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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.11.1916
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1916-11-25
- Erscheinungsdatum
- 25.11.1916
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- Deutsch
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Rr. 274. ! Erscheint werktJgllch. Für Mitglieder de» DSrsenvereia» ^tst der Dezugspreis lm Mitglsedsbeitr^g ^einbes^losien^ I^'Äa'r»" jährlich.^ ^crch ^deo! «uvland ^erfolgt^Llef-^g ' di^em -0?!- gegen'L §tarv Auschla'g für jede» äjcemplar. ^r '^6. II^t-statt lS M,. Ste^en^esuche werden mit 10 ^>s. pro « M^MumöÄMrseMerÄÄ'öerSeUstAnB'üA Leipzig, Sonnabend den 25. November 1916. 83. Jahrgang. ^eDaktionsLlsr Teil. Das Buch als Liewesgabe im Herbste 1916. ^) Scheen is änne scheene Rede Un ä Mensch, der frcindlich blickt, Doch weit scheener sein Pakete, Die m'r braven Kriegern schickt. Zwar in diesem Jahr bedrick'n Dieserhalb uns Sorg'n schwer, Tenn von dem, was m'r mecht schick'n, Gibt's kaum was zu kauf'n mehr. Un was sonst noch könnte lock'n: Schink'n, Würschte (dinn un hart!), Warme Tiecher, woll'ne Sock'n Kriegt m'r nur noch ä 1a eait'! Ach, wie ä gereizter Tiger Guckt m'r um sich, faucht un zischt, Vis vorm Zauberwörtchen »Biecher« Blehlich aller Zorn erlischt. Denn fier alles, was ä Krieger Sich vom Fremd winscht oder Schatz, Sein de Biech'r — ja, de Biech'r Doch d'r köstlichste »Ersatz«! Mit 'nem gut'n Buch im Bunde Hält m'r Gopp un Seele warm; Mit 'nem gut'n Buch im Bunde Merkt m'r keenen Druck im Darm; Mit 'nem gut'n Buch im Bunde Fiehlt m'r jung sich srich un spät, Un v'rsießt sich manche Stunde, Wo m'r sonst v'rsauern tät'. Wenn de drum im Schiitz'ngrab'n, Wo de Welt hat wenig Reiz, Sitz'n hast nen liewen Knab'n: Schick' ä Buch ihm — ihn crfreit's! Spinn' ihn ein in Fantasien, Das; 'm is, als ob 'r schlief' — Un bas; uff! — sei Herz wird glichen^. Sitzt im Schnee 'r noch so tief! *) Der Verfasser hat freundlicherweise seine Einwilligung zu jeder beliebigen Verwendung des vorstehenden Gedichts gegeben. Es steht also den Kollegen frei, jeden ihnen zweckmäßig erscheinenden Gebrauch davon zu machen. Falls die Angabe der Quelle sich bei der Verwen dung als störend erweisen sollte, verzichten wir darauf, während auf unverkürzte Wiedergabe unter Beobachtung aller unserer sächsischen Sprache eigenen Feinheiten natürlich ebenso Gewicht gelegt werden mns; wie auf Namhaftmachung des Verfassers. Das Pressebureau wird das Gedicht einer Reihe Zeitungen, besonders Sachsens, mit dem Ersuchen um Abdruck zur Verfügung stellen. Vielleicht wirkt das Gedicht des Herrn Wenck so befruchtend auf den einen oder anderen Kollegen, das; er unter Benutzung seiner hei mischen Mundart sich zu einem ähnlichen Versuche entschließt. Fällt er einigermaßen befriedigend ans, so das; die Überlegenheit des sächsi schen Dialekts gegenüber anderen deutschen Mundarten nicht allzu auf fällig in diesem Sängerkrieg zutage tritt, so würden wir gern damit in gleicher Weise, unter Begünstigung der dafür jeweils in Betracht kom menden Provinzialpresse, verfahren wie mit dem Wenckschcn Gedicht. Red. Ja, ä Glick, än ungcheires Wird in seiner Seele sein, Tenn ihm is, als säh' bei teires Qoge mit ins Buch hinein! Otto Wenck. Aus dem schwedischen Buchhandel. VII. <VI siehe Nr. ISS.) Neuerscheinungen auf den »neutralen« Gebieten. — Kricgsliteratur- Propaganda der kämpfende» Mächte. — Englische Zumutungen. — Die Propaganda von »Stockholms Telcgrambyra«. — Dentschscinb- ltche Umtriebe. — Ein »prasst cts vsnte international« cte tivres«. — Ein neuer Propaganda-Verlag der Entente. — Eine Einsnhrzentrale der schwedischen Sortimenter für ausländische Literatur. Es könnte vielleicht als überflüssig erachtet werden, über den schwedischen Buchhandel zu berichten, da die Verlagstälig- keit jetzt offenbar im Zeichen der Teuerung und des Papier» mangels steht und Frühjahr und Sommer nur eine Handvoll Neuerscheinungen gebracht haben. Wenn ich es doch tue, so geschieht es hauptsächlich, weil ein paar mit dem Buchhandel in Verbindung stehende Ereignisse auch in Deutschland Interesse beanspruchen können. Die rein literarische Ernte ist sehr spärlich gewesen; man könnte fast von Mißwachs reden. Belletristische Neuerscheinungen von Bedeutung sind nicht vorhanden. Das einzige erwähnenswerte Buch dürfte eine Novellenfammlung unter dem Titel »Vineta« von dem jungen Dichter Christian Günther sein. Sonst hat das Frühjahr nur recht wertlose Unterhaltungsbücher gebracht. Auf anderen Gebieten steht es ein wenig besser. Von den Briefen Fredrika Bremers erschien der 2. Band, und auch das'große Shakespearebuch des Professors Henrik Schrick wurde durch einen 2. Teil vollendet. Von Interesse dürste vielleicht auch Pro fessor Quennerstedts Buch über Carl XII. fein, das in guter Ausstattung bei Norstedt L Söner erschien. Im Verlag von Hasse W. Tullberg, Stockholm, erschien ein großes, in seiner Art einziges Werk, nämlich eine Darstellung der schwedischen Industrie in russischer Sprache. Das Buch ist geradezu glänzend illustriert und dürfte vielleicht auch in Deutschland Inter essenten finden (Preis 20 Xr.). Die »Kunsthistorische Gesell schaft« veröffentlichte ihre von Bröderna Lagerström sorgfältig und vornehm gedruckte Jahrespublikation für 1916 mit vielen Abbildungen und wertvollen Beiträgen, unter denen der Aufsatz von I. Strzygowski über »Das Ornament bei den altaischen und iranischen Völkern« Wohl der vornehmste Beitrag sein dürfte. Interessant sind ferner Lindbloms Aufsatz über »Ein neu entdecktes Werk in Schweden vom Meister Bertram von Minden« und Asplunds Studie zur Geschichte der schwedischen Miniatur porträts. Bei Norstedt L Söner begann ein Werk von O. Raab über »8venslm ininen i Dz-sklanck« (Schwedische Erinnerungen in Deutschland) zu erscheinen. Der Verfasser fängt mit Rügen an und kündigt folgende Teile an: Erfurt, Sachsen, Thüringen, Bayern, Erinnerungen in verschiedenen Gegenden des deutschen Sprachgebiets, Erinnerungen in der Kunst, Dichtung, Sprache und den Einrichtungen Deutschlands. 1415
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