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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.07.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-07-12
- Erscheinungsdatum
- 12.07.1918
- Sprache
- Deutsch
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v»r1e,tlaU s. d. Dlschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. Xr 160, 12. Juli 1916. Lothringer, Paul: Der Kriegswucher auf dem Büchermarkt. 8 Uhr-Abendblatt National-Zeitung Nr. 154 vom 5. Juli 1918. Expedition: Berlin. Schramm, Musenmsdirektor vr.: Ein Bücherhof in Leipzig. Mit 4 Zeichnungen nach Entwürfen des Architekten Georg Wünsch mann in Leipzig. Neelams Universum 34. Jahrg., Heft 40 vom 4. Juli 1918. Verlag von Philipp Ncclam jun., Leipzig. Antiquariats-Kataloge. tiu w! 15, 8üedslLetre3tr. 68: XataloA dir. 63: Vertedvüta re- esQtia et ko88iUL. 8°. 458 8. 13990 dlrn. Kleine Mitteilungen. Neuregelung der Papier-Industrie in der Schweiz svgl. Nr. 27). — Wie in allen lriegsnhrenden Ländern, so trat infolge der langen Sriegsdaner auch in Neutralien eine sich immer stärker geltend machende Knappheit aus allen Wrtschnstsgebieten, insbesondere im Vorhandensein von Rohstoffen für die Verarbeitung von Gebrauchs- gegcnständen aus, die zu de» verschiedensten wirtschastiichen Maßnah- men der neutralen Regierungen führte. In der Schweiz entwickelte sich vor allem die Kohlenversorgung zu einer brennenden Krage. Die ganz auf die Einfuhr von Kohlen aus den benachbarten Staaten angewiesene Schweiz geriet durch den Weltkrieg, der ihre sämtlichen Nachbar» unter die kriegführenden Völker brachte, in eine besonders heikle wirtschaftliche Notlage. Die lange Dauer und die große Ausdehnung des Krieges verschlimmerten die Lage der Schweiz von Tag zu Tag, da die Kohlenzusuhrcn zeit weise stark znrückgingen, während sich die Kohlcnpreise gleichzeitig erhöhten. Unter diesen mißlichen Verhältnissen hat ganz besonders auch die ganze Industrie des Landes zu leiden. Als im Jahre 1817 die Kohlenzufuhren immer mehr znrückgingen und die Industrie mit einer verminderten Zuteilung zu rechnen hatte, mußten, wie für alle übrigen Jndustricartcn, auch für die schwer bedrohte Papierindustrie Mittel und Wege gefunden werden, um mit einem Minimum von Rohstoffen und einer Mindestmenge von Brenn materialien dem Bedarsc des Landes zu genügen. Bon Anfang April 1918 an haben viele Papierfabriken wegen beschrankter Kohlenzufuhr nur 5 Tage in der Woche ihre Betriebe aufrechterhallen können. Die Lösung der Frage war außerordentlich schwierig, da die Ver braucher an eine Unmenge von verschiedenen Arten, Qualitäten und Formaten gewöhnt waren und jeder seine Spezialitäten haben wollte. Auch der Lithograph und Buchdrucker glaubte nicht von seiner alt gewohnten Qualität abgehcn zu können. Die Behörden, die die An gelegenheit zur eingehenden, genauen Prüfung in ihre Hände nahmen, konnten auf den einzelnen aber keine Rücksicht mehr nehmen. Ihr« Prüfung ging von dem Gedanken aus, möglichst viel Kohlen zu sparen und vor allem alle verfügbaren maschinelle» Kräfte auszunutzen. Andererseits sollen durch solche Sparmaßnahmen die Preise möglichst niedrig gehalten werden, was infolge der Festsetzung des wesentlich erhöhten Kohlenpreises besonders wichtig erscheint. Bei der Schwierigkeit der Rohstoff- und Brennmatcrialicnbeschassung und dem plötzlichen Ansteigen der Kohlcnpreife würde ohne diese Maß nahmen eine Erhöhung der Papierpreise um das Doppelte eintrcten müssen. ! ! ^ Die zwischen den Behörden, der Sektion für Papierindustrie bei der Abteilung für industrielle Kriegswirtschaft des Schweiz. Volks- wirtschastsdcpartemcnts und den interessierenden Kreisen der Papier- produzenten gepflogenen Verhandlungen führten zu einer beiderseitig befriedigenden Verständigung. Das Ergebnis der Verhandlungen wird einer Verfügung zugrunde liegen, die das Schweiz. Volkswirt- schastsdepartement demnächst ergehen lassen wird. Die Verfügung wird folgende wesentlichen Bestimmungen enthalten: Es solle» etwa 12 Papiersorte» und dazu einige Sorten Kartons aufgestellt werden, deren Herstellung die Fabriken nach Bedarf sicherstellen. Bei der Verteilung der verschiedenen Kriegstypen soll auf die technische Ein richtung der in Frage kommenden Papierfabriken Rücksicht genommen werden. Die bestehenden Einrichtungen sollen auf diese Weise möglichst ausgenuht werden. Sollten sich Rohstoffe erübrigen lassen, so können diese auch zur Herstellung von Spezialpapieren verarbeitet werden. Während siir die Kriegssorten Höchstpreise festgesetzt werden, sollen die Preise für die Spczialsorten freigcgcben werden. Die nicht zu umgehende Preiserhöhung soll 49 Prozent nicht überschreiten. Die gleichmäßige Abgabe an alle Verbraucher wird durch die neu zu er richtende eidgenössische Vertcilungsstelle