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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.03.1921
- Strukturtyp
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- 1921-03-07
- Erscheinungsdatum
- 07.03.1921
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- Deutsch
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel Redaktioneller Teil. ^ 55. 7. Mürz 1921. im Falle des Verlustes oder der Beschädigung dafür wie bei einer Wert sendung Ersatz leiste. Dies trifft nicht zu. Die Angabe eines Nach- nahmcbetrages gilt für die Post nicht als Wertangabe. Nachnahmesen dungen werden bei der Post nur dann als Wertsendungen behandelt, wenn auf ihnen außerdem noch ein Wert angegeben ist oder sie minde stens »eingeschrieben« aufgeliefert werden. Auch die meisten Absender von N a ch n a h m e p a k e t e n glauben, daß ihnen für ein verlorenes Nachnahmepaket der volle Nachnahmebetrag vergütet werde; das trifft nicht zu. Auch für Nachnahmepakete werden im Verlustfalle lediglich bis zu 10 .// für jedes Pfund erstattet. Um bei Verlusten von wertvollen Nachnahmepaketen eine entsprechende Ent schädigung zu erhalten, ist es erforderlich, sie außerdem als Wertpakete oder Einschreibpakete aufzuliefern. Mctallband für Postpakete. — Nach einer schon früher getroffenen Anordnung der Postverwaltung darf das Metallband, dessen Be schaffenheit sich als mangelhaft erwiesen hat, noch bis zum 31. März zum Verschnüren von Postpaketen benutzt werden. Weiterhin ist nur die Verwendung von Metallband in verbesserter Form zuge lassen, das folgenden Anforderungen entspricht. Die Ränder müssen umgelegt (umgewalzt) sein und dürfen keine Schneidekauten aufweisen. Die Nietstcllen müssen plattgedrückt und durch einen Mctallring ge schützt, die Bandenden untergelegt sein. Zur sachgemäßen Behandlung gehört, daß die Verschnürung straff augezogen und eng an die Um hüllung der Sendung gelegt, die Vernietung der Baudenden durch be sonderes dazu geeignetes Werkzeug ausgeführt und dabei, namentlich an den Bandeuden, jede Unebenheit oder Schärfe vermieden wird. Gebrauchtes Metallband ist zur Wiederverwendung als Verschnürungs mittel nicht geeignet. Verbilligung der Fracht für Druckpapier. Die in nächster Zeit zu erwartende Erhöhung aller Eisenbahntarife wird auch die Tages zeitungen und Zeitschriften wieder empfindlich belasten. In der Tages presse wird lebhaft die Verbilligung der Frachten für Zeitungsdruck- papier gefordert. Der »Zeitungsverlag« betont, daß mit Rücksicht auf die allgemein anerkannte Notlage der Presse erwartet werden dürfe, daß zunächst überhaupt eine andere Tarifierung für Zeitungsdruck papier stattfinden müsse als bisher. Die Verlegerschaft fordere, daß nach Stoffzusammensetzung und Verwendungszweck das Zeitungsdruck- papier nach Spezialtarif I beziehungsweise Klasse I) behandelt werden solle. Als wichtiger Artikel des täglichen Bedarfs habe es mindestens die gleiche volkswirtschaftliche Bedeutung und daher den gleichen An spruch auf Verbilligung wie Packpapier, das in dieser Klasse tarifiert werde. Es sei nur Mittel zum Zweck und in diesem Zusammenhang der an sich geringwertige Träger geistiger Werte. Dieser durchaus berechtigten Forderung der Zeitungsverleger müssen sich aber auch die Verleger der Fachzeitschriften anschließen. denn diese haben vielfach mit weit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen als die Zeitungsverleger. Gerade die Fachpresse schickt sich eben an, wieder zu Atem zu kommen, und da muß die Erhöhung der Frachten für Pa pier so weit als möglich abgewendct werden. Was nützt schließlich die geringe Senkung der Papierpreise, wenn die Ersparnis durch be deutend erhöhte Frachten wieder mehr als hinfällig gemacht wird. Neue Ncbengcbührcn im Eisenbahngüterverkehr. Ab 1. März d. I. wird für die Benachrichtigung des Absenders von der Unbestell- barkeit aufgegebencr Gütersendungen eine besondere Gebühr er hoben, die bei unmittelbarer Benachrichtigung des Absenders 2 bei Benachrichtigung durch Vermittlung der Versandstation 3 ^ beträgt. Weiter erfolgt die Feststellung des Tatbestandes bei einer vom Empfänger behaupteten Beschädigung nicht mehr kostenlos, wenn keine oder nur eine bereits anerkannte Minderung der Beschädigung vorliegr. In diesem Falle wird neben den Kosten für Zeugen und Sachverständige eine Gebühr von 6 ^ für jeden beteiligten Beamten und jede Stunde berechnet. Drei Masken Verlag A.-G., München. — Unter dieser Firma wurde mit dem Sitz in München der Drei Masken Verlag G. m. b. H. in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 4 Millionen Mark umgewan delt. Die Gründer der Gesellschaft, Generalkonsul Felix Sobotka, Di rektor Hermann Aumer, Direktor Ludwig Graf, Justizrat Philipp Grimm, Justizrat vr. Will). Nosenthal, vr. August Weidert und die Bayerische Vereinsbank haben alle Aktien übernommen. Dem ersten Aufsichtsrat gehören an: Generalkonsul Felix Sobotka, Groß-Industriel ler (München), Bankdtrektor vr. Hans Christian Dietrich (München) und Fabrikdirektor Hermann Aumer (München). Zum Vorstand der Gesellschaft wurde Verleger L n d w i g F r i e d m a n n (Berlin) bestellt. Kunstdruck- und Vcrlagsanstalt Wezcl L Naumann, Akt.