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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.01.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-01-17
- Erscheinungsdatum
- 17.01.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. 13. 17. Januar 1920. 2. das unsägliche Elend der Berufsausbildung in kleinen Städten durch das Nebeneinander non allgemeinen und gewerblichen Fort bildungsschulen, die doch im wesentlichen demselben Zwecke, näm lich der Fortbildung der aus der Volksschule entlassenen Jugend dienten, 3. die Schwierigkeit, geeignete Räumlichkeiten sür doppelte Schule» zu schassen, 4. das doppelte Lehrmaterial in ausreichender Menge und Gtite be- reitzustellen und ö. die durch die Zusammenlegung erzielbare Kostenersparnis. Endlich erklärte der Herr Minister noch, die Besorgnis sei unge rechtfertigt, das, die gewerblich-technischen Fragen durch das Unterrichts ministerium nicht genügend gewahrt würden. Ebenso wie seht bas Unterrichtsministerium die Lehrer für die dem WirtschaftSminifteriu » unterstehenden Schulen stelle, werde sich durch ein Abkommen mit dem Wirtschastsministerinm ein Weg finden lasse», bah dessen Einsluß in rein gewerblicher Beziehung auch in Zukunst gewahrt werde. Zur Einsuhr i» die sranzösische Besahungszonc. — Im Anzeigen teil des Börsenblatts Nr. 11 erlässt die Rittelrheinischc Buch- und Zeitschrifteu-Gesellschast m. b. H. in Wiesbaden eine die Zensur von Zeitschriften in der französischen Besatzungszone betr. Bekanntmachung, aus di« wir auch an dieser Stelle Hinweisen möchten: Nachdem wir sür die »leisten Wiesbadener und Mainzer Buchhandlungen den gemein samen Einkauf aller Zeitschriften übernommen haben, ist von der fran zösischen Oberzensur-Bchörde in Mainz der Wunsch ausgesprochen wor ben, daß alle Zcnsurstücke deutscher Zeitschriften bei ihr durch eine Stelle eingereicht werden. Wir haben uns bereit erklärt, diese Ein reichung zu übernehmen, und bitten daher de» gesamten Berlagsbuch- handcl ergebenst, von allen Zeitschriften, die sür das besetzte Gebiet am Mittelrhcin in Frage kommen, uns sofort »ach Erscheinen geradcSwegS ei» Zensurstück zugehe» zu lassen. Wir besorgen alsdann die Vor legung in Mainz. Die Zensurbehörde gibt die Belegstücke nicht zurück. Verbot der »Jugend« im französischen Bcsatzungsgebiet. — In einer rheinischen Zeitung lesen wir nachstehende unter die Überschrift: lidpudliqus bisnesise. .srlnlmi-lrotion lies Dervitoires .sllonmnüs Occupds. Oerels cl llnierlnün gestellte Bekanntmachung: Laut Verfügung des Herrn Oberbefehlshabers der franz. Rhein- arm ee ist Verkauf, Verbreitung, Verteilung und Jnbesitzhabcn der il lustrierten Zeitschrift »Jugend» im französischen Besatzungsgeblet endgültig verboten. Diez, den 4. Januar 1920. Ter Ehes der Militärverwaltung des Ilnterlahnkreises. Chatras, Major. Der Ungarische Buchhändlcrvcrcin hielt am 14. Dezember 1919 seine Hauptversammlung ab, deren wichtigster Gegenstand der Tagesordnung die Einverleibung der übrigen buchhändlerischen Vereine, des ungari schen Verlegervereins, des Budapester Buchhändlcrvereins und des Vereins der ungarischen Musikalienhändler, in diese älteste buchhänd- lerischc Vereinigung bildete. Dementsprechend wurde» die Satzungen abgeändert, und es erhielte» sämtliche Interessengruppen Vertretung in der Leitung. Die Versammlung wählte bann den bisherigen Präsi denten Herrn IuliusBcnkö <Grill> in Anerkennung seiner großen Verdienste »m den Verein und Leu ungarischen Buchhandel znm lebens länglichen Ehrenpräses. Markvcrkehr mit Italien. — Nach einem uns zur Verfügung gestellten Bericht eines deutsche» Kaufmanns aus Italien sollen die italienischen Abnehmer deutscher Baren gezwungen sein, nur in deut scher Mark zu kaufen. Eine wesentliche Heraussehung der Preise gegenüber den deutschen Marktpreisen sei sür die meisten Waren durch aus angängig. Es ist nicht recht «inzusehen, was damit viel gewonnen wird, da cs doch weit weniger aus die Frage ankommt, ob in deutscher ober italieni scher Valuta gekauft wirb, als darauf, in welchen Zahlen sie sich a»s- Lrückt PerkolmliMrWen. Gestorben: am 11. Januar Herr Erich Trömcl, Geschäftsführer der Buch handlung für Deutsche Lehrer G. m. b. H. in Berlin, im Alter von nur 44 Jahren; ferner am 4. Januar nach kurzem Kranksein Herr Carl Schuch - i hard, langjähri.qer Prokurist der Firma Joseph Baer Sc Co. in Frankfurt a. M., im 75. Lebensjahre. SpreWal. Ohne Verantwortung der Redaktion,- jedoch unterliegen alle Einsendung«» -e« Bestimmungen über die Verwaltung des Börsenblatts^ Ein starke« Stück. Der Verlag C. Schmied in Berlin W. 02 sendet mir, und gewiß noch Tausenden anderer Firmen, «in Angebot auf 9 Exemplare Schade, »Wir brauchen den Kaiserl» und bemerkt, daß er, falls er ohne Antwort bleibe, annehme, ich habe die 9 Exemplare bestellt. Zu sendung solle gegen Nachnahme erfolgen. Bei den vielen direkten Angeboten, die sich bei jeder Post befin den, werden viele Firme» den Prospekt des Herrn Schmied nicht lesen und auf diese Weise mit einer Nachnahmesendung bedacht werden, di« wohl auch in manchen Fällen eingelöst wird, in denen der Empfänger sich für das Buch des Herrn Schabe bedankt. Es ist nach meinem Empfinden eine llngehörigkeit, den Versuch zu machen, Berlagswerkc auf diese Weise zu vertreiben. Ich kann den Herren Kollegen, die, gleich mir, mit Herrn C. Schmied nichts zu tun haben wollen, nur empfehlen, dem Personal und dem Kommissionär strikten Auftrag zu geben, von dieser Firma nichts anzunehmen und besonders keine Nachnahme cinzulösen. Würde die Art der Firma Schmied Verbreitung finden, so brauchte man eine» besonderen Ange stellten, der die Abbestellungen vornimmt. Berlin, 10. Januar 1920. Louis Lamm. Postscheck. Sv unverständlich cs ist, daß selbst große jVerlags-jFirme» sich gegen den Postschetverkehr sperren und kein Konto einrichtcn, so un verständlich ist auch die Kehrseite, daß man die kleinsten Beträge über wiesen haben will, statt solche jsage» wir bis zu 5 -M durch Barsaktur zu erheben. Wenn regelmäßige Geschäftsverbindung besteht, las sen sich auch klein« Beträge für mehrfache Sendungen zu «iner Zah lung vereinigen. Aber heute allein erhielt ich Sendungen von 0.09, 0.80, 2.—, wo das nicht zutrifst. Da wird Vernunft Unsinn, Wohltat Plage. Könnten nicht die Verleger großer Städte, besonders die Berliner, alle auf alle Fakturen und Zirkulare ihr« genaue Wohnungsangabe und ihren Kommissionär »lit ansbrucken? Wie viel Zeit geht durch bas fortwährende Nachschlagen im Buchhändleradreß buch verloren! Dies erwähnt Kollege Cramer nicht in seinem Artikel »Neubau«. L. E. Ausschaltung des Buchhaudel». Der Volksverb and der Bücher frennde in Berlin macht eine große Propaganda zur Werbung von Mitgliedern unter ausdrücklicher Ausschaltung des Buchhandels. Sortl- ment wie Verlag sind aber gut genug dazu, ihre Arbeit in den Dienst dieses neuen Unternehmens zu stellen, denn eine große Anzahl von Zeitschriften, deren Verbreitung vorzugsweise durch das Sortiment erfolgt, enthält Werbeprospekte des Wegweiser-Verlags für den Volks verband. So was ist eigeiltlich nur im Buchhandel möglich. Vielleicht ist manchem Kollegen die Sache entgangen, sie sei deshalb hier mitge teilt. v— Sammelt Zeitdokumeutel Als mir in den letzten Jahren einige besonders charakteristische Schriftstücke und Karten in die Hände gerieten, kam mir der Gedanke, ein Album anzulegen, enthaltend Die Zeit des Weltkrieges, ihre Begleit- und Folge-Erscheinungen in K l e i n st ü ck e n aller Druck- Verfahren, und so entstand nach und nach eine stattliche Reihe eigenartiger Ansichts-, Personen-, Feldpost- und Gefangenenkarten; Erlasse, Verordnungen, Aufenthalts- und Transportbewilligungen; Ansknnftserteilungen, Pas- sierscheinen; Lager-, Gefangenen- und Notgelder; Postmarken, Zei tungsnotizen aller Art, Gedichte und nicht zuletzt die Brot-, Fett-, Fleisch-, Mehl-, Milch-, Seifen- und Zuckerkarten usw. traten hinzu, sodaß das Ganze eine Sammlung von Origin al-Zeit- dokn menten bildet, die täglich an Umfang und Wert zu nimmt. — Zweck dieser Zeilen ist daher, die Herren Kol legen auszufordcrn, nichts Derartiges verlorengehen zu las sen und zur Anlage ähnlicher Sammlungen anzu regen, oder aber um Einsendung, namentlich von Stücken lokaler Bedeutung, zu bitten, wohingegen ich mich gerne bereit erkläre, Doppel stücke auszutanschen oder zu überlassen. — Noch ist es möglich, diese j kleinen, aber vielsagenden Andenken an eine große Zeit zu sammeln für Kilrö- und KinLeskinder! I I. Meyerhoff, Graz, Merangassc 22.
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