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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.02.1885
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1885-02-12
- Erscheinungsdatum
- 12.02.1885
- Sprache
- Deutsch
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6?8 Fertige Bücher. 35, 12. Februar. f7438s Dresden, den 12. Februar 1886. Soeben erschien in meinem Verlage: Ein neues Werk von WU- Richard Schmidt - Eabanis, „Jus der Uacillen-Schau!" Zeitgeistliche Forschungen durch's satirische Mikroskop. Elegant geheftet 3 ord., 2 25 ^ no., 2 bar u. 7/6. Das Buch ist in dem bekannten, witzig, humoristisch-satirischem Stile geschrieben, der den Autor so bald populär und allgemein be liebt gemacht hat. Seiner ganzen Physiognomie nach ein Leckerbissen für „litterarische und politische Feinschmecker". Welch reges Interesse dieser neuesten Publi kation von „Schmidt Cabanis" von der Tages presse cntgegengebracht wird, mag aus nach stehenden Referaten hochangesehencr Zeitungen, welche von dem Inhalt des Buches vor dem Erscheinen Kenntnis erhielten, ersehen werden. Das „Berliner Tageblatt" schreibt unterm 2. Februar wie solgt: „In unsern Tagen, wo die Herrschaft des Sezicrmcsscrs und des Mikroskops eine univer selle geworden ist, wo die mondbeglänzte Zauber nacht poetischer Romantik längst vor dem hel leren elektrischen Glühlicht kühl-verständigster Wissenschaftlichkeit erblichen ist, wo bleibt da die Lyrik? Freundschaft und Schwärmerei sind mediziniich festzustellcnde Nervenstimmnngen, und die Liebe, besonders die sogenannte un glückliche Liebe, beruht vielleicht nur auf kon stitutionellen Ernährungsverschiedenhciten; Ver liebtheit wird vielleicht nur noch auf einen Diätsehler znrückzuführen sein In diesen ernsten Tagen geht Diogenes mit der Laterne seines göttlich » Humors umher und sucht einen Menichcn, und was findet er? Die Antwort daraus giebt Richard Schmidt- Cabanis in seinem neuesten lustigen Werke »Aus der Bacillen-Schau», das binnen kurzem die Presse verlassen wird. In diesen prächtigen, humoristisch - satirischen Zeitgedichten rollt der sormgewaltige Poet ein heiteres Panorama aus; in welchem das ganze Gebiet unserer politischen und gesellschaftlichen Dummheiten mit plastischer Deutlichkeit gekennzeichnet wird. In dem Zeckgedichte, mit dem er »statt der üblen Nach- und Vorrede« sein neues poetisches Kindlein in die Welt schickt, heißt es: »Welch wüstes Chaos, das zu Ohr hier zieht,— Bald Orgelklang, bald Bänkelsängerweise: Ein Satyr jcheint's, vor dem die Grazie flieht, Wagt sich zu tummeln ans der Dichtkunst Gleise, Dazwischen gar gellt ein politisch Lied — »Ein leidig Lied« — (so ruft man rings im Kreise): Das drückt der Gabe Wert zur tiefsten Sphäre, Denn »Politik verdirbt die Charakterei« Von seinen Liedern sagt er: »Sie sprudeln munter aus dem Born der Zeit: lind ob der Becher nicht stets wohl gerundet, Darin der Trank sich Euren Lippen beul, Und ob der Siofs der Zunge häufig mundet, Als sei er stark durchsetzt mit Bitterkeit: Nur herber Sprudel träsligr und gesundet, Ein Vorzug eignet sicher ihm: die Klarheit, Und daß darin gelöst ein Körnlein »Wahr heit«!