-Ges. in Leipzig. — Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 22. März d. I. einzube rufenden Generalversammlung eine Dividende von 24 Prozent (12 Prozent und Bonus von 50 ^) für die Aktien und 16 Prozent für die 2000 Genußscheine vorzuschlagen, ferner die Neuausgabe von 1200 Stammaktien, wovon 200 Aktien zur Erwerbung einer Erweiterungs anlage dienen sollen, die übrigen Aktien aber den alten Aktionären zum Kurse von 120 im Verhältnis von 2 zu 1 angeboten werden sollen. Papierfabrik Sebnitz, A.-G. in Schnitz. — Nach dem Abschluß für 1920 stellt sich das Betriebsergebnis aus 6 304 245 (i. V. 2 396 677 Mark). Handlungs- und Betriebsunkosten erforderten 5135 013 ./i (1 659 166 ^i); die Abschreibungen wurden mit 678 278 (357 398 ^() bemessen. Aus dem Reingewinn von 536 936 (430 205 ^/i) sollen 20 Prozent (15 Prozent) Dividende verteilt und 76 930 (45 983 Mark) vorgetragcn werden. Die im Dezember vorigen Jahres geschaf fenen 2 300 000 neuen Aktien nehmen erst an den Erträgnissen des laufenden Jahres teil. In der Bilanz stehen den Kreditoren von 9121110 (2 413 891 ^() gegenüber Debitoren und Bankgut haben 6 957 624 (2 543 025 ^i), Wertpapiere 50 000 (475 000 Mark) und Vorräte 5 271 612 (1474 150 ^). Auf die neuen Aktien sind 1150 000 noch nicht eingezahlt und erst am 16. März 1921 fällig. Gegen die Verwendung von Offizieren als Buchdrucker hat sich der Hauptvorstand des Deutschen Buchdrucker-Vereins ausgesprochen. In der Zeitschrift des Reichsarbeitsnachweiscs für Offiziere E. V. (Nano) hatte nämlich ein Leser den Vorschlag gemacht, ehemalige Offiziere als Buchdrucker zu verwenden. Dieser Vorschlag war nun vom »Nano« dem Deutschen Buchdrucker-Verein zur Kenntnisnahme und Äußerung übersandt worden, der aber darauf dringend riet, »im Interesse der sich den bürgerlichen Berufen zuwendcnden Offiziere von der weiteren Ver folgung dieses Planes abzusehen, um bittere Enttäuschungen, und Fehl schläge kostspieliger Versuche abzuwcnden«. — Dieses Abwinken scheint verständlich, wenn man berücksichtigt, daß zum Erlernen des Buchdrucker- Handwerkes vier Jahre erforderlich sind und im übrigen das Buchdruck gewerbe viele Arbeitslose aufzuweisen hat, abgesehen von den zahlreichen Berufsangehörigcn, die nur verkürzt arbeiten (bis zu 24 Stunden wö chentlich). Die Goethe-Gesellschaft wird, wie aus Weimar gemeldet wird, ihre diesjährige Generalversammlung am 21. Mai (Sonnabend nach Pfingsten) in Weimar abhalten. Den Festvortrag wird der bekannte Schillerbiograph und -forscher Professor I)r. Julius Petersen in Frankfurt/M. über »Schiller und das Weimarer Theater« halten. Am Abend wird im Deutschen Nationaltheater Goethes »Er win und Elmire« mit der Musik von Othmar Scho eck (Urauf führung) als Festvorstellung gegeben werden. Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte. — Der Vorstand hat beschlossen, wegen der wirtschaftlichen Not in Deutschland von der Ab haltung einer Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte im Jahre 1921 abzusehcn. Die 87. Versammlung wird im Jahre 1922 nach Leipzig, als dem Ort, an dem vor 100 Jahren die erste Versamm lung stattfand, einbernfcn werden. — Die Erträgnisse der Trenkle- und Adclheid-Bleichröder-Stiftung, die für die Förderung von wissenschaft lichen Arbeiten auf dem Gebiete der Naturwissenschaften und Medizin bestimmt sind, werden jedoch im laufenden Jahre zur Vergebung kommen. Brahms-Fest in Wiesbaden. — Die Deutsche Brahms-Gesellschaft wird in der Zeit vom 6. bis 9. Juni d. I. in Wiesbaden ihr 4. Brahms- Fest veranstalten. Die musikalische Oberleitung liegt in den Händen von Wilhelm Furtwängler. Eprechsaal. Ohne Verantwortung der Redaktion- jedoch unterliegen alle Einsendungen dev Bestimmungen über die Verwaltung deö Vjjrsenblättö.l Vorsicht! Der Ortsverein der Erlanger Buchhändler hat fest gestellt, daß ein Herr eanck. meck. denk. Friedrich Egel seer in Erlangen, Luitpoldstr. 23, mit bnchhändlcrischen Verlangzettcln, auf denen allerdings die Angabe einer Leipziger Vertretung fehlt, Bücher meist erotischen Inhalts zum Buchhändlerpreis zu bekommen sucht. Der betreffende Herr, der auch schon unter der Firma: Buch versand Franken, Erlangen, Theaterstr. 10, die gleichen Ver suche gemacht hat, hat seinen Gewerbebetrieb als Buchhändler natürlich nicht angemeldet, er hat deshalb auch durchaus keine Berech tigung, zum Buchhändlerpreis zu beziehen. (Münchener Neueste Nachrichten.) Verantwort!. Red. t. B.: Richard Albert 1. — Verlag: Der Bdrsenverein der Deutschen Buchhändler »U Leipzig. Deutsches BuchhändlerbauS. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und -Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 2S lBuchhändlerhauS). 276
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