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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.09.1915
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- 1915-09-25
- Erscheinungsdatum
- 25.09.1915
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Redaktioneller Teil. ^ 223, 25. September 1815. der »Jugend«; —.50); — Bcrne > scn, E., »Hofsmann von Fallersleben als Vorkämpfer deutscher Kultur in Belgien und Holland« <102 S., Krüger L Co., Leipzig; 1.50). Zu dieser Abteilung sind auch die deutsch-flämischen Sprachführer zu rech nen, die seit dem Kriege neu entstanden sind, in erster Linie der von Hauptmann vr. Dirr von der Politischen Abteilung beim Generalgouvernement bearbeitete »Vlamische Sprachführer. An leitung für Deutsche, vornehmlich für Soldaten«, der hervorragend klar und praktisch geschrieben ist und dessen Vertrieb der »Verein zur Verbreitung deutscher Nachrichten im Auslände« in die Hand genommen hat <88 S., Jul. Baedeker, Düsseldorf; .K —.40, für Heeresangehörige —.20); — Overman, P., »Flämischer Sprachführer«, mit Anhang: Flämischer Soldaiensprachsührer <6? S., Hachmeister L Thal, Leipzig; ^ —.40); ihm fehlt jedoch die gedrängte grammatikalische Einführung, die den vorhergehenden auszeichnet. Die letzte Abteilung umfaßt kunstgeschichtliche und volks wirtschaftliche Monographien: Rich. Graul, »Alt-Flandern und Brabant <Artois, Hcnnegau, Lüttich, Namur)«, ein Bilüer- band, gr. 4", mit etwa 150 Photographien <Roland-Verlag, Dres den; 1.90); — Eug. Lüthgcu, »Belgische Baudenkmäler« <mit 96 Vollbildern; Insel-Verlag, Leipzig; 3.—) ^Schrö der, Fritz, «Die gotischen Handelshallen in Belgien und Hol land« <4". 68 S. mit 65 Abbildgn. u. 16 Tafeln; Duncker L Huni- blot, Leipzig; 12.—); — K. SpaeIh , »Die Umgestaltung Alt- Brüssels« <Abhandl. aus d. Volkswirtschaft!. Seminar der Tech nischen Hochschule Dresden, 8. Heft; 94 S. mit 3 Plänen; Duncker L Humblot, Leipzig), eine Studie über Verkehrswesen, Hygiene, soziale Zustände, Ästhetik der belgischen Hauptstadt, wie die vor hergehende Arbeit vor dem Kriege geschrieben, jedoch erst wäh rend desselben veröffentlicht. Das gleiche ist der Fall bei H. Jsay, »Liberalismus und Arbeiterfrage in Belgien <1830— 1852)«, 135. Stück der Münchener volkswirtschaftlichen Studien <102 S., I. G. Cotta'sche Buchh., Stuttgart; 3.—). — Von Ant werpen handeln zwei Broschüren, ebenfalls Teile von Sammel werken: A. Kühl, »Antwerpen« Meereskunde, Nr. 101; illustr., 39 S., Mittler L Sohn, Berlin; «kk —.50) und »Kriegsgeogra- phischc Zeitbilder«, Heft 4: Praesent, A., »Antwerpen. Geo graphische Lage und wirtschaftliche Bedeutung« <39 S. mit Ab bild. u. K., Veit L Comp., Leipzig; ^ -.80). Gewissermaßen als Anhang gehören zu dieser Bibliographie auch die vielen Kriegskarten über den belgischen Kriegsschauplatz, die teils als selbständige Publikationen, teils als Teile größerer Kartenwerke erschienen sind, so die R a v e n sie irische Kriegs karte Nr. 3 <Belgien und angrenz. Frankreich, 1:300,000; 1.—); die »Kricgskarten des französisch-belgischen Kriegsschauplatzes« im Verlage von Velhagen L Klasing, Bielefeld <mit Na menverzeichnis und als 3. Spezialkarle eine »Sprachenkarte von Belgien«; 1.40); die Blätter 1 u. 2 von Flemmings großer Spezialkarie vom belgischen und französischen Kriegsschauplatz, 1:320,000; je .