als 5—20 ^ 50«/>, von mehr als 20—50 40"/«, von mehr als 50 bis 100 30«/>, von mehr als 100—250 -/l 25«/,, von mehr als 250—500 20«/,, von mehr als 500—1000 17^°/,, von mehr als 1000-3000 ./i 15°/, und von mehr als 3000 12^«/, Geschäftsaufschlag kommen. Bet den einfachen Postkarten waren nun entsprechend der Vorschrift des Prcistarifs für 1000 Stück (Papicreinkaufspreis 35.75 ^/k) 40"/, Ge schäftsaufschlag und für 2000 Stück (Papierpreis 71.50 ^/) 30«/. Auf schlag berechnet worden. Statt nun vom dritten Tausend an für die gesamte Auflage höchstens 25«/> Aufschlag auf den Papierpreis (107.25 -M einzusetzen, erfuhr nur das dritte Tausend diesen Auf schlag, also statt 107.25 4- 26.80 (25«/«) - 134.05 wurden 137.65 für das Papier eingesetzt. Diese durchaus falsche Anwendung der Prozentsätze (Zuschläge auf den Papiereinkaufspreis) hat es bei sämtlichen sieben Beispielen ver schuldet, daß sich das dritte Tausend gegen das zweite Tausend im Preise höher stellt als das zweite Tausend gegen das erste Tausend. Da der Aufschlag von 25.«/, zudem bei einer Auflage von 8000 an (bis 14 000) durch einen Aufschlag von nur 20«/> auf das Papier abgelöst wird, so ist die Angabe von 44.70 als Papierpreis für »1000 mehr überhaupt nur bedingt zutreffend. Der Rückgang von 25°/, auf 20«/» muß rechnerisch zum Ausdruck kommen und klar ersichtlich sein. Bei den Doppelpostkarten ist gleichfalls das dritte Tausend teurer wie das zweite Tausend, da statt eines Aufschlages von 25«/, auf den Papier- prcis für 2000 Stück und 30«/, auf den Papierpreis für das erste Tau send nur ein gemeinsamer Aufschlag von 25«/, für die ganze Aus lage (3000) in Frage kommen durfte. Da diese Selbstverständlichkeit nicht beachtet wurde, so kostet das dritte Tausend Doppclpostkartcn 124.35 das zweite Tausend dagegen nur 120.10 .-L. Bei näherem Zusehen stellten wir aber auch sonst noch manche Widersprüche in diesen »maßgebenden« Bcrcchnungsbeispiclen fest. Das betrifft vor allem die sogenannten Anfmachungsarbeiten (Schneiden, Verpacken usw.). Während für 1000 einfache Postkarten 5.75 ^ (2.50 4- 130«/,) für Aufmachungsarbeiten berechnet werden, verlangt man für 1000 flach abzuliefernde D o p p e l Postkarten nur 4.60 (2 .// 4- 130«/»), wohl weil hier ein Schnitt weniger erforderlich ist. Für jedes folgende Tausend sind die Aufmachungsarbeiten aber wieder gleich (4.60 .-//), also gleichgültig, ob es sich um doppelte oder einfache Post karten handelt. Hier spielt der Mehrschnitt anscheinend keine Rolle mehr. Abgesehen von diesen Widersprüchen ist es ein Unding, für 1000 einfache Postkarten an Aufmachungsarbeiten 5.75 ./i zu berechnen und für eine Auflage biß 5000 4.60 pro Tausend. Der Mehrverbrauch
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder