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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.09.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-09-29
- Erscheinungsdatum
- 29.09.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. 1/ 226, 29. September 1914. Name und Vorname: Neumann, Curt Neumann, Walther Perschmann,Siegfried Peters, Edmund Quelle, Franz Rasch, Walter Nosenberg, Ernst Rosenstein, Anton Schubert, Friedrich Tommassowits, Gabr. Uessem, Jacob Wahl, Karl Welte, Max Wengert, Jakob Firma: Dienstgrad u. Truppenteil: i. H. I. Neumann in Neudamm Inh.: I. Neumann in Neudamm Inh. Siegfried Persch- mann in Wiirzburg Prok. i. H. Herdersche Buchhandlg. in Berlin i. H. Gustav Winter in Bremen i. H. Th. Drexel's Buchh. in Cilli Volont. i. H. Speidel L Wurzel in Zürich i. H. Manz'sche Hof- buchh. in Wien i. H. Gustav Fischer in Jena i. H. Richard Lotties in Wien i. H. Carl Georgi in Bonn i. H. Carl Simon in Berlin Prokurist i. H. Herder sche Verlags!), in Frei burg i. Br. Prokurist t. H. Herder sche Buchh. i. Karlsruhe Leutnant d. Res. im Res.-Art.-Ngt. Nr. 5. Obcrlt. d. N. im Brdnb. Dragoner-Rgt. Nr. 2. Off.-Stellvertr. imJnf.- Landsturm-Ers.-Bat. Würzburg. Unteroff.imLandsturm- Jnf.-Bat. Kottbus. Vizefeldw. imJnf.-Rgt. Nr. 75. k. u. k.Kadett im österr. Jnf.-Rgt. Nr. 7. Einj.-Freiw. i.1. Bayer. Chevauleger-Rgt. 6. österr. Landsturm- Bat. Ers.-Jnf.-Rgt. Nr. 94. Leutn. im 15. königl. Ungar. Landst.-Rgt. Gesr.im Jnf.-Lehr-Bat. Ober-Matrose auf S. M. S. Braunschweig. Vize-Feldw. im Landst.- Jnf.-Bat. Gengenbach. Unteroff. im Landst.- Jnf.-Bat. Kolmar i.Els. Verbotene Druckschriften. — Für Herrenabende. Humo ristische Vorträge für geschlossene Herrengesellschaften, hcrausgegeben von Josef Cerny u. a. Landgericht I Berlin. Teilweise Un brauch b a r m a ch u n g. 38 I. 49/14. Das Paradies der Liebe und Ehe von A. Moloch und Physiologie der Liebe oder die Geheimnisse der Zeugung von A. Multavidi. Amtsgericht Itzehoe. Aufhebung der Be schlagnahme. 6 I. 186/14. (Deutsches Fahndungsblatt Stück 4708 vom 25. Sept. 1914.) Personalnachrichten. Gestorben: am 22. September Herr Friedrich Martz, Gehilfe der I. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger in Stuttgart. Der Verstorbene hat seit 1893 in der angesehenen Verlagsbuch handlung gearbeitet und es verstanden, sich durch Tüchtigkeit und treue Pflichterfüllung einen hervorragenden Posten zu erringen. Johann Gottlieb Haase f. — Der Kamenzer Stadtmusikdirektor Johann Gottlieb Haase ist dieser Tage im Alter von 92 Jahren ge storben. Bis in sein hohes Alter hat er komponiert und noch vor vier Jahren ein Oratorium »Das Opfer des Weltheilandes« ge schaffen, zu dem er selbst den Text verfaßte. Svre-saal. Zum 1. Oktober. Kleine Mitteilungen. Der Verkehr bei den Postsammclstellen, die die in der Heimat an die Armee aufgelieferten Feldpostbriefe bearbeiten und sie dann bis an die Etappenstraßcn schicken, nimmt dauernd außerordentlich zu. Bei der Berliner Postsammelstelle — neben ihr sind im Deutschen Reich noch 16 andere tätig — werden allein jetzt täglich 1300 große Briefbeutel mit Feldpostscndungen abgesaudt, darunter im Durchschnitt 700 Beutel mit gewöhnlichen Feldpostbriefen und Karten, gegen 500 Beutel mit Fcldpost-Kartenbriefen, während der Nest Einschreibebriefe und Geldbriefe enthält. Die Postsammelstelle in Berlin beschäftigt jetzt gegen 1000 Köpfe Personal. Seit der Mobilmachung, da die Post sammelstellen im Deutschen Reich in Wirksamkeit traten, ist allein die Berliner Postsammelstelle allwöchentlich um mehr als 100 Kräfte ver mehrt worden. Verlängerung des italienischen Moratoriums. — Der italienische Ministerrat hat am 25. September die Verlängerung des italienischen Moratoriums bis Ende November beschlossen. Zur Stützung der Kreditfähigkeit der Unternehmer, Lieferer und Handwerker während des Krieges sind für den Bereich der Reichs-Post- und -Telegraphcnverwaltung durch einen Erlaß an die Kaiserlichen Obcr-Postdircktionen weitgehende Erleichterungen angeordnet worden. Um den Beteiligten schnell zu ihrem Gelde zu verhelfen, ist die Prüfung und Bezahlung der Rechnungen nach Möglichkeit zu be schleunigen und Abschlagzahlungen im zulässigen Höchstbetrage zu leisten. Den Hinterlegern von Sicherheiten aus Leistungs- und Lie-! sernngsverträgcn wird auf Antrag durch Rückgabe der Sicherheiten! Entgegenkommen bewiesen. Ist die Rückgabe wegen der Ansprüche des > Reichs nicht angängig, so kann den Unternehmern usw. durch Um- ! tausch