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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.08.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-08-19
- Erscheinungsdatum
- 19.08.1915
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 191, 19. August 1915. mit dieser vorzuzcigen, bei Beendigung der Rückreise aber zusammen mit der Fahrkarte abzngeben. Anträge auf Ausstellung derartiger Be scheinigungen sind umgehend an den Meßausschuß der Handelskammer Leipzig unter Angabe des Vor- und Zunamens, des Wohnorts und der Beziehung zur Firma (Prinzipal, Angestellter, Ehefrau, Sohn, Tochter usw.) zu richten. Sondervergünstigungen, etwa lediglich für die Hin reise oder nur für die Rückreise, bestehen nicht. Die Fahrpreisermäßi gung erstreckt sich außerdem nur auf die Besucher (Aussteller wie Ein käufer) der Herbst-Mustermesse. 6op>rixlit. — Die Amtliche Stelle für den deutschen Buch-, Kukist- und Musikvcrlag, Brcitkopf Härtel, New Jork, 24 West 381h St., schreibt uns: Herr L. H. Schütze, Prokurist der Photographischen Ge sellschaft, Berlin, äußert sich in Nr. 136 Ihres gesch. Blattes über die unzulängliche Erklärung des »Eopprightschutzvermerks« auf Bil dern, die in Nr. 124 des Börsenblatts zum Abdruck gelangte. Wir möchten demgegenüber betonen, daß eine ausführliche Er klärung des Copyright-Gesetzes nicht in unserer Absicht lag, zumal wir zum Herbst eine revidierte und nach den neuesten Gesetzen ergänzte Ausgabe der »Vorschriften zur Erlangung des Copyrightschutzes in Amerika« ausgeben werden, wodurch mir hoffeu alle offenstehenden Fragen auf das beste zu beantworten. Dokumente der Ohnmacht. — Der Deutschenhaß der Franzosen treibt bisweilen sonderbare Blüten. In einer der Juli-Nummern der »Liblioßrspkie cke la branee« wird folgendes »Culture«-Produkt ange kündigt: »koLedmLnnsetiuerutuncklrakaki 68861 ck6ut8etüroIo883lliu1tur<1e- Wahrscheinlich soll dieser Wahnsinn lustig sein. Kommentar über flüssig. Man hat jetzt auch Zeit gefunden, den französischen Büchermarkt mit Schriften in deutscher Sprache zu bereichern. In derselben Zeit schrift wird eine Broschüre: »Wie die Österreicher und Hungaren (!) in Serbien Krieg führten« von Professor Reiß (Lausanne) angekündigt. Doch scheinen die Sprachkenntnisse des Verfassers ebenso mangelhaft zu sein wie die Ausstattung der Druckerei, die anscheinend nicht einmal über ein »ä« verfügt. Die Firma Berger-Levrault in Paris und Nancy inseriert eine deutsche Serie »Kriegsblatter 1914—1915«: 1. Der tückische Neberfall; 2. Die Diplomatische Spannung; 3. In Mobilmachung; 4. Der 4. August; 5. Der Ausbruch des Krieges; 6—8. Die französischen Amtlichen Mitteilungen seit der Kriegs erklärung, und in 4 Sprachen: »?ub1ieation8 okkiei6ll68 6u 0ouv6i n6M6nt k6l§6«, darunter auch eine Lckition a1l6wan66: »Berichte über die Ver letzrung des Völkerrecht in Belgien. Mit Ansrügen aus dem Pastoral breefc Ihrer» Eminenz des Kardinal Mercier, Erzbischof von Mechcln. Vorwortvon I. Van den Heuvel, Staatsminister«. Unter den sonstigen zahlreichen Kriegsschriften fällt besonders eine des Professors Gustave Lanson (Paris) auf. Sie ist betitelt: »6ultur6 a1l6manck6, llumanitä ru886«. Die Ankündigung der Firma Payot K Cie., Paris, wird von folgender Tirade begleitet: ^V6e 8a eoutumi6r6 elarkä, IU. 0. lb.an80n analz?86 168 4I6m6nt8 66 la »Xultui-6« a1l6manck6, kae6 6e 66tt6 »Xulkur6«, la 8oi-6i8ant »ineultui-6« Vi8ibl6 6an8 168 NM68 6'ou l'^ll6ina§n6 M066IM6 68t total6M6vk ad- Es muß eine sonderbare »6lart6« sein, die dieser französische Ge lehrte von Ruf besitzt, — etwa wie sie der Teufel hat, wenn er die Bibel liest. Man kann nur hoffen, daß die Gehirnkongestion der »Intellek tuellen« der Entente nur eine akute ist, sonst stände es um die Zukunft der »Cnlture« schlecht. 1?. ?. 