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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.09.1927
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- 1927-09-01
- Erscheinungsdatum
- 01.09.1927
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294, I. September 1927. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. pressen mit Vorrichtungen für automatische An- und Abführung der Druckbogen. Ein Stück vorwärts bedeutet die Herbst-Bugra- maschinenmcsse insofern, als jetzt auch bei den Schnellpressen kleine ren und mittleren Formats, bei denen man bisher mit stündlichen Druckleistungcn von 1500—2000 Exemplaren rechnete, Typen gezeigt werden, die 3000 und mehr Druckgänge zu verzeichnen haben. Damit wird der Vorsprung, den der Offsetdrucker in bezug auf Auflagen leistung hat, vom Buchdrucker schon einigermaßen eingeholt. Die Steigerung der Druckleistung bedingte eine Verbesserung der Anlegeapparate, die zur Herbstmesse wieder in verschiedenen Typen gezeigt werden. In den Grundprinzipien unterscheidet man zwei Anlegeapparatsysteme, nämlich den Sauger und den Streicher. Dem Bau der Anlegeapparate muß um so größere Sorgfalt zuteil werden, als sie nicht nur größere quantitative Leistungen zu vollbringen haben, sondern sich vor allen Dingen auch zur Verarbeitung diffizilster Pa piere, vom dünnen Seidenpapier bis zum starken Kunstdruck, eignen müssen. Stärkere Verwendung finden die automatischen Anlege apparate, vor allem auch bei den Falzmaschinen. Hier darf als eine der wichtigsten Neuheiten deutscher Falzmaschinenfabrikanten die Vertikalftthrung des ersten Falzmessers genannt werden, die nach Gutberletschem Fabrikat der Falzmaschine nicht nur eine wesent lich erhöhte Falzleistung sichert — bis zu 6500 Bogen pro Stunde —, sondern die vor allem auch der ganzen Maschine eine ruhigere, prä zisere Arbeitsweise ermöglicht, als dies mit den bisher üblichen seitlich schwingenden Mefserarmen der Fall ist. Von ganz besonderem Interesse ist auf der Herbst-Bugra-Ma- schinenmesse eine neue Deckenmachmaschine der Firma Wilhelm Dohse, Bielefeld, die in der Minute 12—16 Buchdecken herzustellen vermag. Bisher waren in deutschen Buchbindereien nur amerikanische Buch deckenmachmaschinen vertreten. Die deutsche Deckenmachmaschine soll in der Leistungsfähigkeit den amerikanischen nicht nachstehen. Sie hat jedoch gegenüber den amerikanischen Maschinen den Vorzug größerer Billigkeit. Die deutsche Buchdcckenmachmaschine kostet 15 000 Mk., wäh rend die amerikanische Maschine 24 000 Mark kostet. Bei der Buch- Leckenmachmaschine handelt es sich um eine der graphischen Maschinen, die für die Massenproduktion des amerikanischen Buchgewerbes typisch sind. In Amerika herrschen größere Einförmigkeit und auch größere Auflagenziffern als im deutschen Buchgewerbe vor. Eine Bnchdeckenmachmaschine mit ihrer enorm hohen Leistungsfähigkeit kann in Deutschland nur von einigen Großbetrieben voll beschäftigt wer den. Ähnlich verhält es sich auch mit einer automatischen Zeit- schriften-Drahtheftmafchine mit Anlegestationen, die erstmals zur Herbstmesse gezeigt wird. Die Maschine besorgt das Jneinander- stecken und Heften der einzelnen Bogen von Zeitschriften. Ihre Leistungsfähigkeit wurde mit 4000 bis 6000 Zeitschriften pro Stunde angegeben. Eine halbautomatische Miniatur-Falzmaschine, ebenfalls von der Firma Smyth-Horne Ltd., ist besonders zum Falzen von Druckarbeiten kleineren Formats bestimmt, speziell von Buchhändler prospekten, Vorsatzpapieren, Beilagen usw. Die Leistungsfähigkeit dieser Maschine, bei der das Anlegen mit der Hand geschehen muß, beträgt pro Stunde 5—8000 Exemplare je nach Art der Falzung. Von Wichtigkeit war noch die erweiterte Ausstellung in Setz maschinenfabrikaten. So wurde erstmals im Buchgewerbehause die Jntertype gezeigt, die nach Beilegung langwieriger Patentschwierig keiten jetzt auf den deutschen Markt kommt. Wie bei der Linotype, mit der die Jntertype in der äußeren Form viel Ähnlichkeit hat, handelt es sich bei dieser Maschine um eine Zeilensetz- und Gieß maschine für Zeitungs-, Werk- und Akzidenzsatz. Ein besonderer Vorzug besteht darin, daß die einfache Einmagazin-Jntertype bei Vergrößerung des buchgewerblichen Betriebes durch den Hinzukauf eines zweiten und dritten Magazins oder durch Seitenmagazine in eine neue, leistungsfähigere Maschine umgewandelt werden kann. Der Kern der neuen Jntertype-Setzmaschine beruht auf jeden Fall schon im einfachen Modell. Zum ersten Male wurde im Deutschen Buch gewerbehaus auch die Schreib-Setzmaschine Typary gezeigt, die sich von den übrigen Setzmaschinen insofern unterscheidet, als sie