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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.07.1915
- Strukturtyp
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- 1915-07-03
- Erscheinungsdatum
- 03.07.1915
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. .k 151, 3. Juli 1915. Lluterftützungs-Verein Deutscher Buchhändler und Buchhandlungs-Gehülfen. Bekanntmachung. I. Neu beigetreten sind mit: 3.— Herr E. Asmus t/H. Schlaetz'sche Buchhandlung, Freudenstadl 3.— Krau Hertha Künzel t/H. Frtedberg L Mode, Berlin. II. Seinen Beitrag erhöhte aus: 1V— Herr M. N. Hoffman», Vertreter der Fa. George Wester mann, Berlin. III. An Geschenken gingen ein: «« 50.— Deutscher Ausschuß siir Eisenbeton aus Veranlassung von Ernst L Sohn, Berlin, aus einer Nachdrucksache. «« IM.— Vereinigung der Berliner Mitglieder des Börsenvereins: Buße von G. in B. Die Herren Gehilfen-Mitglieder werden höflichst ersucht, etwaige Veränderungen ihrer Stellungen dem Unterzeichneten rechtzeitig anzuzeigen. Die Führung der Mitgliederliste wird dadurch wesentlich erleichtert. Berlin, den 30. Juni 1915. Max Schotte vv. W, Potsdamerstr. 41s. Schatzmeister. Allgemeiner Deutscher Luchhan-lungs - Gehilfen - Verband. Im Monat Juni gelangten zur Auszahlung: 1557.50 Krankengelder, „ 600.— Begräbnisgelder, „ 6905.50 Witwen- und Waisengelder 1 , , „ 1630.04 Jnvalidengelder / einschl. Zuschläge, „ 790.— Notstands- und Stellenlosenunterstützungen. Leipzig, l. Juli 1915. Der Vorstand. Kriegsbuchwoche und Buchhandel. i. Beobachtungen aus Verlegerkreisen. Die in diesem gewaltigen Kriege zutage tretende äußere und innere Stärke unserer Nation beruht sicherlich auch mit auf einer Mobilisation der Daheimgebliebenen, auf einer von allem Nebensächlichen befreiten Zusammenfassung der Kräfte zur Er reichung großer Endziele. Auf keinem Gebiete dürfte sich die Notwendigkeit für diesen Zusammenschluß mehr ergeben, als in der Fürsorge für unsere Soldaten. Denn was wir ererbt von unseren Vätern haben, erwarben jene nicht nur für uns neu mit ihrem Blute, sondern schicken sich auch an, diesen Besitz für uns mehren zu helfen und für die Zukunft vor aller Feinde Hatz und Mißgunst sicherzustellen. Dieser Umstand sollte den Da heimgebliebenen auch in kleinen Dingen die Pflicht gemeinsamen Tuns und Handelns auferlegen und sie veranlassen, alle Mög lichkeiten auszuschöpfen, die zum Gelingen einzelner Liebcswerke beitragen können, ohne jemanden in seinen berechtigten Inter essen zu schädigen. Dieser Grundsatz, auf die Veranstaltung der Kriegsbuchwoche angewendet, würde Wohl die beste Bürgschaft für ihre erfolgreiche Durchführung gewesen sein. Es ist hier nicht der Ort, eine kritische Untersuchung darüber anzustellen, ob er in allen Stücken befolgt worden ist. Vielmehr möchten wir un seren Lesern Gelegenheit geben, aus den Einzelstimmen der Kollegen die Einwirkungen der Kriegsbuchwoche auf den Buch handel herauszuhören, wie sie in Verleger- und Sortimenter kreisen beobachtet worden sind. Eine solche Zusammenstellung dürfte am besten zur Gewinnung eines allgemeinen Eindrucks beitragen, an dem uns, den Erzeugern und Verbreitern des Buches, gelegen sein muß. Direkten Vorteil von der Veranstaltung haben offenbar nur wenige Verlagshäuser gehabt. Gut abgeschnitten zu haben schei nen die Firmen Philipp Reclam jun. in Leipzig (Verlag der Universal-Bibliothek), H. Staadt, Wiesbaden (Verlag der Wies badener Volksbücher) und einige andere Unternehmungen, beson ders billige, von Lehrerbereinigungen herausgegebene Samm lungen. Die Firma Reclam berichtet über ihre Erfahrungen: 950 »Trotzdem dem Buchhandel erst wenige Tage vor dem 18. Juni Näheres über die .Kriegsbuchwoche' bekannt wurde, haben viele Sortimenter, die sich der Sache rührig angenommen und durch ge schickte Auslagen und sonstige Propaganda auf die Käufer eingewirkt haben, guten Absatz erzielt. Der Erfolg scheint vielfach auch nach haltig gewesen zu sein, wie ich aus zahlreich eingcgangcnen Nachbe zügen schließen konnte. Zweifellos hätte aber weit mehr erreicht werden können, wenn dem Buchhandel genügend Zeit zur Vorbereitung gelassen und auch das Publikum mehr aus die Bedeutung der Veran staltung hingewiesen worden wäre.