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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.06.1914
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- 1914-06-22
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- 22.06.1914
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141, 22. Juni 1914. Redaktioneller Teil. führen. Der bekannte Leiter der Hamburger Bühne in Nach folge Schröders Friedr. Ludtv. Schmidt hat »Dramaturgische Aphorismen« (Hamburg 1820) herausgegeben, auf die Hebbel wiederholt hinwcist, und aus seinem Nachlaß hat H. Uhde, Hamburg 1875, auch »Denkwürdigkeiten« zusammengestellt. Über Ludwig Devrient, den berühmtesten von allen, schrieb aus eigener Anschauung, wie schon erwähnt, Z. Funck, dann sein Neffe Eduard Devrient in der »Geschichte der deutschen Schauspielkunst«. Den Briefwechsel zwischen diesem letzteren, der bekanntlich Bühnenleiter in Dresden und Karlsruhe war, und seiner Frau Therese hat 1809 der Enkel Hans Devrient herausgegeben, ebenso interessante »Jugenderinnerungen« seiner Großmutter. Da ist auch öfter von dem berühmtesten der drei jüngeren Devrient, von Emil Devrient die Rede, der bei seinen Lebzeiten, Dresden 1868, von Kneschke geschildert wor den ist. Außerordentlich reich an Schauspieler-Erinnerungen sind die »Vierzig Jahre« Karl von Holteis, der ja auch selber eine Zeitlang Schauspieler und mit einer Schauspielerin (Louise Rogöe) verheiratet war — sie erscheinen hoffentlich bald in einer billigen Ausgabe. »Bilder aus dem Schauspielerleben« hat Wesel 1841, 2. Ausl. 1851, Robert Benedix, der von Haus aus auch Schauspieler war, herausgegeben. Die de- rühmte Sophie Schröder schilderte Wien 1870, zwei Jahre nach ihrem Tode, PH. Schmidt; Erinnerungen an ihre Tochter Wilhelmine Schröder-Devrient veröffentlichte bei Reclam Llaire von Glümer, und über sie schrieb A. v. Wolzogen, Leipzig 1863. Gedenkblättcr an Karl von Laroche haben wir von Mautner, Wien 1873. Ziemlich groß ist die Literatur über Raimund und Nestroy, doch mehr »literarisch- als »theatralisch«. Von Seydelmann hat gleich nach seinem Tode, Stuttgart 1841, August Lewald ein Erinnerungsbuch gegeben. »Rückblicke auf meine theatralische Laufbahn und meine Er lebnisse an und außer der Bühne« veröffentlichte Berlin 1864 Franz Wallner. Gleichfalls gab Friedrich Haase Erinne rungen, »Was ich erlebte«, Berlin 1896 heraus, über Marie See bach schrieb O. F. Gensichen, Berlin 1900, über Charlotte Wolter, Htrschfeld, Wien 1897. Von Adolf Sonnenthal ist bereits der Briefwechsel veröffentlicht, 1912 von H. b. Sonnen thal; ebenso sind Briefe von Kainz erschienen: »Der junge Kainz. Briefe an seine Eltern«, Hrsg. b. A. Eloesser. Dar stellungen Sonnenthals, Mitterwurzers, Matkowskhs finden sich in der von C. Hagemann herausgegebenen Sammlung »Das Theater«, auf die wir noch öfter zurückkommen, über Matkowsky schrieb auch Max Grube, über »Kainz als Hamlet« Konrad Falke. Neben den Erinnerungen der Schauspieler liegen dann auch solche der Bühnenleiter vor. Es wundert mich eigent lich, daß man noch nicht aus Goethes Werke einmal alles, was sich auf das Theater und die Schauspieler bezieht, zu sammengestellt hat — es würde ein ganz hübsches Büchlein ergeben. Ludwig Tieck hat bekanntlich »Dramaturgische Blätter« veröffentlicht, in denen doch auch allerlei Persönliches und Lheatergeschichtliches, nicht bloß Literarisches steckt. Von dem Wiener Schreyvogel sind durch C. Glossy 1903 2 Bände »Tagebücher« herausgegeben worden. 1851 (Berlin) veröffent lichte G. zu Putlitz aus Jmmermanns Nachlaß »Theater briefe«. Viel »Unmittelbares« über Jmmermanns Düssel dorfer Theaterleitung steckt, wie man weiß, in Grabbes Werken. Laubes Theaterschriften heißen: »Briefe über das deutsche Theater«, »Das Burgtheater«, »Das norddeutsche Theater«, »Das Wiener Stadttheater«, und sie finden sich alle in H. H. Houbens Laube-Ausgabe bei Hesse. Über seine Stuttgarter Theaterleitung hat, Hamburg 1886, Feodor Wehl ein Buch herausgegeben, »Theatererinnerungen« haben wir dann noch von G. zu Putlitz, Berlin 1874. Vielleicht darf man hier auch C. Hagemanns Werke »Regie. Studien zur drama tischen Kunst«, zuerst 1902, »Schauspielkunst und Schauspiel- künstle», >903, und »Aufgaben des modernen Theaters«, Berlin 1906, sowie Ferdinand Gregoris »Schauspielersehnsucht«, 