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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.01.1889
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1889-01-08
- Erscheinungsdatum
- 08.01.1889
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- Deutsch
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130 fertige Bücher. ^ 6, 8. Januar 1889. X X X VeilWMis» M ilvnzt >i»l> MzmMt in Liillolion vormals Lriedricb Lruekmann. (1052j K>g88l8k>lkf KÜllkiLllllgir hsrausgegsben von I?. von Keller UL<I La^ei säorker seit 1. Oktober 1888 in visrzsbutägigen Liekeimugeu zu 50 ^ erscbsluend. Von den Kritiken, welche über unser obiges neues Dntsrnebmen erschienen sind, lassen vir nacksteliencl einige in Kuszügsn folgen. 8o schreibt; ^l. Düb^s »t >Mr't>rc/ren6?' g1//A6M6r,i6N ^sikllNA«. . . . Die Verlagsaustait kür Kunst uncl Wissenschaft in klüucken, vormals Lr. Bruck- mann, tritt unter ilsin Vitsl «Klassischer Bil- dsrscbatz», berausgegebsn von Lraoz v. keber und L. La)'srsdorker, init einein Werte hervor, dessen grossartigs Knigge uns ganz neue ker- spektiveu kür «las Ktudium der Kunstgeschichte erölknet. Dasselbe soll, wie der krospekt sagt, kür dis bildende Luvst eins Bedeutung gewinnen vis Reclaws Doiversalbibliotbek oder Negers Volksbücher sie kür die Weltlitteratur besitzen. Ls wird nichts Leringeres geplant, als die sämtlichen Meisterwerke der bildenden Luvst aller Leiten und aller Kulturvölker in vollständig unikormer Wiedergabe, und zwar ln guten Lutotxpien, zu vereinen. Oer Breis ist so kabelhakt billig bemessen (50 kür die Lieksrung von sechs Bakeln eines grossen (juart- oder kleinen Lolio- kormats auk schönem, kräftigem Larton ge druckt), dass man hier in der Vbat von Popu larisierung iw besten Kinne des Wortes sprechen lravn. Wir möchten gern den Brospekt so ver stehen, dass der Inhalt sieb auk dis christliche Lpoebe und auk die Werte der Malerei, allen falls auch der klastik zu beschränken habe. Oie Kcböpkuugen der klassischen und der vor- klassischeo (orientalischen) Luvst werden wobl am besten besonderen Werken Vorbehalten,' ihre unmittelbare Verbindung mit den Lrzeuguissen der christlichen Lunstspoebe würde dem Lan zen eine gewisse Lwiespältigksit aukdrücken und schwerlich harmonisch wirken. Nehmen vir also an, dass es sich zunächst um die christliche Malerei Kandis, vas auch der Inhalt der vorliegenden ersten beiden Lieferungen zu bestätigen scheint, so verden vir sin Werk besitzen, das kür das 8tudium der Luost- gsscbichte eine neue Basis bietet .... 8o begrüssen vir denn in diesem verbeissuvgs- vollso Unternehmen eins mächtige Lörderuug kunstgeschichtlicher Ktudien, einen vabren Baussebatz kür jede kunstsinnige Lamilie, vie vlr ibv in diesem Umfang kaum je zu Holken Vagten. Wir kommen bei weiterem Lort- gang des Werkes seinerzeit eingehender darauf zurück. DttAkl' irr cis-' » .... Lvdererseits giebt selbst dis schwächste Nachbildung einem Luge, das seinerzeit das Original innig zu erfassen und aukriinelimen wusste, eine wundervolle Nachhilfe kür die Kr- innsrung, vie dis bloss gesummte Melodie eines musikalischen Vkemas der Linbildungskrakt des Obres eine ganze 8)unphonle wieder bsrzu- stellen im stände ist. ln diesem Kinns vollen vir das in Rede stehende Werk hochwillkommen heissen, zumal es innerhalb der unglaublich eugsn finanziellen Lreuzen wirklich