Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.09.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-09-11
- Erscheinungsdatum
- 11.09.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19200911
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192009118
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19200911
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1920
- Monat1920-09
- Tag1920-09-11
- Monat1920-09
- Jahr1920
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
VSrsendlatt f. d. Dtschru Buchhandel. Redaktioneller Teil. X- 205, 11. September 1S20. haben, sondern die di« Not der Zeit zum Anschluß an die be stehend« Organisation ihres Berufe» zwingt. Ähnlich liegt es auch bei Gesuchen um Aufnahme ins Adreßbuch. Von den 23 Fällen, in denen wir unsere Zustimmung geben konnten, betreffen die meisten Verlagsfirmen, von denen ein großer Teil dann auch Aufnahme in den Ver band gefunden hat. In 15 Füllen mußten wir unsere Zustim mung versagen. Dem wiederholten Aufnahmegesuch eines Wa renhauses, das wir ursprünglich gemäß unserer schon häufig aus geführten Stellung zu dieser Frage abgelehnt hatten, haben wir auf Wunsch der dortigen Kollegen, da ein regulärer buch- händlerischer Betrieb jetzt nachgewiescn werden konnte, zuge stimmt. Das Gesuch eines andern mußte erneut abgewiesen werden. Bei der ständigen Zunahme dieser Gesuche um Auf nahme ins Adreßbuch und den dadurch entstehenden erheblichen Kosten ist es mit Genugtuung zu begrüßen, daß auf Beschluß der Mttglieder-Versammlung des Verbandes der Kreis- und Ortsvereiire zur Prüfung dieser Gesuche ein« Gebühr von 50 Mark erhoben wird, deren Einziehung und Überführung an den bclressendcn Kreisverein der Börsenverein übernommen hat. Wir möchten im Anschluß hieran unsere früheren Bitten um ausgiebige Unterstützung seitens unserer Mitglieder bei Prüfung der Ausnahmcgcsuche wiederholen und bitten, auch etwaige Fahrt- und sonstige Kosten nicht zu scheueir, di« selbstverständlich durch den Kreisberein ersetzt werden. Daneben hat uns auch der Verein der Musikalienhändler um Nachprüfung zweier an ihn gerichteter Gesuche um Aufnahme ins Adreßbuch gebeten. In beiden Fällen mußten wir unsere Zustimmung versagen. So gern wir das loyale Verhalten des Vereins der Musikalienhändler in diesen Fällen anerkennen und auf ein freundnachbarlichcs Verhältnis zu ihm Wert legen, müssen wir doch an den Börsenverein die dringende Forderung richten, in allen Fällen, wo mit dem Musikalienhandel auch Buchhandel verknüpft ist, diese Gesuche uns zu unterbreiten. Noch mehr aber müssen wir verlangen, daß nicht Buch- und Musikalienhändler allein auf ihre Zugehörigkeit zum Verein der Musikalienhändler, wie es in einem Falle geschehen ist, die Mit gliedschaft des Börsenvereins erwerben können, sondern auf alle Fälle die Zugehörigkeit zum Kreis- oder Ortsverein Nachweisen müssen. Das in dem vorliegenden Falle eingeschlagcne Ver fahren muß im Wiederholungsfälle zu einer Schwächung der Kreis- und Ortsvereinc führen, da sehr häufig der Jahresbeitrag und das Eintrittsgeld des Vereins der Musikalienhändler niedri ger als die des Kreisvcreins sind und außerdem seine Mitglied schaft noch besondere Rabattvorteile bietet. Auf Antrag einer Anzahl Zwickauer Kollegen ist dieStrci« chung einer dortigen Firma, die zu Unrecht im Adreßbuch steht, erfolgt. Es dürft« gar nicht so vereinzelt dastehen, daß noch Firmen im Adreßbuch stehen, die entweder nie hineingehör- tcn oder mindestens jetzt keinen Anspruch mehr darauf haben. Es empfiehlt sich dringend, in solchen Fällen seitens der Orts kollegen die Streichung beim Börsenvereinsvorstande zu bean tragen. Am 25. März dieses Jahres konnte Ihr Vorsitzender, zu- sammen mit einigen Dresdner Kollegen, unscrm lieben Freunde und zweiten Vorsitzenden Hayno Focken die herzlichsten Glückwünsche zu seiner 25jährigen Selbständigkeit darbrin gen. AIS Zeichen unseres Dankes haben wir ihm einen Strauß der herrlichsten Blüten seiner Poesie, durch die er uns alle so oft erfreut hat, in Buchform überreicht. Ihm sei es ein bescheidenes Zeichen unseres Dankes für alles das, was er uns gegeben, uns eine Erinnerung an schöne Stunden und den, der sie uns zum guten Teil bereitet hat. Am gleichen Tage konnte sein Nachfolger Herr Hugo Sie be r s auf das fünfundzwanzigjährige Bestehen der Firma Hahno Focken in Dresden-Plauen, am 15. Mai Herr Paul Gutsche auf das 50jährige Bestehen von Emil Olivas Buchhand