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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.10.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-10-13
- Erscheinungsdatum
- 13.10.1914
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. 238, 13. Oktober 1SI4. Der Gesamtausschutz zur Verteilung von Lesestoff hat ferner versucht, eine Lösung dadurch herbeizuführen, daß er versucht hat, an Eisenbahnen, die von der Grenze abgehen und die von deut schen Truppen besetzte Gebiete berühren, Zeitungs- und Bücher- Pakete mitzugeben. Diese Pakete sollten von den Zugführern überall da abgeworfen werden, wo Bahnhofs-Kommandanturen sind. Die Erlaubnis zu einem solchen Vorgehen, um die die in Betracht kommende militärische Stelle notwendigerweise ange gangen werden mußte, ist jedoch von dieser mit der Begründung abgelehnt worden, daß dieser Weg ungangbar sei. Aus alledem geht hervor, daß der Gesamtausschutz zur Verteilung von Lese stoff mancherlei Wege beschritten hat, um der offensichtlich vor handenen besonderen Not zu steuern, daß er aber nirgends voll zum Ziele gelangt ist. Dem Gesamtausschuß zur Verteilung von Lesestoff ist hierbei zum Bewußtsein gekommen, daß seine Aufgabe, wie auch manche andere, die von vielen als nicht in erster Linie dringlich erkannt wurde und wird, in Friedenszeilen vorbereitet werden muß, um in Zeiten der Not sofort und mit Erfolg durchgeführt zu werden. Geschieht dies, so ist auch anzunehmen, daß ein auf diese Weise zusammentretender Gesamtausschutz nicht, wie in diesem Kriege, erst versuchen mutz, alle am guten Werke verstreut Tätigen zusam menzufassen, sondern gleich mitten in seine Hauptarbeit treten kann. Die Not liegt offen zutage, die Mittel zur Durchführung wären vorhanden, aber es sind keine Wege da, die zum Ziele führen. Einen Weg sehe ich. Die Feldpropstci gibt Grüße aus der Heimat heraus, die in vielen Hunderltausenden von Exemplaren allwöchentlich von den Feldgeistlichen verteilt werden und von dort aus ihren Weg in die Front finden. Ihr Inhalt ist naturgemäß religiöser Art. In ähnlicher Weise müßten von offizieller Stelle kurze Nachrichten über die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen zusammengestellt und herausgegeben werden, die alsdann auch gleichzeitig eine Ant wort auf etwa auftauchende, feindliche Lügennachrichten wären. Die Verteilung dieser Nachrichten müßte durch die Truppenteile auf offiziellem Wege geschehen, damit sie überallhin gelangen. Für den Fall, daß ein Truppenteil eine solche Nummer doch nicht bekäme, könnte vielleicht am Kopfe einer jeden nachfolgenden Nummer eine gedrängte Übersicht gegeben werden über den In halt der früheren Nummern. Eine derartige Zeitung bestand übrigens nach Nachrichten von süddeutschen Offizieren bei den Franzosen; es wurden Exemplare bei Gefangenen gefunden; hier hieß sie Bulletin äss Lrmsss äs In kspubUgus. Inzwischen sind die Ersatztruppenteile unserer Armeekorps vom Kriegsministerium angewiesen worden, Liebesgaben ent gegenzunehmen und sie alsbald ihren Truppen im Felde nachzu senden. Daß hiervon auch von dem Gesamtausschuß zur Ver teilung von Lesestoff ausgiebig Gebrauch gemacht wird, ist selbst verständlich. Unsere Berufsgenoffen im Felde. I. Deutsche Armee. XXXV. sXXXIV siehe Nr. 237., Name und Vorname: Albers, Hermann sBöhme, Carl*) fiBöhmelt, Alsred*) Flcischmann, Hugo Gerhard, Raimund Gerloff, Wolfgang Harburger, Theo Heymcl, A. W. v. *> Gefallen, steh 1522 Firma: T GeschästSf.: Gea Ver lag, G. >». b. H. in * Berlin früher i. H. W. Rob. Langewtesche in Rheydt t.H.A.Ziehlkei.Guhrau i. H. I. Kauffmann, Bh. in Frankfurt a/M. Jnh.:Ratmund Gerhard in Leipzig Lehrling i. H. Fr. Paul Lorenz i. Freiburg <B.). t. H. I. Kauffmann, Bh. in Frankfurt a,M. Gründer des Insel- Verlags zu Leipzig Personalnachrichten. ienstgrab u. Truppenteil: Oberleutn. d. Landw., Komp.-Fllhr. im Fiis.» Rgt. Nr. SS. 28. Jns.-Rgt., Masch.- Gew.-Abt. Gefr. d. Res. im Jns.- Rgt. Nr. S0. Gesr. im Jns.-Rgt. Nr. 8t. Hauptm. d.Landw. a. D., Vorstand d. Gesängen.- Lagers Döbeln. Jns.-Rgt. Nr. 113, Ers.-Bat. Kricgssreiw. im Res- Jnf.