Lrstaun- licbes leistet und alles liefert, alles, was man kür so wenig Leid irgend erlangen kann, sowie alles, was sieb bisher zu wesentlich teurerem kreise ähnliche Lukgabeu gestellt batte. Vie Vmrisswerks, welche einen Rembraodt sowohl wie einen Aantegoa, einen ülurillu wie eins Lldobraudinisebe Boebzsit bloss in haardünnen Lupkerstichlinien wiederzugeben suchten, wer den mit dem Lrschsiuen des -Klassischen Bilderschatzes-- abgetbau ssiu. Di'. ,/am(sL'/, irr »^e/^esrsc/re-r ^eikrmA«. .... Ls verspricht nickt mehr und nickt weniger, als sämtliche Meisterwerke der bildenden (genauer der malenden) Luvst aller Leiten und Lulturvölker in gleichförmiger Nachbildung zu vereinen. Keine Daseinsbe rechtigung anderen Kammelwerken, vor allem den kunsthistoriseben Bilderbogen, gegenüber gründet sieb denn auch wesentlich auk diese Vniversialität, dann aber auch auk die Lrt der Luskübruvg, welche bei aller Lnspruebslosigkeit dock die rein malerische Lrschsinuug treuer wiedergiebt als der Holzschnitt, und endlich auk dis grosse Billigkeit: dis dabresseris von 24 llekteu (zu je sechs Blättern) kostet 12 Mark, lieber dis Luswabl der Werke entscheiden die zwei als llsrausgebsr genannten bervorragsodon Lunstgslshrtso, denen auch die Verantwortung kür dis jedem Blatte beigedruckten kunstge- schicbtlicken Lngabev (dis Ilestimmuog der Meister, deren Lebenszeit und Kebulzugebörig- keit, des Lukbewahrungsortes der Originale u. dgl) zustebt Dem kür den Unterricht und als Nachschlagewerk kür gelehrte Lrbeit so nützlichen Werk wird der äussere Lrkolg sicher uicbt mangeln. Dtt Des inr »Do--p6sxo»räe-rt t>on t«rck M-' Dert/ee/iittttci". Natürlich bsdark es, um das Lnnstwerk zu verstehen, eines lebendigen und entwickelten Kchönheitssinnss, da ebne diesen dis Lunstkormen stumm bleiben und einem nichts enthüllen. Darum ist sin jedes Unternehmen, das darauf ausgebt, denselben zu wecken und zu nähren, zu entwickeln und zu schulen, in hohem Orade willkommen zu heissen, und als ein solches begrüssen wir dankbarst das vorliegende, im Lntstebsn be- gritkene Werk, das die sämtlichen Meisterwerke der bildenden Luvst aller Leiten und aller Lulturvölker umfassen wird. Dasselbe ist um so wertvoller, als rwei USnoer von bedeuten dem wissenschaftlichem liuke und reicher Lr- kabrung, LranL v. Leber und Ldolk La)'srs- dorksr, als die Derausgsbsr erscheinen, deren Namen sowohl kür dis würdigste Lusvabl als kür dis vollständige Lorrektbsit der Leit-, Orts und Nameusavgaben bürgen, die sieb auk den einüslnen Lakein Lnden. dedes der 12 DIätter, dis den Bestand der ersten beiden Lieferungen bilden, deren jeder Nonat rwel neue bringen wird, lässt dis cha rakteristischen Ligensebakten der verschiedenen Nsister deutlich nur Lrschsivung kommen, die nartsn, vsrschwebsvdeo Löne eines Lissole, dis kräktigdsibe Nanisr eines Lravn Vals, den nsiebneriseben-bedeutungsvollen Linselstricb eines Dürer, dis Klars, bestimmte Larben- gsbung eines Obirlandajo, die leuchtende Wärme eines Liniün, dis nitternde Olut eines Nurillo, alles kommt auk das beste nur Leitung, und ebenso erkennen wir Leruginos heiligen Lrnst, van der Wendens trslkliobs Naturauklbssung, llubsus' sinnliche Lrakt, die sanften, smpklndullgsvollsn Löue van D/cks, Nstsus krsisinnigs Lukkassnug und Dows liebevolles Lingebsn auk die Linnslhsitsn der Natur. Ileiclie Belehrung verschallt