N 99, 3V. April 1917, Fertige Bücher, Börsenblatt f. d, Dtschn, Buchhandel, 2947 VkNLä«»«VMH k«^»b«WID vk«r LLN»r>Q Aus der Brandung Zeitgedichte eines Schweizers von Robert Faesi Kartoniert M. 1.50 ^^iese von Rythmus und Klang mächtig beschwingte Jeitlyrik eines der jüngsten, aber schon meist- D ? beachteten schweizerischen Dichter wird, wenn sie nach Verdienst Würdigung findet, dereinst den wenigen menschlich und künstlerisch gleich hohen Leistungen zugezählt werden, deren sich die Kriegs muse rühmen darf, Ls haben Schweizer Kriegsgedichte geschrieben, die in ihrer Unmittelbarkeit den Nichikrieger kaum verraten, oder schlicht-schöne, halbidyllische Grenzwachtstrophen, Zu ihnen gehört Robert Faesi nicht. Wenn ihm im Dienst der Degen leise zur Seite klirrt, so erhebt sich vor ihm das Riesenknäuel gewaltiger Schlachten, in unheimlicher Nähe und doch am heimischen Grenzwall gebrochen. Von seiner umbrandeten Insel aus hält er Umschau, sieht den Wsltorkan an ihren Grundfesten rütteln, blickt in sein Getöse, nicht stier und starr, sondern mit glühend aufsteigendem Mitgefühl im pochenden Herzen, (Das wundervolle Kunstblatt von Otto Baumbsrger, das den Umschlag bildet, drückt diese seelische Haltung, das Wesen des Europäers von morgen mit erschöpfender Endgiltigksit künstlerisch aus). Das geiterlebnis in seiner ganzen Grütze ist mit den Augen eines Schweizers erfasst, nicht ein für schweizerische Matzstäbe verkleinertes Abbild. Im Visuellen liegt die Stärke der Faesischen Dichtung. Ihre weltweite Anschauung wird auch durch die verschwimmenden Grenzen des Kontinents nicht eingefangen; sie dehnt sich ins Kosmische, das menschliche Mitgefühl weitet sich ins Religiöse, wie es die starke Schöpfung „Die Wsltschmiede" erweist. In tiefster russischer Provinz Zwei Erzählungen von L. Haller Gebunden M. 4. — sH>äre dieses prächtig geschriebene Buch nicht einige Monate vor dem Krieg, sondern während des Krieges erschienen, es hätte bereits Massenauflagen erlebt. Wer die Seele des russischen Volkes mit ihren tiefen Wundern und Unfahlich- keiten, ihren chaotischen und dumpfen Leidenschaften und ihrem gutmütig-tölpelhaften Humor in der Spiegelung eines scharfen, 39S'