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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.05.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-05-04
- Erscheinungsdatum
- 04.05.1914
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. ^ 101, 4. Mai 1914. Mitglied beantragte, solchen Angestellten, die Sonntags beschäftigt werden, einen Urlaub von acht Tagen im Jahre zu bewilligen. Ein Nationallibcraler empfahl folgenden Vermittlungsantrag: »Ten sonn täglich beschäftigten Handlungsgehilfen und Lehrlingen ist eine Ent schädigung für die Sonntagsarbeit durch die Gewährung eines freien Nachmittages in der Woche oder eines zusammenhängenden längeren Urlaubes zu leisten.« Die weitere Ausgestaltung dieses wichtigen Punktes empfahl der Redner der zweiten Lesung vorzubehalten. Ein Antrag der «.konservativen verlangte eine allgemeine Fassung. Es soll einfach bestimmt werden, daß den sonntäglich beschäftigten Gehilfen und Lehrlingen regelmäßig ein Ersatz in Gestalt von Freizeit inner halb der Woche zu gewähren sei. Dieser Antrag wurde angenommen, alle anderen wurden abgelehnt. Die Rcichstagstommission für das Gesetz zur Errichtung eines Kolonialgerichtshofes beendete am 30. April ihre Beratungen. Die Beschlüsse der ersten Lesung wurden durchweg aufrecht erhalten, ein Antrag, in dem Hanptstreitpunkte die Ncgiernngsvorlage wiederherzn- stellen und Berlin zum Sitze des Kolonialgerichtshofes zu bestimmen, wurde mit 14 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Es bleibt also bei Ham burg. Zur Bekämpfung der Schundliteratur will der Magistrat von Lich te n b e r g künftighin Geschäftsinhaber, in deren Geschäften ein Verkauf von Schundliteratur stattfindet, von städtischen Lieferungen ausschließcn. Fn einer Bekanntmachung, mit der Lernmittel für die Volksschule ausgeschrieben werden, sagt der Magistrat am Schlüsse: »Geschäfts inhaber, in deren Geschäften ein Verkauf von Schundliteratur statt- findet, werden ausgeschlossen«. Der Bund der Festbesoldcten hält am 23. und 24. Mai in Berlin seinen Bundestag ab, bei dem auf der Tagesordnung Vorträge über Ausgestaltung des Beamtcnrechts sowie über die kommenden Handels verträge in ihrer Bedeutung für die Wirtschaftslage der Festbesoldeten stehen. Außerdem soll ein Vortrag über »Konsumgenossenschaften für Beamte und Privatangestellte« den Umfang und die Entwicklung der bestehenden Beamtenkonsumgcnossenschaften vor Augen führen. Psrsonalimihrichten. Otto Henne am Nhyn s. — In St. Gallen ist dieses Tage der Kul turhistoriker Or. Otto Henne am Nhyn, der viele Jahre hindurch in St. Gallen Staatsarchivar war, im Alter von 85 Jahren gestorben. Von seinen zahlreichen kulturgeschichtlichen Werken haben die »Allge meine Kulturgeschichte« und die »Kulturgeschichte des deutschen Vol kes« seinen Namen in breite Schichten des Volkes getragen. Georg H. A. Graf v. Lchndorff f. — Der frühere preußische Ober landstallmeister Graf v. Lehndorff ist am 30. April im 81. Lebensjahre in Berlin den Folgen einer Lungenentzündung erlegen. Mit ihm ist eine Autorität ersten Ranges auf dem Gebiete der Pferdezucht dahin geschieden, das er auch in einem »Handbuch für Pferdezüchter« be handelt hat. Sprechfaul. <Ohnc Verantwortung der Redaktion,' jedoch unterliegen alle Einsendungen den Bestimmungen über die Verwaltung dcö Börsenblatts.) Wünsche des Export-Buchhandels. Ten Ausführungen des Herrn Otto Zehrfeld in Leipzig in Nr. 97 des Börsenblattes werden wohl alle am Exportbuchhandel beteiligten Geschäfte zustimmen. Die Drahtheftung gebundener Bücher, die ungenügende Geltungsdauer der vom Verlag festgesetzten Sub skriptionspreise und das 2 übersteigende Gewicht einzel ner gebundener Werke sind in der Tat unliebsame Erscheinungen fiir den Exportbuchhändler; sie zu vermeiden liegt durchaus im Interesse auch des Verlegers, weil sonst sehr leicht die Vertriebsmöglichkeit ein zelner Werke nach dem Ausland behindert wird. Als ein 4. ltbelstand im buchhändlerischen Exportgeschäft erweist sich die Praxis vieler Zcitschriften-Verleger, am Kopf ihrer Zeit schriften einen zu niedrig bemessenen Abonnementspreis für das Aus land anzugeben. Daß durchweg die Verpackungskosten außer acht ge lassen werden, will ich nicht bemängeln, keinesfalls aber sollte der Preis niedriger bemessen werden, als er sich ans der Vereinigung des Abonnementsprcises mit den tatsächlichen Portoanslagen ergibt. Wenn, nun viele Zeitschriften-Verleger nur einen Teil der tatsächlichen Porto-1 anslagcn für die Versendung nach dem Ausland in Anrechnung brin gen, dann