Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.06.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-06-23
- Erscheinungsdatum
- 23.06.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19170623
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191706230
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19170623
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1917
- Monat1917-06
- Tag1917-06-23
- Monat1917-06
- Jahr1917
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
144. 23. Juni 1917. Redaktioneller Teil. Herren Kollegen vom Verlag, die Sie mit uns stimmen werden: Keiner möge Umfallen! (Lebhaftes Händeklatschen be> einem Teile der Versammlung.) Herr Geheimer Hosrat Karl Siegismund-Berlin (zur Geschäftsordnung): Meine Herren, ich möchte namens des Vorstandes erklären, daß, wenn dem Folge gegeben wird, was der Herr Antragsteller wünscht, der Vorstand nicht in der Lage ist, den abgeänderten § 7 der Verkaussordnung als herausgegrisfcn in Kraft zu setzen. Es wird naturgemäß sein, daß der Einspruch, der da kommen wird, sich auch gegen den § 7 richten wird, und daß dadurch der Vorstand außer stande ist, dem § 7 so, wie der Herr Antragsteller meint, jetzt sofort Rechtskraft zu geben. lHerr Kommerzialrat Wilhelm Müller-Wien meldet sich zum Worte.) Vorsitzender Herr Kommerzienrat Artur Seemann-Leipzig: Ich kann Ihnen das Wort zur Sache nicht mehr geben. Wir würden jetzt zur Abstimmung kommen. Da der Antrag des Herrn Kommerzialrat Müller einen Teil des An trags Nitschmann und Genossen bildet, so halte ich es für zweckmäßig, den Antrag Nitschmann und Genossen in zwei Teile zu spalten und den Teil, welcher sich mit § S der Verkaufsordnung beschäftigt, gesondert zur Abstimmung zu bringen. Herr Paul Nitschmaun-Berlin (zur Geschäftsordnung): Ich widerspreche dem. Der Antrag ist ein untrennbares Ganzes, und er muß unter allen Umständen ungetrennt zur Abstimmung gebracht werden. Der Unterantrag Müller ist ein herausgegriffener Teil. Da er nicht so weit geht wie unser Antrag, kann er nachher zur Abstimmung gelangen. Vorsitzender Herr Kommerzienrat Artur Seemann-Leipzig: Ich frage, ob Sie mit dem Vorschläge des Herrn Nitschmann einverstanden sind, daß wir erst über den gesamten Antrag Nitschmann abstimmen und dann über den Antrag Müller. (Zustimmung.) Herr Hofrat Arthur Meiner-Leipzig (zur Geschäftsordnung): Ich bitte, da die Abstimmung sehr wichtig ist, sie durch Abgabe der Zettel vornehmen zu lassen und auf den Zettel zu schreiben ja oder nein. Wer ja daraus schreibt, ist für den Antrag Nitschmann, wer nein daraufschreibt, ist dagegen, und zwar sollte hier der Abschnitt benutzt werden, der als Stimmzettel zur geheimen Abstimmung gedacht ist. Vorsitzender Herr Kommerzienrat Artur Seemann-Leipzig: Ist die Versammlung mit diesem Vorschlag ein verstanden? — Wer dagegen ist, erhebe die Hand! (Geheimer Hofrat Karl Siegismund-Berlin: Ich erhebe Einspruch!) Herr Geheimer Hosrat Karl Siegismund-Berlin (zur Fragestellung): Meine Herren, ich widerspreche diesem An trag. Es besteht das lebhafte Interesse, daß eine öffentliche Abstimmung stattfindet und nicht eine geheime Abstimmung. Zu einer geheimen Abstimmung liegt gar kein Grund vor. Das Verfahren, das hier angewandt werden soll, wäre eine ge heime Abstimmung. Anders läge die Sache, wenn Sie Ihre Namen dazuschreiben. Dann hätten wir eine öffentliche Ab stimmung. (Zurufe: Namen dazuschreiben!) Herr Albert Diederich-Pirna (zur Fragestellung): Dann stelle ich den Antrag, daß der Name dazugeschrieben wird. Herr Richard Linne mann-Leipzig (zur Abstimmung): Meine Herren, es gibt noch einen Ausweg: es stehen erst alle die Herren auf, die sür den Antrag Nitschmann sind, und geben öffentlich, so daß es jeder sieht, den Herren Stimm zählern die Karten