lung in Zittau zurückblicken, auch ihnen gelten unsere besten Wünsche. Am l. Juni 1920 durften einige Ihrer Vorstandsmitglieder einer erhebenden Feier, dem 50jährigen Selbständigkeits- 1082 Jubiläum unseres hochverehrten langjährigen früheren Ber- bandsvorsitzenden Herm Hofral von Zahn, beiwohnen. Ihr Vorsitzender hat dem Jubilar Glückwunsch und Dank des Ver bandes dargebracht. Wenige Tage darauf, am 29. Juni, konnten wir unsere Glückwünsche anläßlich des 80. Geburtstages des Herrn von Zahn wiederholen. Einem dritten um unfern Verband hochverdienten Mitglieds, unserm langjährigen lieben Vor standskollegen Bernhard Gensel, Grimma, galten am 1. Juli unsere Glückwünsche. Fünfundzwanzig Jahre zuvor hatte er das Geschäft seines Vaters übernommen. Auch an dieser Stelle wollen wir ihm bei dieser Gelegenheit danken für alle Arbeit und Treue, die er unserm Verbände erwiesen hat. Auch im letzten Geschäftsjahre mußten wir uns auf drei Vorstandssitzungen beschränken, von denen zwei in Ge meinschaft mit dem Dresdner Verein stattsanden. Der Vor standssitzung am 14. Januar 1920 ging eine Sitzung der von der letzten Hauptversammlung eingesetzten Kommission zur Vorbe ratung der Abänderung der Satzungen und Verkaufsordnung voraus, deren Bericht einen besonderen Punkt unserer heutigen Tagesordnung bildet. Auf die Dauer lassen sich jedoch die Geschäfte des Verbandes in dem Maße, als es notwendig ist, nicht in so wenigen Vorslandssitzungen erledigen, wie sie die hohen Kosten und die mangelnden Mittel uns in den letzten Jahren aufgezwungen haben; es ist deshalb dringend eine Erhöhung des Beitrags erforderlich, und es wird Ihnen unser Herr Kassierer einen diesbezüglichen Antrag unterbreiten. Unserer wiederholten Anregung zu engerem Zusam menschluß der Ortskollegen ist im letzten Jahre er freulicherweise Folge geleistet worden. So wurde in Plauen ein Ortsverein gegründet, und die Zittauer Kollegen haben sich zur Btldmrg einer gemeinschaftlichen Zeilschriftenftelle zu- sammcngeschlossen. Auch di« Zwickauer Kollegen sind ver- schiedentlich zu gemeinsamen Beschlüssen zusammengetreten. Wir begrüßen alle solche Bestrebungen aufs wärmste und bitten nur, bei Gründung von Ortsvercinen die Satzungen und Bestim mungen in voller Übereinstimmung init den unsrigen aufzustellen. Leider mutzten wir uns im Berichtsjahre mit einer ganzen Anzahl von Beschwerden befassen, die allerdings in der Hauptsache ihre Erledigung finden konnten. Eine seit langer Zeit gegen eine Leipziger Firma schwebende Beschwerde hat endlich mit der Zahlung einer Butze von 500 Mark ihre Sühne gefunden; eine neue, wiederum gegen eine Leipziger Firma gerichtete ist wegen ihrer Schwere unseres Erachtens nicht durch eine einfache Entschuldigung aus der Welt zu schaffen, sondern wir müssen auch hier auf eine hinreichende Sühne dringen. Erheblich sind di« Klagen, die sich gegen die Praktiken ein zelner Verleger richten. Am lautesten erschallen hier die Klagen über eine übertriebene und unberechtigte Berechnung der Verpackung. Kann man in Anbetracht der ganz gewaltigen Steigerung der Preise für Pappe und Verschnürungsmtttel Wohl mit einer billigen Berechnung der Mehrkosten, wie sie die süd deutschen Verleger handhaben, bei direkter Sendung einverstan den sein, so ist eine Berechnung bei Sendungen über Leipzig aber in allen Fällen zurückzuweisen. Auch der Vorstand des BörsenvereinS hat in einer seiner letzten Sitzungen ihre Unzu lässigkeit gemäß K 17 der Verkehrsordnung besonders erklärt. Es ist Recht und Pflicht jedes Sortimenters, solche Verpackungs- Berechnungen nicht anzuerkennen und nicht zu zahlen. Verwei gert ein Verleger Rückzahlung der zu Unrecht erhobenen Ver packung, so ist gegen ihn beim Börscnvereinsvorstand Beschwerde wegen Übertretung der Verkehrsordnung zn erheben. Di« schärfste Brandmarkung verdient aber der Wucher, der neuerdings auch von angesehenen Firmen bei der Berechnung der Verpackung getrieben wird. Hier dürft« cs sich empfehlen, einmal die Hilfe der Wuchergerichte in Anspruch zu nehmen. Ebenso ist das Sortiment jetzt auch gezwungen, gegen das immer weiter einreißendc »freibleibende Angebot» vieler Verleger Stellung zu nehmen. Oft nach Monaten werden Bestellungen ausgeführt zu den doppelten und auch höheren Preisen, als sie bei Bestellung angezeigt waren. Daß dadurch ! die Absatzfähigkeit des Buches für das Sortiment sich erheblich
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder