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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.11.1916
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1916-11-25
- Erscheinungsdatum
- 25.11.1916
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. ^ 274, 25. November 1916. Diese praktische und schon einmal erprobte Verkehrseinrichtung ist für diejenigen Kommissions-, Verlags- und Sortimentsfirmen ge schaffen worden, die mit einander jeden Sonnabend in irgend einer Form abrechnen. Allen andern Firmen wird in Ansehung der Lei stungsfähigkeit und der Ehre des Leipziger Platzes nahegelegt, sich der neuen Verkehrseinrichtung anzuschließen. Die Einrichtung stützt sich auf folgende Maßnahmen: 1. Tie empfohlenen Bestellzettel für die Teilnehmer an der Aus tauschstelle werden so zeitig als möglich bei der Bcstellanstalt abgeliefert und weiterbefördert, bez. zum Abholen bereit ge halten. Eine zeitigere Einliefernng ist möglich, weil für die Kom missionäre die Führung der Einholebücher wegfällt. 2. Verleger und Kommissionäre erledigen die empfohlenen Be stellungen in der üblichen Weise und liefern die Auslieferung nach Kommissionären und sonstigen Teilnehmern geschlossen in der Zeit von 2 bis Uhr nachmittags an der Austauschstelle ab. 3. Uber nicht erfolgte Auslieferungen sind, wie bisher, Antwort zettel beizufügen. 4. Jeder geschlossenen Sendung ist ein Zettel beizufügen, auf dem aufgeführt wird: a) ausliefernde Stelle (Firma des Verlegers, Kommissionärs usw.), . d) empfangende Stelle (Kommissionär, Sortimenter usw.), e) Anzahl der Ncchnungspakete, cl Einzelaufführung der Barpakete (Empfänger u. Betrag in verständlichen Abkürzungen); 5. Tie Abrechnung erfolgt wie bisher: Sonnabend früh für Nest- holer, Sonnabend mittag auf der Börse für Rechner. 6. Für jeden Teilnehmer an der Anstanschstelle ist ein entsprechend großes Fach eingerichtet, aus dem ab 3 Uhr nachmittags abgeholt werden kann. Im übrigen gelten für Verluste die Vorschriften der Verkehrsordnung. 7. Die Kosten der Einrichtung trägt der Verein der Buchhändler zu Leipzig, die weiteren laufenden Kosten werden ganz gering sein, sie werden durch Umlage erhoben. Jedenfalls darf die Austauschstelle zunächst der größeren Über sichtlichkeit wegen nur für die tatsächlich empfohlenen Bestellungen bzw. Pakete benutzt werden, während die übrigen Pakete auf dem seitherigen Wege direkt den Kommissionären bzw. Verlegern zuzu stellen sind. Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart. — Aus dem Geschäfts bericht des Vorstandes der D. V.-A.: Das 35. Geschäftsjahr unserer Gesellschaft brachte gegenüber dem Vorjahr eine merkliche Wendung zum Besseren. Zwar litten die Zeitschriften und großen Unterneh mungen des Verlags nach wie vor unter den Einwirkungen des Krieges, doch setzte bald im Felde und in der Heimat eine rege Nachfrage nach guter Unterhaltungs-Literatur ein, die unserem Verlag von Romanen und Erzählungen nennenswerte Umsätze zuführte. Die Herstellung neuer Werke bewegte sich in bescheidenem Nahmen. Das macht sich sowohl in der wesentlich niedrigeren Bestandszisfcr der Büchervorräte wie auch in dem etwas verringerten Ertrag der Stuttgarter technischen Betriebe bemerkbar. Der geringeren Beschäftigung durch den eigenen Verlag entsprach auf der anderen Seite die Herabsetzung der Lei stungsfähigkeit unserer Bnchdruckerei und Buchbinderei durch L>ie sich immer mehr bemerkbar machenden Einberufungen zum Heeres dienst. Für unsere Papierfabriken war das abgelaufene Geschäftsjahr eines der lebhaftesten seit langer Zeit. Bei steigenden Verkaufspreisen konnte die Nachfrage — besonders im zweiten Halbjahr — kaum be friedigt werden. Dem staud aber eine gleichlaufende, teilweise sogar beträchtlich größere Erhöhung aller Materialpreise gegenüber, so daß der Gewinn der Papierfabriken, zumal bei dem Mangel an größeren Vorräten, sich kaum ueuueuswert gesteigert hätte, wenu nicht durch frühzeitige Ankäufe auch ausländischer Rohstoffe Vorsorge gegen einen Teil der später eingetretenen Preiserhöhungen getroffen worden wäre. Auch in den Papierfabriken konnten die Personalschwierigkeiten nur mit großer Mühe überwunden werden. Unsere Beteiligung an der Stuttgarter Zcitungsverlag G. m. b. H. lieferte den gleichen, gegen die letzten Friedensjahre stark ermäßigten Gewinn wie im Vorjahre; er erscheint auf dein Zinsen-Konto. Im neuen Geschäftsjahr sind die teilweise befriedigenden Verhältnisse im Verlagsgcschäft zunächst noch dieselben geblieben wie im abgelanfenen Jahr, dagegen hat auf dein Papiermarkt nach anfänglicher weiterer Steigerung aller Preise eine Stockung im Abruf und Verkauf eingesetzt, die bis heute noch nicht überwunden ist. Da sie aber zur Hauptsache auf einer vorübergehenden freiwilligen und unfreiwilligen Zurückhaltung der Papierverbraucher beruhen dürfte, ist wohl auch für das neue Geschäftsjahr mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zu rechnen, sofern nicht unvorhergesehene wirtschaftliche Rückschläge allgemeiner Art eintretcn. Nach dem Vorschläge des Vorstandes soll eine sofort auszuzahlcnde Gesamtdividende von 6 °/o verteilt und den Angestellten und Arbeitern eine Teuerungszulage von insgesamt 12 009 bewilligt werden. Eine deutsche Zeitung in Sofia. — Nachdem seit Dezember 1915 in Belgrad und seit Juli 1916 in Cettinje eine deutsche Zeitung heraus gegeben wird, soll nunmehr auch in Sofia eine solche erscheinen. Es besteht zwar schon seit einigen 20 Jahren daselbst die in deutscher uud bulgarischer Sprache gedruckte »Bulgarische Haudelszcitung«, doch konnte diese bei den ihr nur in beschränktem Maße zur Verfügung stehenden Mitteln eine größere Bedeutung bisher nicht erlangen. In wieweit die »Bulgarische Handelszeitung« in das neue Unternehmen mit einbezogen, beziehungsweise mit ihm verschmolzen werden wird, steht noch nicht fest. Die Vorarbeiten für das neue Blatt sind bereits weit vorgeschritten, insbesondere ist das erforderliche Kapital schon ge sichert. PersonalnachrWeu. Maurice Ordomnau f. Nach einer Meldung der Voss. Ztg. ist der Schwank- und Operettendichter Maurice Ordomnau, 62 Jahre alt, in Paris gestorben. Er hat die Texte einer großen Anzahl bekannt gewordener Operetten von Audran, Planquette, Pugno, Ganne u. a. verfaßt. Von seinen Schwänken wurden »Duraut et Duraud« und »La Marraine de Charley« am häufigsten gespielt. Sprechsaal. ^ ^ „Bertreterbesuch " <Bgl. Rr. LSI u. 285.) Herr Schirdcwahn behauptet, daß der Vertreter ihm die Bedin gungen ans der Rückseite des Auftragscheins verschwiegen habe. Ich habe mir nun die Mühe gemacht, den Austragschein der Firma L. K, 51. herauszusuchen, und festgestellt, daß über der Unterschrift des Auftrag gebers klar und deutlich auf die Bedingungen der Rückseite kurz hiu- gewiescn wird. Dieser kurze Satz muß meiner Meinung nach unbe dingt von jedem gelesen werden, der die Unterschrift gibt. Ich muß somit die Auftragschcine der Firma L. L K. vom kaufmännischen und juristischen Standpunkte aus als in jeder Beziehung einwandfrei er klären. Ich habe schon sehr oft Reisende beschäftigt und weiß aus Er fahrung, daß Aufträge vielfach nicht der Vorschrift gemäß vom Reisenden ausgenommen werden. In diesem Falle muß ich aber er klären, daß auf Grund obigen Schlußsatzes über der Unterschrift des Auftraggebers (der Schlußsatz lautet: »Mit diesem Aufträge er kläre ich mich zu deu obigen und u m st e h e n d e n Bedingungen voll inhaltlich einverstanden und habe ein gleichlautendes Exemplar erhal ten«), der Reisende in keiner Weise eine Irreführung des Auf traggebers herbeiführen kann. Ich benutze die Lesezeichen der Firma L. L K. schon seit drei Jah ren und bin mit der ganzen Handhabung sehr zufrieden. Die Lese zeichen haben sich in meiner Bibliothek beim Publikum aufs beste bewährt; sie werden jetzt sogar von der Kundschaft verlangt. Die Firma L. L K. ist ein vollständig modernes, kaufmännisch gut geleitetes Unternehmen, das Wert darauf legt, nur durchaus einwand freie und ehrenhafte Geschäfte zu machen. L. L K. haben außerdem meiner Beurteilung nach bei der auch von mir als notwendig erachteten langen Vertragsdaucr nicht den Wunsch, Firmen zu gewinnen, die nicht selbst volles Interesse für die Sache haben, und Aufträge anzunehmen, die nicht in allen Teilen einwandfrei zustande gekommen sind. Wie viel Zeit die Aus arbeitung ^öes Unternehmens erfordert hat, geht daraus hervor, daß L. L K. nach drei Versuchsjahren in Hamburg dazu übergegaugen sind, die Reklame auf ganz Deutschland anszudehnen. Die Lesezeichen selbst — verglichen mit denen aus früheren Zeiten — sind künstlerisch so her vorragend gestaltet, daß sie meiner unmaßgeblichen Meinung nach als vorbildlich gelten können. Hamburg. Buchhandlung Reinhard Müller. 1448
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