Ä 1.—) und die »Spezialkarte für den deutsch- französisch-belgischcn Krieg« <Flemmings Kriegskarte Nr. 4; 1: 600,000; »Ä 1.—). Derselbe Verleger hat soeben zum gleichen billigen Preise auch eine vorzügliche, sehr klare »Karte des Gene- ralgouvernements Belgien«, 1:320,000, mit deutschen Ortsbe- zeichnungcn herausgegeben, auf der das vlämische und das wallo nische <franzüsische) Sprachgebiet durch besondere Färbung unter schieden sind <mit einer vielsagenden Nebenkarte der deutschen Ge- bictsverluste im Westen seit 1648 und 1789), während kurz vorher Mittelbach ebenfalls schon eine »Neue Rad-, Auto- und Ver kehrskarte für Belgien und Luxemburg nebst den angrenzenden Teilen von Frankreich und Holland«, 1:300,000, herausgebracht hat (»X 1.75), die sich durch Höhenschrafsierungen und genaue Kilo- melerbezeichnungen für die Abstände zwischen den Ortschaften auszeichnet. Brüssel, September 1915. Jos. Thron. Kleine Mitteilungen. Jubiläen. Das seltene Jubiläum des 225jährigen Bestehens tonnte in diesen Tagen die Firma FranzPechel (vor m. Ferstl) in Graz begehen. Das Geschäft wurde 1690 als Filiale einer Augsburger Buch- 1303 handluug gegründet und 1779 von Franz Ferstl erworben, dev sich hauptsächlich dem Berlage widmete; Werke wie Cäsar, A. I., Staats- lind Kirchcngcschichte Steyermarks, 7 Bdc., erschienen bei ihin' ferner: Ist die christliche Ehefrau ihrem Eheherrn Untertänigkeit und- Gehorsam schuldig? s1788), was erfreulicherweise mit Ja beant wortet wird; Tauf- und Krankcnsalbung nach römischem Ritual (1786> n. a. Um die Jahrhundertwende widmete sich Ferstl dem Nachdruck dev Klassiker, von denen namentlich Schiller in grckßen Auflagen gedruckt und verbreitet wurde, auch Ergänzungsbände zu Schillers Werken und Beschreibungen seines Lebens wurden als Ergänzung dazu verlegte Ferstl hat die Firma bis 1821 geführt und zu guten Erfolgen ge bracht. Nach seinem Tode erwarb sie Johann Lorenz Greiner, dev im Jahre 1841 starb und dessen Witwe das Geschäft bis 1852 sort- führte, in welchem Jahre es an Carl Tendier überging. Dieser nahm 1853 Anton Wendelin als Teilhaber auf, der aber 1856 wieder aus schied. Tendier führte dann das Geschäft noch 17 Jahre laug weiter? bis zum Jahre 1873, in dem es an Albert Lentner überging. Von ihm erwarb am 1. Mai 1880 der jetzige Inhaber, Herr Franz Pechel, die Handlung, der zuerst nur mit Hinzusetzung seines Namens zu dev alten Firma zeichnete, ihr aber später den jetzigen Wortlaut gab. Herr Pcchel, ein geborener Mecklenburger, lebte sich bald in seiner? neuen Heimat ein, in der er Bürgerrecht gewann. Seiner persön lichen Neigung folgend, gliederte er dem Geschäft Musikalienhandel und Antiquariat an und legte den Hauptnachdrnck des Verlags auf die Herausgabe von Werken lokaler Natur, die Namen von bestem Klange als Autoren anfweisen. In der Musik-Abteilung erschien das Steirische Tanz-Albnm, von dem 17 Bände vorliegen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Im Jahre 1908 -nahm Herr Pcchel einen vollständigen Umbau des Geschäftslokals vor, sodaß es jetzt