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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.08.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-08-28
- Erscheinungsdatum
- 28.08.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. 199, 28. August 1914. belastet mit allerlei Sorgen öarnicöerlag. Dem Kommissionär ist also größte Ruhe anzuempfehlen, er soll sich bemüht zeigen, mit seinem Kredit dem Sortiment kräftig zu helfen, ihm später in seinem Be streben, bessere Lebensbcdingnngen zu erhalten, beistehen und sich glatt weg auf die Seite des Sortiments gegenüber dem Verlag stellen, also nicht eine für beide Teile lauwarme Neutralität zeigen, die weder dem Sortiment noch dem Verlag Helsen kann. Die Maßnahmen der Kommissionäre haben uns etwas überrascht. Wenn die Kommissionäre überhaupt keine Barpakete einlösten, so gingen sic zu weit und beunruhigten den gesamten Buchhandel. Hätten sie dem einzelnen Sortimenter mitgeteilt, daß er für alle vom 1. August zur Präsentation kommenden Barpakcte Kassa senden solle, so würde dieses genügt haben, und der Buchhandel in Leipzig erschien uns ge festigter. Die Bankenfnrcht scheint in Leipzig auch auf unsere Kom missionäre, die ja für viele Sortimenter gleichzeitig Bankiers sind, un günstig cingewirkt zu haben.« sLissa.j »Die Kommissionäre müssen die bisher gegebenen Kredite mög lichst aufrechterhaltcn, weil die Sortimenter zurzeit fast nichts zahlen können, da sie selbst von ihren Außenständen nichts einbringen können und die besten, solidesten Kunden mit ihrem Gcldc znrückhalten.« sSaalfeld.) »Es ist zu begrüßen, daß die Herren Kommissionäre den Barverkehr wieder anfnehmcn. Viele Störungen und Schädigungen wären vermie den worden, wenn dieser Entschluß sofort vorhanden gewesen iväre. Gar zu ängstlich sollte der Kommissionär jetzt, wo es einmal darauf an kommt, nicht mit dem Kreöitgcwährcn sein. Ich bin überzeugt, daß auch die Verleger, wo es not tut und soweit sie selbst können, da ihr Möglichstes tun werden.« (Leipzig.) »Kommissionäre, die von ihren Kommittenten Barmittel in Hän den haben, verweigern die Einlösung von Barsendungcn und Jnkasso- fakturen und verderben so dem Sortiment das bißchen Geschäft, das ihm geblieben ist.« (Augsburg.) »Die Kommissionäre dürften wohl .etwas' entgegenkommender sein und nicht so schroff Vorgehen; die — gelinde gesagt — rücksichtslose Art und Weise, wie sofort nach der Mobilmachung jede Einlösung verweigert wurde, muß die Handlungen, die von ihren Kommissionären irgend wie abhängig sind, sehr unangenehm berührt, andere Handlungen ge radezu empört haben.« (Gera.) »Dem Kommissionsbuchhandel ist mehr Ruhe, Zuversicht und Ver trauen zu wünschen. Die meines Erachtens zum Teil übereilten Maß nahmen der erste» Augustwoche, die von übergroßer Ängstlichkeit zeugen, haben das Sortiment nur geschädigt.« (Glogan.) »Am prekärsten ist die Lage der Kommissionäre. Daß sie in dieser Zeit mehr als je darauf dringen, genügend Deckung zu haben, wird ihnen kein einsichtiger Sortimenter verdenken; verdenken könnte man ihnen höchstens, daß sie erst jetzt mit dieser Forderung kommen und es sich haben gefallen lassen, daß einzelne Sortimenter den ihnen gewähr ten Kredit über Gebühr in Anspruch genommen haben. Wo sollen diese armen Teufel nun mit einem Male Geld hernchmen? Auch daß die Herren Kommissionäre sich den Verlegern gegenüber wegen Ein lösung der Barpakcte zu sichern suchen, wird ihnen niemand verdenken können. Auch hier bedarf es des gegenseitigen Vertrauens. Wie wollen wir alle ohne dieses über die schweren Zeiten hinwegkommcn?« (Lübeck.) »Die Maßnahme» der Kommissionäre halte ich für außerordentlich verständig und für das Sortiment sehr vorteilhaft.« (Oppeln.) (Schluß folgt.) Weltkrieg und deutscher Buchhandel. in. Nur ein paar Beispiele, und zwar ohne Nennung von Namen, da es mir keineswegs um die Person, sondern lediglich um die Sache geht: 1. Zwei angesehene kartographische Verlagshandlungen, die seit langen Jahren mit mir in lebhaftem Rechnungsverkehr stehen, »können« ihre Kriegskarten nur dar oder gegen Vor einsendung des Betrages liefern und nehmen Beträge von 20, 30, 50 ^ bar durch Kommissionär nach. Ich greife unwillkürlich an die Stirne und frage mich, warum »können« diese befreun deten Firmen nur so handeln und nicht einfacher und verstän diger? Nagen die Herren bereits am Kriegs-Hungertuche oder haben sie in der Aufregung vollständig den Kops verloren? Wa rum kann in solchen Fällen nicht einfach auf Frist-Konto geliefert werden, das doch in Friedenszeiten beim Verlage so außer ordentlich beliebt ist, selbst in den Fällen, wo dem Sortimenter das Rechnungs-Konto mehr frommen würde? 