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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.06.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1914-06-06
- Erscheinungsdatum
- 06.06.1914
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- Deutsch
- Sammlungen
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Börsenblatt f d. Tlschli Buchbaadei Redaktioneller Teil. ^ 128, 6. Juni 1814. Faches vorhanden sind, und der es ihnen außerdem an der Hand von Standortnummern ermöglicht, selbst die gewünschten schnell zu finden. Der erste Katalog dieser Art ist die einst ol tbo boolls ok relo- renee in tlls llealtinn kiooin ok tde kritisti slussuw«, die 1869 er schien und jetzt In viertel, stark vermehrter Ausgabe vom Jahre 1S1V vorliegt. In Deutschland hat die König!, und Universitäts-Bibliothek Breslau im Jahre 1888 mit einem von Karl Dziatzko hcrausgegebcnen »Verzeichniß der im Lesesaal ausgestellten Handbibliothek« den Ansang gemacht, »es war ein schmächtiges Bändchen kleinsten Formats, ganze 37 Seiten stark« und verzeichnet« 1479 Bände. Rasch solgten dann andere Bibliotheken, wie die Kgl. Bibliothek in Berlin (1889; 4. AuSg. 1999), die Universitäts-Bibliotheken in Köttingen (1899 u. ö,), Berlin (1891) 5. Ausg. 1998, Nachtrag 1912), Wien (1994; 2. Ausg. 1998-12), Bonn (1912)) mehrere Stadtbibliotheken usw. Jetzt liegt das Breslauer Verzeichnis*), äußerlich recht ansprechend, in neuer Ausgabe vor, den gewachsenen Anforderungen gemäß als ein stattlicher Oktavband von 219 Selten mit einem Gefamttnhalt von 8899 Bände». »Alles in allem eine hübsche Steigerung«, wie bas Vorwort sagt und wie rückhaltlos zuzugcben ist. Seine Einteilung ist ungemein klar und übersichtlich, so vor allen Dingen — und besser als alle Vorgänger — in ihrer feineren Gliederung. Aus die Inhalts übersicht, die das wiedergibt, solgt ein »gegen die Übung beigegebenes« Schlagwortregister, dessen Dasein man aber um so angenehmer empfinden wird. Der Katalog selbst ist eingeteilt in: 1. Allgemeines — 2. Theologie — 3. Rechtswissenschaft — 4. Staatswisscnfchasten — 5. Philologie — 6. Wörterbücher — 7. Geschichte und Geographie — 8. Philosophie, Pädagogik, Kunstwissenschaft — 9. Naturwissenschaften und Mathematik — 19. Medizin — 11. Technik, Land- und Forst wissenschaft. Den Beschluß macht ein alphabetisches Register der ab gekürzten Titel. Die Ausdehnung, die eine solche Bibliothek nehmen kann, wird natürlich in der Hauptsache durch den verfügbaren Raum begrenzt. Solche Hinderungen beklagt auch die Verwaltung in ihrem Vorworte, und nur daraus erklärt es sich, daß z. B. Ausgaben der gesammelten Werke deutscher und ausländischer Klassiker — wie Goethe, Schiller, Shakespeare usw. — und daß auch die großen für die Geschichte fremder Staaten nötigen Quellenwerke fehlen, wie Rymers Foedcra, der kieeuail üss üistoriens des Oaulas, die Osllia odeistianZ, der Hlurutorl u. a. IN. »Je stärker sich indes«, heißt es weiter, die »Ver waltung hier durch den Raum gehemmt sah, desto größeres Gewicht hat sic darauf gelegt, wenigstens die Qualität des Gebotenen ein wandfrei zu gestalten. Keine Mühe wurde gescheut, um überall das Beste herauszusinden . . .