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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.05.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-05-29
- Erscheinungsdatum
- 29.05.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1917
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Redaktioneller Teil. Deutscher Verlegerverein. Nach der in der 31. ordentlichen Hauptversammlung am 5. Mai d. I. dorgenommenen Neuwahl der Herren Hofrat Arthur Meiner- Leipzig und Kommerzienrat Paul Olden- b o u r g - München, sowie der Wiederwahl des Herrn Eduard Urban-Berlin setzt sich der Vorstand des Deutschen Ver legervereins wie folgt zusammen: 1. Vorsteher: Hofrat Arthur M e i n e r - Leipzig. 2. „ Hofrat vr. Erich Eh le rm ann-Dresden. 1. Schriftführer: Eduard Urban- Berlin. 2. „ Kommerzienrat Paul Oldenbourg- München. 1. Schatzmeister: Fritz-Otto K l a s i n g«Leipzig. 2. „ Gottfried S P e m a n n - Stuttgart. Alle Zuschriften und Sendungen sind ausschließlich an die Geschäftsstelle in Leipzig, Gerichtsweg 26, zu richten. Buchhändler-Verband Hannover-Braunschweig. Auszug aus dem stenographischen Bericht des Verbandstags am 4. März 1917. Anwesend waren acht Ausschutzmitglieder, ein Ehrenmit glied, 29 Mitglieder, zwei Gäste. Um 114/. Uhr eröffnete der Vorsitzende den 35. Verbandstag, begrüßte die Versammlung, besonders das anwesende Ehren mitglied Herrn Wollsrmann und den aus Hamburg herbei geeilten Vorsitzenden des Verbandes Kreis Norden Herrn Otto Meißner, und ging dann zu einer Besprechung des Jahres berichts über. Als Rechnungsprüfer fungierten Herr Heine und Herr Kersbach, als Stimmzähler Herr Fechner und Herr König. An die im Jahresbericht erwähnten Schleuderfälle knüpfte sich eine Aussprache über die Zulässigleit eines Rabatts an Ver mittler der Aufträge aus Gefangenenlagern bzw. an die Militär behörden. Herr Schmidt und Herr Schmarl waren der Ansicht, daß die Vergünstigung unzulässig sei, während die Herren Delbanco und Neuer der gegenteiligen Ansicht waren. Es beteiligten sich noch die Herren Troschütz und Krüger an der Debatte. Da unter dessen die Entscheidung des Börsenvereins eingetroffen ist, kann hier erwähnt werden, daß der Vorstand des Börsenvereins in dem vorliegenden Falle in der Vergütung nur eine Provision für einen Angestellten der Militärbehörde erblickt und diese als zulässig ansieht, während ein Rabatt an die Behörde selbst als unstatthaft betrachtet wird. Es wurde sodann ein Schreiben der Buchhändlergilde ver lesen, worin zur Ablehnung der Wahl des Herrn Volckmar in den Börsenverein aufgesordert wurde. Der Vorstand hatte ge glaubt, dieser Aufforderung nicht stattgeben zu sollen. Die Gründe dafür sind der Gilde ausführlich angegeben, und auch dem Wahlausschuß und Börscnvcreinsvorstand ist davon Mit teilung gemacht worden. Herr Meißner teilte mit, daß sein Verband die gleiche Stellungnahme in der Sache genommen habe, worauf Herr Hargens dem Vorstand seinen Dank für sein promptes und kräftiges Vorgehen aussprach, dem sich die Mitglieder einstimmig anschlossen. Nach Wahl der Vereinsvertreter für die O.-M. berichtet Herr Troschütz über den Kassenbestand, der mit einem Gesamt guthaben von 417 abschließt. Ferner teilt er über die Unter stützungskasse mit, daß 310 an Unterstützungen gezahlt sind und ein Sparkassenguthaben von 5068 vorhanden ist. Nach Prüfung durch die Rechnungsprüfer wurde dem Kassierer Ent lastung erteilt und ihm der Dank für seine Mühewaltung aus gesprochen. Der Haushaltplan fand ebenfalls Genehmigung der Versammlung, wie auch der Belastung der Beitragshöhe für das nächste Vereinsjahr zugestimmt wurde. Bei der Neuwahl der drei satzungsgemäß ausscheidenden Ausschußmitglieder wurden alle drei Herren wiedergewählt. Als Ort für den nächsten Verbandstag wird Braunschweig in Aussicht genommen, aber auf Antrag des Herrn Ehrich dem Vorstand das Recht etngeräumt, im Falle wirtschaftlicher Schwie rigkeiten im nächsten Jahr selbständig wieder auf Hannover zurückgreifen zu dürfen. Hierauf kam der nächste Punkt betreffs Aussprache über die bekanntgegebenen Ziele der Buchhändlergilde zur Erledi gung, wozu Herr Schmidt folgendes Referat erstattete: Meine Herren! Im Buchhändlergildeblatt hat Herr Nitsch- mann, der 1. Vorsitzende der Gilde, genossenschaftliche Grün dungen für die Gilde angeregt, die einschneidende Wirkungen für den gesamten Buchhandel im Gefolge haben würden, falls sie zur Ausführung gelangen. Die Vorschläge müssen daher das Interesse aller Buchhändler in Anspruch nehmen, gleichviel, ob sie Mitglieder der Gilde sind oder Nicht. Es ist nun nicht meine Absicht, die Sache hier ausführlich zu behandeln, zumal schon von anderer Seite dazu Stellung genommen ist, aber ich halte es doch für angebracht, noch einiges dazu zu sagen, bevor viel leicht übereilte Schritte eingeleitet werden, dis sich mit der Ver wirklichung dieser Anregungen beschäftigen. Denn meines Er achtens handelt es sich hier nicht nur um einen Persönlichen Plan des Herrn Nitschmann, wenn er auch der geistige Urheber des Projekts sein dürfte, sondern um eine vermutlich bereits im Gesamtvorstande der Gilde näher erörterte und Wohl auch allge mein gebilligte Aufgabe der neuen Sortimentervereinigung, eine Aufgabe, deren Lösung man bereits näher ins Auge gefaßt hat. Es lassen darauf wenigstens die Worte schließen, die über die Ziele der Gilde bei ihrer Gründung in Goslar und Leipzig ge sagt sind, nachdem die Vertrauensmänner bzw. der Vorstand zuvor schon eingehende Besprechungen abgehalten hatten. Wenn ich mich erst im allgemeinen zu den verschiedenen ge nossenschaftlichen Projekten äußern soll, die Herr Nitschmann genannt hat, so muß ich sagen, daß ich sie für so umfangreich und weitgehend halte, daß sie von einem Verein, wie er in der Gilde gegründet ist, überharrpt nicht gelöst werden können, weil die Gilde gar nicht in der Lage wäre, die dazu notwendigen Millio nen von Kapitalien zu beschaffen, die zur Verwirklichung der Aufgaben notwendig wären. Die meisten Firmen, die der Gilde, die lediglich als eine Interessenvertretung des Sorti ments ursprünglich gedacht war, beigctrelen sind, würden es sich erst ganz reiflich überlegen, ob sie Mitglieder eines Vereins bleiben können, der sich ein so weitgehendes Ziel wie die Gründung einer Erwerbsgenossenschaft gesteckt hat, weil sie damit auch ein Risiko auf ihre Schultern laden würden, das die Kraft des einzelnen leicht übersteigen könnte. Ein Verein, der seine 605
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