2. Der Kommissionär einer der größten Verlagsbuchhand lungen, mit der ich seit 40 Jahren in einem fruchtbringenden, jähr lich viele Tausende von Mark betragenden Rechnungsverkehr stehe und deren Inhaber mir persönlich näher steht, liefert eine aus drücklich »f e st« verlangte Bestellung vom Leipziger Lager gegen bar mit 5°/° Extra-Rabatt aus! Es wird noch festzustellcn sein, ob hier eine mangelhafte Instruktion des Verlegers oder eine Willkür des Kommissionärs vorliegt. 3. Ein angesehener medizinischer Verlag sendet mir ein eilig verlangtes Werk unter Kreuzband mit Nachnahme und bittet um Einlösung, da während des Krieges »grundsätzlich« nux dar geliefert werde! Warum? — das habe ich nicht begriffen und deshalb dem betreffenden Herrn Kollegen meine Zweifel bezüglich seiner Logik ausgesprochen. Erfolg — Entschuldigung, Rückzah lung des Betrages und Einsendung einer Rechnungsfaktur —, was ich hier zur Ehre des betreffenden Kollegen und als belehrendes Beispiel für andere, weniger kulante Verleger gern ausdrücklich feststelle! Es würde mir nicht einfallen, dies§ Zeilen an dieser Stelle zu veröffentlichen, wenn es sich lediglich um meine An gelegenheiten und lediglich um die Interessen meines Sor timents handelte. Es geschieht einzig und allein zu dem Zwecke, um für meinen Teil zur Klärung und Besserung von Ver hältnissen beizutragen, die für uns alle — einerlei, ob Verleger oder Sortimenter — augenblicklich von der größten Wichtigkeit sind. Gott schütze unser deutsches Vaterland und unfern deutschen Buchhandel! Münster i. W., 24. August 1914. Heinrich Schöning h- Llnsere Berufsgenoffen im Felde. ii. (I siehe Nr. 188.) Name und Vorname: Firma: ChargeunbTruppenteil: (I und II siehe Nr. 189 u. 198.) Abicht, Arno, Nicht ohne Grund ergreife ich zu diesem Thema noch ein drittes Mal das Wort. Im zweiten Artikel stellte ich mit Be friedigung fest, daß die Anregungen meines ersten Artikels nicht ohne gute Wirkung geblieben seien und daß auch andere Kollegen, nicht nur vom Sortiment, sondern auch vom Verlage, sich grund sätzlich zu meinen Anschauungen bekennen. Die Erklärung des Münchener Buchhändler-Vereins in Nr. 190 des Bbl. beweist dies schlagend, und es verdient rückhaltlose Anerkennung, daß die dortigen Kollegen vom Verlage im Entgegenkommen noch viel weiter gegangen sind, als ich verlangt hatte. Leider mußte ich in zwischen aber auch am eigenen Leibe erfahren, daß noch lange nicht alle Verleger und deren Leipziger Vertretungen bemüht sind, das Vertrauen im Wirtschaftsleben zu erhalten, bzw. wieder zu beleben, was doch unbedingt nötig ist, wenn wir nicht schließlich nach glänzenden Siegen im Feindesland vor gewaltigen wirt schaftlichen Zusammenbrüchen im Vaterlande stehen wwlen. 1318 Banas, Hermann, Bölten, Curt, Engel, Erwin, Eulitz, Hans, Fock, Wolfgang, Frick, Wilhelm, Kaiser!. Rat, Friedrich, P., Geibel, Carl St. A., i. d. Geschäftsstelle des Börsenvereins z.Leipzig i. H. Ernst Stoer in Schweinfurt. Sortimentsvolontär i.H.OskarEulitzinLissa. Inhaber der Firmen: R. Löwit u. A. Mejstrik in Wien. Lehrling i. H. Oskar Eulitz in Lissa. t. H. Simmel L Co. in Leipzig. Inh. v. Wilhelm Frick, k. u. k. Hofbnchhänöler in Wien. i. d. Geschäftsstelle des Börsenvereinsz. Leipzig Jnh.:DunckerLHumblot in München u. Leipzig. Sächs. Grenadier- Reserve-Rgt. Nr. 190. 9. bayr. Jnf.-Regt. Wrede, Würzburg. Kriegsfreiwilliger, Feld-Art.-Regt. Nr. 56. Leutnant a.D.,Festungs- kommando Przemysl. Kriegsfreiwilliger, Feld-Art.-Regt. Nr. 56. Einj.-Freiw. - Gefreiter im 8.Sächs.-Ngt. »Prinz Johann Georg« Nr.107. K. u. k. Leutnant, XII. Train-Division. Mobiles Pferdedepot. (Osterr.-ungar. Armee.) Sächs. Jnf.-Ngt.Nr.139. Kaiserliches Automobil- Korps, I.Armee,^. 0. X.
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