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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.09.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-09-01
- Erscheinungsdatum
- 01.09.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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1. Januar 1857 K. de Waard, am 1. September 1858 Pop ko Noordhoff. 1864 erhielt der Firmaname den gegenwärtigen Wortlaut. Am 1. September 1898 nahm Herr Popko Noordhoff seinen Sohn, Herrn Jacob Noordhoff, als Gesellschafter auf, nachdem dieser bei Alfred Lorentz in Leipzig, H. Le Soudier in Paris und Luzac L Co. in London seine buchhändlerische Aus bildung empfangen und dann durch mehrere Jahre dem Vater in dessen Geschäft eine wertvolle Stütze gewesen war. Seit 1904 ist er Inhaber des Geschäfts. — Den geehrten Inhabern der genannten Jubelfirmcn sprechen wir, zugleich in treuem Gedenken an ihre Vorgänger, zum Ehren tage ihrer Geschäfte unsere aufrichtigen Glückwünsche aus. Red. * Goethes Geburtsurkunde. (Vgl. Nr. 200, 201 d. Bl.) — Die in Nr. 201 d. Bl. beschriebene Geburtsurkunde Goethes hat folgenden Wortlaut: 1749. 428 ^.ugst. Getaufte hiernächsten in Franckfurth Freytags den 29 d. p. H. Dock: v. 8so. k'rossnium 6ostüs, der HochEdelgebohrene und Hochgelahrte Herr Johann Caspar, Jhro königl. Kayserl. Mayst. würkl. Rath und Beider rechten Ooot. alhier, — Dann s. 1. Frau Ontarios. Elisabetha, dessen (Eheliebsten) Ehe Consortin, geb. Toxtorio, am gestrig. Donnerstag mittags Zwischen 12. und 1. uhr gebohrenen Sohn und Ites Kind Johann Wolfgang. Der hierZu erbetene H. gevatter war, der flau Kindbetterin leibl. Vetter, der Wohlgebohrne Herr Herr Johann Wolfgang Tsxtor, Hochansehnlicher Reichs gerichts Schultheis alh. wie auch Jhro königl. Kayserl. Mayst. würklicher Rath. * Der Neubau der Königlichen Bibliothek in Berlin. — Am Neubau der Königlichen Bibliothek in Berlin ist jetzt an der Nordfront in der Dorotheenstraße über dem von vier korinthischen Säulen getragenen Mittelrisalit das mächtige Giebelfeld freigelegt worden. In der Mitte sieht man das von der Krone überragte preußische Wappen mit dem reichverschlungenen -^V-, dem könig lichen Namenszuge, zur Rechten und zur Linken gekrönte Adler, die mit je einem weit ausgebreiteten Flügel das Wappen um spannen. Die gleichfalls von vier korinthischen Säulen getragenen, aber nicht vorspringenden Mittelbauten der vollständig vom Bau- gerüst befreiten Ost- und Westfront werden nicht von Giebel feldern überragt, sondern von je zwei schmalen Eckrisaliten be grenzt, deren Attiken künstlerisch ausgeführte Säulen tragen. * Diikeus-Altsstelllttt- — In der kisrv Ouäis^ Onlisrz- in London erregt gegenwärtig eine zweite Ausstellung von Drucken der Werke von Charles Dickens und anderen Andenken an diesen beliebtesten englischen Erzähler die Aufmerksamkeit seiner vielen Verehrer. Während die letztjährige Ausstellung auf Pickwickiana beschränkt war, trägt diese einen allgemeinen Charakter. Sie ent hält neben interessanten Bildnissen des Dichters Illustrationen seiner Werke, erste Ausgaben und interessante Manuskripte. * Papierverbrauch amerikanische«: Zeitungen. — In einem Aufsatze, den W S. Rossiter in der -^.rosriono ksvisvv ok ksviorvs- veröffentlicht und der sich mit der Waldverwüstung be saßt, die durch die Herstellung von Zeitungspapier in den Ver einigten Staaten angerichtet wird, finden sich, wie dem -Prome theus- zu entnehmen ist, einige Angaben, die das kolossale An wachsen des Papierverbrauchs amerikanischer Zeitungen illustrieren. Im Jahre 1905 betrug deren Auflagezahl ItN/z Milliarden Exemplare. Auf jeden Menschen in den Vereinigten Staaten kamen demnach in diesem Jahre 125 Zeitungs- und Zeitschriftennummern, d. i. etwa dreimal so viel als in den Jahren 1870 und 1880. Auch der Umfang der Zeitungen ist im letzten Menschenalter rapid ge wachsen. Im Jahre 1880 wogen 1000 Exemplare von Zeitungen und Zeitschriften zusammen etwa 91?