« Bemerkt muß hier werden, daß dieser Erfolg auf eine aus gedehnte und recht wirkungsvolle Propaganda zurückzuführen ist. Auch mag die Schaffung einer 1 -/(-Packung von fünf Bändchen der Universal-Bibliothek dazu beigetragen haben. Dagegen scheint eine Reihe anderer bekannter, billiger Sammlungen recht wenig verlangt worden zu sein. Der Verlag Otto Hendel in Halle schreibt: »Infolge der .Buchwoche' hat sich kein bemerkenswerter Mehrabsatz unserer Verlagsartikcl ergeben, höchstens könnte eine Steigerung der Bittgesuche vermerkt werden.« Nicht anders lautet das Urteil des Verlages von Meyers Volksbüchern in Leipzig: »Bon einer Einwirkung der Kriegsbuchwoche aus unser Geschäft kann keine Rede sein. Die ganze, den buchhändlerischen Absichten zu widerlausende, überdies viel zu spät bekanntgegebene Aufmachung war ja auch nicht danach angetan, das geschäftliche Leben zu fördern.« Die Firma Hesse L Becker in Leipzig berichtet: »Eine lebhafte Wirkung der Kriegsbuchwoche haben wir leider nicht verzeichnen können. Die Bestellungen haben zwar etwas ange zogen, und es wurden auch von einer kleinen Anzahl von Sortimentern besonders für den Zweck der Kriegsbuchwoche kleinere Sendungen be stellt, doch blieb alles in mäßigen Grenzen. Nach den vorhergegangenen Anzeigen hätte man erheblich größere Wirkung aus den Absatz er warten dürfen.« Die I. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachf. in Stuttgart, in deren »Handbibliothek« soviel wertvolle, zur Versendung ins Feld geeignete Lektüre — u. a. billige Ausgaben der besten Autoren des Verlags — zu finden ist, schreibt: »Es läßt sich keine durch die .Kriegsbuchwoche' veranlaßte Einwir kung auf den Geschäftsgang unseres Verlages feststellen.« Ähnlich ist das Urteil der Firma Otto Zanke in Berlin: »Die Kriegsbuchwoche hat auf mein Geschäft keinen nennenswerten Einfluß gehabt.« Ein bekannter Hamburger Verleger, in dessen Verlag mehrere neuere billige Sammlungen erscheinen, äußert sich u. a.: »Im allgemeinen zeigt weder die Auslieferung in Hamburg noch die auswärtige Auslieferung ein anderes Bild als die einer anderen Woche. Wenn nicht bei der Reklame an eine über den näheren An laß hinausgehende Wirkung gedacht worden wäre und wenn nicht zu hoffen ist, daß die Nachwirkung sich noch zeigt, so müßte bas Ergebnis der Kriegsbuchwoche siir meinen Verlag als ein rein negatives be zeichnet werden. Hoffentlich haben andere Firmen bessere Erfahrungen gemacht.« Ausführlicher geht die Firma Enßlin L Laiblins Verlags buchhandlung in Reutlingen auf den Gegenstand ein. Auch in dieser Auslassung wird beklagt, daß dem Buchhandel nicht genug Zeit zur Vorbereitung gelassen worden sei. Es heißt in dem Be richt: »Wir haben durch die Kriegsbuchwoche keinen bemerkenswerten Einfluß ans den Absatz des zahlreichen, in unserem Verlag erschienene» geeigneten Lesestoffs finden können. Daß wir als Verleger nichts davon bemerkten, ist wohl darauf zurückzuführen, baß die ganze Sache viel zu rasch kam und weder dem Verleger die geeignete rechtzeitige Propaganda ermöglichte, noch dem Sortimenter die rechtzeitige Bestellung auf billigstem Wege. Da außer dem von der organisierenden Stelle aus anscheinend besonders darauf hingewiesen wurde, daß man zu Hause seine Bestände von alten Büchern durchsehen und hieraus die Gaben bilden solle, so werben sich die Sortimenter schon deshalb nicht zu einer Versorgung ihres Lagers durch besondere Bestellungen haben entschließen können. Man hat dann wohl eben vorgelegt und verkauft, was man noch von früher her an billigen Heften und Bänden auf Lager hatte. Obwohl einerseits nicht daran zu zweifeln ist, daß für den beabsichtigten Zweck Las Er gebnis der Kriegsbuchwoche ein ausgezeichnetes gewesen ist, wird andrerseits Ihre Umfrage auch ergeben, daß der diesem Ergebnis gegeniiberstehende Erfolg des Buchhandels ein verhältnismäßig ge-
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