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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.04.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1915-04-06
- Erscheinungsdatum
- 06.04.1915
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- Deutsch
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W Nr. 77. !>;Lr1theint werktäglich. Für < t; ist der Bezugspreis »m M.„ ^ ^.. .. ... , . . . - , ^ , » weitere Exemplare zrckn eigeaen Gebrauch kostende 30 Mark «» Alitglieder für die Aerle 10 p^-. slir '/, 6. 32 2N. statt 3 ^^j^hr!nh?Ä^^«uE<-ndI; IS2SM^^sÄw.: jürMchl" ^ UMÄumö^MUMeÄMöerNeÄlÄeW'WMMlerM^W?^ Leipzig, Dienstag den 6. April ISIS. 32. Jahrgang- Redaktioneller Teil. Unterstützungs-Verein Deutscher Buchhändler und Buchhandlungsgehülfen. Bekanntmachung. I. Neu beigetreten sind mit: 3.— Herr Bodmann, Franz, i/H. Wilh. Engelmann Verlag, Leipzig. .U 10.— „ Biirchl Nächst, Karl, Worms. 3.— „ Geisler, Victor, i/H. Karl Stampfells akadem. Bh., Preßburg. ^ 3.— „ Grotrian, E., i/H. Karl Wlirdemann, Oldenburg. ^ 3.— „ Kreienbrink, G., i/H. Deutscher Verlag G.m.b.H-, Berlin. 3.— „ Mattes, Hermann, t/H. Branbussche Verlagsbuchhand lung, Berlin. ^ 3.— „ Metz, Anton, Bocholt. 3.— „ Reichert, Erich, i/H, August Hirschwald, Berlagsbh., Berlin. 1v.— „ Schneider, Curt, t/Fa. Edmund Demme, Leipzig. 10.— „ Spenke, Paul, i/Fa. Georg Bath, Verlagsbuchhandlg., Berlin. II. Seinen Beitrag erhöhte auf: 8.— Herr Delbanco, F., Lüneburg. 20.— „ Fischer S., i/Fa. S. Fischer Verlag, Berlin. 20.— „ Hachmeister, Fritz, i/Fa. Hochmeister L Thal, Leipzig. 10.— „ Jaeger, Adols, Leipzig, s.— „ Karuy, Guido, i/H. Wilhelm Knapp, Halle a/S„ 5,— „ Strathmann, Adolf, Grevelsberg t/W. III. An Geschenken gingen ein: 30.— Von Herrn E. Klotz, Magdeburg. 300,— Betrag eines Kauttonswechsels der Firma K. G. in M., der beim Börsenverein der Deutschen Buchhändler hinter legt und vom Vorstande desselben wegen Verletzung der Verkaufsbestimmungen für verfallen erklärt worden war. 300.— Von Herrn Hans BrockhauS t/Fa. F. A. Blockhaus in Leipzig zur Erlangung der immerwährenden Mitgliedschaft. Die Herren Gehilsenmitglieder werden höflichst ersucht, etwaige Veränderungen ihrer Stellungen dem Unterzeichneten rechtzeitig anzuzeigen. Die Führung der Mitgliederliste wird dadurch wesentlich erleichtert. Berlin, den 30. März 1915. V. 35, Potsdamerstr. 41a Max Schotte, Schatzmeister. Remissionsgedanken im Kriegsjahre. Die Remission und Abrechnung bedeutet immer für jedes Sortiment eine überaus große und schwierige Aufgabe, die nur unter Daransetzung aller Energie und Arbeitskraft be wältigt werden kann/ wieviel mehr aber war dies der Fall in dieser Zeit der schweren, ja der schwersten Not. Daß viele Handlungen erklären müssen, zur bestimmten Zeit nicht fertig werden zu können, ist nur zu gut zu begreifen, wenn der Inhaber des Geschäfts selbst mit allen oder doch vielen seiner Leute zum Waffendienst eingezogen ist. Nachdem mir nicht nur mein lieber junger Teilhaber, sondern auch alle Sorti- mentsgehilsen und ältere Lehrlinge genommen worden sind, hätte ich nie geglaubt, daß es möglich sein würde, mit