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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.12.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-12-01
- Erscheinungsdatum
- 01.12.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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279, 1. Dezember 1908. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhanbcl. 18947 und Kotzebue erwähnt finden, obschon sie mit Napoleon nichts zu tun hatten, und daß z. B. die Aufzählung der Werke Schillers und Goethes fast je eine Seite einnimmt. Es lag in dieser Hinsicht weiter gegangen ist, als man bei einer solchen speziellen Bibliographie erwarten würde, ist dem Umstand zuzu schreiben, daß diese Zusammenstellung zugleich eine Vorarbeit zu einem von dem Verfasser geplanten großen Werk über das uapoleonische Zeitalter ist. Der Herausgeber hat die Titel systematisch angeordnet und innerhalb der einzelnen Abschnitte die chronologische Reihenfolge eingehalten. Es ist dies für ein solches Werk die einzig richtige Methode, denn sie ermöglicht mit Hilfe der Inhalts-Übersicht, ohne weiteres festzustellen, an welcher Stelle man nachzuschlagen hat, um Arbeiten über ein gewisses Thema vorzufinden. Der 1. Abschnitt »Weltgeschichte 1795—1815« enthält die all gemeineren Werke üb^r die politische Geschichte, die Geistesgeschichte und die Verträge. Der umfangreichste 2. Abschnitt ist der Staaten- geschichte von 1795 bis 1816 gewidmet. Er berücksichtigt Frank reich, Belgien, Holland, Italien, Deutschland, die Schweiz, Groß zahlreiche Unterabteilungen vorgesehen. Der ebenfalls noch recht umfangreiche 3. Abschnitt behandelt die Kriege von 1796 bis 1816. Er beginnt mit den allgemeineren Werken, insbesondere über Seekriege und Kriegskunst, sowie den Soldatenerinnerungen, um dann die Werke in der chronologischen Folge der Ereignisse zu verzeichnen. Der für nächstes Jahr zu erwartende 2. Band wird die Abschnitte enthalten: Napoleon I. und seine Familie; Memoiren, Korrespondenzen, Biographien; Flugschriften; Reisen; Periodica; Appendix. Der vorliegende 1. Band ist mit einem geradezu bewunderns werten Fleiß bearbeitet. Dabei ist der Verfasser sehr gewissenhaft zu Werke gegangen. Welch vielseitige Hilfsmittel er benutzt hat, kann man aus seiner Einleitung ersehen, die zugleich einen Über blick über die bibliographischen Hilfsmittel der wichtigsten Nationen gibt. Die Titel sind tunlichst vollständig wiedergegeben, und zwar mit Verlagsangabe, Seitenzahl, Format und Preis. Diese An gaben werden besonders Buchhändlern und Antiquaren er wünscht sein, nicht zum wenigsten aber auch solchen Benutzern, die sich einzelne Werke anschaffen wollen. Die Anordnung des Textes ist sehr übersichtlich. Auch die fremdsprachigen Titel sind sehr genau gesetzt, so daß nur wenige Schnitzer zu finden sind (Seite 172 soll es heißen in Zeile 11: cks tout68 163 ociitionZ und in Zeile 23: Iwnckl-68). Seite XXXVI kann das Fragezeichen fortfallen, da das erwähnte Werk in der Tat von A. Hugherini herrührt. Zeitlich berücksichtigt die Bibliographie die bis 1905 erschienenen Werke, sowie die neuen Ausgaben und Übersetzungen bis 1907. Der Herausgeber hat übrigens die Absicht, nach Erscheinen des 2. Bandes von Zeit zu Zeit einen Nachtrag herauszugeben, um das Werk vor dem Veralten zu bewahren. Hoffentlich findet sein Unternehmen den verdienten Beifall, denn es ist geeignet, der Wissenschaft große Dienste zu leisten. T. Kellen. .Meine Mitteilungen. * Kunstausstellung. — In Del Vechio's Kunstsalon in Leipzig wurde soeben die Dezember-Ausstellung mit einer reich haltigen und sehr interessanten Ausstellung eröffnet. U. a. sind mit Werken vertreten: Hans Thoma, F. von Reznicek, H. G- Jentsch, Ed. Thöny, A. Thiele, F. M. Bredt, Müller vom Siel, A. Herr- mann-Allgäu, C. Wuttke, H. Saffer, T. von Eckenbrecher, Fritz Reiß, Hans Thiele, L. Fahrenkrog, Alfred Scherres, Franz Wolter, Em. Jsenbart, L. Skramstad, Otto Mobersohn, A. Lutteroth, P. Koken, H. Dieckvoß, N. Sichel, A. Steinbrecht, Paul W. Ehr hardt, Georg Zenker, G. Wustmann, Marie