Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.01.1917
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- 1917-01-15
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11, 15. Januar 1917. Redaktioneller Teil. 1. k/esac/re.' a) ckesronüW ak> /orüLa/rm IN /eric^oi von 6ott VSA der 4Vslt and ibrem 6eiste ru; d) iirciTÄt in kal/nncLi als kiäuber am Wege lauert der Teukel mit seinen Delkerskelkern. 2. /d/^on . Fettdruck ist ein bequemes Hervorhebungsmittel und in der variationsärmeren Fraktur kaum zu vermeiden. Z. B., neben viel Sperrungen, im »Lehrbuch der Pädagogik« von W. A. L ah (I-, Gotha 1914, E. F. Thienemann, S. 111 f.>: 1. Beobachtende Phantasie. Sie ist besonders stark im II m gestalten von sinnlich Gegebenem und im schöpferi schen Gestalten. . . Reichlich mit Fettdruck operieren die philosophischen Werke von A. Höfler. So seine »Logik« von 1890 in Fraktur, samt der editio minor »Grundlehren der Logik« von 1890 ff.; so seine »Psychologie« von 1897 in Antiqua, samt der editio minor »Grundlehren der Psychologie« von 1897 ff. (alles in Prag usw. bei F. Tempsky). Für formal interessierte Leser können folgende Beispiele »schrecklich« sein; für inhaltlich interessierte und zu mal für Lernende zeigen sie nahezu das einzig instruktiv Richtige. Aus der »Logik« (S. 178, »Grundlehren« S. 127): 1. Keine noch so große endliche Zahl von Einzelfällcn ist ausreichend, um für sich allein schon, ohne anderweitig hinzukommende Gründe, einem aus ihnen inducierten allge meinen Satze Evidenz der G e w i h h e it zu verleihen. 2. Schon Ein gegentheiliger Fall (instantia contrario) ist ausreichend, die Allgemeinheit des induzierten Satzes als gewitz ungiltig zu erweisen. Aus der »Psychologie« (S. 101, »Grundlehren« S. 28 f.); Oer psz-cbologiscbsn Dnterscbeidung der Lcdall-tzualitiiteii in Oeräusebs und RIänge entspriclit plixsikaliscli die llntersclreidung der den Lcball erregenden Rervegungen in unperivdisede und gering isebe. ,Xn letzteren, den 8clivvin- gungen, entspriclit dis Selrvvinxungsr a d I der Tonb öde, die Lekrvinguligsk o r m der Rlangkarbe, die 8ekrvin- gungsiv eite der RIang stärke. Sehr gut macht sich ein Aufgebot mannigfacher Unterschei dungen in Antiquariatskatalogen. Der von Speyer L Pe ters (in Berlin) Nr. 30, »Philosophie«, bringt außer Kursiv Wohl alle naheliegenden typographischen Kunstgriffe; namentlich der Fettdruck wirkt hier gut. Beispiel (S. 37): 545. Delvetius, <7. Oeuvres complettss. 5 vol. Roadies 1780—81. Lvec Portrait de I'auteur. Demi veau ane. Uojlion assea rare et inconnue L dlU'XIil' st lllllilll'. Vs Premier voIume coakient an „essai sur Sonst aber kann die Häufung typographischer Verschieden heiten doch ihren Zweck zum Teil verfehlen, zumal wenn die Variierungen eine Unruhe Hervorrufen, die sich nicht so ein leuchtend rechtfertigt wie z. B. in jenen Stellen aus Höfle r, oder wenn auch nur die Sperrung so unnötig aufgeregt ver schwendet wird wie in den »Deutschen Blättern für Zeichen- und Kunstunterricht«. Die Zeitschrift »Die neueren Sprachen« (Mar burg i. H. bei Elwert) hat wie alle philologischen und gar lingui stischen viel mit Anführungen unterscheiduugsbedllrftiger Wörter und Texte sowie mit Personennamen zu tun. Merkwürdigerweise sind die letzteren dort überhaupt gar nicht unterschieden, obwohl uns gerade dies wichtiger scheinen möchte als sonstige Auszeich- innigen. Im übrigen hat jene Zeitschrift Antiqua, mit kleinen Anfangsbuchstaben der Hauptwörter (»historische Schreibart«), mit Hervorhebung des als wichtig Auftretenden teils durch Kursiv, teils durch Kapitälchen — letztere sogar so, daß sie man- ches innerhalb des Kursivs verstärken. Aus Sperrungen wird verzichtet. Das Ganze ist ersichtlich mit instruktivem Effer an gelegt und sogar als hübsch zu bezeichnen, aber doch einer Ge wöhnung an das etwas unruhige Satzbild bedürftig. Beispiele aus dem Juliheft 1916 (XXIV/., S. 193); lZDIDIILOLAllll RI1i1X2ü8I864lLX SVX'ppiX lind aus einer Rezension (S. 254); 44 ackern LnFckis/i LssaM 8eleeted and annotated kor tbe Ilse ok Sekools kicsaiio Lcirniniann, kli. D. VVitli 8 illu- strations. Relprig . . . Diese Sammlung entbält drei arten von essaz-s: I./Hora/ anck eckurationnk >56 s.), darunter einen iiberset/.ten von llaul sen. 2 . . . Endlich noch ein Beispiel für die typographisch besonders reichliche Ausstattung eines englischen Buches, der Übersetzung aus dem Französischen: »Tke Dort-lloz-al Regie« (10. ed., Ldin- burgli usw. o. I., W. Blackwood a. S., S. 150): 6 DLx 1LR xm. orunR onsnnvLiions roa rnn onnoosn or rinvius ovo? vvunmua imorosiiious Lau nnivmisai, on oLnrionuLL. IVe max maks somo odservations ok tks like Kind, and equalix important, toueding tlie «nn-oiLn/iHi and narti- cn/ari/p ok propositions. Onssavaiiou Dinsr. — IVe must distinguisb deiveen tu>o ^inckn o/ aniversa 1 itv. tbs one, rvkiek mav bs called metapbxsieal, tbe otber moral. . . . * Auf die Anforderungen, welche naturwissenschaftliche und gar erst mathematische Bücher stellen, gehen wir wegen ihrer eigenen Besonderheiten lieber gar nicht ein. Dagegen verlangen noch einige sonstige Probleme ein kurzes Verweilen. So die Größenfragen. Daß zwischen Autoren und Verle gern ein steter Kampf um den Umfang der Veröffentlichungen ge führt wird, indem jene nie genug Umfang haben können und diese nie genug Umfang geben wollen, kommt für uns am ehe sten dadurch in Betracht, daß »Jnhaltsliteratur« im allgemeinen wirklich und mit Recht auch quantitativ anspruchsvoller ist als »Formliteratur«, und daß dem durch ein großes Format — also gewöhnlich zugleich auch durch einen großen Satzspiegel — in jener Literatur leichter Rechnung getragen werden kann als in dieser. Namentlich Belletristisches geht und »geht« nun einmal kaum anders als kleinformatig, obschon Gesamteditionen von Klassikern, etwa gar in einen Band zusammengedrängt, größere Formate beanspruchen dürfen. Doch auch Wissenschaftliches ver trägt oder braucht sogar kleinere Formate, wenn es sich um »prak tisch« lehrreiche »Führer« u. dgl. handelt, für die ja »Taschen format« sehr gut paßt. Nur soll dann nicht in so kleine Schrift größen herabgegangen werden wie bei der sehr inhaltsreichen und deshalb auch auf viel Zusammenpressung angewiesenen »Einführung in die Rechtswissenschaft« von Th. Sternberg (D, Leipzig 1912, Sammlung Göschen 109). Wissenschaftliche Publikationen brauchen nicht nur viel Raum, sondern auch viel Übersicht. Damit bereits ein einziger Blick einen weiten Inhalt überschauen kann, tut ein großer Satz spiegel mit nicht zu großen und mit reichlich unterschiedenen Schriften not. Und was soll der Leser tun, der — gar wenn er der Autor selbst ist — seine Ergänzungen, etwa samt Billigungen und Mißbilligungen, hineinschreiben will? Für ihn reicht bald der gewöhnliche Rand nicht mehr zu. Als Abhilfe sind »durch schossene« Exemplare üblich, jedoch besonders wegen des Ver lustes der Übersichtlichkeit lange nicht so zweckmäßig wie Abdrücke auf »Großpapier« mit ihrem üppigen Rand, bei denen also der Satzspiegel dem Format nicht mehr proportional ist; jedenfalls sollte diese Form noch häufiger dargeboten werden. Für die Wahl der Papiersorteu liegt uns zweierlei auf dem Herzen. Erstens möge das Papier so gut — d. h. haltbar und ohne Veränderung dauerhaft — wie möglich sein; wer vielbe nützte Bibliotheken kennt, dem kann bei der Frage, was denn dort künftig aus zerlesen«» Büchern werden mag, recht bange werden. Zweitens; gut oder stark soll nicht auch heißen; dick. Warum nimmt ein Jahrgang des modernen Typus effektvoller wissenschaftlicher oder halbwissenschaftlicher Zeitschriften um etwa 1 cm mehr Stellraum weg, als es ohne dieses Dicktun sein würde?! Dünnes Papier kann sehr gut, fest, dauerhaft sein und 43
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