/, Pfund, im Jahre 1905 waren es 176,4 Pfund geworden. Im Jahre 1880 betrug die durch schnittliche Seitenzahl 4,4 Seiten, im Jahre 1905 dagegen genau - Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 7ö. Jahrgang. das Doppelte, nämlich 8,8 Seiten. Ganz außerordentliche Papier mengen verbrauchten die Sonntagsnummern. Solche wurden im Jahre 1905 von 456 Zeitungen herausgegeben, und zwar in einer Gesamtauflagenzahl von 11539021. Der Durchschnitts umfang betrug etwa 32 Seiten. Für einen einzigen Sonntag wurde also von diesen Zeitungen eine Papiermenge verbraucht, die ausreichen würde, um eine Bibliothek von 5 900 000 Bänden zu je 500 Seiten zu drucken. Die sechs größten New Parker Zei tungen umfaßten am 1. Dezember 1907 zusammen 388 Seiten, durchschnittlich also 64'/, Seiten. Davon kommen auf den Lese stoff nur 38,7 Prozent, der Rest auf Illustrationen und Anzeigen. Da das Papier, auf dem diese Zeitungen gedruckt werden, aus Holz hergestellt wird, so muß eine solche Steigerung des Papier oerbrauches auf den Waldbestand höchst ungünstig einwirken. In der Tat beträgt dort der jährliche Verbrauch schon jetzt un gefähr dreimal soviel wie der Nachwuchs. Allein für die Zeitungen der Vereinigten Staaten werden in jedem Jahre 50 000 Acres Wald geschlagen. " Beilase zum Börsenblatt. Nachtrag-Verzeichnis zum Offiziellen Adreßbuch des Deutschen Buchhandels. — Der heutigen Nr. 203 des Börsenblatts liegt das »Monatliche Ver zeichnis der neuen und geänderten Firmen, August 1908- (Nachtrag zum Osfiziellen Adreßbuch des Deutschen Buchhandels) bei. Personalnachrichten. * Gestorbenr am 29. August nach kurzem Krankenlager, im zweiund dreißigsten Lebensjahre, der Buchhändler Herr Franz Breuer in Nürnberg, Teilhaber der Firma Schräg L Breuer. "Heinrich van Ehlens-. — Der Komponist Heinrich van Eyken ist am 28. August im Alter von 47 Jahren in Berlin unerwartet gestorben. Von Geburt Holländer, erhielt er seine Ausbildung in Leipzig bei H. von Herzogenberg und ließ sich später dauernd in Berlin nieder, wo er einige Jahre als Lehrer für Theorie der Musik an der Königlichen Hochschule für Musik tätig war. Am bekanntesten wurde er durch seine Lieder, von denen man dem -Schmied Schmerz- und dem -Lied der Walküre-, »Judiths Siegesgesang-, »Es mar ein Prinzeßchen- am häufigsten im Konzertsaal begegnet und die man als im besten Sinne moderne Kompositionen bezeichnen darf. Auch als bevorzugter Mitarbeiter an R. von Liliencrons -Chorordnung für das evangelische Kirchen jahr- ist van Eyken vorteilhaft bekannt geworden. Sprechsaal. (Ohne Verantwortung der Redaktion; jedoch unterliegen alle Einsendungen den Bestimmungen über die Verwaltung der Börsenblatts.) Verleger und Sortiment. (Vgl. Nr. 195 d. Bl.) Die Veröffentlichung des Herrn Bernhard Staar im Börsen blatt Sir. 195 erinnert uns wieder daran, daß wir Sortimenter um bessere Existenzbedingungen zu kämpfen haben. Ich verfolgte bisher die Veröffentlichungen weniger, kann es aber doch nicht unterlassen, ohne Ratschläge oder Berichtigungen geben zu wollen, einer augenblicklichen Eingebung zu folgen und heute auch einmal einige Worte betzusteuern auf Grund meiner Praxis und meiner Erfahrungen. Vorausschicken möchte ich, um nicht mißverstanden zu werden, daß ich vollkommen auf dem Boden des notleidenden Sortiments stehe und täglich für Besserstellung arbeite, jedoch mich nicht der Theorie anschließe, in das Horn zu blasen und abzuwarten, viel mehr in der Praxis durch Selbsthilfe zu erreichen suche, was die Vereinigungen erstreben. Herr Bernhard Staar stellt zwei Fragen: Die erste: -Ist das Sortiment für den Verlag und das Publikum nötig?- Die zweite: -Kann das Sortiment unter den gegenwärtigen Verhältnissen bei dem jetzt üblichen Verlcgerrabatt be stehen?-, schneidet aber durch seinen Nachsatz jede weitere Frage ab. Aber 1202
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