1903, nennen. Den Gesamtdarstellungen der deutschen Theatergeschichte gehen chronologische und lexikalische Werke voraus, von denen wir hier nur Ehr. H. Schmids »Chronologie des deutschen Theaters« (neu herausgegeben von Paul Legband, Berlin 1902, als 1. Bd. der Schriften der Gesellschaft für Theater- geschichte) und Blums, Herloßsohns und Margrafss «Allge meines Theater-Lexikon«, Altenburg und Leipzig 1839—42, anführen. Berlin 1847 veröffentlicht Robert Prutz dann «Vor lesungen über die Geschichte des deutschen Theaters«, und von 1847—1874 erscheint bei I. I. Weber in Leipzig Eduard Devrients »Geschichte der deutschen Schauspielkunst«, die das stanäarck vorlr bis auf diesen Tag geblieben ist. Eine neue Ausgabe kam 1905 heraus. Das Werk bedarf aber nach der Neuzeit zu noch einer bedeutenden Ergänzung. H. Th. Rötschers »Kunst der dramatischen Darstellung« hat K. Weiser bis zur Neuzeit fortgesührt. Eine »Kurzgesaßte Geschichte der deutschen Schauspielkunst« hat Leipzig 1900 Robert Pröltz gegeben. Neuere Lexika sind: Gettke, »Theaterlextkon«, Leipzig 1886—89, und Flüggen, »Biographisches Bühnenlexikon«, München 1892. Einzelne Perioden oder Gebiete der deutschen Theatergeschichte haben behandelt Rud. Genoe (»Lehr- und Wanderjahre des deutschen Schauspiels«, Berlin 1882), Karl Heine (»Das Schauspiel der deutschen Wanderbühne vor Gott sched«), Karl Konrad (»Die deutsche Studentenschaft in ihrem Verhältnis zu Bühne und Drama«, Berlin 1902), Max Martersteig (»Das deutsche Theater im 19. Jahrhun dert«, Leipzig 1904). Martersteigs Darstellung ist zurzeit die maßgebende. Ein »Biographisches Lexikon der deutschen Bühne des 19. Jahrhunderts« gab Eisenberg, Leipzig 1903. Theater- Enzyklopädien gewissermaßen sind Spemanns »Goldenes Buch des Theaters« und in viel kleineren Maßstäben die Bändchen bei Göschen (von Borinski) und in »Natur und Getsteswelt« (von Ehr. Gaehde). Einen sehr großen Umfang hat selbstverständlich die Lite ratur über die einzelnen Bühnen. Hier darf man Lessings »Hamburgische Dramaturgie« an die Spitze stellen, die sich be kanntlich zunächst auch mit den Schauspielern befaßt. Über die Hamburger Bühne erscheint denn Wohl auch das erste zu sammenfassende Werk, Joh. Friedr. Schützes »Hamburgische Theatergeschichte«, Hamburg 1794. Hamburg 1847 gibt L. Wollrabe eine «Chronologie sämtlicher Hamburger Bühnen nebst Angabe der meisten Schauspieler, Sänger, Tänzer und Musiker, welche seit 1730 bis 1846 an denselben engagiert gewesen und gastiert haben«. Die wissenschaftliche Geschichte des Hamburger Stadltheaters von 1827—1877 schrieb H. Uhde, Stuttgart 1879. Über das Hamburger Thalia-Theater 1843—1893 gibt es eine Festschrift von A. Schönwald. — Eine »Chronik des Wiener Burgtheaters« schrieb Wlassak, eine »Geschichte des Wiener Theaterwesens von den ältesten Zeiten bis zu den Anfängen der Hoftheater« A. v. Weilen, Wien 1899, eine Geschichte des Burgtheaters »Das Wiener Burg theater«, wie schon erwähnt, Rudolph Lothar, Leipzig 1899. Die ältere Zeit des Berliner Kgl. Theaters bis zu Jffland hat A. Brachvogel, Berlin 1877/78, behandelt, R. Genee »Hundert Jahre des Königlichen Schauspiels in Berlin«, Berlin 1886. über das »Deutsche Theater« in Berlin schrieb A. L'Arronge. Weimar hat vielleicht am meisten Darsteller gefunden: das erste größere Werk war Ernst Pasques »Goethes Theaterleitung in Weimar-, Weimar 1863; dann veröffentlichte C. A. H. Burkhardt in den »Theatergeschichtlichen Forschungen« Hamburg 1891 »Das Repertoire des Weima- rischen Theaters unter Goethes Leitung 1791 — 1817«, an welches Werk ich dann meine schon erwähnte »Chronik des Weimarischen Hoftheaters 1817 1907« anschlotz. Darstellungen der Goetheschen Leitung gaben ferner noch I. Wahle, Schriften der Goethe-Gesellschaft, Band 6, und Philipp Stein, Das Theater, Berlin 1904. »Lauchstädt und Weimar« betitelt sich ein Buch von A. Doebber (1908). Die Geschichte der Mannheimer Bühne unter Jffland und Dalberg hat Koffka, Leipzig 1865, geschrieben, eine Chronik dieses Theaters gibt es von Pichler, Stuttgart 1869, die Protokolle zu Jfflands und Schillers Zeit hat Martersteig, Mannheim 1890, ver öffentlicht. Jmmermanns Leitung des Düsseldorfer Theaters ist als »Geschichte einer Musterbühne«, Stuttgart 1888, von 995
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