«. Daß diese Absicht erreicht ist, steht außer allem Zweifel, und damit erhebt sich das Verzeichnis an Bedeutung weit über das Interesse, das in erster Linie die Benutzer des Bres lauer Lesesaals daran haben müssen. Es weist die Wege zu den besten wissenschaftlichen Büchern der meisten Fächer und ist, da es die Er fahrungen nutzen konnte, die in mehr als fünfzig Jahren aus diesem Gebiete allenthalben gemacht worden sind, als das neueste zur Zeit auch wiederum bas beste seiner Art. Es hat also, losgelöst von feiner örtlichen Bestimmung, für die Studierenden, für alle wissenschaftlichen Arbeiter überhaupt, insonderheit aber auch für Buchhändler Wert, die sich daraus Rats über die anerkannte Literatur älterer und neuer Zeit erholen können, um es bei ihren Empfehlungen ober sllr Zu sammenstellungen solcher Art zu benutzen, wie sie von ihnen ja nicht eben selten gefordert werben. Schließlich noch ein Wort über die Ausstattung und das typo graphische Bild des Buches. Denn auch das ist so »gegen die Übung« schön und geschmackvoll, daß cs eine besondere Hervorhebung ver dient. DaS gute Papier mit seinen breiten Rändern) die glückliche Vermeidung seit gedruckter Namen und Worte und an deren Stelle die Verwendung von Majuskeln und Kapitälchen zur Auszeichnung) die anmutig wirkenden Überschriften der Hauptabteilungen und die in ihrer Größe je nach Bedeutung logisch abgestuften der hierunter sich folgenden kleineren Zusammenstellungen) die über Doppclstrichen stehenden lebenden Kolumnentitel und die an den Fuß der Setten ge rückten Schlußstriche) die hübschen und doch so einfachen Vignetten, die sonst ganz leeren Seiten das trostlose Aussehen nehmen — bas alles zeugt- dafür, daß hier ein fein empfindender Bibliophile und ein verständnisvoller Drucker in dem Bewußtsein zusammengearbeitet haben, daß man auch ein Buch gewöhnlichen Gebrauches so ausstatten solle, daß schon sein Außeres anreizt, es gern zu benutzen. Berlin-Wilmersbors. Philipp Rath. *) Xölliglieüs nnck Dlliversitäts-üibliotüsü Hrssluu. VsiLSieünis cisr Ilsiidbiblioilislien riss I-osssnals nnck des Ilstalogrimmsrs. üroslau 1914: König!, ünivsrsitäls-üuolnlruokarai Orasr, Lurtü L Oo. XIX, 299 8. 8». Verantwortlicher Redakteur: EmtlThomad. — Verlag: Der Börsen Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich ln Leipzig. — Adresse der Kleine Mitteilungen. Porto fiir Pakete nach Britisch-Jndien. — Der Handelsvertrags- verein richtete laut Mitteilung vom 18. Mai an das Neichspvstaint die Bitte, nach Möglichkeit fiir die direkten Leitwege nach Britisch-Jndien eine Abstufung der Gebühren fiir Postpakete im Sinne des englischen Tarifs einzusühren, der folgende Portosätze vorsieht: 1, 2, 3 8lr. für 3, 7, 11 Id8. Personalnachrichleii. Rudolf Lchmann-Filhös f. — Im Alter von 60 Jahren ist der Astronom Or. Nud. Lehmann-Filhes, ord. Honorarprofessor an der Berliner Universität und Lehrer an der Kriegsakademie, gestorben. Seine fachivissenschaftlichen Abhandlungen, die er meist in den »Astro nomischen Nachrichten« veröffentlicht hat, behandeln die Bestimmungen der Meteorbahnen, die Verteilung der Nadiationspunkte an der Him melskugel, die Säkularstörung der Länge des Mondes, die tägliche No tation, die Fundamentalsätze der Dynamik, das Problem der Zentral bewegung u. a. m. Seit Jahren war Prof. Lehmann-Filhes auch ständiger Schriftführer der »Astronomischen Gesellschaft« und Heraus geber ihrer »Vierteljahrsschrift«. öpreWal. Rückzahlung zuvielgezahlter Beträge. Es fällt oft schwer, Beträge zurückzuerhalten, die, sei es durch falsche Auslieferung oder Unstimmigkeit des Rechnungsauszuges, zu vielbezahlt worden sind; es dürfte