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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.03.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-03-14
- Erscheinungsdatum
- 14.03.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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61 14. März 1911. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 3217 Nr. 12 eine solche zweier Gemälde in Stiftmosaik, eins, den heiligen Demetrius darstellend, und ein zweites größeres der Madonna mit dem Kinde. Ferner weist er auf die Holztüren der Kirche hin, in die deutsche Pilger des fünfzehnten Jahrhunderts ihre Wappen eingeschnitten haben. Mit allen diesen Arbeiten zeigt sich der Prinz in einem Spezialgebiet besonders bewandert, nä lich der Geschichte der spätbyzantinischen Kunst. Sein Sammeleifer er streckt sich auch nach dieser Richtung. Erst vor kurzem war der bekannte Kenner frühchristlicher Kunst Hofrat Strzygowsky in Dresden, um die von der Reise mitgebrachten Neuerwerbungen des Prinzen, namentlich Skulpturen aramäischer Herkunft, zu studieren. Auch stellte sich der Prinz unlängst an die Spitze der Sächsischen Sektion des »Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas«, nachdem er die wichtigsten Grabungsstätten im Hei ligen Lande, so vor allem die Fundstätten geschichtlich hochbedeu- dender jüdischer Altertümer in den Ortschaften Megiddo (jetzt Tell el-Mutesellim) und Jericho besichtigt und eingehend studiert hat. (Leipziger Neueste Nachrichten.) * Erster allgemeiner Rasfenkongrefr. — Auf Anregung des Internationalen Bundes der Ethischen Gesellschaften hat sich ein internationales Komitee gebildet, das in der Zeit vom 26. bis 2S. Juli d. I. in der Londoner Universität den Ersten allgemeinen Rassenkongreß veranstalten wird. Der Kongreß soll die Aufgabe haben, die westlichen Rassen mit den orientalischen in engere Berührung zu bringen, die mit der Existenz und Ent- Wicklung der verschiedenen Völkerstämme verbundenen Probleme zu erörtern, um ein volleres Verständnis und freundschaftlichere Beziehungen zwischen den Völkern des Ostens und denen des Westens herbeizuführen. Der Kongreß soll also sowohl wissen- schaftlichen als auch humanen Grundsätzen huldigen. Insbe sondere sind bisher bereits sechs einzelne Themata für Vorträge und Besprechungen festgesetzt worden: I. grundlegende Be- Pachtungen über Nassen und Nationen; 2. allgemeine Be dingungen des Fortschritts; 3. friedliche Berührung zwischen den verschiedensten Zivilisationen; 4. besondere Probleme einer interrassialen Wirtschaftslehre; 6. das moderne Bewußtsein mit Bezug auf Rassenfragen; 6. positive Vorschläge zur Förderung eines freundschaftlichen Verkehrs zwischen den Rassen. * Zum Plan einer Universität in Frankfurt am Main. (Vgl. Nr. 66 d. Bl.) — Die Vertreter des Kreises Marburg im Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel haben, wie die Frankfurter Zeitung mitteüt, in ihrer ersten Plenarversammlung einen Antrag eingebracht, der sich gegen die Errichtung einer Universität Frankfurt a. M. wendet. Der Antrag fordert den kommunalen Landtag auf, geeignete Schritte zu tun, um die Er richtung einer Stlftungsuniversität in Frankfurt a. M. zu ver- hindern. Zur Begründung wird angeführt, daß ein Bedürfnis für eine solche Universität nicht vorliege, da in der Nähe von Frankfurt sieben Universitäten vorhanden seien und zwar: Marburg, Gießen, Erlangen, Würzburg, Tübingen, Heidelberg und Bonn. Ein Bildnis Graf Leo Tolstojs. — Ein Bildnis Leo Tol- stojs, das die Tochter des Dichters Frau Tatjana Ssuchotinim März 1910 gezeichnet hat, wird, wie man der Vossischen Zeitung aus St. Petersburg berichtet, in der russischen Abteilung der Römischen internationalen Kunstausstellung zum ersten Male öffentlich ausgestellt sein. Das Porträt zeigt Tolstoj am Schreib- tisch sitzend und eifrig schreibend. Von einer Moskauer Firma hergestellte Reproduktionen dieses Bildes werden in Rußland in den Handel gebracht werden. Der Reinertrag soll zur Bildung eines Fonds dienen zur Errichtung eines Krankenhauses in Jassnaja Poljana Eine neue Ausgabe der Werke von Tolstoj. — Die Witwe des Grafen L. Tolstoj hat soeben in Moskau eine neue, vollständige Ausgabe der Werke ihres berühmten Gatten zum Preise von 26 Rubel herausgegeben, wobei sie selbst das Haupt- lager des Verlags behalten hat und Buchhändlern nur 15 Prozent Rabatt gewährt. Die russische Zensur hat nun aber (vgl. Nr. 65 d. Bl.) auf drei Bände der Ausgabe Arrest gelegt. Norddeutsche Buchdruckerei und BerlagSanstalt in Berlin. — Bilanz pro 31. Dezember 1910. Aktiva. Hauskonto 979 162 36 Norddeutsche Allgem. Zeitungs-Er- Werbskonto 619 117,33 Abschreibung .... „ 5 000.— 614 147 33 Druckereiinventarkonto . . .X 120 282,39 Abschreibung .... ., 26 476,09 93 806 30 Mobilienkonto 659,— Abschreibung .... „ 139,75 419 25 Stallkonto 2 492,50 Abschreibung .... „ 623,15 1 869 35 Vorräte an Papier rc. . . 18 360 65 Kontokorrentdebitoren . . 44 969 84 Bankierguthaben und Kassa 83 747 03 1 836 472 11 Passiva. .<L -- Aktienkapitalkonto .... 1 600 000 Kontokorrentkreditoren . . 16 691 24 Diverse Kreditoren . . . 6 309 29 Spezialreservekonto . . . 67 000 Unterstützungsfondskonto . 2 380 — dazu . ^ 620, 3 000 Reservefondskonto . . . 111 946,68 SA von ^ 42 037,22 . . . 2 101,85 114 048 63 Dividende 2^^ . . . . 40 000 — Gewinnvortrag auf 1911 . 623 05 1 836 472 11 Gewinn- und Verlustkonto pro 31. Dezember I9U>. Debet. 4 Abschreibungen: Norddeutsche Allg. Zeitungs-Erwerbskonto . . . 5 000 Druckereiinventarkonto . 26 476 09 Mobilienkonto 139 75 Stallkonto 623 15 Reingewinn . 42 037.22 Gewinnvortrag von 1909 . „ 1 207 68 ^ 43 244.90 Davon: Dividende 2V2 A . . . . . ^40 000. Reservefonds 5A von^ 42037.22 . . „ 2 101.85 Unterstützungsfonds . . . . „ 620.— Gewinnvortrag von 1909 . . „ 523.05 43 244 90 75 483 89 Kredit. 1207 68 7 161 75 67 124 46 Vortrag von 1909 Zinsen Gewinn für 1910 aus Druckerei, Verlag rc. 76 483j89 Berlin, den 31. Dezember 1910. Der Vorstand der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, (gez.) Mattenklott. igez.) O. Runge. Der Verwaltungsrat der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt. (gez.) Heinrich Freiherr von Ohlendorfs, Vorsitzender. Vorstehende Bilanz sowie das Gewinn- und Verlustkonto habe ich geprüft und mit den ordnungsmäßig geführten Büchern sowie den mir vorgelegten Jnventurunterlagen der Norddeutschen Buch- druckerci und Verlagsanstalt in Übereinstimmung gefunden. Berlin, den 27. Februar 1911. (gez ) Friedrich Griebel, gerichtlicher Bücherrevisor im Bezirk des Königlichen Kammergerichts sowie des Land gerichts I, II und Hl Berlin. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 60 vom 10. März 1911.) Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 78. Jahrgang. 420
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