-Rgt. Nr. 223. Oberleutn. d. Res. im Olbenbg.Dragoner-Rgt. Nr. IS. Name und Vorname: Hirschfeld, Johannes Kauffmann, vr. F. Koch, Richard Moser, Kurt Roßberg, Arthur Schönfelder, Josef fSchöningh, vr. Fer dinand*) Seitz, Karl Skopnik, Conrad Thanschcidt, A. Firma: Di Prokur. i. H. Julius Sittenseld in Berlin Inh.: I. Kauffmann, Bh. u. S. Lehrberger Sr Co. in Frankfurt a/M. Inh.: Hermann Koch in Rostock i. M. Inh.: Berliner Ltthogr. Institut Julius Moser in Berlin Inh.: Roßberg'sche Ver- lagsbh. in Leipzig t. H. Herder L Co. in München t. H. Ferdinand Schö- ningh in Paderborn i. H. I. Kauffmann, Bh. in Frankfurt a. M. i. H. Conrad Skopnik in Berltn-Zehlendors i. H. I. Max Sr Comp, in Breslau enstgrad u. Truppenteil: Hauptm. d. Landw. a. D.> Kompagnie-Führer in Döbeln. Ossiz.-Stelloertreter im 21. Res.-Feld-Art.-Rgt. Offiz.-Stcllvertreter im Landst.-Bat. Rostock. Lenin, d. Res., Ordonn.- Offiz. beim Stabe der 17. Res.-Jnf.-Brig. Hauptm. d. Landw. a. D., Bezirks-Osfiz. b. Bez.- Kommando Leipzig. Unterosstz. im 1. bayer. Landw.-Jns.-Rgt. Leutn. d. Res. im Hus.- Rgt. Nr. IS. Jns.-Rgt. Nr. 87. Hauptm. d.Res., Führer b. 2. Ers.-Masch.-Gew- Komp. III. Armee!.**) Unterofs. im Jns.-Rgt Nr. 38, Ers.-Bat. Kleine Mitteilungen. Kricgsmaler. — Einer Anregung aus dem Leserkreise folgend, haben wir uns an den Stellvertretenden Generalstab der Armee in Berlin gewandt und um Angabe derjenigen Künstler gebeten, die von dem Großen Generalstab offiziell als »Kriegsmaler, den einzelnen Armeen zugeteilt worden sind. Daraus ist uns von der Presse- Abteilung des Stellvertretenden Generalstabs unterm S. Oktober die nachstehende Mitteilung zugegaugen: Auf Ihr Schreiben vom k. Oktober wird Ihnen nachstehend die Liste der Krtegsmaler übersandt. W e st e n: 1. Prof. Schöbe!, Berlin — 2. Heims, Berlin — 3. Adolf Obst, Berlin — 4. Prof. Ungewitter, Berlin — S. Ernst Zimmer, Bamberg — 8. Max Bendorf, Leipzig — 7. Hugo L. Braune, Leipzig-Berlin sJllu- strirteZeitung)—8. Pros.vonHayck, München —9. Maler Ernst Vollbehr. O st e n : 10. Pros. L. Dettmann, Königsberg i/Pr. — 11. Pros. Max Rades, Berlin — 12. M. Fabian, Berlin — 13. L. Putz, München. Unseres Wissens sind die Krtegsmaler nicht, wie die Bericht erstatter, gezwungen, sich im Großen Hauptquartier aufzuhalten, sondern haben bet den einzelnen Armee-Oberkommandos täglich Gelegenheit, in die Kampflinie zu fahren und das militärische Leben zu beobachten. Die srauzöfischc Sprache für reichsländische Zeitungen verboten. — Die »Saarburger Zeitung«, die bisher in zwei Sprachen, deutsch und französisch, erschien, veröffentlicht folgende Bekanntmachung an ihre Leser im französischen Sprachgebiet: Laut Verfügung der Etappen- kommandäntur ist die Benutzung der französischen Sprache verboten. Demzufolge wird die »Saarburgcr Zeitung« in Zukunft nur in deutscher Sprache erscheinen. Ein literarischer Prozeß, in dem vier Sachverständige, darunter sogar der von der Staatsanwaltschaft geladene, gleicher Meinung waren, beschäftigte am 9. Oktober die 1. Strafkammer des Land gerichts III Berlin. Angeklagt wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften war der Schriftsteller Adolf Sommerfeld. Es handelte sich um einen in orientalischer Erzählungsform gehaltenen Roman »Kifflar Agassi, des Obereunuchen Tagebuch«, das seinerzeit die Staatsanwalt schaft als unzüchtig beschlagnahmt hatte. Zu der Verhandlung waren als literarische Sachverständige geladen: vr. Ludwig Fulda, Viktor Blüthgen, Siegmar Mehring und von der Staatsanwalt schaft der Redakteur des »Türmer«, vr. Storck. vr. Ludwig Fulda erklärte in seinem Gutachten, daß als »unzüchtig« die Tendenz, aus niedrige Instinkte durch Frivolität und Lüsternheit zu wirken, zu bezeichnen sei. Den Schutz vor sittlichen Gefährdungen genieße der unreife Mensch nicht durch das Vorenthalten von Büchern, sondern in der Erziehung durch Eltern und Lehrer. Das beanstandete Buch sei eine durchaus wahre Schilderung und gebe eine überzeugende Farbe des Orients und des Haremslebens. In ähnlicher Weise äußerten sich die Sachverständigen Blüthgen und Mehring und selbst der von der Staatsanwaltschast geladene vr. Storck. Das Gericht *> Gefallen, stehe Personalnachrichten. **) Ergänzung der Angabe in Nr. 227.
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