allen Anforderungen zu entsprechen vermag. Herrn Pcchcls Sohn steht zurzeit in der deutschen Kolvnialtruppe im Kriegsdienst; er ist dazu bestimmt, nach seiner Rückkehr einen Teil der Berufsgeschäftc seines Vaters zu über nehmen. Wünschen wir Vater und Sahn noch ein langes ersprießliches Zusammenwirken in hoffentlich bald friedlicheren Zeiten? Die Firma Julius Klönue N a ch f. (L u i s e n st ä d t i s ch e Buchhandlung) Victor Fischer in Berlin kann Ende Sep tember auf eiu 50jähriges Bestehen zurückblicken. Das Geschäft geht zurück auf C. A. Eduard Meyer, der Ende September 1865 in Berlin eine Verlagsbuchhandlung errichtete, die sich zunächst der Herausgabe gewählter Jugcndschriften widmete. Im Dezember 1867 ging Meyer auch zum Sortimentsbetrieb über, der, veranlaßt durch die Verbindungen des Verlages mit Direktor und Lehrern der Luisenstädtischen Gewerbeschule, unter der Firma Luisen- städtische Buchhandlung geführt wurde, einer Bezeichnung, die sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Im April 1869 nahm Meyev Julius Klönue als Teilhaber auf unter Änderung der Firma in Klönne L Meyer. 1870 trat Meyer aus dem Geschäfte aus, um sich einer anderen Tätigkeit znzuwenden. Julius Klönne wurde Allcin- inhaber und firmierte für den Verlag mit seinem Namen. Im Jahre 1875 nahm Klönne den Buchhändler G. Müller als Teilhaber auf, dessen Name auch in der Firma erschien. Bald darauf wurde dem Verlage ein Institut für Mikroskopie angegliedert, das achromatische Mikroskope und mikroskopische Präparate eigener Fabrikation vertrieb. Auf diesen Geschäftszweig zog sich Gustav Müller, der im Jahre 1880 Alleininhaber der Firma geworden war, zurück, als er die Buchhandlung 1885 an Otto Bcrling verkaufte. Dieser konnte sich des Besitzes der Handlknng nicht lange erfreuen, da ihn der Tod abrief. Seine Witwe verkaufte 1888 das Geschäft an Gustav Vetter aus Tilsit, von dem es am 1. Juli 1903 der jetzige Inhaber Herr Victor Fischer er warb, der wie oben firmiert. Durch viele Wandlungen ist die Jubelfirma seit ihrem Bestehen hindurchgegangen, aber sie hat sich trotzdem erhalten und bewährt und steht heute allseitig geachtet da, sodaß zu hoffen ist: es werde ihr auch in Zukunft ein günstiger Stern winken, wenn der hoffentlich bald eintrctcnde Frieden wieder bessere Zeiten für Handel und Wandel bringt. Uuivcrsitütskurse für Kriegsteilnehmer. Viel behandelt wurde in letzter Zeit die Frage, wie mit den Kriegsfreiwilligen z» verfahren ist, die, ohne die Abschlußprüfung erreicht zu haben, die höheren Schulen verließen, um in das Heer cinzutreten. Unzweifelhaft spre chen gewichtige Interessen dafür, sie nicht nach Beendigung des Krieges (oder bei etwa eintretender Untanglichkcit) auf die Schulbank zurück zusetzen. Andererseits konnte unser ganzes Kulturniveau dauernd geschädigt werden, wenn die Hochschulen ihre Ansprüche auf wissen schaftliche Vorbildung einer momentanen Zwangslage zufolge her abzusetzen gezwungen würden. Einen Weg aus diesen Schwierigkeiten versucht die Universität Gottingen zu bahnen, deren akademischer Se nat beschlossen hat, schon im Wintersemester versuchsweise eine An-
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