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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.12.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-12-31
- Erscheinungsdatum
- 31.12.1915
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 304, 31. Dezember 191S. treten. Bald gliederten sich Verlag und Truckcreibetrieb an, die zeitweilig getrennt geführt, 1875 aber unter der Firma Gebrüder Klingenberg wieder vereint wurden, doch blieb die ursprüngliche Firmenbezeich nung Klingenberg sche Hofbuchhandlung daneben erhalten. In Lemgo war schon 1869 eine Filiale errichtet worden, die sich ebenfalls guten Gedeihens erfreute. Diese und das Stammgeschäft kamen im Januar 1877 an Hans Hinrichs, der 1884 die Firma in die seines Namens um änderte. 15 Jahre lang führte Hinrichs das Geschäft, dem er einen Verlag zugesclltc, mit gutem Erfolge; 1899 verkaufte er das Sortiment an Alfred Handrick, der nnter Hiuzufügung seines Namens firmierte. Von ihm übernahm im Jahre 1901 der jetzige Besitzer Herr Hermann Knöner das Geschäft, das sich unter seiner Leitung zu voller Blüte entfaltet hat. Außer den vorstehend genannten Firmen, die das 50. Jahr ihres Bestehens erleben, tonnen auf 25 Jahre des Wirkens und Schaffens nachfolgende Firmen zurückblicken: Erich Leonhardi in Dres den, deren Inhaber seit 1912 Herr Karl Erfurt ist; Nenke L Oster m ai er, ebenda; E. Haberland in Leipzig, deren Inhaber den unter den Vorgängern zersplitterten Verlag der 1790 gegründeten Arnoldischen Buchhandlung bis auf wenige Werke wieder vereinigte, ein Kommissionsgeschäft angliedcrte und den Betrieb einer Buch- und Kunstdruckerei aufnahm, die sich eines kräftige» Aufschwungs erfreut. Weiter nenueu wir die Musikalienhandlung Hans Scheck in Metz und die Buchhandlung Eonrad Th eisen in Viersen. Allen diesen Firmen wünschen wir ein weiteres Blühen und Gedeihen in hoffentlich bald friedlicheren Zeiten! Aus dem Deutschen Vcrlcgcrvereiu. — Nach den »Mitteilungen des Deutschen Verlegervereins« vom 23. Dezember hat sich der Vorstand des Deutschen Verlegervereins auch mit der Verschiebung der Oster- meß-Abrechnuug 1910 und dein durch den Krieg verursachten Rückgang der wissenschaftlichen Zeitschriften beschäftigt. Wir lesen darüber in dem Auszuge aus der Negistraude des Vorstandes: Einer Verschiebung der Ostermeß-Abrechnung von 1916 auf 1917 kann der Vorstand keinesfalls zustimmen. Er bleibt auf dem Stand punkt des Jahres 1915 stehen und betrachtet als das Äußerste die Verschiebung der Abrechnung bis Pfingsten unter Beibehaltung der Maßnahmen des Vorjahrs. Eine endgültige Bekanntmachung darüber wird rechtzeitig erfolgen. Wegen des geringer gewordenen Absatzes von Zeitschriften, im besonderen der wissenschaftlichen Zeitschriften, beabsichtigt der Vor stand, einer Anregung aus dem Mitgliederkreise folgend, einen Auf ruf zu erlassen, der einer Anzahl unbeteiligter und angesehener Ge lehrter zur Unterzeichnung vorgelegt werden soll. Es ist daher an eine Anzahl Zeitschristenverleger die Aufforderung ergangen, die Sache zu unterstützen. Der Aufruf wird voraussichtlich in der nächsten Nummer der »Mitteilungen« und im »Börsenblatt« abgcdruckt werden und steht Verlegern und Sortimentern in angemessener Zahl unentgeltlich zur Verfügung, damit sie ihn an die Abbesteller von Zeitschriften ver> senden