daher eine Klarlegung folgender Fragen wünschenswert sein: 1. In welcher Zeit ist der Verleger verpflichtet, ein Guthaben des Sortimenters diesem zurückzuerstatten, das durch eine höhere Ostermetzzahlung, als beansprucht werden konnte, entstanden ist? 2. Ist der Sortimenter berechtigt, von der Ostermetzzahlung einen Betrag zu kürzen, wenn an Stelle einer ausdrücklich fest ausgegebencn Bestellung sentgegen den Bestimmungen des 8 8 der buchhändlerische» Verkehrsordnung) bar ohne erhöhten Rabatt geliefert wurde, nament lich dann, wenn der Verleger ihm dasselbe Buch früher stets in Jahres rechnung geliefert und ihm nicht vor der Barauslieferung mitgctcilt hatte, das; es in Rechnung nicht mehr geliefert würde? VV. Von dem Herrn Einsender aufgefordert, uns zu diesen beiden Fragen zu äußern, bemerken wir zu 1. Nach § 26a der Verkehrsordnung ist »der allgemeine Ausgleich der Rechnung eines Kalenderjahres . . . spätestens in der folgenden Buchhändlermesse« zu bewirken. Der Ausdruck »Ausgleich« besagt, daß ein Übertrag, gleichviel zu wessen Gunsten, nicht statthaft ist, die Konten also glatt, ohne Übertrag abgeschlossen werden sollen. Eine irrtümlich geleistete Mehrzahlung des Sortimenters würde demnach an diesen zurückgezahlt werden müssen, und zwar unmittelbar nachdem der Verleger dazu aufgefordert, und der Irrtum als solcher erkannt worden ist. Ein Recht, den Mehrbetrag dem Sortimenter gutzuschrei ben, wird man in allen den Fällen nicht anerkennen können, wo der deutlich ausgesprochene Wille des Sortimenters auf Rück zahlung des Mehrbetrags gerichtet ist. In Übereinstimmung mit 8 271 des BGB. — der auch für das Handelsrecht gilt — ist der Ver leger zur »sofortigen« Zahlung verpflichtet, wobei allerdings mit Rücksicht auf die Verkehrssittc im Buchhandel und das Verhältnis der Parteien zueinander diesem Begriff nicht die strenge Auslegung gegeben werden darf wie sonst im Handelsverkehr. Soll schon ein Termin an gegeben werden, so dürfte im allgemeinen eine vierwöchige Frist für die Rückzahlung nach Anzeige durch den Sortimenter wohl als angemessen angesehen werden können. 2. Eine Berechtigung des Sortimenters zur Kürzung der Oster- meßzahluug aus dem in der Einsendung genannten Grunde kann unseres Erachtens nicht anerkannt werden. Denn abgesehen davon, daß die beiderseitigen Ansprüche aus ganz verschiedenen und zu ver schiedenen Zeiten abgeschlossenen Geschäften herrührcn, als daß man von einer Gleichartigkeit der Forderungen reden könnte, steht dem Verleger auch das Recht auf Umänderung des Rechnungsverkehrs in Barverkehr zu, ohne daß cs mehr als einer »gleichzeitigen Anzeige« bei der Expedition bedarf. In jedem Falle aber würden wir es für unzulässig halten, etwa im laufenden Rechnungsjahre ent standene Forderungen, auch wenn sie begründet sein sollten (vgl. 85a der Verkehrsordnung), gegen fällige Ostermetzbcträge aufzurechne». Diese Beträge sind vielmehr auszugleichen, wie der schon erwähnte 8 26 der Verkehrsordnung besagt: »durch Remission, Disponierung und Zahlung«, nicht aber durch Einbeziehung und Aufrechnung et waiger Forderungen, die weder in dem Jahre entstanden sind, auf das sich die Abrechnung bezieht, noch damit überhaupt etwas zu tun haben. Red. verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhänblerhaus. Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 sBuchhänblerhaus).
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