dis Betrach tung dieser Blätter, denen wir jene Lopu- larität und Verbreitung wünschen, dis ein jedes auk dis kllege der idealen Older Zielen des Dotsrnebmen in der 'lbat verdient. Dr. M^»ran,r r»r »Delire»' .... Die Lunst gebt nach Brot und da rum kommt sie llsissiger einem ins Daus als jemals zuvor. Wer möchte dis vornehme kil- gerin, die um freundliche Lllknabins bittet, zurück weisen? (liebt sie doch eigentlich mein' als sie empfängt. Das sind Betlexiousn, die wir anstellen, während unser Luge auk einein neuen Lieksruvgswerke der -Verlagsavstalt kür Lunst und Wissenschaft» in lMncbsn ruht. «Klassischer Lildsrschatz» nennt es sieb. Klan subskribiert auk dabresserisn von 24 Bel ten; jedes llekt aber enthält zu dem wirklich billigen Lrsise von 50 H sechs schöne Huart- takeln nach heliographisekemVerkahrev. Dieselben enthalten Reproduktionen nach wundervollen Bildern italienischer und altdeutscher Kleister und es sollen nach und nach dis herrlichsten kleisterwerks der bildenden Lunst aller Leiten und Völker auf ähnliche Weise zur Darstellung gelangen. Was dis grossen klusesn Luropas bergen, aber auch was von Luvstsekätzen da und dort auk einsamen Keblössern oder sonst wo im Lrlvatbssitz existiert, alles soll allmählich an dis Reihe kommen, kurz, mau stellt vor dem Lnkang eines Weltbilderbuchss ohne Luds. Der" DeiDtte-' Dc-'-'sencottrrö-'«. .... Datiert so eins bedeutsame Hebung des Bildun gs-Niveaus aus dsm Lode der sechziger dabre, so bringt das Lode der acht ziger .labre, wie es scheint, eins Hebung des Oesclimacks-Niveaus, der künstlerischen Bildung. Wie vor zwanzig lahren Reclam dis Intimität der Volksmassen mit Kcbiller, Ooetbe, Lsssiug, Wieland sebuk, so vermittelt ilincn beute ein verdienstvoller Buch- und Kunst händler die nähere Bekanntschaft mit Kakael, Rubens, Dürer, Van D^ck, Nurillo. Leiden wir unter den Klüngeln der Leit, so wollen wir dakür doch auch ihrer hoben Vorzüge krob werden. Das.labrkundert, das unssrn geistigen Lräktsn verzehnfachte Lasten aukbürdet, das uns mit endloser llnrubs um- giebt, unsere Nerven anspannt, Lerüttet, es bringt zum Lusgltzicb kür die höheren geis tigen Lnstrengungsn auch höhere geistige Lenüsse. Dis kopularisisrung der Lunst ist ibr besonderes Verdienst. Lum Lwsekmässigen gesellt sieb, in unseren ärmsten Wohnungen selbst, das Keböns; dis Lunst leuchtet heut zutage nicht mebr den Lussrlssensn und Hoben, man braucht kein Kledicäsr zu sein, um dis Lunst zu fördern oder von ihr zu profitieren, an ^seinem Veile kann es jeder. Dis besonders Vertrautheit mit der Lunst, dieser unerschöpflichen (juslle edler 6s- scbmacksbildung und in unmittelbarer Lolge davon auch edler Herzensbildung, scheint ein Unternehmen vermitteln zu wollen, das soeben den ersten Blick in die Oekksntlich- ksit tbut — vorausgesetzt, dass es in der Lolge kalt, was es bei seinem ersten Kebritt ins Leben verspricht, worüber wir mit Lukmerksamkeit waebsn wollen. Dis Werke der grossen Künstler aller Leiten gehören, sokern das krogramm erfüllt wird, kurder nickt mehr ausschliesslich den wenigen Llückbegünstigten, welche zum Ktu- dium der Oalsrisen Dresden und München, Baris und dis holländischen Ktädte, Wien und ketersburg auksueben können. Wenn der klobamed nicht zum Bergs kann, kommt mitunter doch der Berg zum Klobamed -
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