Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.08.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-08-28
- Erscheinungsdatum
- 28.08.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19180828
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191808285
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19180828
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1918
- Monat1918-08
- Tag1918-08-28
- Monat1918-08
- Jahr1918
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. X- 200, 28. August 1918. regere Beteiligung an dieser Zusammentimst, als im Vorlahre unter dem Drucke des Krieges von der Abhaltung einer Versammlung Ab stand genommen und nur im Oktober eine Mitgltcder-Bcsprechung ilbcr Sie Frage der TcucrungSzuschlage abgchaltcn wurde. Soweit es mög lich, sollen neben der Erörterung wichtiger Bcrusssragen, an erster Stelle der Teuerungszuschläge, auch Erholung und Geselligkeit zu ihrem Rechte kommen. Die Hauptversammlung wird daher umrahmt von folgenden Veranstaltungen: Am Sonnabend, de» 21. Sep tember, abends 118 Uhr sindet im Hotel »Chemnitlus- eln gemein sames Abendessen und danach die Vorversammlung statt, die haupt sächlich der Besprechung einzelner geschäftlicher Vorfälle gewidmet ist und die Hauptversammlung entlasten soll. Am Sonntag frllh Besichtigung des Goethehauses. Nach der Hauptversammlung gemeinsames Mittagessen <das trockene Gedeck etwa ./l 8.—> im Hotel Fllrstcnhof. Hierauf bei günstiger Witterung Spaziergang nach Belvedere lKaffee, Besichtigung des ParkcS, evtl, auch dcS Schlosses), Abendessen in Belvedere sPrcis etwa 5—> oder Rückkehr nach Weimar und evtl. Besuch des Hoftheatcrs. Hierauf zwangloses Bei sammensein in der Weinstube Goldener Adler. Am Montag zu noch zu bestimmender Zeit Spaziergang nach Ticsurl, bei ungünstiger Witterung Besichtigungen in Weimar (Wittum-Palais, Museen, Goethe-Schillerarchiv usw.). Die Bcsorgirng der Zimmer (Hotel Fiirstcnhof Zimmer mit Früh stück etwa .71 7—, Hotel ChcmnitiuS Zimmer mit Frühstück etwa ./l 5.—, Hotel Kaiserin Angusta Zimmer mit Frühstück etwa .71 8.—) hat Herr Hofbuchhändlcr Bruno Wollbrlick i. Fa. Ludwig ThclemaunS Buchhandlung, Weimar, Schillerstr. IS, übernommen, an den die Anmeldungen bis zum IS. Scpt. zu richten sind. Die Versammlung, zu der auch Gäste willkommen sind, bietet also genug Anziehungs punkte, NN, ihren Besuch den Berufsgenosscn zu einer angenehmen Pflicht zu machen. Berel» der Berliner Buch- und Kunstantiquurc. — Am LZ. August wurde i» Berlin der »Verein der Berliner Buch- und Kunstantiquarc» unter Beteiligung seiner namhaftesten Vertreter gegründet. Herr Mar tin Breslauer hat den Vorsitz übernommen, Kassenwart ist Herr Sicgbert M. Kränke!, Schriftführer Herr Philipp Rath. Der jähr liche Beitrag ist eH 10.—; Mitglieder, die sich nach dem 1. Oktober 1818 melden, haben außerdem ein Eintrittsgeld von .71 s.— zu zahlen. Der Verein bezweckt in erster Linie, durch geschlossene Stellung nahme die gemeinsamen Angelegenheiten des Berufs z» fördern und zu vertreten. Die unmittelbare Veranlassung zum Zusammenschluß ist in der Bedrohung des Antiquariats durch die neue LuxuSstcuer zu finden, und die erste Handlung des Vereins ist eine Eingabe an daS Berliner Umsatzsteuern»!! gewesen, in der um Befreiung von der Führung des unmöglichen »Lagerbuchcs- ersucht wird. Auch ans anderen, Gebiete, z. B. auf dem des Versteigcrungswesens, dürfte der neue Verein gerade jetzt vielfach Gelegenheit zur Betätigung und Ar beit in Hülle und Fülle finden. Da die Einberufung zur ersten Versammlung in großer Eile »nd durchweg auf telephonischem Wege erfolgen mußte, konnten nicht alle Berliner Antiquare erreicht werden, doch ist es bei der Wichtigkeit der gemeinsamen Angelegenheiten zu erwarten, daß die noch fehlenden sich alsbald bei Herrn Marti» Breslauer, Berlin W. 8, Französische Skr. 48, zur Mitgliedschaft melden. Dem Fachausschuß snr den Buch-, Kunst- und Musikalienhandel in Hamburg gehören zurzeit nachstehende Herren als Mitglieder an: 1. Anton I. Benjamin, Alicrwall 44, L. H. Boysen, in Firma C. Boysen, Heuberg 8, 3. Karl Krcderking, in Firma A. Frcdcrking vorm. Gaßmannschc Sortiments-Buchhandlung, Neuerwall 13, 4. Leon Goldschmidt, in Firma M. Glogau jr., Bleichciibrückc 8, 5. Jacob Hecht, in Firma Jac. Hecht, Colonnadcn 35, 6. Ludwig Hoffmann, in Firma vor,,,. G. W. NiemcyerS Musi kalienhandlung und Leihinstitut, Colonnadcn 21(23, 7. O. Th. C. I. Meißner, in Firma Otto Meißner „nd Otto Meißners Verlag, Hermannstraße 44, 8. Hermann Rabe, in Firma Otto Kaven, Weidcnstieg Sa, 0. Fr. W. Seifert, i» Firma Henry Seifert, Schanzenstraßc 75, 18. H. Ulbrich, Nagels,vcg 7, 11. K. W. Suhr, in Firma Lommctersche Kunsthandlung (Wilh. Suhr), Hermannstraßc 37, 12. Ernst Vollmer, i» Firma Lucas Gräse, Hermannstraßc 30, 13. E. Th. F. Weitbrecht, in Firma Wcttbrecht L Marissal, Berg straße 28. Vorsitzender des Ausschusses ist der unter 7 genannte Herr O. Th. C. I. Meißner, Mitglied der Dctalllistenka,inner selbst Herr Heinrich Boysen als Vertreter der Gruppe XI: »Lehrmittel, Mal- und Zeicheinitensilicn, Musikalien, Musikwaren, Klaviere, Buch handlungen, Leihbibliotheken, Kunsthandlungen, Zcitungsgeschäfte, Annoncenexpeditionen-:. Bet dieser Gelegenheit möchten wir erneut darauf Hinweisen, wie wichtig cs siir die Entwicklung des Buchhandels im allgemeinen und des Ortsbuchhandels in, besonderen ist, den Wahlen zu den Handels und Gcwerbekammern besondere Aufmerksamkeit zu schenken und sich um eine angemessene Vertretung des Buchhandels ln diesen Körper schaften zu bemühen oder, wo das nicht möglich ist, wenigstens für aus reichende Jnsor,Nationen dieser Stellen über buchhänblerische Verhält nisse Sorge zu tragen. Kleine Mitteilungen. Verleihung des Eisernen Kreuzes. — Herr Ludwig Schön - rock, Angestellter der Bibliographischen Abteilung des Börsenvereins ln Leipzig, wurde, nach voraiisgegangcncr Beförderung zum Ge freiten, mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Eprechsaal. (Ohne Verantwortung der Redaktion- jedoch unterliegen alle Einsendungen den Bestimmungen über die Verwaltung des Börsenblatts.) Zweierlei Matz. Schon wiederholt sind Fälle gleicher Art, wie ich heute einen wie der anflthreu möchte, hier besprochen worden. Ob es damit wohl ein mal besser werden wird? Eine neue Verlagsbuchhandlung, Fog in Dresden, gibt eine neue Gartcnzeitschrist heraus, kündigt sic im Börsenblatt und durch Rund schreiben an, bietet Probenummern an und ersucht den Buchhandel um Verwendung. Die Probentimniern werden bestellt, treffen ein, man nimint Ein blick und überlegt, wen man als Bezieher glaubt gewinnen zu können, bis man oben am Kopfe jedes Blattes groß den Hinweis: Di« Be stellung bei Ihrem Postamt ist am einfachsten und billigsten „nd im Anzeigenteil auch noch den Verlag als vorteil- hafte^Bezngsquelle von Gartenbauschriftcn verzeichnet findet. Was hat der Buchhandel wieder verbrochen, daß er als weniger leistungsfähig bloßgestellt wird? Hat er etwa nicht genug Probenum mern verlangt, daß auf diesen schon aufgedruckt werden mußte, wer a», geeignetsten als Vermittler zu empfehlen ist? Ist wohl ein Unternehmer denkbar, der sich für de» Vertrieb seiner Erzeugnisse mehrerer Vertreter bedient und gewissermaßen einen die ser seinen Abnehmern gegenüber als rückständig bezeichnet? Darum, lieber Sortimenter, der Du Dich bemühst, aus jeder Blüte Honig zu saugen, lasse ab von einer Arbeit, die man scheinbar so widerwillig entlohnt, und lasse der Post den Vortrittl Bad Oldesloe, 24. August 1818. L. H. Meye r. Rabattierung von Schulbücher». Die protestantische Pfarrwitwenkasse, vertreten durch das Kgl. prot. Konsistorium in Ansbach, besitzt das Privilegium, einige Rcli- gionSbüchcr für den Unterricht in bayerischen Volks- und Mittelschulen hcrauszugcben. Diese Kirchenbehördc liefert dem Buchhandel wie folgt: Mayer, Erster Unterricht im christl. Glauben. Je 39 Psd. ord., je 37 Pfg. netto. Bruttogewinn an 58 Stück 1 .71. Dem stehen entgegen: Portoauslagen .71 1.23; Verpackung 28 Pfg.: Postscheckgcbühr 18 Psg.; allgem. Geschäftsspesen etwa 48 Pfg.; zus. rund 2 .71. Eine wiederholte Beschwerde beim Kgl. Ko»sistorium in Ansbach trug mir die Androhung einer Klage seitens des Kgl. Ober konsistoriums ein. Ich erwiderte, daß, wer ein Privilegium dieser Art genieße, das, nebenbei bemerkt, 187 Jahre alt, also veraltet sei, auch moralische Pflichten habe. Ich jieße mich nicht cinschlichtern, son dern schlüge auf den Einband soviel ckuf, daß mir ein bescheidener Nutzen bliebe. Darauf schreibt mir das Konsistorium in Ansbach, daß sich das »allerhöchste Privilegium vom 4. August 1811 auf den Ver kauf gebundener Exemplare nicht erstrecke. Klagen über iinzu- relchenben Rabatt seien bisher nicht cingelaufcn, eine Preisänderung also nicht veranlaßt«. Ja wenn der Sortimenter derartige Berech nungen stillschweigend hinnimmt, dann darf er sich über den ständigen Rückgang der Rabatte bei Schulbüchern im speziellen und bei Büchern im allgemeinen nicht wunder». Augsburg, August 1818. Friedrich Schott (Schlosscr'sche Buchhandlung). Verantwortlicher Redattciir: EINtI Tho m a s. — Vertag: Der Börsen verein der Deutsche» Buchs,üublcr zu Leipzig, Deutsches Bucht,aiidterhaus. Druck' R a m m L S e e in a n n. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion nnd Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 sBuchhändlerhauS).
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder