Fertige Bücher. ^5 28g 12. Dezember 1908. Aickarä Grellen brücker Erzählung aus Eüdtirol 80. Geheftet ^ 5.— ord., ^ 3.50 netto, ^ 3.20 bar (11/10) Elegant geb. 6.— ord., 4.20 netto, ^ 3.85 bar (11/10) Büchleins „Ich bin a Lump und bleib' a Lump" nach mebrjähriger Pause mit einem neuen Werke vor sein Publikum getreten, mit einer groß angelegten und in breitester Technik aufgebauten Erzählung, die schärfer noch als irgendeine seiner früheren Arbeiten die Eigenart Bredenbrückers und die letzten Ziele seines dichterischen Schaffens erkennen läßt. Denn wiederum zeigt sich auch bei dem neuen Buche: dies hier will kein Roman im landläufigen Sinne sein — keine Erzählung kurzweg — dies Werk hier wurde nicht geschrieben, um allein die wandlungsreichen Schicksale der Karrnerin Danena Lagreni aufzuzeichnen. Was der Verfasser geben will, ist weiter, und das Gemälde, das er aufrollt, gibt viel mehr als nur das Lebensbild eines Menschen — der „Toten Kohle", wie Danena am Lagerfeuer der Dörcher, jener zigeunerartigen Banden, heißt. Ihn, der in vielen Jahren hingebenden Suchens das Leben der Dörcher als Ganzes zu erfassen und bis ins feinste Geäder seiner tausendfältigen Mystik zu verstehen strebte, drängt es, die Seele dieser ruhelosen Kainskinder uns Fernstehenden zu erschließen, uns einzuführen in ihre Welt seltsamen Aberglaubens, naiver Kindlichkeit, grausamer Ungebundenheit und kühner Lebenszuversicht. So bildet denn das Dörcherleben selbst den eigentlichen Hinter grund des Bildes — eines Bildes, in dem alle Weiten des Gesichtes unzertrennlich sind von der Staffage: von den Menschen, die sich vom Karren, in dem sie geboren wurden, lösen, um den Weg zu der geordneten Sicherheit auf fester Scholle zu suchen, — und die das Blut der Väter doch wiederum zurücktreibt zu dem ewig rollenden Karren, auf dem sie sterben werden. Mit unvergleichlicher Sorgfalt hat Bredenbrücker eine überreiche Fülle interessanten folkloristischen Materials in sein Werk verwebt. Was der Forscher fand, hat der Dichter ausgenommen und mit schaffender Hand zum Denkmale für einen hinsterbenden Volkssplitter geschichtet, zu einer Schöpfung, die nun gleichermaßen als ein lebendig erfaßtes Stück Volkskunde wie als reife Gabe eines längst rühmlichst bekannten Erzählers sich Freunde werben wird. Roter Zettel anbei. -Nolf 8onr y Lomp. Stuttgart, 12. Dezember 1908. Textprobe aus: „Jung Wilhelm". 12 Bilder mit Versen von Luise Koppen. „Adieu, auf Wiedersehen I Wohin willst du denn gehen? Sag es mir mal ganz leise — Wohin geht deine Reise? — „Nach Rußland!" Adieu, auf Wiedersehen! Nach Rußland willst du gehen? In Rußland mußt du frieren, Das darfst du nicht probieren! — „Nach England!" Adieu, auf Wiedersehen! Nach England willst du gehen? Das kann mir nicht gefallen. Weil da viel Nebel wallen! - „Nach Afrika!" Adieu, auf Wiedersehen! Was willst du dahin gehen? Äeiß ist es ohne Maßen, Von Sand sind alle Straßen! „Nach Deutschland!' Adieu, auf Wiedersehen! Nach Deutschland willst du gehen? Dahin^reit' nur in Frieden Nichts Schönres gibts hienieden! Adieu! O Li Prinz Wilhelm will mit seinem Pferdchen in die weite Welt. Nur bar. Einzeln 85 Pf., von 15 Ex. ab ü 70 Pf, von 30 Ex. ab ä 65 Pf., 50 u. mehr Ex. mit 50/H. c> Probepartie von 6 Ex. franko M. 4.50 cr Als Neujahrsgeschenk und dauernd in Massen abzusetzen. 12 Bilder des Prinzen mit Versen von Luise Koppen. Klein 4°. vornehmste Ausstattung, in elegantem Umschlag gebunden M. 1.20. Ausgabe noch für die letzten Tage des Weihnachts geschäfts genau in der Reihenfolge des Eingangs der Bestellungen. Ll Berlin 8VV. 2