können. Detailhandels-Berufsgenossenschaft. — Am 6. Dezember fand in Berlin im Natssaal des Kaiserhotels die 3. Genossenschaftsversamm lung der Detailhandels-Berufsgenossenschaft statt. Das Neichsvcr- sicherungsamt war durch Senatspräsident 1)r. Spiegelthal und Assessor Di-. Kieffer vertreten. Der Vorsitzende Neichstagsabgeordneter Astor berührte in seiner Begrüßungsansprache die gegenwärtige Kriegslage und die wirtschaftlichen Verhältnisse des deutschen Handels, insbeson dere des deutschen Detailhandels. Aus dem von dem Stellvertreter des 1. Vorsitzenden Kaufmann Linke, Berlin, vorgctragenen Ver- waltnngsbericht ist hervorzuheben, daß die Anzahl der Betriebe im Vorjahre um 8851 auf 72 104 gestiegen ist, im laufenden Jahre ist da gegen infolge der Kriegsverhältnisse eine wesentliche Zunahme nicht zu verzeichnen. Die Lohnsumme ist von 356 Millionen .// im Jahr 1913 auf 385 Millionen im Jahre 1914 gestiegen. Von dem Um- lagcbetrag 1913 1034 968 sind 994 786 .// — 96,1 v. H. cinge- gangen. Auf die Umlage 1914 1 126 535 .// sind bis 30. November 1915 1 053 508 ./i — 93,50 v. H. cingcgangen. Auf die 3 Kriegs anleihen sind 550 000 .// gezeichnet worden. Die Rücklage beträgt 910 434 .//, die Unfallbelastung beträgt 471 697 ^ für 1944 Renten empfänger. Im Jahre 1914 sind 4103 Unfälle, darunter 42 Todes fälle, gemeldet und überwiesen worden; hiervon gelangten 655 Unfälle, darunter 34 Todesfälle, zur Entschädigung. Im laufenden Jahre sind 2619 Unfälle, darunter 15 Todesfälle gemeldet worden. 92 Angestellte befinden sich im Kriegsdienst, von denen 8 gefallen sind. Tie Geschäftsräume werden am 1. April 1916 nach Berlin 8>V. 68, Eharlottenstraße 96, verlegt; die Entscheidung über den endgültigen Sitz ist bis 1916 aufgeschoben worden. Der Jahresvoranschlag für 1916 wurde mit 1069 800 genehmigt. Die Einführung eines Mindestbeitrags von 3 wurde beschlossen. Es betrifft dies Betriebe mit höchstens 2 Angestellten. Der Mindestbeitrag wird erhoben, wenn die Lohnsumme nicht einen höheren Beitrag bedingt. Der seither gültige Gefahrtarif ist für zwei weitere Jahre 1915 und 1916 gültig erklärt worden. Über die Be sprechung der Kriegsbeschädigten-Fürsorge wird ein eingehender Be richt folgen. Die Bcrufsgenossenschaft erklärte sich bereit, im Rahmen ihrer Aufgaben mit allen Kräften diese vaterländische Pflicht mit- ersiillen zu helfen. Für diese Zwecke wurden 25 000 .// bewilligt. Die Vertreter des Reichsversicherungsamts erkannten es mit warmen Worten an, daß die Detailhandels-Berufsgenossenschaft sich in weit herziger Weise dieser Ausgabe widmen will. Sämtliche anwesenden 61 Vertreter erboten sich, in den Provinzial- und Ortsausschüssen als Berufsberater mitzuwirten. Ein gemeinsames Mittagessen im Kaiser- Hotel beschloß die Tagung. Aus der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Gcsamtsitzung vom 2. Dezember (Vorsitzender Sekretär: Hr. Waldeyer): 1. Hr. Schäfer sprach über die Alpenpässe, die die mittelalterlichen deutschen Könige und Kaiser ans ihren Zügen nach Italien benutzten. In den Vordergrund treten die Übergänge im oberen Nheingebict, insbe sondere der jetzt wenig begangene Scptimer und der Brenner. Gott hard und Simplon scheiden ganz aus. Im Westen kommen Moni Genövre, Mont Cenis und der Große St. Bernhard in Frage, als Zugänge zum Brenner die Scharnitz, der Achen- und Fernpaß. Die Bewachung der »Klausen« spielt eine wichtige Nolle. — 2. Vorgelegt wurden drei neu erschienene Bände akademischer Unternehmungen: Inseiiptiones Oraeoue. Vvl. 12, Fase. 9, enthaltend die Inschriften der Insel Euboea, herausgegeben von E. Ziebarth (Berolini 1915), der Neudruck des 6. Bandes von Kants Gesammelten Schriften (Berlin 1914) und Bd. 20 der Deutschen Texte des Mittelalters, enthaltend Rudolfs v. Ems Weltchronik, herausgegeben von G. Ehrismann (Berlin 1915), ferner von Hrn. Hertwig die 10. Auflage seines Lehr buchs der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der Wirbeltiere (Jena 1915). Sitzung der philosophisch-historischen Klasse vom 9. Dezember (Vorsitzender Sekretär: Hr. Diels): 1. Hr. Eduard Meyer trug vor: »Weitere Untersuchungen zur Geschichte des Zweiten Punischen Krie ges«. (Ersch. später.) Hannibals Feldzüge in Spanien wurden weiter erläutert, ebenso die auf Coelius zurückgehcnde Umänderung zahl reicher geographischer Namen bei Livius, durch die auch die Schlacht bei Zama fälschlich zu einer Schlacht bei Naraggara geworden ist. Ebenso läßt Coelius den Hannibal die Alpen auf dem Paß des Kleinen St. Bernhard überschreiten, während er nach dem zu Grunde liegenden Bericht und nach der Angabe des Polybios über den Mont Genövre gezogen ist. Weiter wurde die Stärke der römischen Heere einschließlich der Flotte in der Zeit nach der Schlacht bei Cannae behandelt: es ergibt sich, daß Nom in dieser Zeit jahrelang rund 80 000 Bürger nebst den entsprechenden Bundesgenossen aufgeboten hat, d. i. zwei Fünftel der erwachsenen männlichen Bevölkerung über 17 Jahre, ein Prozentsatz, der ungefähr den gegenwärtig vom Deutschen Reich für Heer und Flotte aufgebotenen Mannschaften ent sprechen dürfte. — Außerdem wurden die Konflikte zwischen der italischen Politik und der Weltpolitik Roms in der Zeit vom Ausgang des Ersten Punischen Krieges ab besprochen..— 2. Hr. v. Harnack legte eine Abhandlung vor: »Uber den Spruch .Ehre sei Gott in der Höhe' und das Wort ,EudokicL«. Es ist wahrscheinlich — das wird in der Untersuchung gezeigt —, daß die Worte »und auf Erden« zur Ersten Hälfte des Spruchs zu ziehen sind, und daß die zweite Hälfte lautet: »Friede (seines) gnädigen Willens den Menschen«. Sitzung der physikalisch-mathematischen Klasse vom 9. Dezember (Vorsitzender Sekretär: Hr. Waldeyer): 1. Hr. Nernst legte eine theoretische Abhandlung über die Registrierung schnell verlaufender Drnckänderungen vor. In derselben wird das Auftreten von Schwin gungen bei der in neuerer Zeit besonders von Pier ausgearbeiteten Methode zur Bestimmung spezifischer Wärmen mit Hilfe von Gas explosionen erörtert. — 2. Hr. Nernst demonstrierte ferner einige Kristallmodellc und besprach ihre Beziehungen zur chemischen Valenz. Perssvüümchr'lMen. Kriegsauszeichnung. — Herr Albert Moldenhaner, Krankenträger in einem bayer. Regiment, zuletzt im Hause Heerdegen- Barbeck in Nürnberg tätig, wurde mit dem Bayerischen Verdienst- krcuz 3. Klasse ausgezeichnet. Verantwortlicher Redakteur: Lmtl Thomas. — Verlag: Der Bvrlenueretu der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Dentsche» Buchhändler!,auü. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 28 sBuchhändlerhanSI.
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