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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.08.1916
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- 1916-08-07
- Erscheinungsdatum
- 07.08.1916
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Nr. 181. , .... .. ' , M." ? «d«4E«» " — " ! Deutschen Reiche zahien jär jedes Exemplar Z0^Mark dez. 1! des Dörjeuperein» die visrgespaltsns Detitzeil LAS Mark jährlich. -Nach dem LZuvIanä erfolgt Lieferung ff Raumld-pj^ >/. 6.13.50M..V.6.26M.. >/, S.50M.. jürNicht-j f über Lmp^ig oder dur.t) Kreuzband, an Nichtmit^lieder in ff Mitglieder 4P -Pf.. L2 M.. 60 M.. loh M. — Deilagen werden « Leipzig, Montag den 7. August 1918. 83. Jahrgang. Redaktioneller Teil. Von deutscher Musik und vom deutschen Musikhandel im zweiten Kriegswinter. Ein Rückblick. III. Musikh and e I. <11 siehe Nr. 17g.) Das erhöhte öffentliche Musikleben spiegelt sich bis zu ge wissem Grade auch im Mufikhandel Wider. Die Neuigkeitenver zeichnisse der großen Verleger, wie Breitkopf L Härtel, Leuckart, Peters, Schott, um nur einige herauszugreifen, zeigen, daß man auch hier trotz des Krieges nicht gerastet hat. So wurden nur an symphonischen Werken, außer der Alpen-Symphonie von Rich. Strauß, die 3. Symphonie von Paul Büttner (F. E. C. Leuckart), die 3. Symphonie von Hugo Karin (Jul. Heinr. Zimmermann), »Der Sieger« von E. v. Reznicek (Bote L Bock) und »Die Okea- niden« von Jean Sibelius (Breitkopf L Härtel) herausgebracht. Ferner erschien nach langjähriger Vorbereitung : das auf Ver anlassung S. M. des Kaisers herausgegeben« Volksliederbuch für Gemischten Chor im Verlage von C. F. Peters und wurde nach Auswahl, Reichhaltigkeit (604 Chöre) und Bearbeitung, von der Presse als Kulturtat ersten Ranges begrüßt. Daß es an Kriegspublikationen nicht fehlte, ist begreiflich. Bereits im Oktober 1915 konnte die Kriegsmusiksammlung der Wiener Hofbibliothek aus ihrer Statistik Mitteilen, daß unter den vorhandenen Eingängen 1809 Nummern deutscher und österrei chisch-ungarischer Herkunft seien. Hielt sich zu Beginn des Krie ges jeder Musiker, der nicht im Felde stand, gleichviel ob er sonst von Beruf Komponist war oder nicht, verpflichtet, dem Vaterland wenigstens durch ein vaterländisches Lied zu dienen, so ebbte diese Überflut bald zurück. An ernster Kriegsmustk erwähne ich: Martin Grabert, Kriegskantate, Der Herr ist mein Licht; Reger, op. 140 Eine vaterländische Ouvertüre, Reger, op. 144 b Requiem nach Worten von Hebbel, dem Andenken der im großen Kriege gefallenen deutschen Helden (Simrock): v. R e z n i - e k, In memoriam für Soli, Chor und Orchester (Uni versal - Edition); Taub mann, Kampf und Frieden (Jul. Heinr. Zimmermann); ferner Chorwerke von Schreck, Loschst), Zöllner usw. An erfolgreichen Sammlungen für Kla vier seien die »Siegesklänge« bei Anton I. Benjamin, Hamburg, »Schwert und Leier« bei Schlesinger, Berlin, und »Hoch Deutsch land und Österreich« bei Hug, Leipzig, genannt. Auch von verschiedenen Beiträgen zu einer neuen deutschen Nationalhymne ist zu berichten. Wie bekannt, ist unser »Heil Dir im Siegerkranz« englischen Ursprungs (die Melodie wird Henry Carey zugeschrieben), während die Haydnsche Musik z» unserm »Deutschland, Deutschland über alles« auch für die österreichische Nationalhymne benutzt wird. So einleuchtend die Bedenken gegen die eine wie die andere Weise als National-Hymne sind, so schwierig ist es, Ersatz zu schaffen, und keinem der gutgemeinten Versuche ist es einstweilen gelungen, in weiteren Kreisen Beach tung zu finden. Daß trotz Verleger-Mut und -Rührigkeit das alphabetische Verzeichnis von Hofmeister «inen starken Rückgang aufweist (1913 umfaßte es 222 Seiten, 1914 mit dem freigewordenen Wagner 185 Seiten, 1915: 144 Seiten), kann nicht überraschen, die Gründe hierfür sind vielfacher Natur. Erstens stehen manche d«r Ver leger und Komponisten im Felde, dann fehlt als Absatzgebiet das gesamte Ausland, mit Ausnahme der verbündeten und wenigen erreichbaren neutralen Ländern (die Verbindung mit den Ver einigten Staaten, mit Südamerika und Spanien ist seit Monaten gänzlich abgeschnitten), endlich hat der Kampf um das Auffüh rungsrecht die Verleger im vergangenen Jahre dauernd beschäftigt und vielen Zurückhaltung auferlegt. Di« Mehrzahl der Ver leger hat sich von der zur Genossenschaft deutscher Tonsetzer ge hörigen Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht losgesagt und in der Gema (Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Auffüh rungsrechte) ein eigenes Aufführungsrechtsinstitut gegründet. Ohne Partei zu ergreifen und zu untersuchen, auf welcher Seite das Recht liegt, ob bei dem mit glänzenden Eigenschaften begabten, aber «isenköpfigen Leiter der Genossenschafts-Anstalt (Friedrich Rösch), oder bei den Verlegern, die sich nicht völlig »knechten« lassen wollten, finde ich es höchst bedauerlich, wo wir auf allen Gebieten mehr denn je Einigkeit im Innern so dringend brauchen, daß hier «ln Weg zum Frieden nicht gefunden wurde, und Komponisten, Aufführungs-Institute, Verleger, also das gesamte Musikleben Deutschlands, unter dem Zwiespalt zu leiden haben; doch darf man Wohl hoffen, daß über kurz oder lang die beiden Gesellschaften zum Wohle aller eine Einigung finden werden. Neben dieser Hemmung hatte die Verlegertätigkeit mehr und mehr unter der auch dem Buchhandel nur zu Wohl bekannten Kostensteigerung der gesamten Herstellung zu leiden, die, wie früher erwähnt, zu Preiserhöhungen und Rabattumwandlungen mancher Art geführt hat. Besonders schwer hatten die Ver legerfirmen mit eigenen Stich- und Druck-Abteilungen zu kämpfen. Aber wie diese, so sind auch die anderen Stechereien und Druckereien, die di« Herstellung für die übrigen Verleger besor gen, allen voran das Welthaus C. G. Roeder, leistungsfähig und siegreich geblieben. Im Gegensatz zu diesen vielen Kriegs-Schwie rigkeiten bei der Publikationsarbeit war der Absatz für viele Verleger «in ganz unkriegsmätzig lebhafter und hat zum Teil für Deutschland und die skandinavischen Länder die Höhe nor maler Zeiten erreicht — gewiß eine überraschende Tatsache. Dieser belebte Geschäftsgang ist natürlich auch dem Musikalien- Sortimentshandel zugute gekommen; das Publikum zahlte im allgemeinen besser als sonst, auch die Verleger können von zufriedenstellendem Eingang der Zahlungen berichten. Trotz alledem lastete der Krieg auf -dem schon sonst nicht sanft gebet teten Sortiment recht schwer. Die Ausländer, für viele Handlungen die Hauptkundschaft, fehlen ganz, das Jnstrumen- tengeschäft liegt darnieder, Einberufungen der Angestellten wie der Chefs bringen starke Störungen, so daß manche SortiMnter-Frau mutig in die Bresche springen mußte. Hinzukommt, daß viele Komponisten, die früher hohe Er träge brachten, inzwischen frei geworden, mit wesentlich nie drigeren Ergebnissen, wenn auch oft mit größerem Absatz, ein zusetzen sind; besonders gilt dies von Wagner, dem nun 1917 auch Liszt als Freigewordener folgt. Einen großen Fort schritt bedeutet es, daß das Sortiment sich endlich aufgerafft hat, den Rabatt an das Publikum, laut Beschluß der letzten Hauptver- 1045
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