« Das lustige Büchlein steht in den Reihen moderner politisch humoristischer Dichtkunst obenan und wird den zahlreichen alten Freunden des verehrten Dichters eine stattliche Zahl neuer Bewunderer zuführen." Die „Dresdner Nachrichten" äußern darüber am 24. Januar: „Der Witz und Humor des Autors sind längst bestens bekannt; cs bedarf daher für seine vielen Verehrer nur dieses kurzen Hin weises auf den neuen »Bacillen-Humor«, der gewiß viel Heiterkeit bringen wird.". Die „Berliner Börsen-Zeitung" be richtet am 27. Januar: „Bekanntlich hat sich die Satire des mäch tigen Beherrschers der Lüste und der kranken menschlichen Eingeweide, des Kommabacillus in verschiedenen Formen bereits bemächtigt, was in Ermangelung einer entsprechenden Waffe gegen diesen Vernichter des Lebens eine Art Trost sein soll. Wie wir hören, soll dem Herrn Bacillus nunmehr die Ehre zu teil werden, in die Litteratur der schönen Künste eingeführt zu werden, wodurch er allerdings nicht salonfähiger werden dürfte, aber seinerseits zur Unterhaltung beizutragcn gezwungen sein wird. In den nächsten Tagen erscheinen nämlich ans der Feder von Richard Schmidt-Cabanis satirische Zeitgcdichte unter dem Titel: »Auf der Ba- cillen-Schau«. Wir dürfen den Gedichten mit Spannung entgegensehen, da es des Verfassers anerkennenswerte Eigenthümlichkeit ist, bei Anlässen wie der vorliegende, Seitenhiebe nach rechts und links auszuteilen, die trotz der vor- geschriebeueu Form verschiedenen »Trefflichen« gut sitzen." Mit dem Erscheinen des vorstehend ange kündigten Werkes beschäftigten sich in ähnlicher Weise bisher noch: „Fremdenblalt, Berlin. Anzeiger inDresden. Tageblatt, Prag. Constilutionelle Vorstadt- Zeitung, Wien. Volkszeitung, Berlin Reform, Dresden Schorers Echo. Vossische Zeitung u. das Deutsche Montags-Blatt", und stehen wei tere Anzeigen in großer Anzahl ferner in Aussicht. Ich bitte zu verlangen. Hochachtungsvoll F. W. SteffenS. Gustav Wolf, Verlag in Leipzig. s7439s Soeben ist die 3. verm. u. verbesserte Auslage erschienen von: „Ehespiegel". Eine geistliche Mngabe in den heiligen Stand der Ehe von K. Aug. Wolf, Herausgegeben von K. H. Wolf, Pfarrer in Zschopau. Preis 60 ord, 45 netto, 40 X bar. Die schnelle Aufeinanderfolge der Auf lagen (die 2. Ausl, erschien im März 1884) zeigt an, daß das Büchiein sehr absatzfähig ist. In jeder evangel. Kirchengemeinde findet der „Ehespiegel", der für Brautleute und Vermählte geschrieben ist, Absatz. Nur bei gleichzeitiger Fest- oder Barbestel lung liefere ich L, cond. Hochachtend Leipzig, den 7. Februar 1885. Gustav Wolf. s7440s Vor 8 vsrsunckto ich als kort- sstrrwA: (i60ArapIii86li68 laürdlioli. X. Lnnck, 1884. Lrsta Lftlste. linder NitrvirleunA von 0. vrnäs, 0. korluuä, 1. llunu, Ib. v. Oppolzer, O. L. Lokmuräu, L. Aöppritr borg-nsASAsbsn von Utzimüuil VVuxllvr. kreis pro lrornplott 12 Oie rrvsits Hüllte liskere iob naob Lr- sebsinsn iru 8ommsr ck. 4. undsrsebnst naeb. NaucklunAsn, äsusn -lisse kortsotrunx niobt ruAslrommsu sein sollte, bitte ieb eu verlangen. Ootba, 16. ksbruar 1885. ckustus I'ertlies. s7441s Soeben erschienen und wurden alle eingegangenen Bestellungen effektuiert: Freies Christenthum dargelegt in Predigten und Betrachtungen Protest. Geistlicher. Herausgegeben von C. W. Kambli, Pfarrer. Heft I. Lex.-8°. 80 Seiten. 80 ^ ord. L--- Ich bitte ges. Kontinuationsliste für die alle 6—8 Wochen nachfolgenden Hefte anzulegen. Schweizerischer Zoll-Tarif vom 26. Juni 1884, gültig vom 1. Januar 1885 an, alphabetisch geordnet. gr. 8°. 64 Seiten. 80 ^ ord. Bezugsbedingungen: 25 3b in Rechnung, 33HH U gegen bar und auf 10 fest bezogene Expl. 1 Freiexpl. ucs-Ich bitte gef. umgehend zu verlangen. Mit Hochachtung Zürich, im Januar 1885. Caesar Schmidt, Verlags-Cto. ^ vor V 6rl08uiiA8 - Lalvuäer kür 1885 berg-usASAsbon von cksr ksäuletion 463 ,,Llrtiouür". krois 1 50 rnit 33zhvch bar. ist um 21. lauuar in I-oixrix- uus^s^sbsu rrorcksu. IVsiter bsnötigts kxplre. iiozsu auob clort rur Lnslislsrunx. ckasßer'sobo Lucbbuucklunx in b'runülurt a/N.
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