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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.02.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-02-16
- Erscheinungsdatum
- 16.02.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19200216
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192002165
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- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19200216
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! Willi!!,INMllM>itliIlIltIIIiWIIilIlMWlI>iii!lilIiIiMIiil«>v>ä>!i!>ll!>ittWlMMMlliWl>IlMlllIlliMll!iN!lilI!l!Iil!2!I!!!IUl!MMWibItt»IMilll>l!llttt.lMiIlll!>lil»>l!>ittl!!l!!ll>ll>>l>>lllWlil>!^>>IWIWIWlWIllIWi!llliWlIi>:> 2082 «5-I-n»Ia» I d MI«». «»«h»»d»I. itünsltg erscheinende Bücher. 38, 1«. Februar 192». F!i!llllllliIIilii!llIll!!llll,!ll!,!lllllllIlIIl!llll,!l,l,!lllillllll!!lllIllllllll!!!il!llIillll!lll!>lllllllIllll>llI!!«I!,Äi!!!!iIlii!!lllIiil!!!l!!i!lllllilllllllII,til!l!I!ii!i>l,>lI>ll!l>llll!il!lli>I>lllll!l>ltlllIillllIlllll>!ll!iI^ pgul Söhre, Der unbekannte Sott ! !!!,M»!!ttl>»!>i»!INIl»Il,U>»M»l!>!>!M»I!UItt>II»NIIMN!MM!„M„„„!!I»«!>MIIUUIIMliI!!>M>H!lII!l!,H!l!ll>»I»NUl>.1ii»!!»!»»«!I!!l!llI!N«ttl>>«>!!>UI»»IIMUI»IIN Nus einem in den ersten Wochen des krscheinens fast entmutigend schwachen Nd- ssh heraus hat sich dieses eigenartige und dabei so bedeutende Luch ru einem kr- solg durchgerungen, der heute In seiner Auswirkung gerader« unübersehbar erscheinen muß. Paul 60hres „Unbekannter 6ott" iss heute das Such, das ein jedes, bei- sich mit religiösen fragen beschäftigt, gelesen haben muß. für und gegen Söhre voUche Zeitung: MI unser leidenschaftlicher Diesseitsglaude, dem wir modernen Menschen In Ilefstrr Zeele und Lebensfreude anhingen, Ist durch das Kriegs- und Segenwartserleben enttäuscht. Neues 5uchen nach Lebensinhalten setz! ein. Neue sieligiosilät meldet sich raghaft. wir wagen wieder geriehungen ru einem möglichen senseiss Herrustellen. wenn such nicht In ausgesprochenem Lransrendentalismus. Venn wir wollen, wir können das Diesseits, das uns doch nur einmal beschert wird, nicht susgeden. wir ersehnen eine Vereinigung des Nealen mit dem Metaphgsischen. wir wollen nichts aus den Händen lassen: nicht das, was wir unmittelbar wahrnehmen und erfassen, noch das, was wir ahnen und ersehnen. Denn eines wissen wir MIseitigen heule in ail unserer tiot gewisser denn se: es gibt ein Paradies, in dem der 8!nn, Zweck und das Ziel de; Lebens wachsen, ein Paradies, wo des Menschen Zeele ituhe empfängt und glücklich werden kann, soweit es dem Menschen möglich ist. wir wissen auch heute schon, wo das Paradies liegt: im eigenen Innern des einrelnen, im Zeeiijch - geistigen, im Itcligiösen. Zo sind wir denn auf der Zuche nach diesem Paradies, nach einem weg, der hineinführe in das friedvolle, beseligende Land. Der moderne Mensch ist In den Ziürmen der Zelt rum Sottsucher geworden . . . freilich, dies Sottsuchertum Ist die schwerste iiusgade der Zeit. Ls Hst wohl ein Ziel, doch nie eine Srfallung! Ss hat wohl ein Ztreben, doch nie einen sidschlußl Ss Ist Zeldstrweck, niemals Mstel rum Zweck! Das wissen wir, weil wir moderne Menschen sind. Diesseitsmenschen, wir haben erfahren, erforscht, daß wir nie über die Srenren unserer Natur hinauskönnen: dass wir nie ein senseits erwerben und das Diesseits völlig aufgeben können! wir müssen wieder lernen, im Züchen nach Sott, Im Ztreben nach dem religiösen erkennen nnd Denken unser Slück, unsere Nufgabe ru sehen. Dabei müssen wir ganr von vorne anfangen. wir dürfen uns nicht stüßen auf über lieferte Dogmen. Zgmdole der Religionen, Konsessionsrxpressionen. auf irgendwelche In Kulten und Hebungen erscheinende ZinnfSlligkelten, auf kirchliche Dlnghaftigkeiten. sin- lehnen können wir uns vielleicht an sie, jeder nach seiner Slgenart. iider wenn wir hin durchwollen rur neuen Dsselnsvergottung. heißt es restlos ehrlich sein gegen sich und andere, heißt es auf die Urquellen alles keligiösen rurückgehen. sim Shristentum, am Lubdhlsmus, am religiösen Lreidenkertum vorbei nicht etwa rum Nihilismus, sondern ganr aufrecht und sachlich hin ru der Nejshung, daß Neliglon wirklich ist in uns. positi- visten allgc.neinster Nrt sind wir wieder geworden, müssen wir wieder werden, wie wir es In den Lodesstürmen des Leldruges erfuhren, wie es der Seistesmensch Im unerbitt lichsten, schroffsten geistigen Ningen erfährt. Soethes Neligiosltät muß wieder in uns wurrel fassen und Hst In uns bereits wurrel gefaßt. Das heutige Sottsuchertum Ist nichts weiter als die Soethesche Neligiosltät: seine Shr- furcht vor dem Unerforschlichen und sein Mlgefühl. Der deutsche ölaude an die imma nente Serechtlgkeil aller Dinge, alles Seschehens wirkt hier stark mit und ist unser tiefster Lrost In den Lagen, da der grausamste Lrieden über uns beschlossen ward. Uber dies neue Sottsuchertum bedarf der Zusammenfassung, eines Lührertums: nicht als „Drgani- sation", um wieder mehr oder weniger erfüllte vereinstätlgkelt hervorrurufen, sondern nur, damit der einreine in selner Zehnsucht sich nicht verliere ins Uferlose und den Lod der Vereinsamung sterbe, damit die sirbeit am eigenen Zeelenleben fest und sicher vor sich gehe Zolche Lührung ward uns soeben durch das schlichte vekenntnis eines sünfund- jHllliillllllllil! !!i,l9l>lI«!illll>i>Illl!!lll!llllllll'll>llIllll!lllIiltIlIlllliI>iiliili!l>lIIIi>i>l,!lil!liliI!lIlli!llll>l>^>lIllllllllllllllIlIlIlllIllIilII!llIiilllIIll>IlIlllllIl!!1lillll!llI!iWMMlMW>D
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