keine druckfertig gegossenen Einzeltypen oder Zeilen herstellt, sondern auf einen Papierstreisen gedruckt das Original für den Offset- und Tief drucker liefert. Die Herstellung eines Buches vollzieht sich mit Hilfe der Typary-Schreib-Setzmaschine auf folgende Weise: Der Satz- Darauf wird die Zeile sauber auf einer Papierfahne abgedruckt. Mit Hilfe besonderer Ubertragungsverfahren wird so das Original für den Offset- und Tiefdruck geschaffen. Es wird bei der Typary- Schreibsetzmaschine das bei den übrigen Setzmaschinen erforderliche Arbeiten mit Blei also vollkommen ausgeschaltet. Die neue Schreib- 1066 Setzmaschine, die von einem Deutschen erfunden worden ist und die die schweizerische Lokomotivfabrik in Winterthur baut, wird gegenüber den in Deutschland schon seit Jahrzehnten praktisch bewährten Setz- maschinen-Fabrikaten keinen leichten Stand haben. Der hohe An schaffungspreis dieser Maschine — 24 000 Mark — ist außerdem nicht dazu angetan, daß die Maschine in größerer Anzahl in Deutsch land aufgestellt werden kann. Augenblicklich sind von der Typary in England und Amerika einige Maschinen in der Praxis tätig; es wäre deshalb verfrüht, schon jetzt über den praktischen Gebrauchs wert der neuen Setzmaschine ein Urteil zu fällen. e. Wöchentliche Übersicht über geschäftl. Einrichtungen u. Veränderungen. Zusammengcstcllt von der Nedakiion des Adreßbuches des Deutschen Buchhandels. Abkürzungen: K — Mitglied des B.-V. u. eines anerkannten Ver eins. — * — Mitglied nur des B.-V. — K --- Mitglied des Ver bandes der Deutschen Musikalienhändler. — >-«- — Fernsprecher. — TA. — Telegrammadresse. — V — Bankkonto. — 'S? — Postscheck konto. — 4- — Mitglied der BAG sAbrechnungs-Genossenschast Deutscher Buchhändler, e. G. m. b. H., Leipzig.) — 's — In das Adreßbuch neu ausgenommcne Firma. — B. ^ Börsenblatt. — H. — Handclsgcrichtliche Eintragung smit Angabe des Erscheinungstages der zur Bekanntmachung benutzten Zeitung.) — Dir. — Direkte Mitteilung. 22.—27. August 1927. Vorhergehende Liste 1927, Nr. 198. SA kademische V e r s a » d b u ch h a n d l u n g Emil Halm L Co., Breslau I, erloschen. sDir.s Anthroposophische Bücherstube G. m. b. H., Berlin W 3V. Das Sortiment wird unter der Firma Goelheanum-Bü- cherstube G. m. b. H., Berlin, wcitergesiihrt. sB. 198.) S»Ava« Annoncenexpedition u. Verlags-Anstalt m. b. H., Hamburg I, trat in Liquidation. Liquidator: John Hartung, Hamburg, Nosenstr. 49/59. Beck, Hans, Wigstadtl. Leipziger Komm, setzt: L. Naumann. sB. 198.) fD i e Bücherstube, Stralsund, Heilgeiststr. 24. Sortbh. Zeitschr. Gegr. 2./V. 1927. <»-». 1321. — TA.: Bücherstube, Stralsund. — V Stralsund. Spar- u. Darlchnskasse G. »i. b. H.: Städt. Sparkasse, Stralsund. — iMBerlin 157 981.) Inh.: Hed wig Behm. Geschästsl.: KWillibald Behm. Leipziger Komm.: rv. L. Naumann. SEarlson, B., Nachsolgcr, Locarno (Schweiz), erloschen. sTir.) fTah m, Herman n, H a m b o r n, Lehrcrstr. 3. Buch-, Papier- u. Schrcibwh. Buchbinderei. Gegr. 8./XI. 1992. <»-p 1899.) Leipziger Komm.: rv. Volckmar. Francke» L Lang, Nürnberg. Leipziger Komm.: L. Nau mann. sDir.) fFrankonia Buchhandlung G. m. b. H., Tauber- bischosshei in. Buch-, Kunst- u. Schrcibwh. Devotionalien. Gegr. 1/VII. 1892. l»-l 172. — TA.: Franko»!» Buchhand lung. — V Bankabtcilnng der Zentrale der Landwirtschastlichen Lagerhäuser.) Geschästss.: Joses Kieser u. vr. jur. Theophil Hcrdcr-Dorneich. Geschästsl.: Friedrich Küblcr. Leipziger Komm.: 4- rv. Volckmar. AG ö r r c s - B n chh a n d l n n g G. m. b. H., Saarbrücken 3. Der Geschästss. SDirektor Ludwig Lauth ist ausgeschiedcn, an seine Stelle trat KDircktor Josef Hall. (Dir.) SGörrcs-Bnchhandlung sJnh. Albert Görres), T a u b e r b i s ch o fs h e i in, wurde in eine G. in. b. H. mn- gcwandel, und firmiert künftig: Franko,na Buchhandlung G. in. b. H. (Dir.) m. b. H., Berlin W 38, Sorlimcntsbh. Gegr. 17./VI. 1927. io-e-Lützow 7118.) Geschästss.: AHellmut Schmidt. Zweigstelle: Jena, Johannisstr. IN. >«-«, 2999. — V Helm L Gnngk, Jena.) Leipziger Komm.: rv. Fr. Foerstcr. sB. 198.) SGräsc L Unze r, Königsberg <Pr.). Die Abteilung Ver lag ging an eine G. in. b. H. über, die Gräsc L llnzcr Verlag G. in. b. H. firmiert. Zun, Geschästss. wurde Konsul Otto Poe,sch bestellt. sH. 4./VI. 1927.) spiegel wird genau festgelcgt, ebenso Stand von Kolumnentitel und Paginatur: Zeilcnbreite und Zeilendurchschnß werden in der Maschine eingestellt. Nun beginnt das Schreiben, jede Zeile wird^' nach erfolgtem Absehen jedesmal mit einem Farbwerk eingeschwärzt. /,'SG o e t h c a n u in - B ii ch c r st „ b e Potsdamer Str. 112 8.
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