Nr. 22«. m Gebrauch ^stev ^e Ä Mark « Mitglieder tur die ^eile 10 v> 32 27?. l^att 3S^N.. 8lAMümöMör'1elwerettLÄMAWKDWMW^^ 83. Jahrgang. Leipzig, Donnerslag den 28. September 1916. Redaktioneller Teil» Die Deutsche Bücherei des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig ist am 2. September 1916 durch die Königliche Staatsregierung dem Börsenverein vertragsgemäß übereignet worden. Seine Majestät der König hat das Haus und seine Einrichtungen besichtigt und lebhaftes Interesse dafür an den Tag gelegt. Die Presse hat das Unternehmen gebührend gewürdigt. Der Bau ist fertig, die Einrichtung erlaubt eine sofortige Aufnahme des Betrieber. Der alphabetische Katalog ist auf dem Laufenden, die Besucherzahl war in der ersten Woche 322, obwohl wegen Personalmangels der Betrieb vorläufig von nachmittags 4—7 Uhr und nur im Zeitschriften-Lesefaal eingerichtet werden konnte. Sobald es die Ergänzung des Personals gestattet, wird der Vollbetrieb auch vormittags an allen Wochentagen angeordnet werden. Zur raschen Auffindung der jeweilig einschlägigen Literatur soll ein allgemeiner systematischer Katalog angelegt werden, der dem Suchenden rasch eine Übersicht des von ihm ins Auge gefaßten Gebietes verschaffen kann. Für diesen großen Katalog sind die entsprechenden Mittel zurzeit noch nicht vorhanden, sollen ihm aber durch die Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei zugeführt werden. Die Gesellschaft steht unter dem Schutze Sr. Majestät des Königs von Sachsen. Dank den Bemühungen eifriger Freunde der Gesellschaft verfügt sie heute bereits über ein Kapital von 75 60» ^ und über eine jährliche Ein nahme von rund 4000 ohne die Zinsen des Kapitals. Eine Anzahl von Sortimentsbuchhändlern hat sich in dankens werter Weise bereit erklärt, für die Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei tätig zu sein. An alle Buchhändler, insbesondere aber unsere Mitglieder, ergeht nun heute der Ruf, sich an der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei durch Mitgliedschaft zu beteiligen. Diese wird entweder durch Zahlung eines Jahresbeitrags von 20 ^ erworben oder durch einmalige Zahlung von 500 ^ (immerwährende Mitgliedschaft). Die Gesellschaft hat außerdem Stifter, welche Eigenschaft durch Zuwendung eines einmaligen Betrags von 1000 ^ erlangt wird. Die Namen der Stifter werden in goldenen Lettern auf besonderen Tafeln in der Deutschen Bücherei verewigt. Alle Mitglieder der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei erhallen alljährlich eine literarische oder künst lerische Gabe, als deren erste die Denkschrift zur Einweihung der Deutschen Bücherei, die am 2. September erschienen ist, zu gelten hat. Mttgliedserklärungen bittet der Unterzeichnete Vorstand gefälligst an den Ersten Vorsteher des Börsenveretns zu richten, der zugleich der Vorsitzende des Vorstandes der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei ist. Einzahlungen können an die Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt in Leipzig oder an das Postscheckkonto der Gesellschaft Nr. 51766 geleistet werden. Die Deutsche Bücherei bedarf der Förderung jedes Buchhändlers, sie ist ein Geschenk des Buchhandels an das deutsche Volk von höchstem und dauerndem Werte. Leipzig, den 21. September 1916. Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig Artur Seemann. Georg Krehenberg. Curt Fernau. Karl Siegismund. Max Kretschmarin. >245