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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.08.1916
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1916-08-01
- Erscheinungsdatum
- 01.08.1916
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- Deutsch
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. /k 176, 1. August 1916. Etappengebiete des Oberbefehlshabers Ost das Porto: für Briefe bis 20 g 15 Pf., über 20—250 § 25 Pf., für Ortsbriefe bis 250 F, für Briefe der Kontoinhaber au die Postscheckämter, für Postkarten je 7^ Pf., für Nohrpvstbricfe 35 Pf., für Nohrpostkarten 30 Pf., für Pvstauftrags- briefe 35 Pf., fiir Briefe mit Wertangabe in der 1. Zone 25 Pf., darüber hinaus 50 Pf., für Pakete bis 5 kg in der 1. Zone 30 Pf., darüber hinaus 60 Pf., für Pakete über 5 in der 1. Zone 10 Pf. mehr als bisher, darüber hinaus 20 Pf. mehr als bisher; für Briefe, Post karten und Postanftragsbriefe nach Österreich, Ungarn und Bosnien- Herzegowina, für Briefe und Postkarten nach Postanstalten des öster reichisch-ungarischen Militär-GeneralgonvernementS Lublin sowie für Wertbriefe und Pakete nach Österreich und Ungarn sind die gleichen Gebühren wie für Sendungen des inneren deutschen Verkehrs zu er heben; über die Gebühren für Wertbriefe und Pakete nach Luxemburg geben die Schalterstcllcn Auskunft. Ferner beträgt die Gebühr: fiir Telegramme im Stadtverkehr bis 5 Wörter 40 Pf., über 5—10 Wörter für jedes Wort 2 Pf. mehr, über 10 Wörter für jedes Wort 5 Pf., für Telegramme im sonstigen inländischen Verkehr bis 5 Wörter 60 Pf., über 5—10 Wörter für jedes Wort 2 Pf. mehr, über 10 Wörter für jedes Wort 7 Pf. Unverändert bleiben die Gebühren: 1. für Drucksachen, Geschäfts papiere, Warenproben, Postanweisungen, Postscheckverkehr, Zeitungen, 2. Fcldpostsendungeu und Soldatensendungen (mit Ausschluß solcher in rein gewerblichen Angelegenheiten der Absender oder Empfänger), 3. Sendungen nach dem oben nicht genannten Auslande. (Wegen der Abweichungen im Grenzvcrkehr mit Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz erteilen die Schalterstcllcn Auskunft.) Gegen die Barbaren. — Tie Professoren der Petersburger Uni versität gehen in dem Haß gegen die Deutschen so weit, daß sie den Vorschlag machten, sich mit den Gelehrten und Professoren der ver bündeten Staaten von den Deutschen gänzlich abzusondern und jede Beziehung zu ihneu abzubrechen. Dieser Vorschlag hat, so absurd er ist, in England, Frankreich, Italien und Belgien sowie unter den Serben viele Anhänger gefunden. Die Gelehrten der erwähnten Staa ten wollen einen Verband der Universitäts- und Akadcmicprofessorcn der Deutschland feindlichen Staaten gründen. (»Birschewija Wjcdo- mosti«.) Klagen über die dänische Zensur. — Infolge verschiedener öffent lich vorgcbrachter Klagen über die Art der Ausübung der dänischen Telcgrammzensur brachte kürzlich die konservative Volkspartei eine Interpellation an den Minister des Anßern ein, betreffend die Grund sätze, nach denen die Zensur ausgeübt wird. Der Minister des Äußern erklärte, die Hauptrichtschnur für die Zensur sei, daß Mitteilungen, die den Landcsinteresscn schädlich seien, nicht passieren dürften. Ständen Interessen privater Korrespondenten wichtigen Staatsinteresscn gegen über, so müßten erstere weichen. Nach weiterer Debatte schloß die Besprechung. Personalniichrichte». Auszeichnung. — Herrn Direktor Franz S ch u f f e n h a u e r, Prokuristen der Buchdruckerei der Wilhelm uud Bertha von Baensch Stiftung in Dresden, ist das Sächs. Ehrenkreuz für freiwillige Wohl fahrtspflege verliehen worden. Verleihung des Eisernen Kreuzes. — Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden ausgezeichnet die Herren Kurt Aigner, Vizewachtmcister im Wttbg. Ersatz-Feldartillcrie- Negiment Nr. 65, Sohn des Herrn .Hofbuchhändlers Hermann Aigner, Inhabers der Firma I. Aigner in Ludwigsburg; Wilhelm Scholl er, Vizefeldwebcl und Offiziersaspirant im 1. baycr. Infanterie-Regiment, Sohn des Herrn PH. I. Scholler in München, unter gleichzeitiger Beförderung zum Leutnant; Max Welte, Leutnant d. L. im 1. Landstnrm-Jnfanterie- Bataillon Offenburg, Prokurist der Hcrderschcn Verlagshandlung in Freiburg i. B. Gefallen: im Kampfe fürs Vaterland Herr Philipp Sch ad aus Köl bingen, Ersatzrcscrvist des Reserve - Infanterie - Regiments Nr. 111, ein treuer Mitarbeiter der Firma Earl Liehner's Hof buchhandlung in Sigmaringen; ferner Herr Bruno Syhre, Soldat in einem Rcscrve-Jnfan- teric-Negimcnt, der zehn Jahre lang seine bewährten Dienste j der Firma K. F. Koehler in Leipzig gewidmet hat. Wilhelm Ohr f. — In den Kämpfen an der Somme ist der Privat- dozent der Geschichte an der Frankfurter Universität und Mitgründer des Nationalvercins für das liberale Deutschland 1)r. Wilhelm Ohr im Alter von 38 Jahren gefallen. Seine Arbeit galt in erster Linie der Politisierung des Studentcntums, für die er in den Schriften »Zur Erneuerung des deutschen Studentcntums« (1908), »Hat Deutschland eine liberale Zukunft?