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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.09.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-09-03
- Erscheinungsdatum
- 03.09.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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^ 205, 3, September 1917. Redaktioneller Teil. oder 6 Uhr. Die Bücherkäufer usw. haben jetzt vielfach am Tage keine Zeit, den Laden aufzusuchen, und sind daher an die Abend stunden gebunden. Wird aber allgemein im Handel und in der Industrie die durchgehende Arbeitszeit eingeführt, die meist um 4 Uhr nachmittags endet, dann dürste hierin schon ein Ausweg für die offenen Ladengeschäfte bzw. für die Buch handlungen zu erblicken sein, weil nun den Käufern zur Erledi gung ihrer Bedürfnisse immerhin noch Zeit verbleibt. Weiler wird die Beleuchtung der Schaufenster ganz oder teilweise zu unterbleiben haben oder auf dasjenige Fenster zu beschränken fein, hinter dem die aktuellen Sachen zur Schau ausliegen. Hin sichtlich der Schaufensterbeleuchtung sind an vielen Orten be reits einengende Vorschriften erlassen worden. Betreffs der Ladenräume ist eine Raumverminderung durch engeres Zusam menstellen der Bestände zu erstreben, weil dadurch wiederum die Heizkraft besser ausgenützt und weniger Licht verbraucht wird, vorausgesetzt, datz auch hier ein genügend dichter Abschluß des sreigewordenen Raumes verwirklicht wird. Da von jetzt ab nur bestimmte Lichtmengen freigegeben werden, so kommt z. B. eine planmäßig durchgeführte Ersparung im November etwas dem Weihnachtsmonate zugute, in dem doch jeder Buchhändler ein großes Interesse daran hat, daß alle Schaufenster freundlich er hellt sind und zum Kaufe ermuntern. Im großen und ganzen kann es sich bei den vorstehenden Ausführungen nur um Richtlinien handeln, die auf die jeweili gen geschäftlichen Verhältnisse sinngemäß in Anwendung zu bringen sind. Die behördlichen Zwangsmaßnahmen betreffs der Zumessung von Licht und Heizung sind eine nicht zu umgehende Begleiterscheinung des Krieges, mit der man sich abzufinden hat. Sache der Betroffenen mutz es daher sein, durch sorgfältig vor bereitete, geschickt durchgesührte und erlaubte Maßnahmen den Verordnungen ihre Hauptschärfe zu nehmen, um die neuen Be lastungsproben, denen das geschäftliche Durchhallen ausgesetzt wird, mit Erfolg bestehen zu können. G. Sei der. Vierter Bericht über die Verwaltung der Deutschen Bücherei des Börsenvereins der Deutschen Buch händler zu Leipzig im Jahre 1916. gr. 8°, 36 S. mit 3 Tafeln. Leipzig 1917, Börsenverein der Deutschen Buch händler. Der vorliegende Jahresbericht umfaßt das Jahr ISIS, und alle die bedeutungsvolle» Geschehnisse des ersten Jahres im eigenen Hause sind in ihm amtlich sestgelegt. Diesem Jahre kommt auch insofern eine gewisse grundlegende Bedeutung zu, als mit seinem Beginn die I. C. Hinrichssche Buchhandlung von ihrer länger als hundert Jahre gepflegten bibliographischen Aufgabe zurückgetrctcn ist und die Bi bliographische Abteilung des Börsenvercins der Deutschen Buchhänd ler ihre Stelle eingenommen hat. Wie bekannt, bearbeitet seitdem diese die tägliche, wöchentliche, halbjährliche und mehrjährige deutsche Bücherverzeichnung. Ihrer Vermittlung verdankt die Deutsche Bü cherei neben gesteigerter Beschleunigung auch eine beträchtliche Ver mehrung des Büchereingangs. Die Zahl der Verleger, die sich frei willig zur Einlieferung aller ihrer Neuigkeiten verpflichtet haben, ist im Jahre 1910 auf 2570 gestiegen. — Im Oktober 1918 ist die Biblio graphische Abteilung des Börsenvercins in den Neubau der Deutschen Bücherei llbergesicdelt. Anderseits kommt im Wechselverkchr die Werbetätigkeit der Deut schen Bücherei um Belieferung mit allen solchen Drucken, die außer halb des Verlagsbuchhandels erschienen sind <der vielen amtlichen Ver öffentlichungen jeder Art, der Privatdrucke, vieler Zeitschriften, der Hochschul- und Schulschriften, der Gclcgenheitsschrlsten wissenschaft licher und anderer Institute, der kirchlichen Veröffentlichungen, der Gcselischasts-, Vereins-, Partei- re. Schriften jeder Richtung re. re.) der buchhändlerischen Bücherverzeichnung zugute. Der Bericht schil dert dieses Werben in eingehender Darstellung und bars auch in die sem Jahre ans gute Erfolge zurückblicken. Weiter beschäftigt sich der Bericht mit der Sammlung von Krlegs- liieratur und der lm Anschluß an die Eröffnungsfeier gebotenen Kriegsaussiellung, mit der Einrichtung im neuen Heim, der Unter bringung des Buchpriisamts Leipzig beim Oberbefehlshaber Ost in einem Flügel des Hauses, mit Finanzen und Personalien. Das Ver mögen der Deutschen Bücherei betrug am 31. Dezember 1918 .