ab; dann stehen die anderen Herren auf und geben auch öffentlich ihre Karten ab. (Zustimmung.) Vorsitzender Herr Kommerzienrat Artur Seemann-Leipzig: Sind die Herren mit diesem Vorschlag einverstanden? <R. L. Prager-Berlin: Und wer sich der Stimme enthalten will?) — Der gibt keinen Zettel ab. Also ich nehme an, daß die Herren mit dem Antrag Linnemann einverstanden sind, wonach diejenigen, welche sür den Antrag Nitschmann sind, jetzt aufstehen und den Stimmzählern ihre Zettel abgeben. (Geschieht.) Meine Herren, es sind 388 Stimmen abgegeben. (Lebhaftes Bravo.) Ich bitte nun diejenigen Herren, die gegen den Antrag Nitschmann stimmen, aufzustehen, während die anderen sich setzen, und den Stimmzählern ihre Zettel abzugeben. (Geschieht.) Meine Herren, ich kann Ihnen das Resultat verkünden: es sind sür den Antrag Nitschmann 388, gegen den An trag Nitschmann 40S Stimmen abgegeben worden. (Lebhaftes Händeklatschen.) Herr Albert Diederich-Pirna (zur Geschäftsordnung): Es ist vorhin bekanntgegeben, daß die Zahl der abgegebenen Stimmen 732, die der absolute Majorität also 367 Stimmen wäre. (Zurufe: Die anderen sind später gekommen I) Vorsitzender Herr Kommerzienrat Artur Seemann-Leipzig: Vorhin betrug die Zahl der abgegebenen Stimmen 732. Wenn sie jetzt größer ist, dann sind eben mehr Leute hier im Saal. Ich bitte, Platz zu nehmen. Wir haben noch abzustimmen über den Antrag des Herrn Kommerzialrat Müller. Der Antrag Müller ist Ihnen bekannt. Ich darf diejenigen Herren, die für diesen Antrag sind, bitten, ihre Hand zu er heben. (Geschieht.) Sind die Herren der Ansicht, daß das die Majorität ist? (Widerspruch.) Dann bitte ich auszuzählen. Die Herren, die für den Antrag Müller sind, werden gebeten, ihre Karten in die Höhe zu heben, und die Herren Stimmzähler bitte ich, zu zählen, wieviel Stimmen es sind. <R. L. Prager-Berlin: Die Hälfte der Karten mit der Zahl abgeben! -— Die Ab stimmung erfolgt, und das Ergebnis wird ermittelt.) Meine Herren, es sind 516 Stimmen für den Antrag Müller abgegeben worden. Das ist die Majorität. Der An trag Müller ist demnach angenommen. (Lebhaftes Bravo.) Wir kommen nun zu Punkt 7 der. Tagesordnung: Anträge der Herren vr. B. Lehmann und Robert von Boctticher in Danzig und Genossen zu den Satzungen des Börsenvereins. Herr Bernh. Hartmann-Elberfeld (zur Geschäftsordnung): Meine sehr geehrten Herren! In Erwägung der Vor kommnisse bei der Rede des Herrn Or. Lehmann zum vorigen Punkte der Tagesordnung, ferner in Erwägung der vor gerückten Zeit, die es ganz unmöglich erscheinen läßt, in dieser übermüdeten Versammlung diese weitläufigen Anträge durchzuberaten, schließlich in Erwägung der Tatsache, daß diese Anträge schon ja seit vielen Jahren, seit fast vierzehn Jahren Gegenstand der Besprechung sowie der Begutachtung seitens des Vorstandes des Börsenvereins und seitens des Vereinsausschusses gewesen sind, stelle ich hiermit den Antrag, von einem Eingehen in diesen Punkt der Tagesordnung abzusehen und über diesen Punkt zur Tagesordnung überzugehen. (Zustimmung.) Vorsitzender Herr Kommerzienrat Artur Seemann-Leipzig: Meine Herren, es ist ein formeller Antrag auf Über gang zur Tagesordnung über diesen Punkt gestellt worden. Dieser Antrag geht vor, und ich habe die Versammlung zu fragen, ob sie über diesen Antrag des Herrn Hartmann die Debatte eröffnen möchte. — Wenn sich niemand zum Worte meldet, so nehme ich an, daß Sie gleich über den Antrag selbst abstimmen wollen. Er lautet dahin, daß über den Punkt 7 der Tagesordnung zur Tagesordnung übergegangen wird. Wer dafür ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Or. B. Lehmann-Danzig: Ich bitte um das Wort!) — Wir sind in der Abstimmung; ich kann Ihnen das Wort nicht 743
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder