Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.10.1916
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1916-10-19
- Erscheinungsdatum
- 19.10.1916
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19161019
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191610193
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19161019
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1916
- Monat1916-10
- Tag1916-10-19
- Monat1916-10
- Jahr1916
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. ^r 244, 19. Oktober 1916. ein genügend hoher Nutzen zu sein, der zu Klagen über zu ge ringen Verdienst doch kaum angetan ist. Auch die Patentpapterfabrik zu Penig schlägt der Generalversammlung vor, nach Abschreibungen von 490 000 .kk <1914/15 200000./k) und nach Rückstcllungenmnd Überweisungen 12 °/> <im Vorjahre 4 7°) Dividende auszuschütten und 336 207 .^k <im Vorjahre 81 820 ^k) auf neue Rechnung einschl. Kriegssteuer- rücklage vorzutragen. Am 26. August d. I. waren 75 Jahre nach dem Tage ver gangen, an dem das Lied »Deutschland, Deutschland über alles« von Hoffmann von Fallersleben gedichtet wor den ist. Gerade in diesem Weltkrieg hat dieses Lied außerordent lich dazu bcigetragen, unsere Feldgrauen zum Kampfe für Haus und Herd zu begeistern. Die Sortimenter sollten ihre Dankbarkeit dem verstorbenen Dichter dadurch beweisen, daß sie sich für das Lebensbild des Dichters, das der Hamburger Gymnasialdirektor Heinrich Gerstenberg unter dem Titel »Deutschland, Deutschland über alles« im Verlag der C. H. Beck'schen Ver lagsbuchhandlung in München hat erscheinen lassen, recht tätig verwenden. Sie handeln damit auch imvaterlän- dischen Interesse. In dieser großen Welt des Kampfes deutschen Geistes und deutscher Technik gegen eine Welt in Waffen, in der das erste deutsche Handelsuntcrseeboot unter dem Ozean von seiner Fahrt nach den Vereinigten Staaten glücklich in die Heimat zurllckgckehrt ist, sei eine Erinnerung gestattet an den genialen Erfinder des ersten deutschen Tauchboots, Wilhelm Bauer, dem man gewünscht hätte, diesen Tag des Triumphs seines Ge dankens erleben zu dürfen. Die Berliner Volkszeitung vom 6. August 1916 entnimmt der im Verlage von vr. Völler erschie nenen »Natur und Kultur« einen bisher unbekannten Brief Bauers, in dem es heißt: »So stehe ich wieder nur um ein Kleines vorgeschritten in Erfahrung und Leistung vor Deutsch land. Ich sehe tiefbewegt mich zur Tatlosigkeit verurteilt, während die Rüstungen zu Lande und zur See ganz Deutschland beschäftigen. Die Nation kann ich nicht <zur Vollendung seines Tauchboots) um so große Opser bitten; die Regierungen wollen in mir keinen Dreyse zur See ericn- nen, ich selbst aber bin machtlos dem Geschick überantwortet. Mein Urteil, daß die Monitors nur der Übergang zur Submarine sind, wird belacht. Meine Behauptung, daß die Schlacht von Lissa den Beweis lieferte, daß sich Kriegsschiffe dem Widcrstotz durch Untertauchen entziehen müssen, erscheint heute noch kind lich oder zu kühn. Und meineFern sicht, daß dietzan- delsschiffeGe fahren des Sturmes, des Stran de n s usw. durch Untertauchcn unter die Wellenlinie wie eine Qualle sich entziehen müssen und noch wer den, erscheint der Gegenwart noch zu grau.« Dieser Brief ist vor genau 50 Jahren geschrieben. Welche Tragik eines Ersindcrdaseins! Und zugleich welcher Unterschied in dem Wohlstände und der Opfcrwilligkeit des deutschen Volkes vor einem halben Jahrhundert und der heutigen Zeit, in der eine Sammlung dem Grafen Zeppelin die Mittel zur Verfügung stellte, seine große Erfindung auszubauen! Inzwischen hat nunmehr auch das zweite HUB. Brcin e » die Vereinigten Staaten erreicht und wird hoffentlich ebenso glücklich wie die Deutschland zur heimatlichen Küste zurückkehren. Mögen diesen ersten Versuche» weitere glückliche sich anschließe» zur Ehre des deutschen Namens und zur Bre chung der englischen sogenannten »Blockade!« Berlin, Anfang Oktober 1916. R. L. Prager. Kleine Mitteilungen. born-Verlag, G. in. b. H. in Hamburg herangctrcten, um die Erlaubnis zu erwirken, mit den Feinden des Schriftstellers und Buchhändlers weitere Kreise durch Abdruck der in Nr. 230 des Bbl. veröffentlichten Sandtschen Skizze in Zeitungen und Zeitschriften bekannt zu machen und die es angeht zur Selbsterkenntnis zu führen. Da der Verlag seine Zustimmung unter der Voraussetzung der Angabe des Titels, Verlags und Preises (»Ans dem Buche Emil Sandts: Das Karussell des Lebens. Quickboru-Verlag, G. m. b. H., Hamburg 1010; Preis .// —, gebdn. 3.—«) und der Übersendung eines Bclegblattes ge geben hat, so kann jeder Leser den Aufsatz einer ihm geeignet erschei nenden Zeitung oder Zeitschrift mit Quellenvcrmerk zur Verfügung stellen und so an seinem Teile dazu beitragen, daß Bücher nicht nur gelesen, sondern auch gekauft werden. Deutsche Zeitschriftcn-Ausstellung in Japan. — Im Lande der aus gehenden Sonne scheinen die Bestrebungen der Alliierten, den deutschen Handel vom Wettbewerb auszuschließcn, auf unfruchtbaren Boden zu fallen. Wenigstens lässt sich Herr P. O k u r a in T o k i o nicht abhalten, die deutschen Verleger zur Beteiligung an seiner 8. Jahrcsausstcllung ausländischer Zeitschriften, die am 1. November eröffnet werden soll, einzuladen. Daß die mit direkter Post, anscheinend an eine große Zahl deutscher Verleger versandte Einladung in englischer Sprache abgefaßt ist und Antworten in derselben Sprache erbeten werden, beweist, baß den Japanern deutsche Zeitschriften recht nützlich sein könnten, sei cs auch nur um daraus zu erfahren, daß auch die deutsche Sprache Anspruch auf Gel tung in der Welt erhebt. Wir müssen indes jetzt so vieles für spätere Zeiten zurückstellen, daß auch mit der Erledigung der Einladung des Herrn Okura bis nach dem Kriege zugewartct werden kann. Personalnlichrichten. 70. Geburtstag. — Am heutigen Tage begeht der Scniorchef der Firmen Velhagcn L Klasing in Bielefeld und Leipzig und Daheim- Expedition in Leipzig, Herr Königl. Preußischer Kommerzienrat Jo hannes Klasing in Bielefeld, den 70. Geburtstag. In den 32 Jahren, die er Mitinhaber der bedeutenden Ver lagsbuchhandlung ist, hat er an ihren großen wissenschaftlichen und gemeinnützigen Unternehmungen lebhaften Anteil genommen; seine besondere Liebe und Mühewaltung galt aber den beiden Blättern »Daheim« und »Velhagen L Klasings Monatsheften«. Au dem Ge deihen der letzteren hat er in unermüdlicher Schaffensfreude gearbeitet, so daß ihr Redakteur, Herr Hanns v. Zobeltitz, in seinem Begrüßungs- artikel die 30 Bände von Velhagen L Klasings Monats heften als ein Werk Johannes Klasings bezeichnet. Sein Wagcmut und seine Zähigkeit haben das Unternehmen über die Schwierigkeiten der Anfänge hinweggetragen und es zu seiner gegenwärtigen Höhe geführt. In gleicher Weise widmete er auch seine Fürsorge d7'n Daheim, das unter seiner Leitung das geworden ist, was cs heute darstellt: eine unserer besten Familienzeitschriftcn. Obwohl Johannes Klasing allem Hervortrctcn in der Öffentlichkeit abhold ist, so hat mau doch sein segensreiches Wirken erkannt, und der König von Preußen hat seine Verdienste durch Berufung in das Herrenhaus geehrt. Auch im Börscnvcrcin ist Herr Klasing tätig gewesen, und zwar sowohl im außerordentlichen Ausschuß für Beratung der Nestbuchhandcls-Ord- nnng (1890) als auch im außerordentlichen Ausschuß für Urheber- uud Verlagsrecht (1910). Möge dem tüchtigen Verleger ein weiteres ersprießliches Schaffen und Wirken vergönnt sein! Verleihung des Eisernen Kreuzes. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse wurden ausgezeichnet die Herren: Max Dresscl, Leutnant d. Res., Buchhändler, Sohn des Herrn Ludwig Dressel, Inhabers d. Fa. Constantin Niese in Saal feld a. S., für hervorragende Tapferkeit in den Kämpfen um Thiaumont; Max Hantke, Leutnant und Kompagnieführer im Westen, In haber d. Fa. A. Kraus in Kattowitz, O.-S. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt: Herr H ans Eulitz, Kriegsfreiwilliger Vizewachtmcister in einem Artillerie-Regiment, Sohn des Buchhändlers Oskar Eulitz in Lissa i. P. Paul Weber f. — Der Nestor unter den Münchener Malern, Paul »Die Feinde des Schriftstellers.« — Mit Recht hat Herr Fritz Weber, ist dort im Alter von fast 94 Jahren gestorben. Er pflegte Hachmcistcr-Leipzig in der gestrigen Nummer des Bbl. darauf hinge- hauptsächlich die Landschaftsmalerei und wurde 1872/73 in London wiesen, daß die Feinde des Schriftstellers auch zugleich die Feinde mit der großen goldenen Medaille ausgezeichnet. Deutsche und ameri- dcs Buchhändlers sind. Ans derselben Erkenntnis heraus kanischc Galerien sowie die Hof-Galerie in Budapest haben Werke sind wir, Anregungen aus dem Leserkreise folgend, an den Quick- seiner Hand erworben. Verantwortlicher Redakteur: Emil Thomas. — Verlag: Ter Bvrsennerein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhaus. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse derNcdaktton und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 (BuchhändlerhauS). 1320
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder