DienStag, den >3. Januar !920, Amschlag zu .3/ 9. Kölsche Krätzcher Gesammelt von August Hoursch Z) Mit einem Geleitwort von Professor Schneider-Clauß Köstlich illustriert von Josef Stolzen und Hans Schwartz Großer Sammelband 5. Auflage Elegant gebunden Mk. 12.— (Auch wieder zu haben in IO broschierten Einzelbändchen ä Mk. I.—) Vorstehende Sammlung bildet einen unvergleichlichen Hausschatz echten Volkshumors. (Hochdeutsch erzählt, nur die Pointe im Dialekt) Was ist ein Krätzchen? „Aus den Niederschlägen des Lebens taucht es auf im deutschen Gemüt, filtriert sich im rheinischen Geiste und springt von kölnischer Lippe als frisches, frohgelauntes Weltkind. In guten Tagen wie in dunklen Stunden, in jauchzender Freude wie im unfaßbaren Leid ist es dem Kölner ein treuer Weggeselle. Des Krätzchens Nährboden ist deutsche Gemütlichkeit, fröhliches Behagen — „Genüglichkeit"; das Krätzchen ist harmlose, herzliche, „deftige" Freundschafts- Atzung von Nachbar zu Nachbar. Das Krätzchen beißt, spottet, verletzt niemals, ob es auch das Höchste wie das Niedrigste in seinem lustigen Spiegel reflektiert. Wo von Dolkshumor die Rede ist, da steht das Krätzchen obenan. Und seit das Volkslied erstarrte und starb ohne Samen zur Neusaat, ist das Krätzchen der Erbe echten, ungeschminkten und unverfälschten Volkstums." (Prof. Schneider-Clauß nn Vorwort). Köln am Rhein Hoursch L Bechstedt