« 219 899.81. Dem am 23. Oktober 1918 zurllckgetretcnen Direktor der Deutschen Bücherei Or. Gustav Wahl widmet der Berwaltungskörpcr l Dank und Anerkennung. Auch aus der Verwaltung war mancher Personenwechsel zu verzeichnen. Ten Vorsitz im Verwaltungsrat und Geschästsführenden Ausschuß führt der jetzige Erste Vorsteher des Börsenvercins Herr Kommerzienrat Artur Seemann; doch bleibt Herr Geheimer Hosrat Siegismund auch weiter Mitglied beider Körperschaf ten. Der Bericht führt noch manche andere gewichtige Veränderung im Personalbestände an. Insbesondere leidet dieser stark unter Ein- berusungen zum Heeresdienst. An Einzelwerken und Zeitschriftenbänden sind in, Jahre i918 47 495 bibliographische Bände hereingekommen. Dazu weitere 8481 Stücke größerer buchmäßiger amtlicher Drucksachen, insgesamt 55 886 bibliographische Einheiten, was einen merkliche» Fortschritt gegen die Vorjahre bedeutet. Viele Tausende anderer nichtverlegerischer Drucke wurden außerdem inventarisiert, sind aber hier nicht mitgezählt. Auch im Berichtsjahre wurde die Deutsche Bücherei durch viele wertvolle Schenkungen erfreut. Besonders lebhaften Elser bekundete die »Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei«, deren unermüd licher Werbung schon bis zum Einweihungstage ein Sammlungser gebnis von 70 909 ./t und bis zum Jahresschluß noch beträchtlich mehr zu verdanken war. Als werttolle Beigabe schmücken den Bericht drei interessante Bildertaseln, von denen die eine einen Blick in den festlichen Weiheakt am 2. September 1916 gewährt, während die anderen zwei Denk münzen veranschaulichen, die zur Erinnerung an diesen bedeutungs vollen Tag geprägt worbe» sind. L. Kleine Mitteilungen. Bund der Industriellen, Sitz Berlin. — Herr Geheimrat Karl Siegismund-Berlin ist als Vertreter der papierverbrauchenden Ge werbe in den Vorstand des Bundes der Industriellen berufen worden. Die KriegSwirtschastsstelle für das Deutsche Zeitungsgewcrbe G. m. b. H., Berlin, wendet sich an die Verleger von Fach- und illu strierten Zeitschriften mit folgender Zuschrift: Der Vorstand des Ver eins von Verlegern Deutscher Illustrierter Zeitschriften hat unter dem 18. Anglist 1917 an seine Mitglieder folgendes Schreiben gerichtet: Die Lage des Papiermarktes hat zwar auch für die Zeitschrif tenverleger eine gesetzliche Einschränkung ihres Papierverbrauchs herbcigcfiihrt. Von einschränkenden Sonderbestimmungen, wie Ver bot der Versendung von Werbenummern, Verbot der Einschränkung des Umfanges oder der Auflage und dgl., sind wir aber bisher ver schont geblieben. Um so mehr erscheint es Pflicht eines jeden, angesichts der wachsenden, immer bedrohlicher werdenden Papiernot, Selbstbe schränkung zu üben. Zum bevorstehenden Quartalswechsel empfehlen wir dringend, die vielfach übliche Gratislieferung von Nummer 1 und 2 nicht statt finden zu lassen oder erheblich einzuschränken, ebenso von der sonst üblichen Auflagcerhöhung abzusehen. Sollten unsere Mitglieder es noch an der Zeit halten, die Her beiführung einer ausdrücklichen Vereinbarung über diesen Punkt zu versuchen, so bitten wir um schleunige Nachricht. Die Ratschläge des Vorstandes des genannten Vereins werden von uns wärmstcns unterstützt. In Anbetracht der schwierigen Lage auf dem Papiermarkt können wir, wie wir es bereits des. öfteren getan haben, nur dringend raten, die vorhandenen und zur Ablie ferung kommenden Mengen so sparsam wie irgend möglich zu ver wenden und kostenlose Lieferungen einzelner Nummern möglichst völ lig zu unterlassen, auch jede andere Werbetätigkeit, mit der die Ver wendung von Papier verbunden ist, auf das allerbescheidenste Matz einzuschränken. Auch wir würden es begrüßen, wenn durch Selbstbeschränkung der Herren Verleger davon abgesehen werden kann, gesetzliche Maßnahmen vorzuschlagen. Gebühren für Scheckeinlösung. — Der Ausschuß des Deutschen Handelstages befaßte sich kürzlich mit der Frage der Erhebung von Gebühren für die Bareinlosung von Schecks. Der Ausschuß sprach sich gegen derartige Gebühren aus, ganz besonders deswegen, weil er hierin keine Förderung, sondern eine Schädigung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs erblickt. Papicrknappheit in Italien. — Nach dem ('vrriere ckeUa Sers ist der Papiermangel in Italien so groß, daß in der Staatsdruckerei zu Turin, wo alle staatlichen Wertpapiere hergestellt werden, Mangel an Papier für die Herstellung von Postkarten eingetrcten ist. Das italienische Postministerium ordnet daher an, daß die Bestände von Postkarten mit Antwort unter Abtrennung der Nebenkarte als ein fache Karten in Verkehr gesetzt werden. (Papier-Zeitung.) 1047
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