Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.07.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-07-24
- Erscheinungsdatum
- 24.07.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19140724
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191407242
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19140724
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1914
- Monat1914-07
- Tag1914-07-24
- Monat1914-07
- Jahr1914
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
it 169, 24, Juli 1914, Redaktioneller Teil. dauernde Verwendung verdient. Es dürfte keinem Zweifel unter liegen, daß ein solches vereinzelt auftretendes Mittel zur Be lebung des Absatzes seine praktische Wirkung nicht verfehlen kann. Eine häufigere Inanspruchnahme würde sie freilich bald illusorisch machen. Die fülle Zeit ist so recht geeignet, organisatorische Verbes serungen im Jnnenbetriebe vorznnehmen und auch den Einrich tungsgegenständen einige Aufmerksamkeit zuzuwenden, ob sie noch ihren Zweck erfüllen oder durch etwas Praktischeres ersetzt werden können. Ein Problem in größeren Geschäften ist die Aufbewahrung der Konten, Die Franckh'sche Verlagshand lung in Stuttgart hat es durch einen nach eigenen Angaben für diesen besonderen Zweck angefertigten versenkbaren Aufbewah rungsschrank gelöst, der den Vorteil der Sicherheit vor Feuer und Diebstahl und alle Vorzüge bequemer und praktischer Hand habung besitzt. Die Besitzerin ist gern bereit, Auskunft zu er teilen und ihren Lieferanten zu nennen, der die ihm gestellte Auf gabe verständnisvoll und zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber erfüllt hat. Jeder, der im Buchhandel einmal Gelegenheit hatte, Schaufenster zu dekorieren, wird wissen, welcher Zeitverlust durch den Mangel an Kleinigkeiten, z. B, Klammern, Zwecken usw, entstehen kann. Gewöhnlich ist auch keine geeignete Bezugsquelle in der Nähe vorhanden. Da ist es zu begrüßen, daß die Firma F, Volckmar, Leipzig, die Vertretung derartiger Ar tikel von der bekannten Firma Hetntze L Blanckertz in Berlin übernommen hat und dem Buchhandel über praktische Neuheiten in zierlichen Ständern, Klammern, Staffeln und Garnituren für künstlerische Dekoration einen Sonderkata log zur Verfügung stellt. Zum Schlüsse sei, da wir uns einmal bei den Metallartikeln befinden, noch eine Vorrichtung er wähnt, die als Verkaufsobjekt für das Sortiment in Frage kommt. Es ist ein von der Firma Wilhelm Prüfer in Stettin, Schuhstr, 1, in den Handel gebrachter Lesehalter, der das flache Anliegen der Buchseiten beim Lesen und die Schräglage des Buches ohne Lesepult ermöglicht, daneben auch als Lesezeichen benutzt werden kann, Karl Storch hat vor einigen Tagen eine amüsante Plauderei über die flaue Zeit im Buchladen veröffentlicht. Ich zweifle daran, daß es eine solche Idylle noch gibt, zum mindesten, daß es sie zu geben braucht. Die Verhältnisse sind ganz anders geworden als vor fünfzehn oder zwanzig Jahren, Damals schlief vielleicht nicht nur der Lehrling in der stillen Zeit, Heute ist sie die Zeit der intensiven Vorbereitung auf die kommende Sai son geworden, sollte cs wenigstens sein, und steht meist unter dem Zeichen: »Arbeiten und nicht verzweifeln«. Man könnte wohl sagen, daß von solcher Sommerarbeit ein gut Teil Erfolg des Wintergeschäfts direkt abhängig ist. Was an freier Zeit daneben noch abfällt, komme dem Erholungsurlaub des Chefs und des Personals zugute! Beide können ihn brauchen, um gestärkt und neuen Mutes an die Arbeit zu gehen, deren Anfor derungen immer größer werden, Kurt Loele, Buchhändler — Kaufmann — Bugra. Ein Beitrag zur Frage des kaufmännischen Geistes im Buch handel. Von Karl Illing. lFortsetzung zu Nr. 187 u, 188.) III, Gegenüber der Ausstellung von Albert Osterwald hat die Firma Ferdinand Stiebel, Eisenach, geschickt ihre verschiedenen Geldzählkassetten, Etikettenklammern und Schreibzeuge aufgebaut. Der Buchhändler wird mit Interesse besonders die Etikettenklammern beachten, die anstelle der jetzt üblichen, ans die Bücherbretter der Regale