6922 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Fertige Bücher. .1/ 199, 28. August 1914. (?^as Brachliegen so vieler Abteilungen des Sortiments befähigt dieses, dem ^Vertrieb unsrer jetzt besonders aktuellen politischen Wochenschrift „Die Grenz boten" — die seit ihrer Begründung im Jahre 1841 schon manche Stürme über unser deutsches Vaterland haben dahinbrausen sehen — erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn schon in Friedenszeiten „Die Grenzboten" ein dankbares Objekt für das Sortiment bilden, wieviel mehr jetzt, wo jedes Lest von allen politisch Denkenden — und wer wäre dies heute nicht! — mit besonderem Interesse erwartet wird! Die Grenzboten Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst Kerausgegeben von (8eorge werden selbstverständlich den Zeitläuften Rechnung tragen und für die Folge das Schwergewicht noch mehr als bisher auf das Politische legen. Wie richtig sie von jeher die politische Lage eingeschätzt haben, beweisen treffend die „Russischen Briefe" des Herausgebers im Frühjahr und viele andre Artikel aus seiner Feder über die äußere Politik, sowie zahlreiche Aufsätze verschiedener Mitarbeiter über Angriffs- und Verteidigungsmittel unsrer westlichen Nachbarn und des Gegners jenseits des Kanals. Die durch die Mobilmachung hervorgerufene Verkehrsstockung hat naturgemäß auch auf die Erscheinungsweise der Grenzbolen ungünstig eingewirkt, es ließ sich eine pünktliche Expedition über Leipzig nicht ermöglichen und eine Amfangverminderung nicht vermeiden. Nachdem die Stockung zum Teil behoben ist, werden wir wieder regelmäßig über Leipzig liefern und auch den Amfang der Hefte allmählich wieder auf die alte Höhe bringen. Einer tatkräftigen Verwendung steht nichts im Wege. Bitte, hängen Sie die grünen Hefte mit dem gelben Streifband ins Schaufenster, wir liefern gern in Kommission. Abonnements: M. 6.— vierteljährlich, bar M. 4.50 Einzelne Hefte 60 Pfg. ord., 40 Psg. netto j bar Berlin 8VV. I I, Ende August 1914 Grenzboten G. m. b. H.