unter Leitung der Sektion für Papieroersorgung, die unter ständiger Mitwirkung der Inter essentenkreise arbeiten wird, gesichert. Sitz dieser Verteilungsstelle wird voraussichtlich Luzern sein, da dort sich die Holzeinkaufsgenos- scnschaft der Schweizer Papierfabriken befindet. Tiefe Neuregelung der gesamten schweizerischen Papierindustrie, die den ganzen Handel mit Papiererzeugnissen unter staatliche Kon trolle bringt, bedeutet für den Schweizer Verleger sicherlich eine wesentliche Hemmung seiner freien Entsaltungstätigkeit. Ob und in wieweit die Bllcherproduktion durch diese staatliche Maßnahme ge troffen wird, läßt sich noch nicht vorausschen. Im Interesse der All- gemeinheit muß jedoch die Zentralisation des schweizerischen Papier gewerbes begrüßt werden. 8.-W. Eine Leihbibliothcksprooision für Schriftsteller schlägt Krau Thit Jensen-Kenger, die Schwester Johannes V. Jensens, in zwei aus führlichen Artikeln in der »Bcrlingskc Tidcnde» vor. Sie geht dabei — wie die »Tägliche Rundschau» berichtet — von der außerordent lich bedrängten Lage der modernen dänischen Schriftsteller aus, die trotz der allgemeinen Teuerung keine Erhöhung ihrer Autorenhono rare erhalten haben, was dazu geführt habe, »daß die bedeutenderen unter ihnen die Tendenz zeigen, ihre Tätigkeit cinzustellc»«. Anstatt zu schreiben, geht jetzt, wie Krau Fenger behauptet, alle Welt zum Film. Die Dänin begnügt sich indes nicht damit, diese Zustände zu beklagen, sondern sie macht gleich Vorschläge. In Dänemark ist, eben so wie in Deutschland, das Leihbibliothckswescn außerordentlich ent wickelt. Wenn man nun, so meint Krau Fenger, eine Einrichtung träfe, daß bei jeder Entleihung eines Buches eine Abgabe von S öre für den Verfasser entrichtet würde, so würbe für viele ein ganz be trächtliches Nebeneinkommen sich ergeben; ja sie rechnet auf so große Einnahmen, daß man sogar noch Abzüge zugunsten alter und kranker Schriftsteller machen könnte, denen auch die Abgaben für Bücher ver storbener Schriftsteller ohne Erben Zufällen sollten. Der Vorschlag hat in Dänemark recht viel Aufmerksamkeit erregt. Von seiten der Verleger hat sich der Direktor des bekannten Gyldendalschen Verlags dazu geäußert, der Krau Fengers Idee an und für sich ausgezeichnet und berechtigt findet. Doch zweifelt er daran, ob sie in der vorliegen den Form die gewünschte Wirkung haben werde. Denn die Bücher, die am meisten ansgeliehen werden, seien meist nicht gerade die besten, sondern Detektivromane und dergleichen. Trotzdem hält Frau Fenger a» ihrem Gedanken fest und träumt von einer die ganze Welt um- fassenden Organisation der von ihr vorgeschlagenen Art. Persovalnachrichten. Ernennung zum Ehrendoktor. — Die philosophische Fakultät der hessischen Landesnniversität Gießen ernannte Herrn Hofrat Arthur M e i n e r - Leipzig, derzeitigen Ersten Vorsteher des Börsenvcrcins, aus Anlaß des lülljährige» Geburtstags des Chemikers August Wil helm von Hofmann zum Ehrendoktor. Die Auszeichnung gilt, wie es in der Urkunde zu dieser Ernennung heißt, »dem erfolgreichen Leiter eines großen altbewährten naturwissenschaftlichen Verlags, der durch Einsicht und Tatkraft an seinem Teil die chemische Literatur hervorragend gefördert und auf diesem Wege der chemischen Wissen- schuft und Technik große Dienste geleistet hat». Jubiläum. — Am 12. d. M. vollenden sich 25 Jahre seit Be stehen der Sortimentsbuchhandlung von Emil Golem biewski in Thorn, mit der zugleich ihr gleichnamiger Inhaber das Jubi läum Lösähriger Selbständigkeit begehen kann. Herr Golembiewski darf mit Befriedigung auf das verflossene Vierteljahrhundert zurück blicken, in dem er in eifriger Arbeit schöne Erfolge erzielt hat. Auszeichnungen. — Herrn Arthur Lahl, Prokuristen und Geschästsleiter der Firma G. Danner, Mühlhausen i. Thür., und Frau Rosa Sachse, Kontoristin bei derselben Firma, wurde das Bcr- dienstkreuz für Kriegshilfe verliehen. Gustav Thurau P. — In Greifswald ist der Ordinarius der romanischen Philologie an der dortigen Universität Professor Or. Gustav Thurau im Alter von 55 Jahren gestorben. Außer verschie denen Monographien über ältere und neuere französische Literatur und Kultur veröffentlichte der Verstorbene ein größeres Werk über die historische Syntaz der französischen Sprache <1898-1910). Mit Prof. Kaluza gab er seit 1992 die »Zeitschrift für französischen und englischen Unterricht- heraus. Verantwortlicher Ncdaktcur: EmilTdoinaS. — Verlag: Der Bdrfenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Deutsches BuchhändlerhanS. Druck: N-mm L Seemann. Sämtlich tu Leipzig. — »dresse der N-daltton und Expedition: Leipzig, «erlchtSwea »! t«nchhs»dlerhau«>. 4l2 Adresse der Ncdaktton und Expedition: Leipzig, iScrtchtSwea na (BllchhändlerhauSP
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