1?. Die Neuordnung der Musikbcständc der Münchener Staats bibliothek ist kürzlich vollendet worden. Die Musikabteilnng zerfällt nunmehr in drei Gruppen. Die erste umfaßt die große Zahl von Handschriften. Ans den Zeiten, in denen alle musikalische Kultur von der Kirche ausging, besitzt die Bibliothek allein 5660 Manuskripte, won denen die Chorbttcher der bayerischen Hofkapelle, die von Meistern wie Ludwig Senf! und Orlando di Lasso geleitet wurde, großes Inter esse bieten. Die Vokalmusik überwicgt durchaus, doch findet sich auch unter der Literatur für Orgel- und Lautcnmusik manches kostbare Stück. Die Gruppe der gedruckten Musikalicn umfaßt etwa 15 000 Bände mit manchen wertvollen Schätzen. Die besondere Sorgfalt gilt der Ergänzung der Gruppe von Werken der modernen Tonkünstler. In der dritten Abteilung, die die Musiktheorie umfaßt, sind etwa 5000 Veröffentlichungen musikwissenschaftlichen Charakters vorhanden. Der Krieg der Gegenwart spiegelt sich in der neu eingerichteten Kriegs musiksammlung, die bereits zahlreiche Kompositionen enthält. Die Bibliothek im Haag während des Krieges. - Aus dem soeben erschienenen Jahresbericht der königlich niederländischen Bibliothek im Haag für das Jahr 1914 ergibt sich, daß der Krieg weder auf die Benutzung der Lesesäle dieser Bibliothek, noch auch auf das Ausleihen der Bücher irgendwelche nachteilige Wirkung ausgeübt hat; die Zahl der Bibliothekbesucher, wie die der entliehenen Bücher hat vielmehr im Verhältnis, zu dem Vorjahre, wenn auch nicht bedeutend, zuge nommen. Der Rückgang, der sich in den beiden ersten Monaten nach Ausbruch des Krieges im Besuch der Bibliothek bemerkbar machte, ^ ivar nur vorübergehend; während im Jahre 1913 die Zahl der in kchn Lesesälen benutzten Bücher 292 000 betrug, stieg sie im vergangenen Jahre auf 298 000 und die der ausgeliehenen Bücher von 43 000 auf 48 600. Auch die Zahl der nach auswärts versandten ^erke hat trotz des Krieges eine beträchtliche Steigerung erfahren. Im ganzen war die Bibliothek im Jahre 1914 von 95 674 Benutzern besucht, gegen 94 060 im Jahre vorher (und 12 120 im Jahre 1890!), sodaß die Nieder- lai oe wohl das einzige Land in Europa sind, dessen wissenschaftliche Tätigkeit von dem gewaltigen Kriege völlig unberührt geblieben ist. Personalnachriihten. Gestorben: am 6. August, nach längerem Leiden in Locarno Herr Theodor Justus Plauge, früher Buchhändler in Paris. Er war 1859 in Essen geboren und hat ver schiedene Werke aus dem Französischen ins Deutsche über setzt, u. a. Hanotaur, Geschichte des zeitgenössischen Frankreich, Welschinger, Ter Krieg 1870/71 und das in der deutschen Aus gabe unvollständig gebliebene Werk: Der diplomatische Ur sprung des Krieges von 1870; außerdem eine Anzahl moderner französischer Romane, diese aber anonym. Paul Wächter f. — Am 17. August ist in Dresden Geheimrat vr. Paul Wachlcr, Senatspräsident am Oberverwaltungsgericht, im Alter von 65 Jahren gestorben. Der Verstorbene besaß hervorragende Kenntnisse auf allen Gebieten des Finanzwesens, über das er zahlreiche Schriften und Aufsätze veröffentlicht hat. Eine von ihm kommentierte Ausgabe des sächsischen Einkommensteuergesetzes liegt in mehreren Auflagen vor. Mit Professor Stier-Somlo zusammen war er Heraus geber des Jahrbuchs des Verwaltungsrechts und des Wörterbuchs des Deutschen Verwaltungsrechts. Sprechsaal. Eine postalische Anfrage. Mein letzter Biicherzettel wurde von der Leipziger Postbehörde mit 17 «f Strafporto belegt. Veranlassung dazu gab meine Bemer kung bei einer Bestellung: »Gratis als gefehlt«. Ist die Post zur Er hebung des Strafportos ln diesem Falle berechtigt? Potsdam. Richard Krank. Bücherzettel dürfen auf dem linken Telle der Vorderseite und auf der Rückseite außer der Bezeichnung der bestellten oder angebotenen Bücher, Zeitschriften, Bilder und Musikalien, der Angabe des Ortes, Datums und des Namens oder der Firma des Absenders nur solche handschriftlichen Vermerke enthalten, die den bestellten oder ange botenen Gegenstand betreffen und nicht die Eigenschaft einer beson deren, mit ihm in keiner Beziehung stehenden brieflichen Mitteilung haben. Als unzulässig wird man daher die Bemerkung »Gratis als ge fehlt« nicht ansehen können: sie ist eine reine Bezugsvor- schrift, die auf einer Stufe mit Vorschriften wie bar, fest oder L cond. steht und unmittelbar zu dem verlangten Gegenstand gehört. Auch wenn man die Bestimmungen für den Biicherzettel als Sondcrvor- schrlften so eng als möglich auslegt, wird man eine Vorschrift znlassen müssen, die wie »gratis als gefehlt« sich von anderen Bezugsvor schriften nur dadurch unterscheidet, daß sie weniger häufig vorkommt. Red. Dr - « . ms ,l
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