der Arbeit fertig zu werden. Daß es dennoch gelungen ist und ich, wie immer, heute am lieben Sonntag Palmarum tralarum freundlich von der werten Firma Zwitzler, als der letzten im langen Alphabet, begrüßt wurde, verdanke ich weniger der Mitarbeit in der Not genommener Hilfskräfte, als der auf- opfernden Tätigkeit des meinen Sozius vertretenden Bruders und der ausgezeichneten Damen meines Geschäfts. Das gab mir viel zu denken. Ich bin nie ein Bewunderer des femininen Säkulums gewesen und habe mich lange gesträubt gegen das Heranziehen von weiblichen Hilfskräften, aber ich bin doch bekehrt worden. Die deutsche Frau im Kriege bietet ein bewundernswertes Schauspiel, das für die Zukunft noch ungeahnte Aufgaben und deren Lösung erwarten läßt. Ich bin auch der Ansicht, daß die Frau im Sortiment nicht mehr zu entbehren ist. Hat man Glück, so kann man ausgezeichnete Hilfskräfte gewinnen, die männliche Hilssarbeit reichlich er setzen. Also ist diese Arbeit beendet worden dank diesen günstigen Umständen und vielen Abend- und Sonntagsstunden. Ach, wie arbeitete es sich sonst so schön in diesen stillen Stunden, sie waren mir immer erquickend, aber dieses Jahr drangen doch auch in die stillsten Stunden, in die anstrengendste Tätigkeit immer die nie ruhenden Wogen der Sorge um das Schicksal unseres Vaterlandes, die Herzensangst um die vielen, vielen, die, dem Herzen nahestehend, draußen für das Fortbestehen deutschen Lebens, deutscher Kultur ihr Leben einsetzen! Ja, das schweigt nie, macht manche schwere, schlaflose Nacht und verbittert jede Arbeit, die sonst ein Vergnügen wäre. Mir wenigstens ist die Arbeit der Remission immer wertvoll und interessant gewesen, und ich bedaure nur, daß es gar nicht mehr möglich ist, sie allein zu bewältigen. Sie führt mir jedes Buch des Sortimenislagers vor; es ist dann keine geringe Genugtuung, sich von vielem Schunde zu befreien, der sich trotz aller Vorsicht beim Bestellen doch ansammelt; niederdrückend dagegen ist die Empfindung, für manche oder viele wertvolle und liebenswerte Bücher geringen oder keinen Absatz gefunden zu haben, nicht nur des entgangenen Gewinns wegen, sondern auch um der Freude willen, die die Ver breitung des Guten bringt. Dieses Jahr war es nun be sonders schmerzlich, den Rückgang im Absatz wissenschaftlicher und überhaupt besserer und höhere Ansprüche erhebender Literatur feststellen zu müssen. Die Überflutung mit billiger Zeitware ist kein Trost dafür; rechnet man bei noch so flottem Absatz den Verlust durch das Liegenbleiben festbezogener Ware ab, der sich gewiß nie vermeiden läßt, so bleibt kaum ein Gewinn übrig. Ja, die Lage des wissenschaftlichen, überhaupt ernst haften Verlags ist in dieser kulturmörderischen Zeit gewiß eine sehr schwere. Mit großem Interesse habe ich den Artikel des Herrn 8. !!. 8. in Nr. 56 dieses Blattes gelesen. Vieles ist sehr richtig, anderes freilich erweckt den Eindruck, daß der Herr Verfasser, wie so viele seiner Verlagskollegen, keine oder doch nur ganz geringe und falsche Kenntnisse des eigentlichen Sortimentsbetriebes hat. 445
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