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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.09.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-09-23
- Erscheinungsdatum
- 23.09.1896
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- Deutsch
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222, 23 September 1896. Nichtamtlicher Teil. 5885 bzw. nach den Checks, die ihm vom Kassierer und Buchhalter zugehen, die abgesehen Bücher auszuthnn, so daß sich alle noch offcnstchendcn Nummern auch am Lager befinden müssen. Aber auch diese Kontrolle ist mehr ein Schreckmittel als eine Sicherung gegen Veruntreuung, da sic nur das Fehlen eines Buches fcststcllcn kann, aber noch keinen Ausschluß giebt, wo das fehlende Werk geblieben ist, bzw. wem der Defekt zur Last fällt. Wenn der Sortimenter in gedachter Beziehung eine Kon trolle wünscht, so kann er dies bei der einfachen Buchführung ebenso sicher wie bei der doppelten erreichen. Unterschlagungen von Zahlungen, die nicht in das Kassabuch eingetragen, da gegen im Hauptbuch ausgcthan sind, werden bei Einrichtung des in Nummer 124 dieses Blattes ermähnten Sortiments- Debitorcn-Kontos im Gehcimbuch jederzeit sofort entdeckt, so bald man sich die Mühe nimmt, die Saldi sämtlicher Konten im Hauptbuch aufzurechnen. Ergiebt die Summe der Saldi einen höheren Betrag, als der Saldo des Sortiments-Debi- toren-Kontos ist, so ist, wenn kein Buchungsfehlcr vorliegt, eine Zahlung auf einem Hauptbuch-Konto notiert, die nicht durch die Kasse gelaufen ist, was bei öfterer Kontrolle sehr bald zu ermitteln ist. Unterschlagungen von Beträgen beim Barverkauf werden am besten vermieden, wenn Fürsorge getroffen ist, daß neben dem Verkäufer stets noch jemand im Laden ist, der die Ladcn- kasse führt und vom Verkäufer oder vom Käufer Check und Geld zur Verbuchung erhält. Das Checkbuch des Verkäufers bildet dann stets die Kontrolle für die Kasse. Entwendungen aus den Lagcrbcständen werden im all gemeinen im Sortiment nicht von größerer Bedeutung sein können, ohne von dem Prinzipal oder seinem Vertreter bald bemerkt zu werden. Es empfiehlt sich aber trotzdem auch bei der einfachen Buchführung die Einrichtung einer Lagerkontrolle, die gewissermaßen die Nichtigkeit der Inventur kontrolliert. Hat man z B. die Monatssumme der eingehenden Fakturen regelmäßig notiert und rechnet den sich hieraus ergebenden Jahresbetrag nach Abzug der Remittenden zu dem Wert betrage der letzten Inventur hinzu, zieht dann von dieser Summe den Endwert der neuen Inventur ab, so weiß man genau, wie hoch sich die Ncttosumme der abgesetzten Bücher beläuft oder für welchen Betrag im abgelaufenen Jahre netto verkauft ist. Ist dann in gleicher Weise der Absatz aus Kassa buch und Kladde monatlich notiert und am Schluß des Jahres die Gesamtsumme des Absatzes festgcstellt, so ergiebt die Diffe renz dieser Summe des Bruttoabsatzcs und der obigen Summe des Ncttoabsatzcs den Bruttogewinn an den verkauften Büchern. Rechnet man nun jedesmal aus, wie viel Prozent der Ge winn von dem Bruttoabsatz beträgt, so hat man von Jahr zu Jahr eine stete Kontrolle, ob der Prozentsatz des Absatzes gestiegen oder stetig geblieben oder gefallen ist. Im letzteren Falle ist die Vermutung eines unregelmäßigen Lagerabgangs gerechtfertigt und der Grund des geringeren Gewinnes ge nauer zu erforschen. Das nachstehende Beispiel wird diese Kontrolleinrichtung am besten veranschaulichen: Waren-Eingang Remittenden Waren-Absatz Bezugs- in Rechng. bar insgesamt 1893 in Rechng. bar insgesamt in Rechng. bar insgesamt Spesen ^ I H „E! -z ^ I H 105 30 414!50 519 80 Juni 30 20 44 >0 74 30 180 35 290 — 470 35 35 60 136 — 2630 10 2766 10 Juli 26 80 212 I 40 239 20 972 90 2132 10 3105 — 40 35 210 40 763 ! — 973 40 August 10 40 30 70 41 10 568 20 646 25 1214 45 47 80 320 60 825 40 1146 — Septbr. 29 — 71 20 100 20 572 40 803 60 1376 — 52 05 375 — 3142 30 3517 30 Oktober 33 50 >75 — 208 50 1526 40 2375 3901 40 60 50 426 10 914 20 1340 30 Novbr. 17 05 43 I 90 60 95 784 60 780 10 1564 70 58 75 944 20 1756 05 2700 25 Dezbr. 24 70 18 ! 30 43 — 1226 10 2694 I — 3920 10 73 45 2517 60 10445I55 12963 15 171 65 595 60 767 25 5830 95 9721 05 15552 - 368 50 Lager-Bilanz. Soll Haben Bestand 1. Juni 1893 . . 3212 50 Remittenden 767 25 Waren-Eingang.... 12963 15 Waren-Absatz 15552 — Spesen 368 50 Bestand 31. Dezbr. 1893 3816 40 Gewinn 3591 50 20135 65 20135 65 Bei einem Umsatz von ^ 15 552.— betrug demnach der Gewinn 23,1 "/« Eine derartige Statistik ersetzt bei der einfachen Buch führung die Sach-Konti der doppelten Buchführung genügend. Die Arbeit, welche die Aufstellung der Uebersicht verursacht, ist sehr gering und erfordert monatlich nur wenige Minuten Zeit, da die betreffenden Zahlen nur aus dem Fakturen buch, dem Nemittendenbuch, dem Kassabuch, der Kladde und dem Spesenbuch nach jedem Monatsschluß abzuschreibcn sind. Welcher große Gewinn aber daraus erwächst, wenn man sich durch eine derartige regelmäßig fortgeführte Ileber- sicht einen klaren Einblick in seine Geschäfts- und Finanz verhältnisse verschafft und über die Zu- oder Abnahme des Waren-Bezuges oder -Absatzes jederzeit orientiert ist, wird jeder, der sich der geringen Mühe unterzieht, bald selbst em pfinden. Diese Kontrolle laßt^sich auch erweitern, indem man die Rubriken »in Rechnung« noch in »ä cond.« und »fest« trennt. Ebenso wird es sich als nützlich erweisen, bei jedem Eintreffen einer Sendung die Zeitschriften zunächst auszuschei den und deren Gesamtgewicht festzustellen, um danach später den Jahresgcwinn an Zeitschriften noch besonders ermitteln zu können. Die Spesen, die durch den Bezug der Bücher bis zum Bezugsort entstehen, werden am besten in einem besonderen Beibuch jedesmal notiert und monatlich aufgerechnet. Es ge hören dazu nicht allein Fracht, Rollgeld und Verpackungsspesen, sondern auch die Kommissionsgebühr und Provision rc., die der Kommissionär berechnet. Erst durch Hinzurechnung dieser Spesen zum Nettopreis der Bücher erhält man den eigent lichen Einkaufswert der Ware, auf Grund dessen der Kauf-
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