der hinterlegten Wertpapiere gegen eigene Wechsel unter Ab standnahme vom Erfordernis der Unterschrift und Bürgschaft einer anderen Person geholfen werden. Ist die Rückgabe der ganzen Sicher heit nicht möglich, so soll die Rückgabe eines Teiles in Betracht gezogen werden. Bei neuen Verträgen über Leistungen und Lieferungen darf ferner unter bestimmten Voraussetzungen auch bei einer höheren Vertrags summe als 10 000 Mark von dem Verlangen, Sicherheit zu stellen, ab gesehen werden. Bei Gencralpfändern wird auf Antrag der Hinter leger geprüft, ob der Betrag der Sicherheit ermäßigt oder die hinter legte Sicherheit nmgetauscht werden kann. Ausschließung feindlicher Ausländer an österreichischen Hoch schulen. — Nach einer am 22. Sept. veröffentlichten Kundgebung des Rektorats der Wiener Universität werden im nächsten Semester Aus länder, die einem der mit Österreich-Ungarn Krieg führenden Staaten angehören, von der Aufnahme ausgeschlossen. Ter Krieg bringt naturgemäß sehr vielen Geschäften schwere Schädigungen, von denen auch der Buchhandel — Sortiment wie Ver lag — nicht verschont bleibt. Jeder Geschäftsinhaber machte sich in den ersten Tagen des August klar, in welcher Weise er seine geschäftlichen Ausgaben einschränken könne. In erster Linie ist dabei an die Ver ringerung des Personals gedacht worden, so daß am 15. August eine große Anzahl von Kündigungen des Personals erfolgt ist. Verzeihlich ist es, wenn bei diesen Kündigungen nicht in voller Berücksichtigung der Verhältnisse des Einzelnen verfahren worden ist. Ich will zur Erläuterung dieser Tatsache nur zwei Fälle an führen, denen sich jedoch in den verschiedenen Geschäften zahlreiche ähnliche Beispiele an die Seite stellen lassen. In einer der bedeutend sten Verlagsbuchhandlungen wurde drei Herren gekündigt, die bereits länger als 15, bzw. 20 Jahre in ihrer Stellung sind, weil gerade in ihrem Bureau der Stillstand sich durch den Krieg besonders fühlbar machte. Bei richtiger Würdigung der Verhältnisse hätte vielleicht eine Verschiebung der Arbeitskräfte im Geschäft stattfinden können, so daß dadurch die Kündigung jüngerer Mitarbeiter hätte ermöglicht werden können, denen cs weniger schwer fällt, anderweitig eine Stellung zu finden. Gehilfen, die seit 15 oder 20 Jahren in einer Verlagsbuch handlung eine ganz bestimmte Tätigkeit gehabt haben, sind natürlich einseitig geworden und werden daher schwer anderweit Unterkommen bis zum 1. Oktober finden. Als zweiten Fall führe ich die Kündigung einer weiblichen Arbeits kraft an, die von ihren» 16. Jahre an als Korrespondentin und Schreib maschinistin über 8 Jahre in einer Verlagsbuchhandlung in Stellung ist. Ihr wurde gekündigt, weil die Korrespondenz in dieser Verlags buchhandlung durch den Krieg ganz bedeutend zurückging. Auch in diesem Falle hätte, besonders da dieses junge Mädchen elternlos und ohne jeden Anhang ist, Rücksicht insofern geübt werden können, als eine andere Arbeitseinteilung dahin geführt haben würde, daß jünge ren Mitarbeiterinnen, die ihre Eltern und dadurch einen Zufluchtsort haben, hätte gekündigt werden können. Die Folgen der ergangenen Kündigungen werden sich erst am 1. Oktober fühlbar machen; viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im deutschen Buchhandel werden stellenlos sein und nicht wissen, wo und wie sie ihre Existenz finden. Vielleicht führen diese Zeilen dazu, daß mancher Geschäftsinhaber die ergangenen Kündigungen noch ein mal nachprüft und dabei sein Herz und nicht nur den Geldbeutel mit- sprechen läßt, indem er solchen Mitarbeitern, die bereits längere Jahre bei ih»n tätig waren, wenigstens so lange über den 1. Oktober hinaus in ihren Stellungen beläßt, bis sie eine anderweitige Beschäftigung ge funden haben. Diese Bitte richtet sich besonders an solche Geschäfts inhaber, die von kleinlichen Sorgen auch währeud eines längeren Krieges befreit bleiben. Sie sollten zunächst einmal im engeren Kreise zu helfen suchen und besonders ihr Augenmerk auf die gekündigten Mitarbeiter richten. Manche Arbeitskraft könnte bei einigem guten Willen vor dem Elend beivahrt bleiben und event. durch eine Verkür zung des Gehaltes bei geringerer Arbcitsstundenzahl über Wasser ge halten werden. —z. Lerantwortlichcr Nedakieiiri E in i l r I> o in n - Verlag: Der Bors e nv e ie i n der . '„Ischen Biichliändler zu Deutsche- Ri,chl,n»dlei!'nuo. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 sBiichhändlerhauö). 1460
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