ist der Exportbuchhändler nicht imstande, den vom Verleger I festgesetzten Ausland-AbonnementSpreis einhalten zu können, ohne seinen an Zeitschriftcn-Abonnements ohnedies sehr geringen Gewinn zu schmälern; erhöht er den Preis eigenmächtig, dann führt dies zu unliebsamen Auseinandersetzungen mit den Abonnenten. Den Bestellern im Auslande wird es in der Regel gleichgültig sein, ob sie für ein Zeitschriften-Abonnement einige Mark mehr oder weniger bezahlen sollen, es darf aber zwischen den Preisangaben des Verlags am Kopf der Zeitschrift und der Berechnung des Export buchhändlers kein Widerspruch sein, d. h., der Exportbuchhändler muß den vom Verleger angegebenen Ausland-Abonnementspreis einhalten können, ohne einen Gewinnausfall zu erleiden. Die Zeitschriften-Verleger werden deshalb hiermit gebeten, den am Kopf ihrer Zeitschriften angegebenen Ausland-Abonnementspreis so zu bemessen, daß dem Exportbuchhandel zumindest der volle Buch händler-Rabatt verbleibt; keinesfalls sollte das Porto für die Ver sendung niedriger angesetzt werden, als es tatsächlich ist, besser etwas höher, damit der Exportbuchhandel auch eine kleine Entschädigung fiir die Verpackungskosten erhält. Bei dieser Gelegenheit sei auch die Bitte an den Verlag ge richtet, die ihm aus dem Auslande zugehenden P r i v a t - Bestel lungen nicht selbst auszuführen, sondern sie einer befreundeten Ex- portbuchhandlnttg zu überweisen. Erfreulicherweise tun dies bereits viele unserer ersten Verlagshäuscr, und sie erwerben sich dadurch den Dank und damit den Anspruch auf Gegenleistungen der bedachten Exportbnchhandlnngen. Der Exportbuchhandel ist der berufene Ver mittler zwischen dem Verlagsbuchhandel und den Bücherkäufern im Ausland, und da die bekannten Exportbuchhandlungen durch ihre aus gedehnten und kostspieligen Katalog- und Prospekt-Versendungen den Export deutscher Literatur zweifelsohne fördern, so haben sie auch einen berechtigten Anspruch auf den vollen Erfolg ihrer Propaganda- Tätigkeit. Die Erörterungen über das buchhändlerische Exportgeschäft neh men seit einiger Zeit das Interesse weiterer Kreise des Gesamtbnch- handels in Anspruch. Es ist zu hoffen, daß die Aussprachen, die noch zu erwarten sind, zu einer Klärung des Ganzen führen, und cs würde erstrebenswert sein, daß sich die am Exportbnchhandcl be teiligten Firmen zusammenschließen, um in gemeinsamer Arbeit die tatsächlich vorhandenen mancherlei ltbclstände zu beseitigen. Hamburg, 30. April 1914. Walter Bangert. OsfenerBricfanHerrnAdolphFiirstner,Berlin-Paris Im Börsenblatt Nr. 94 annoncieren Sie mit der Überschrift: Ladenpreise nach Belieben! — Großer Verdienst! Original-Wagncr-Textbücher, Tannhäuser, Hollän der, Nienzi. Einzelne Exemplare für 10 netto, 100 Exemplare gemischt für 8.— netto! Ich richte die höfl. Anfrage an Sie, wo der »große Verdienst« beim Verkauf dieser Textbücher Herkommen soll, wenn Sie den Laden preis freigeben. Es wird Ihnen ebensowenig wie uns Sortimentern zweifelhaft sein, daß die Warenhäuser die Textbücher für 10 ^ oder noch billiger verkaufen werden. Die Sortimenter werden vielleicht 15 ^ nehmen, einige wenige vielleicht auch 20 Konnten Sie nicht dem Beispiel der anderen großen Firmen folgen und ebenfalls einen billigen, aber festen Ladenpreis, vielleicht 20 wie diese ansetzen? Dann hätte vielleicht von einem »großen Verdienst« die Rede sein können, so aber haben Sie fiir das ganze Sortiment nur eine Quelle des Ärgers und Verdrusses geschaffen. Hoffentlich gibt letzteres Ihnen die einzig richtige Antwort und überläßt den Verkauf Ihrer Textbücher dem Warenhause. Dortmund. Friedrich Steffen. Erwiderung. Auf die vorstehenden Ausführungen kann ich nur erwidern, daß der größte Teil meiner verehrten Herren Kollegen entgegengesetzter Ansicht zu sein scheint, wie die mir täglich zugehendcn zum Teil recht bedeutenden Bestellungen ans meine bisherigen Originalausgaben der Wagncrschen Operntextbücher »Tannhäuser«, »Holländer« und »Rienzi« beweisen. Ich halte die Veranstaltung der zahlreichen 20- Pfennig-Ausgabcn für den Sortimenter nicht besonders günstig, da ihm durch den Vertrieb dieser Ausgaben nur ein kleiner Nutzen er wachsen kann. Dagegen stehe ich auf dem Standpunkt, daß es für freie Werke den Interessen der Herren Buch- und Musikalienhändler besser entspricht, wenn sie beim Verkauf von Ausgaben ohne festen Ladenpreis diesen nach ihrem Belieben festsetzen können, wodurch ihnen eine größere Verdienstmöglichkeit gegeben ist. Berlin. AbolphFürstner. 736
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