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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.07.1916
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1916-07-26
- Erscheinungsdatum
- 26.07.1916
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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«r. 171. . . . » » Ssbrauch Dosten se 36 Mar» 57 Mitglieder für die ^eile 10 für >/, S. 32 D?. statt ^6 M.. ^ «jährlich frei «Sefchäf1»stelle oder 3SMar» delDostllberweifuag für6.17 M. statt 1SM. Stellengeluche werden mit 10Hf. pro L I» innerhalb de» Deutlchen welches. MichtmitgNeder iw 55 Seile berechnet. — 2n dem illustrierten Teil: für Mitglieder 2 ^ t 5 Deutschen 47elch^ zoblen für fede» S»e«plar 30 Mar»bez.55 des Dörfeaverein» die viergefpaltene -petitzeile oder deren ? ^ZSS M^r» jährlich, ^kach ^ew Dusland^rrlfolgt Llefernog^ Raum lb'pf^'^S.13.b0M^'^6.26M.. >/, S 50M-: fürllicht- 1; diefeni 1 MAMuMÄMr'lelwerUM'eMAWenBW'U Leipzig, Mittwoch den 26. Juli 1916. 83. Jahrgang. Redaktioneller Teil. Verband der Kreis- und Ortsvereine im Deutschen Buchhandel. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der 38. Ordentliche« Abgeordueten- versammlung, abgehaltcn am Sonnabend, den 20. Mai 1916 im Deutschen Buchhändlerhause zu Leipzig. lFortfetzung zu Nr. 167 bis 170.) Otto Paetsch (Königsberg i/Pr.): Meine Herren! Herr Hosrat Meiner hat bereits die Frage des Herrn Merseburger mit dem Hin weis beantwortet, daß ungefähr 7500 Bücher bereits einen Zuschlag erhalten haben; ich glaube, es sind schon erheblich mehr. Ich möchte noch hinzusügen: das Schlimmere bei dieser ganzen Bewegung ist, daß eine große Anzahl von Verlagshandlungen nicht einen Teuerungs zuschlag erhoben, sondern einsach die Lieserungsbedingungen zu un- gunsten des Sortiments reduziert hat. Eine große Anzahl von Firmen hat sich während des Krieges nicht im entferntesten auf der Höhe der Situation gezeigt und hat den Sortimentern, die jahraus jahrein die Verlagsproduktion in mühevoller Arbeit an den Mann gebracht haben, in einer Zeit, wo sie sich sagen mußten, daß jene der Hilfe und Unterstützung bedurften, nicht nur nicht geholfen, sie haben es fertig gebracht, in der Zeit der allgemeinen Teuerung den wahrlich schmalen Gewinn noch zu verschlechtern. Und, meine Herren, wie ich den Ver lauf der heutigen Versammlung übersehe, muß ich die große Be fürchtung haben, daß wir wieder einmal nach Hause fahren, ohne zu einem Resultat gekommen zu sein, daß wir auch heute wieder sagen müssen, was vor einer Reihe von Jahren Herr Kommerzienrat Schöp- ping hier aussprach: wir kamen und baten um Brot, und Sie gaben uns Steine. (Nuse bei den Verlegern: Na! na!) Meine Herren, soweit ich hier die Stimmung der Versammlung und die Reden, die hier gehalten worden sind, verstanden habe, ist der Wunsch vorhanden: wir wollen zu einer Verständigung und Besserung der Verhältnisse kommen. Vorschläge, die uns zu einem Beschluß sühren können, sind bisher jedoch nicht gemacht worden. Meine Herren, wo soll das hinaus? Und ich sehe dräuend ein Gespenst. Ich habe es als Vorsitzender unseres Kreisvereins sür meine Pflicht gehalten, immer wieder dahin zu wirken, daß möglichst alle unsere Mitglieder auch Mitglieder des Börsenvsreins werden, und erst vor 10 Tagen, als ich im Kreise unserer Berussgenossen wieder daraus zu sprechen kam, daß wir nicht genug Mitglieder des Börsenvereins in unserer Vereinigung hätten, da wurde mir gesagt: »Es wird gar nicht lange dauern, bis wir ihrer zu viele im Börsenverein sind; es wird eine Zeit kommen, wo wir scharenweise dem Börsenverein werden den Rücken kehren müssen«. Meine Herren, ich spreche das nicht etwa als eine Drohung aus. Ich bin mir sehr wohl der Verantwortung bewußt; ich erblicke in solchen Gedanken und Absichten eine Gefahr und würde es ganz außerordentlich bedauern, wenn die Organisation geschwächt würde. Und geschwächt wird sie durch die jetzigen Vor gänge unter allen Umständen; denn es ist nicht zum ersten Male der Beweis erbracht, daß die Organisation nicht so ist, wie sie sein soll. Sie kann uns in vieler Beziehung infolge der Gebundenheit durch die Satzungen und die Vormachtstellung des Verlages nicht das sein, was wir von ihr verlangen müssen. Ich bitte, das zu bedenken. Auch noch aus ein Weiteres möchte ich aufmerksam machen. Herr Hofrat Meiner hat darauf hingewiesen, welche Unsicherheit in den Ladenpreisen entstehen würde, und welche Unsicherheit bereits heute besteht, ist schon von einer andern Seite ausgesprochen worden. Ja, glauben Sie denn wirklich, daß der Ladenpreis, wenn wir heute zu keinem Beschluß kommen, auch nur im entferntesten festgehalten werden könnte? Das ist einfach ausgeschlossen. Meine Herren, der Ladenpreis wird heute in vielen Gegenden des Reiches nicht mehr inne gehalten. Ich habe auf meiner Reise hierher festgestellt, daß beispielsweise Naumann, Mitteleuropa mit 3.50 und 4 ver kauft wird, und wir wissen aus anderen Berichten, daß in einzelnen Städten ganze Büchergruppen mit einem lOtzhigen Ausschlag verkauft worden sind, ohne daß das Publikum sich wunderte oder irgendwelchen Einspruch erhoben hat. Ja, meine Herren, Sie helfen heute mit, den Eckstein des Börsenvereins, der als solcher immer wieder in den Vorder grund gestellt worden ist, zu untergraben! Es muß dahin kommen, und ich sage es frei und offen, ich werde einer von den ersten sein, wenn wir heute nicht zu einem Beschluß im Interesse des Sortiments kommen, der sich nicht mehr gebunden hält; und ich möchte einmal den Gerichtshof sehen, der mich verurteilen wollte, weil ich bei unzu reichend rabattierten Büchern die Preise selbst bestimme. . Wir haben uns in Königsberg zu Rabattermittelungen zusam mengetan und sind erstaunt gewesen über die außerordentlich große Anzahl der Schulbücher, die mit einem Rabatt geliefert werden, der an der Grenze dessen ist, was man noch sittlich nennen kann, weil der Minimalrabatt der Verkaufsordnung nicht erreicht wird. (Hört! hört!) Meine Herren, so geht es nicht weiter. Ich habe Ihnen im Auftrag meines Vereins vorgeschlagen, einen allgemeinen Teuerungszuschlag von 10HH aus die gesamte Bücherproduktion im Interesse des Sortiments zu erheben. Nur an uns haben wir gedacht, weil wir davon absehen wollten, uns zum Vormund des Verlages zu machen und auch für ihn Teuerungszuschläge vorzusehen. Der Verlag hat noch stets für sich selbst gesorgt und seinen Vorteil wahr- zunehmsn gewußt; er hat auch in diesem Kriege an nichts anderes als an seinen Gewinn gedacht und hat bei den Festsetzungen der Teue rungszuschläge resp. bei Herabsetzung der Rabatte nicht berücksichtigt, daß das Sortiment schon während des Friedens mit einem unzureichen den Gewinn arbeitete. Meine Herren, es Hilst uns Sortimentern nichts, wenn wir durch eine Ladenpreiserhöhung von 108ß einen Umsatz von .K 110.— statt bisher 100.— machen und an diesen -K 110.— Umsatz einen Bruttogewinn von ganzen 2.50 mehr haben. Die decken nicht viel mehr, als die erhöhten Preise für Bind faden und Packpapier. Meine Herren, jedes Pfund Wurst kostet heute A 5.—, und 3 Paar Kinderstiefel besohlen kostet .K 21.—. Da kann uns dieser Anteil an der außerdem nur sehr teilweise eingeführten Ladenpreiserhöhung nur gänzlich unzureichend erscheinen. — Indem ich noch hinzufüge, daß allein die Spesenerhöhung meines Kommissio närs für mein Geschäft etwa .K 1700.— pro Anno betragen dürsten, möchte ich mich zunächst aus diese Ausführungen beschränken. Paul Nitjchmann (Berlin): Meine Herren! Aus den bisherigen Verhandlungen geht sür mich dreierlei mit unbedingter Sicherheit hervor: 1. daß ein Kreisverein diese Erhöhung um 10 oder wieviel Prozent — das bleibt sich gleichgültig — nicht anordnen kann, 2. daß der Börsenverein die Erhöhung nicht schützen kann, und 3. daß der 989
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