geklebten Papicretikctten treten sollen. An die Stände der Firma Osterwald schließt sich eine gleichfalls von ihr zusammengestellte historische Ausstellung an, die die Geschichte und Entwicklung der Schreibmaschine, der Rechenmaschine und der Vervielfältigungsapparate veranschau licht, Ein besonders hervorragendes Objekt dieser Sammlung ist die Rechenmaschine des großen Philosophen Leibniz aus dem Jahre 169S, die die Königliche Bibliothek zu Hannover ausstellt. Gegenüber zeigt der Wona-Verlag R, Hauschting, Königswartha, seine Landkarten in Anstchtskartengröße, die jetzt zur Reisezeit vielleicht einen guten Absatz versprechen und die auch in Zusammendrucken zu haben sind. Dahinter, an einem Seitengang, bemerken wir die eisernen Garderobefchränke, Akten- und Briefordnerregale der Firma Otto Brückner, Chem nitz, die sich von ähnlichen Fabrikaten durch ihre automatisch ver schwindenden Türen unterscheiden. Wer Zelluloid-Türschoner, Schilder und Schlüsselzeichen braucht, findet sie gegenüber, — Der ganze Mittelgang des Flügels bietet eigentlich wenig Besonde res: Leonhards Tinten, Oetkers Backpulver, Fabers Bleistifte sind uns alte Bekannte; nur die recht geschmackvolle Dekoration der Firma Faber wird manchen Beschauer heranlocken. Hier hat auch der Verlag Wilhelm Gronau, Chemnitz, seine Lehrbücher der englischen und französischen Sprache für Fortbildungsschulen ausgelegt. Die Ausstellung der bekannten Geschäftsbücherfabrik Otto Enke in Cottbus bietet ebenfalls nichts Beson deres, Auf der rechten Seite erregt der von der Deut schen Büro - Bedarfs - Gesellschaft, Goslar, vorgeführte Ver vielfältigungsapparat »Roto« vielleicht bei dem oder jenem Interesse. Auf eins sei jedoch besonders hingewiesen: die »Adrema« - Maschinen-Bau - Gesellschaft m. b, H,, Berlin, zeigt eine Anzahl von Adressier maschinen, Aus den vorgewiesenen Referenzen geht hervor, daß verschiedene Buchhandlungen die Maschinen bereits einge- sührt haben. In der Tat scheinen diese für jeden Buchhänd ler, der zu Reklamezwecken ein umfangreiches Adressenmaterial verwendet, recht praktisch zu sein. Die Adressen werden in kleine Metallschablonen eingeprägt, die an der Seite der Maschine in einem Aufnahmebehälter aufgestapelt sind. Sie werden dann durch Hebeldruck automatisch unter ein Farbband geführt. Gleich zeitig wird der zu adressierende Umschlag aufgelegt und gedruckt. Die erledigten Schablonen reihen sich auf der anderen Seite der Maschine wieder auf. Es sollen in dieser Weise in der Stunde bei Handbetrieb bis 1000 Adressen angefertigt werden, bei elektri schem Antrieb noch bedeutend mehr. Die Adressen sind jederzeit gebrauchsfertig; bei Änderungen können die Schablonen aus geklopft und neu geprägt werden. Am oberen Ende des dritten Seitengangs hat die Firma Edler L Krische, Hannover, in recht gefälliger Weise ausgestellt, Ihre Geschäftsbücher sind jedoch so bekannt, daß sich ein weite res Eingehen darauf erübrigt. Hieran schließt sich die Ausstel lung von Bellers Registrator-Compagnie, die mit ihren Bureau möbeln gleichfalls nichts Außergewöhnliches bietet. Dagegen be merken wir aus der anderen Seite zunächst die an früherer Stelle erwähnten Venta-Möbel und ferner die von der Firma Kassen fabrik »Deutscher Herold«, Felix Herrmann, Dessau, vorgcführten Kontrollkassen und Personalkontrollapparate, Die ersteren erscheinen recht brauchbar für Sortiments- und ge mischte Betriebe, Abgesehen davon, daß sie verschiedene Siche rungseinrichtungen besitzen, haben sie vor allem einen ziemlich breiten Schreibstreifen, der sich, wie die Firma auch an Beispielen zeigt, vorzüglich zur Erleichterung der Kassenbuchführung eignet. Statt einfach die Beträge aufzuschreiben, liniiert man den bis 16 om breiten Streifen ähnlich wie ein Kassabuch, Dabei kann man sich natürlich ganz nach den Bedürfnissen des eigenen Be triebs richten. So könnte z, B, ein gemischter Betrieb <Sorti- ment, Druckerei und Zeitung) folgende Liniatur verwenden: -LA, Ver) Loo-tix,--, 1175
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder