9806 Börsenblatt f. d, Dtschn. Buchhandel. Künftig erscheinende Bücher. 215, 15. September 1908. Demnächst wird in unserem Verlage erscheinen: 2 Wilhelm und Caroline von Humboldt Briefwechsel aus Rom -s-^-ss-s- und Berlin—Königsberg 1808—1810 Weltbürgertum und preußischer Staatsdienst Äerausgegebcn von Anna v. Sydow Umfang über 500 Seiten mit einem Bildnis Geheftet M 9,—, elegant gebunden M 10,— Bezugsbedingungen: 30 "/g und Freiexemplare: 11/10 (^Xie Zeit vor 100 Jahren tritt uns lebensvoll gegenüber aus diesem Briefwechsel ^ zwischen der in Nom zuriickbleibcnden Caroline und Wilhelm, der mit seiner Rückkehr nach Deutschland die Schwelle zur staatsmäunischen Laufbahn betritt. Wir werden Zeugen der Schwierigkeiten, die sich Humboldts Wirksamkeit entgegen- stellen, wir sehen ihn inmitten von Hof- und Staatsintrigen, seiner vornehmen Natur getreu, mit überraschender Offenheit und mit Unparteilichkeit handeln. Sein hoher Idealismus, seine Menschenkenntnis, eine gewisse unvertilgbare .Heiterkeit bei eisernem Fleiß ermöglichen es ihm, trotz aller Hemmnisse Bewunderungswürdiges zu leisten: u. a. Gründung der Universität Berlin. Das größte Opfer, das seine neue Stellung von ihm verlangt, ist die Trennung von Caroline. Ihre Übersiedlung »ach Berlin war zunächst unausführbar, da Humboldts Bleiben dort ganz ungewiß erschien. Am 14. Juni 1810 erhält er seine Ernennung zum Gesandten in Wien, seine Abreise verzögert sich durch den Tod der Königin Luise. I» seinen Briefen klingt der tiefe Schmerz wieder, der Stadt und Land damals erfüllt. Nach zweijähriger Trennung feiern Ende Oktober 1810 Wilhelm und Caroline endlich das ersehnte Wiedersehen in Wien. Der neue Briefband ist ein Weihnachtsbuch bester Art. Auch Band l: „Aus der Brautzeit" und Band II: „Aus der jungen Ehe" bitten wir zur Lagerergänzung zu verlangen. Roter Bestellzettel! 2 Berlin SW 68 E. S. Mittler L- Sohn