Orthaus, E. Spindler, mit graphischen Arbeiten Max Klinger, L. Balestrieri, Fritz Thaulow, L. Fischbeck, Hans Olde, L. Michalek, H. Jourdain, Franz Hecker, E. Orlik, E. Kasimir, K. Kollwitz, C. Fonce, CH. Hourdard, R. Lor- rain, H. Vogeler, W. Unger, H. Thiele. Neue Bachgesellschaft. — In der vierten Tagung der Neuen Bachgesellschaft in Chemnitz wurde beschlossen, das fünfte deutsche Bach fest in Duisburg im Jahre 1910 abzuhalten. Die Neue Bachgesellschaft ist gegenwärtig auf 731 Mitglieder gestiegen, das Bachmuseum in Eisenach wurde von 3718 Personen besucht. In den Ausschuß der Neuen Bachgesellschaft wurde Pro fessor vr. Henri Marte au in Berlin, ferner vr. Alfred Heuß in Leipzig und Professor vr. Johannes Weiß in Heidelberg gewählt. Die Verwaltung des Bachmuseums hat der Bevollmächtigte für das Bachhaus, das Ausschußmitglied vr. Georg Bornemann in Eisenach, übernommen. In der Mitgliederversammlung wurde eingehend über die Frage der Neubeschaffung verschwundener Bachinstrumente verhandelt, eine Revision der großen Bachausgabe und ferner gemäß den Darlegungen des Blbliothekars des Musik historischen Seminars der Universität Berlin, Max Schneider, die Wahl eines Ausschusses beschlossen, der das gesamte kirchen musikalische Material an Werken Joh. Seb. Bachs seitens der Neuen Bachgesellschaft aufführungsreif vorzubereiten und die Ab fassung einer Schrift zu veranlassen hat, die allgemein verständ liche Anweisungen mit Beispielen und Ratschlägen für Auf- (Musikhandel und Musikpflege.) * »Wechsel, Zins, Diskont« (vgl. Nr. 271 d. Bl.). — In den in Nr. 271 d. Bl. ist auf Seite 13397 bemerkt, daß der Vermerk »0. X.« (ohne Kosten) vor Tragung der Kosten schützen solle. Aus dem Leserkreise wird uns dazu entgegengehalten, daß das nach Artikel 42 der Wechselordnung nicht der Fall sei. Hierzu schreibt uns Herr Kirsten: »Die Sache ist an sich richtig; immerhin dürfte die Mahnung dem Giro den Zusatz »0. X.«, wo dies von den Vormännern ge- fahrung und Praxis weiß, daß es wegen unterlassener Beifügung dieser Worte zu Weiterungen, auch zum Rechtsstreit gekommen ist, und daß Wechsel, die bei einem Giro den fraglichen Zusatz man wenigstens allen Eventualitäten aus dem Wege.« Die Ltempcl der deutschen Postscheckämter. — Die Post scheckämter, von denen bekanntlich im Reichspostgebiet 9, in Bayern 3 und in Württemberg 1 errichtet werden, verwenden für ihre Zahlungsanweisungen besondere Hochdruckstempel. Diese württembergische Scheckamt ebenfalls das Landeswappen in der Mitte. Die Wappen werden bei den Scheckämtern des Reichs postgebiets von der Inschrift »Kaiserliches Postscheckamt« um rahmt. Dieser Inschrift entsprechen die Worte »K. Bayrisches Postscheckamt« oder »K. Württ. Postscheckamt Stuttgart«. Die Scheckämter des Neichspostgebiets werden durch Zahlen unter schieden, die auf dem Stempel unten angebracht sind. Es be deutet 1 Berlin, 2 Danzig, 3 Breslau, 4 Leipzig, 6 Hamburg, 6 Hannover, 7 Köln, 8 Frankfurt (Main), 9 Karlsruhe (Baden). Bei den bayrischen Scheckämtern bedeutet 81 München, 82 Nürn berg, 83 Ludwigshafen (Rhein). Die Abdrücke werden in blauer Farbe ausgeführt. (Leipziger Tageblatt.) * Fachgruppe der Buchhandlnngsgehilfinnen im Kauf männischen Verband für weibliche Angestellte, Ortsgruppe Berlin. — Aus Berlin wird uns geschrieben: Am 24. November hielt uns Herr Verlagsbuchhändler Paschke einen Vortrag über Verleger und Autor, der in fesselnder Weise die geschichtliche Entwicklung des Verhältnisses zwischen den Schriftstellern und den Verbreitern ihrer Erzeugnisse beleuchtete. Großes Interesse erregten einige noch auf Pergament geschriebene Buchhändler privilegien, die der Vortragende aus dem eigenen Archiv vor zeigte. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen. — Für die nächsten Monate sind Vorträge über das Verhältnis von Biblio theken und Buchhandel sowie über Bucheinbände, beide von Fach leuten gehalten, vorgesehen. — Der Stellennachweis des Ver bandes erfreut sich einer guten Entwicklung. 1814*
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