« (1909), »Ter Zweck des Staates« (1909), »Vom Kampf der Jugend« (1910, 4. Aufl. 1914) u. a. eintrat. Anßcrdcm gab er die »Württcmbcrgischeu Landtagsakten« (1913 ff.), sowie einige Schriften zur Geschichte der Karolinger heraus. ^Sprechfaul. Blinde Disponenden." Im Börsenblatt Nr. 160 vom 13. Juli d. I. hat die Vereinigung Münchner Verleger 1914 E.-V. durch ihren Syndikus unter dem Titel »Blinde Disponenden« zu den Ausführungen über dieses Thema in dem stenographischen Bericht über die Gründungsversamm lung der Deutschen Buchhändler-Gilde in Nr. 151 des Börsenblattes Stellung genommen und einige Redner in dieser Versammlung scharf angegriffen. In Punkt 5 dieser Erklärung werde auch ich, der ich diese Ver sammlung als Vorsitzender geleitet habe, angegriffen, und meine Be hauptung, daß in dem Aufsatz einzelne Fälle verallgemeinert seien, wird als unwahr bezeichnet. In dem Aufsatz der Mitteilungen der Vereinigung Münchner Ver leger »Blinde Disponenden« heißt es in Absatz 2: »Selbstverständlich richtet sich die Anklage, die einmal offen und unzweideutig erhoben werden muß, nicht gegen das Sortiment als solches, nicht einmal gegen die meisten Sortimenter, aber doch gegen einen hohen Prozentsatz des deutschen Sortiments, darunter eine Reihe hochangeschener Mitglieder unseres Standes, ,erste Firmen'«. Genannt ist später nur ein Fall mit Namen und ein weiterer ohne Namen, während es in dem ersten Satze heißt, daß sich die Anklage gegen einen hohen Prozentsatz des deutschen Sortiments richtet. Dies ist doch eine Verallgemeinerung, wie man sie nicht besser wünschen kann, wenn man nicht einfach der Sprache Gewalt antun und eine Verallgemeinerung nur dann annehmen will, wenn das ganze Sorti ment in Bausch und Bogen angeschuldigt wäre. Unwahr ist, daß ich in meinem Berliner Briefe in Nr. 89 des Börsenblattes anerkannt habe, daß vor einer Verallgemeinerung gewarnt wird, und den Aufsatz »Blinde Disponenden« allen Bcrufs- genossen zur Beberzigung empfohlen und hinzugefügt habe, daß es mir eine besondere Freude mache, dem Münchner Buchhandel zu diesen Bestrebungen ein herzliches »Glück auf!« zuzurufen. Wahr ist vielmehr, daß ich in meinem Berliner Briefe von den Verhandlungen in der außerordentlichen Hauptversammlung der Ver einigung der Berliner Mitglieder des Börsenvereins ausgegangcn bin und erwähnt habe, daß dort Herr Or. Paetel einen engeren Zusammen schluß der Berliner Buchhändler angeregt habe. Im Anschluß daran habe ich der im Jahre 1914 gegründeten Vereinigung Münchener Ver leger und der von ihr hcrausgegcbcncn Mitteilungen gedacht und ihre Tätigkeit begrüßt. Es heißt dann wörtlich: »Die erwähnte Nr. 1 der Mitteilungen bringt auch sonst manches den ganzen Buchhandel An regende, so die.Eingabe der Vereinigung an den Gencralguartiermcister der deutschen Armee betreffend Feldbuchhandcl', .Blinde Disponenden' und manches andere, das alle Berufsgenossen beherzigen sollten«. Aus diesem Satze herauslcsen zu wollen, daß ich speziell den Aufsatz »Blinde Disponenden« als beherzigenswert hingcstellt haben sollte, scheint mir etwas kühn; er bezieht sich natürlich auf »manches andere«, sonst müßte er sich ja auch auf die Eingabe an den Generalguartiermcistcr beziehen; daß ich aber wünsche, daß die Berufsgcnossen diese Eingabe beherzigen sollen, wird kaum jemand von mir voranssetzen. Meiner Gewohnheit getreu, über Dinge nur dann ein Urteil ab zugeben, wenn die Tatsachen mir aktenmäßig vorliegen, habe ich den Aufsatz »Vliirdc Disponenden« auch nur angeführt, ohne ein Urteil daran zu knüpfen oder gar mich mit ihm identifizieren zu wollen. Mein »Glück ans!« zu den Bestrebungen der Vereinigung galt, wie auch aus dem Eingang hervorgeht, dem Zusammenschluß der > Münchner Kollegen, den ich den Berlinern zur Nacheiferung vorge- fiihrt habe, nichts anderem! Berlin. N. L. Prager, Vorsitzender des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine im Deutschen Buchhandel. Verantwortlicher Redakteur: Emil Thomas. — Verlag: Ter Börsenvcrein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Deutsches Buchs,ändlerhauS. Druck: Namm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 lBuchhändlerhaus). 1020
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